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Anschlußgleise, meerumschlungen
Hallo Sebastian,
du hast ja völlig recht, aber.......
Ein typisches Kohlekraftwerk wird maximal drei Zustellfahrten a 10 Wagen pro Tag aufnehmen, siehe Farge an der Farge-Vegesacker Eisenbahn.
Eine Panzerrampe kann, wenn es ins Manöver geht, Ganzzüge im Stundentakt auf die Reise schicken, siehe Farge-Vegesacker Eisenbahn.
Und für beides habe ich in der jetzigen Ausbaustufe noch keinen Platz, also ziehe ich den potenteren Verkehrsgenerator vor.
Sollte ich irgendwann mal eine weitere Regalebene in der Remise in Beschlag nehmen können, wird es selbstverständlich ein Kohlekraftwerk geben. Diese Strecke würde den Bahnhof Weserstraße nach links verlassen, und ihn damit von der Spitzkehre zum Abzweigbahnhof machen. Diese Strecke ist auch schon in gelb in der Prototype-Freelancing-Karte eingezeichnet.
Gruß
Alex
Soooo
vor langer Zeit hatte ich Einlassungen zum geplanten Betrieb versprochen.
Zu meinem zehnjährigen MAPUD-Jubiläum soll es soweit sein.
Ganz grob gesagt habe ich mich am "Flair" der Farge – Vegesacker Eisenbahn der 80er Jahre orientiert.
Das bedeutet kurze Strecke mit vielen, schweren Güterzügen, keine Reisezüge, Lichtsignale und zentrale Überwachung durch einen Zugleiter.
Die Anlage kann einen bis fünf Mitspieler beschäftigen. Der Vollbetrieb zum Beispiel wird auf drei Positionen abgewickelt. Eine große Lok für schwere Züge, eine kleinere für die Rangierarbeiten, und einen Zugleiter, der nebenbei die Rangierarbeiten in Lichterfelde West miterledigt. Dieses Programm kann mit drei oder fünf Personen abgewickelt werden, je nachdem, ob die Zugmannschaften aus einer oder zwei Personen bestehen.
Jetzt kommen die Berliner Besonderheiten ins Spiel:
Über die Strecke verteilt gibt es ein gutes Dutzend zivile Anschließer, sowie drei Anschlüsse des US-Militärs. Aufgrund der vielen Bestimmungen des Viermächte-Status der Stadt und so weiter und so fort werden Wagen mit Militärgut nicht von den normalen Güterzügen der Reichsbahn befördert, sondern ausschließlich von besonderen Militärzügen. Das gilt für alles, von der Panzerhaubitze bis zum Burger-Patty.
Das mache ich mir zu Nutze, indem zivile Wagenladungen über Lichterfelde Süd, militärische aber über Lichterfelde West ausgetauscht werden, da dort die Berlin Duty Trains nach Bremerhaven und Frankfurt a. M. abfahren. (Diese Duty Trains bestanden dadurch also aus Postwagen, Schnellzugwagen und Güterwagen.)
Wegen einer schwachen Brücke entlang der Anhalter Bahn werden schwere Züge für Kraftwerkskohle, Panzer, Transformatoren usw. ebenfalls in Lichterfelde West übergeben.
Untenstehend ein Streckenschema mit den wichtigsten Betriebsstellen. Die Farben dienen nur der Unterscheidung und Auflockerung ;)![]()
Das Rückgrat des Verkehrs stellen die Ganzzüge dar. Das Kraftwerk erhält täglich drei Züge a 10 Wagen, wenn die US-Armee ins Manöver zieht, kann das durchaus ein gutes Dutzend Züge von und nach Birkbusch bedeuten, wo sich die Verladerampe befindet. Der Einzelwagenverkehr quetscht sich dazwischen.
