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02.11.2008 22:56 (zuletzt bearbeitet: 02.11.2008 22:59)
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Dann wollen wir mal.

Die Eisenbahn fasziniert mich, seit ich denken kann. Ernsthaft modellbahnern (in Spur N) tue ich - mit Unterbrüchen - seit 1980. Damals hatte ich mit Arnold Gleisen begonnen erste Erfahrungen zu sammeln, und zeitgleich erschien die erste Nummer der "Modell-Eisenbahn" (heute Loki). Geprägt haben mich die Artikelserie "Vom Kreisverkehr zum Betriebserlebnis" von Hugo Schwilch in der "Modelleisenbahn" anfangs der 80er Jahre, und das Buch "Modellbahn-Bahnhofsanlagen" (Band 6 aus der alba Modellbahn-Praxis; heisst heute "Vorbildliche Modell-Bahnhöfe"). Gleispläne ausknobeln wurde für mich eine Art "geistige Turnübung", die ich schon als Teenager sehr gerne ausübte. Nächtelang hatte ich in meiner Fantasie das Elternhaus mit Modellbahn regelrecht abgefüllt.

Ein Jahr später nötigte ich die ganze Verwandschaft, mir die Gleise für meine erste Traumanlage zu Weihnacht zu schenken. Es konnte losgehen. (Erst vor einigen Wochen, beim Erstellen der Webdokumentation zu dieser Anlage, fiel mir auf, dass bereits diese Anlage viele Dinge in Ansätzen besass, die mir heute noch wichtig sind: Lange Strecken, Rangiergleise, Erweiterungsmöglichkeiten.) Die Anlage war natürlich alles andere als perfekt. Dennoch hat sie mir einige Jahre lang viel Spass bereitet - dann wurde sie abgebrochen und neue Erkenntnisse umgesetzt.

1991 begann ich aus Liebeskummer meine heutige Anlage: Seldwyla (236x52cm). In meinem damaligen 12m2 Zimmer hatte ich nur über dem Schreibtisch Platz - dafür bis zur Zimmerdecke. Die Anlage wurde teilbar = transportabel ausgeführt und hat dadurch drei Umzüge klaglos überlebt. Nach Heirat, Familiengründung (Kinder) und Umzug ins Eigenheim bekam die Anlage eine grosse Ecke im Bastelkeller, wo noch viel Anderes Platz finden musste. Nun dachte ich: "Das war's wohl, die Familie braucht auch Platz."

Bis mich ein Freund mit dem Modulvirus infizierte. Nun gab es kein halten mehr - die Anlage wurde leicht umgebaut und schrittweise modular der Wand entlang erweitert. Die Module gaben mir auch endlich den Mut, mich an den Landschaftsbau zu trauen. Die Module sind aber nicht nur für zu Hause, denn mit der Modulgruppe kann ich meine Kinderträume von den riesigen Anlagen ausleben.

Im 1zu160-Forum habe ich oft mitdisuktiert bei Gleisplanbesprechungen. Irgendwann bemerkte ich, dass meine Antworten immer in etwa die gleichen waren. Das war der Anlass, eine Seite mit Planungstipps zu erstellen. Irgendwann bin ich dann über den sensationellen Planungsworkshop von Chris Roper gestolpert. Er zeigt in einfachen Schritten, wie man vom tumben Oval zur betriebsfähigen Modelleisenbahn kommt. Ich übersetzte und germanisierte den Planungsworkshop. Das hat in der 1zu160 Szene einiges ausgelöst. Die Diskussionen bei Gleisplanbesprechungen haben sich spürbar verändert.

Das MAD-Handbuch habe ich über das 1zu160.net-Forum gefunden. Beim Durchackern habe ich endlich begriffen, weshalb ich drei Gleise meiner Anlage nie benutze: Es fehlt ein Schattenbahnhof, der als Ausgangspunkt für Züge zur Bedienung dieser drei Gleise dienen kann. Nobody is perfect... Doch darüber mehr an anderer Stelle.

Felix

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