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Anlagenplanung zur Schaumburger Kleinbahn
#51 RE: Anlagenplanung zur Schaumburger Kleinbahn - jetzt geht's zur Sache
Schuur Alex und Ole,
schuur ihr Jonge,
Zitat von Fischkopp im Beitrag #49
Nicht das Teilen der Züge ist mein Problem, sondern das Umlaufen um die vollen Wagen auf das Aufstellgleis zu bringen.
Ich würde die Gleisanlagen so gestalten, daß prinzipiell nach rechts ausgezogen wird, also in die selbe Richtung, in die auch ausgefahren wird.
Dazu müsste man die Tagesanlagen am Besten einmal spiegeln, sodaß der Verladebunker ans linke Ende der Gleisanlagen kommt.
Das sehe ich anders: Einmal muss der Wagenpark auf jeden Fall umfahren werden. Beim jetztigen Plan nach dem Beladen, bei einer Spiegelung des Plans um die "Hochachse" dann eben vor dem Beladen. Von daher ist der Aufwand, zumindest auf den ersten Blick, völlig gleich.
#52 RE: Anlagenplanung zur Schaumburger Kleinbahn - jetzt geht's zur Sache
Moin Hartmut,
meine Aussage bezog sich noch auf den ursprünglichen Plan mit Werkslok und separatem Aufstellgleis für Vollzüge.
Wenn die Streckenloks die Rangierarbeiten übernehmen, hast du hingegen völlig recht.
Das war ja auch glaube ich Oles Intention, den Job der Werkslok spannender zu machen.
Eine definitive Antwort darauf, wie einnehmend dieser Job ist, kann aber denke ich nur ein Probebetrieb liefern.
Den könnte man ja vielleicht auch provisorisch mit ganz anderem Eisenbahnmaterial aufziehen, bevor man eine Entscheidung trifft.
Gruß
Alex
#53 RE: Anlagenplanung zur Schaumburger Kleinbahn - jetzt geht's zur Sache
Hallo zusammen,
ich habe mir eure verschiedenen Anmerkungen zum Grubenbahnhof zu Herzen genommen und - zumindest zeichnerisch - mal einige Varianten durchgespielt. Zu einem endgültigen Ergebnis bin ich dabei noch nicht gekommen, aber gerade deshalb möchte ich euch meine Überlegungen vorstellen.
Variante "Brenk"
Oben habe ich zur Illustration der Realsituation schon eine Variante gezeigt, die sich ein bisschen an Brenk anlehnt und ohne Zugteilung auskommt (dafür aber auch viel Platz braucht). Der Betrieb dort würde ungefähr wie folgt ablaufen.![]()
Die Leerwagen können jetzt in zwei Bewegungen entweder mit einer Kleinlok oder einer Spillanlage ausgezogen, nach und nach befüllt und wieder in das Ladegleis zurück bewegt werden. Wenn man die Weichenverbindungen geschickter anordnet, können für die Streckenlok außerdem Schritte 6 und 7 entfallen. Insgesamt ergibt das ein recht effizientes Vorgehen.
Variante "Ottilie"
Eine andere Version wäre diejenige mit mehreren Parallelgleisen und einem langen Ausziehgleis. Ein bisschen angelehnt an das Foto von der Grube Ottilie.![]()
Dort sähe der Ablauf unter Einsatz einer Werkslok folgendermaßen aus. ![]()
Grundsätzlich ließen sich die Bewegungen der Kleinlok auch durch eine Spillanlage durchführen. Sie ist also nicht unbedingt nötig. Sollte die Kleinlok in ihrem eigenen Gleis unten warten, während die Streckenlok im Bahnhof rangiert, wären am Anfang und Ende des Ablaufes nochmal jeweils zwei zusätzliche Bewegungen notwendig.
Variante "Gespiegelt"
Alex hat oben ja den Vorschlag gemacht, die Schachtanlagen zu spiegeln. Das habe ich mal für die Option, ohne Zugteilung zu arbeiten, ausprobiert. ![]()
Interessant ist dabei, dass gar kein Umfahrgleis gebraucht wird, da die Streckenlok den Leerzug in das Ausziehleis zurückdrücken und mit dem Vollzug direkt wieder ausfahren kann. ![]()
Der Ablauf ist hier noch kompakter. Sollte eine Kleinlok anstelle einer Spillanlage verwendet werden, muss diese allerdings im Ausziehgleis warten, damit sie hinter den Leerzug kommt. Für die Bedienung des Ladegleises durch die Übergabe aus Auhagen muss diese mit der Lok voraus einfahren und geschoben wieder auf die Strecke zurücksetzen. Da es dorthin bergab geht, ist das nicht ideal. Aber dann muss vielleicht der erste Wagen immer gebremst sein, um ein unkontrolliertes Abrollen zu verhindern, falls die Kupplung sich mal löst.