Zivile Einzelwagen werden von Lichterfelde Süd abgeholt, dies geschieht in zwei Tranchen. Wagen für den Bereich Dr.-Hell-Straße werden direkt dorthin gefahren und verteilt. Wagen für alle anderen Orte werden nach Weserstraße gebracht und dort sortiert. Das Stammgleis Schönower Wiesenweg
wird mit einer Übergabe von der Weserstraße aus bedient. Wagen für Birkbusch, das Heizkraftwerk und Richtung Lichterfelde West werden dem nächsten passenden Ganzzug beigegeben.
Der gesamte Einzelwagen-Ausgang wird in der Weserstraße gesammelt und nach Lichterfelde West gebracht.
Ein anschauliches Beispiel dieses Verfahrens kann ich sogar aus Berlin vorweisen!
Besondere Erwähnung verdient der Bahnhof Lichterfelde West, denn hier rangiert eine Lok der Reichsbahn. Ihre Hauptaufgabe ist die Behandlung der Duty Trains. Die Postwagen sind zur Ladestraße zu bringen (ja, das war tatsächlich so!), Einzelwagen mit Militärgut sind den Ganzzügen der Teltower Eisenbahn beizustellen, und die Gleisanschlüsse sind zu bedienen.
Wagen können also ganz unterschiedliche Laufwege nehmen:
Ein Rungenwagen mit leeren Kabeltrommeln wird von Lichterfelde Süd direkt mit einer Übergabe zur Dr.-Hell-Straße gefahren und beim Kabelwerk zugestellt.
Ein Kühlwagen für die Amerikaner hingegen fordert die ganze Mannschaft. Die DR-Lok in Lichterfelde West setzt ihn vom Duty Train auf einen Kohle- oder Panzerzug Richtung Weserstraße um. Dort angekommen, zieht die Rangierlok der Teltower Eisenbahn den Wagen wieder ab, und stellt ihn ihrer Übergabe bei, die ihn zum Kühlhaus am Stammgleis Schönower Wiesenweg bringt.
Dieser letzte Textblock ist für mich besonders wichtig. Denn inzwischen habe ich ganz gut herausgearbeitet, was für mich einen spannenden Eisenbahnbetrieb ausmacht:
- Nicht jeder Wagen hat den gleichen Laufweg
- Aus durchgehenden Zügen werden Wagen ein-/ausgestellt
- Mehrere Züge sind an der Beförderung eines Wagen beteiligt
- Es gibt mehrere Punkte auf der Anlage, an denen Züge behandelt werden
Das klingt jetzt alles sehr nach großer Eisenbahn, und ist ehrlich gesagt auch stark vom American Railroading mit Yards und Manifests und so beeinflusst, aber ich bin der Meinung, einen sinnvollen Weg gefunden zu haben, das auf eine Größenordnung zu bringen, die gut in meinen Keller passt.
Hoffe unterhalten zu haben, und auf die nächsten 10 Jahre hier ;)
Gruß
Alex
#128 RE: Der Betrieb auf der Teltower Eisenbahn
Dann fehlt als wichtiges Ident-Element und absoluter Hingucker nur noch der General in Form eines VT 08.8 oder VT 33.8 👍🏻👍🏻
Bahngeschichte, gefakte Bilder und Quellenschnipsel im Netz verstreuen, 2 Jahre warten.
Ist dann über die eigene Bahn ein Wiki-Artikel und ein Kenningbuch erschienen ist die eigene Konzeption wasserdicht und man kann mit dem Gleisplan weitermachen.
Hallo Jörn,
da hast du vollkommen Recht!
Die US-Armee hatte zu Bundesbahn-Zeiten eine ganze Reihe von eigenen Fahrzeugen:
- Flachwagen zum Panzertransport (gabs mal von Trix)
- Kesselwagen für Treibstoffe (dito)
- Schnellzugwagen (dutzende unterschiedliche Typen, ein paar gabs mal von Roco)
- Rangierloks aus Deutscher und Amerikanischer Produktion in den großen Depots
(gabs mal von Liliput)
- sechs VT 08.8 (lässt sich durch Umbau erzeugen)
- drei VT 33.8 (lässt sich vielleicht aus einem ETA 150 umbauen?)
