Hallo aus der Köln-Bonner Bucht

26.11.2017 13:25
#1 Hallo aus der Köln-Bonner Bucht
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Hallo zusammen,

da ich in diesem Thread hier: Besessenheit ? zitiert worden bin, möchte ich, bevor ich dort die von mir beschriebene OOK'sche Besessenheit erläutern möchte, kurz vorstellen.

Christoph, Enddreißiger mit einer modellbahnerischen Vergangenheit von ca. drei Jahren (wenn wir die ca. 2 Jahre bestehende Kreiselplatte in den 80ern mal außer Acht lassen), dem vor diesen besagten drei Jahren die fein säuberlich in Kisten verpackte alte Märklinbahn auf dem Dachboden der Eltern in die Finger gekommen ist (O-Ton Mutter: "Hol den Kram ab, sonst werf ich ihn weg..."). Und da dachte ich, nun ja, ich hab zwei Jungs, also schauen wir doch mal, ob das alte Geraffel noch läuft. Und zu meiner Freude tat es das auch. Also auf dem Dachboden eine Parkettbahn gebaut, immer schön im Kreis herum, Brücke rauf, Brücke runter, im Bahnhof halten, weiterfahren, Kehrschleife links rum, Kehrschleife rechts rum, Kinder waren begeistert, Papa auch. Da das alte Märklin-Zeug aber irgendwie doch nicht mehr das Gelbe vom Ei war (insb. angerostete M-Gleise) in einer großen Aktion alles bei E-Bay verscherbelt und eine Piko-Startpackung mit Personen- und Güterzug gekauft. Digital, zwei Fernbedienungen, Oval mit Ausweichgleis, Kinder waren begeistert, Papa auch. So zwei Wochen lang. Dann wurde das ziemlich langweilig. Also, mehr Gleise müssen her. Aber wie am sinnvollsten?

So fand ich meinen Weg ins Internet und stellte fest, dass die Modellbahncommunity doch ziemlich groß ist. Wenn man im Netz sucht, was findet man als erstes? Das Stummiforum. Die damalige Ruhmeshalle faszinierte mich. Viele, viele irre detailliert gestaltete Anlagen, feinst fotografiert. So was will ich auch. Bei der Suche nach Hilfe fand ich das Programm SCARM zur Planung. Diese Planung mündete in einer 300x100cm großen Spanplatte auf 5cm hohen Rollen um sie auf dem Dachboden hin und herfahren zu können. Quasi also direkt auf dem Boden. Zweigleisige Kreisbahn, dreigleisiger Hauptbahnhof vorne, zweigleisiger Bahnhof hinten, "Industriegebiet" in der Mitte der Platte mit Kehrschleife, Tunnel, See, Dorf, der Klassiker. Gleise für viel Geld gekauft, einfache Weichen, DKW, symmetrische DWW, reichlich Weichenantriebe, alles neu von Piko (also ohne jede Betriebssicherheit), Gott, was hab ich ein Geld versenkt. Aber die Kinder hatten erst einmal Spaß und konnten mit den zwei Zügen über die Anlage brettern. Und dann kam meine Frau und sagte: "Schatz, ich bin schwanger". Der Dachboden wurde danach anderweitig gebraucht. Und das war neben unserer Tochter auch modellbahnerisch ein Glücksfall.
Denn selbstverständlich hat sich dieses Modellbahnkonzept als absolute Schnapsidee herausgestellt. Sowohl die Gleisführung, aber auch die Höhe der Anlage direkt auf dem Fußboden. Aber das Modellbahnvirus hat mich gepackt.

Irgendwo hatte ich in einem Anlagenthread eine Out-and-Back-Anlage gesehen mit sinnvollen Güterwagenbewegungen etc. Da ich als Kind und Jugendlicher am PC sehr viele Wirtschaftssimulationen im Logistikbereich (Railroad Tycoon, Der Planer, Transport Tycoon, Die Siedler, vielleicht kennt die ja der eine oder andere) gespielt habe, stellte ich fest, dass mich ein solches Konzept reizen könnte. Also habe ich mir Gedanken gemacht wo ich denn noch ein Anlage bauen könnte. Ich habe mir dann gedanklich unseren großen Kellerraum geteilt und im Stummiforum Hilfe gesucht. Und so entstand dieser Thread: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=24&t=116002 Direkt im achten Beitrag kam der Link auf Ottos Blaues Buch und so nahm das Schicksal seinen Lauf.

Inspiriert von diesem Buch, der Friedenfelser Localbahn und auch in besonderem Maße von Thomas Englichs leider verschwundenen Lokalbahn-Reminiszenzen (Thomas hatte sich auch an der Planung meiner Anlage beteiligt) habe ich jetzt einen Stand einer Anlage mit Fiddleyard, einem kleinen Durchgangsbahnhof, zwei Anschließern auf freier Strecke und einem Endbahnhof. Walk-around mit PAN und Mittelzunge, leider aber noch nicht vollständig betriebsfertig (Gleise liegen nahezu vollständig, die Elektrik und Weichenstellmechanismen fehlen aber noch hinter dem Durchgangsbahnhof an einigen Stellen). Das wird aufgrund einer geplanten Selbständigkeit ab 2018 wohl auch noch etwas auf sich warten lassen :-(

Von Betrieb selbst hatte (und habe) ich aber noch null praktische Erfahrung und an Theorie nur das, was man auf der einen oder anderen Internetseite zu diversen Betriebskonzepten lesen kann. Das Erscheinen des BAE-Buches war dann so etwas wie ein Augenöffner.

Betrieb ist momentan, auch mit Rücksicht auf meine Grundschul-Kinder, noch in stark vereinfachter Form geplant. Zwei Würfel geben die Anzahl der Güterwagen vor, die aus einer Sammlung von Frachtaufträgen per Zufallsziehung gebildet werden. Diese werden zu den einzelnen Ladestellen rangiert, Wagen von dort wieder abgeholt usw.

Da ich mich trotz allem immer noch als Anfänger betrachte, habe ich mich auch noch nicht aktiv hier ins Forum getraut, passiv lese ich gleichwohl schon lange hier mit. Nachdem mich Otto aufgrund meiner Rezension des BAE-Buches im Stummiforum angeschrieben hatte und er hier einen Thread eröffnet hat, in dem ein Zitat von mir zur Diskussion gestellt worden ist, habe ich mich dann doch mal angemeldet.

Also, wenn das eine oder andere was ich schreibe "Kappes" (wie der Rheinländer sagt) ist, seht es mir nach...

Viele Grüße
Christoph

Viele Grüße
Christoph

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26.11.2017 16:47
#2 RE: Hallo aus der Köln-Bonner Bucht
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Hat es mit Deiner Anmeldung ja doch noch geklappt.
Wahrscheinlich wegen deiner Buchrezension oder weil Otto unbedingt wissen will, warum wir ihn für besessen halten.

Herzlich willkommen, es grüßt dich aus Herne

Hans


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27.11.2017 17:11
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#3 RE: Hallo aus der Köln-Bonner Bucht
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OOK

Hallo Christoph,
schön, dass du hier angekommen bist. Dein spannender Planungsthread ist ja nun gelaufen, macht nix, bestimmt findest du hier auch sonst Inspiration.
Willkommen im Forum!

OOK
Heute schon in den ADJ-Blog geschaut?
https://www.jaffas-moba-shop.de/anlagen-design-journal/

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