Die große Frage wäre jetzt, ob die Triebwagen von Lichterfelde West jemals über die Goerzbahn bis in die Kasernen gerollt sind. Wenn das der Fall wäre, wären meine zukünftigen Modelle nicht zum ewigen Herumstehen in Lichterfelde West verdammt, was doch ganz nett wäre...
Gruß
Alex
#130 RE: Fahrzeuge der Amis auf der Teltower Eisenbahn
Den 608/908 801 gab es unter 208404AC von Lima für Wechselstrom. Im gefälligen rot-beige für Salontriebwagen mit den ursprünglichen Frontfenstern. Das ist das Exemplar, welches bis 1990 in Betrieb war.
Der Lazarett-Triebwagen 803 hatte die Artikelnummer 208407, nur für Gleichstrom.
Bahngeschichte, gefakte Bilder und Quellenschnipsel im Netz verstreuen, 2 Jahre warten.
Ist dann über die eigene Bahn ein Wiki-Artikel und ein Kenningbuch erschienen ist die eigene Konzeption wasserdicht und man kann mit dem Gleisplan weitermachen.
Moin Lars,
Plan 121 ist zu 95% aktuell. Das Heizkraftwerk wird als allerletztes entstehen, da dieser Regalplatz noch von Geraffel okupiert ist. Die Strecke zum Heizkraftwerk wird den Bahnhof Weserstraße später nach links verlassen.
Befahrbar sind der Bahnhof Weserstraße, das Stammgleis Schönower Wiesenweg und der Rangierbereich Hellstraße.
Als nächstes folgt die Strecke Richtung Lichterfelde West, die dann als Fiddlegleis dient, bis der Bahnhof Lichterfelde West betriebsbereit ist.
Gruß
Alex
#134 Etwas Bewegung auf der Teltower Eisenbahn
Hallo Leute,
kurzes winterliches Lebenszeichen aus dem Südwesten Berlins, der ja nun prompt die Tage in die Schlagzeilen gekommen ist...
Diesen Winter hatte ich viel zu wenig Lust zum Basteln, deswegen heute nur ein paar Eindrücke, die hoffentlich ein bisschen Identität vermitteln.![]()
Wir besuchen heute das Stammgleis Schönower Wiesenweg, wo die nimmermüde, von der Bundespost geliehene V 60 zwei Dämmstoff-Großraumwagen austauscht. Bei welcher Firma das geschieht, wo sie sitzt und was sie macht, stellt der etwas nachlässig abgestellte Sattelzug unmißverständlich klar. Das Modell ist übrigens vollkommen authentisch!![]()
Anschließend ist bei der Chemie Wolf AG noch ein Uds des Zürcher Waggonvermieters Etra AG aufzunehmen, er hatte Zinksulfat für die Galvanik-Elektrolyt-Produktion gebracht. Oben auf der Brücke des Höcklager Damms ein MAN SD 200 mit Werbung in eigener Sache. Zwar sehr hilfreich bei der Verortung der Szenerie, aber ich werde die Werbung denke ich noch durch etwas Bunteres ersetzen. Liniennummern bekommt er auch noch, aber dafür muss mir noch ein BVG-Netzplan aus den 80er Jahren in die Hände fallen...
Wenn ich mal wieder zu Hause bin, will ich auch mal ein paar Ladeszenen inszenieren.
Ihr könnt euch freuen auf Dinge wie:
Schnittholz aus Harzgerode
Methylcellulose aus Hohenbünstorf
Elektrobleche aus Waiglareuth
Sonderabfälle nach Unterkarolsdorf (bei Grainitz)
Galvanik-Chemikalien nach Plettenbach
Altpapier nach Diethersbronn
Gruß
Alex
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