Zwischenstand
Alle diese Varianten sind betrieblich relativ effizient. Die gespiegelte Version kommt dabei auch noch mit sehr kompakten Gleisanlagen aus. Sie haben aber den Nachteil, dass sie in der Längenausdehnung recht viel Platz benötigen. Ich habe daher mal versucht, sie in meinen bisherigen Plan zu übertragen.
"Brenk" kann ich euch leider nicht zeigen, weil ich die Version direkt wieder verworfen habe. Die beiden Ladegleise müssten in der Kurve liegen. Sie haben dann einen eher kleinen Radius und machen die Anordnung der Schachtanlagen in einer Flucht ein bisschen kaputt. Das hat mir gar nicht gefallen.
"Ottilie" hat praktisch den gleichen Nachteil. Die drei Parallelgleise müssen komplett in der Kurve liegen, so dass sich der Grubenbahnhof um etwa 90° dort herumzieht. Das wiederum erfordert, dass die Abzweigweiche von der Strecke weiter in Richtung Sachsenhagen wandern muss und die GAB ein gutes Stück parallel zur eigentlichen Strecke verläuft. Das gefällt mir ebenfalls nicht. Außerdem sind die Einfahrweichen des Grubenbahnhofs von der Anlagenkante nicht mehr vernünftig zu erreichen, was das Rangieren extrem unhandlich machen würde. Zumindest in dieser Anlagenkonfiguration ist der Bahnhof so nicht unterzubringen, denke ich.![]()
Die Variante "Gespiegelt" dürfte gerade noch einigermaßen unterzubringen sein, aber auch hier ist das Ende des Ausziehgleises nicht gut zu erreichen. Auch damit bin ich nicht glücklich. Sicherlich kann man die Anordnung der Gleise noch etwas gefälliger gestalten, aber insgesamt gefällt mir auch einfach aus rein ästhetischen Gesichtspunkten das Gleisbild nicht.![]()
Wenn also alle diese Varianten für meine Anlage zu lang sind, dann bleibt eigentlich nur, doch bei der Zugteilung zu bleiben.
Warum eigentlich Zugteilung?
Das mit der Teilung war eigentlich gar nicht wegen der Länge der Gleisanlagen geplant, sondern entstand aus der Überlegung, wie der Grubenbahnhof einigermaßen auf das gegebene Gelände passt, wenn die Gleise südlich der Gebäude (in den Plänen also oberhalb davon) angeordnet sind. Die Idee war hierzu, dass die Anschlussbahn von Süden her in einer Steigung zum Grubenbahnhof führt und deshalb eben nicht vom Ende der Schachthalle her eingefädelt wird, wie in allen Entwürfen oben. Das ähnelt ein bisschen der von Hartmut erwähnten Pyritbahn, nur dass keine Sägefahrt für die Beladung gebraucht wird, sondern einfaches Zurückdrücken der Wagen genügt. Ich habe bei meinen ursprünglichen Planungen dafür allerdings nicht beachtet, dass der Kühlturm mir im Weg steht - den hatte ich weiter nördlich vermutet.![]()
Dieser ursprüngliche Entwurf ist genau die Vorlage für meine Pläne aus Beitrag 37 und 41. Wenn man annimmt, dass die Strecke auch rasch ins Gefälle geht, wenn die Gleisanlagen auf der anderen Gebäudeseite liegen, lässt sich vielleicht dort eine ähnliche Anordnung motivieren.
Variante "Zugteilung"
Wenn man die Gleisanlagen für eine Zugteilung auslegt, wird das Ganze sehr viel kompakter und passt selbst bei Gleislängen für 10 Vierachser schon fast auf meine verfügbare Fläche. Mit etwas verkürzten Zügen kann man also eine solche Version sehr gut umsetzen (die Planungen oben waren auf 6 Wagen pro Zug ausgelegt).![]()
Der Betrieb ist allerdings im Vergleich zu den anderen Varianten ungleich komplizierter. Das war ja auch eure Kritik.![]()
![]()
Die Kleinlok muss hier in ihrem eigenen Gleis warten, da sie sonst irgendwo im Weg stehen würde. Dadurch kommen zusätzliche Rangierbewegungen dazu. Für die Streckenlok hält sich der Rangieraufwand dagegen noch in Grenzen. Die Kleinlok hätte für das ganze Prozedere allerdings auch über eine Stunde Zeit. Das ist schon möglich, denke ich. Aber ihr habt natürlich recht, dass der Aufwand hier sehr hoch ist.
Also habe ich mir angesehen, was passiert, wenn man die Schachtanlagen spiegelt, wie von Alex vorgeschlagen.
Variante "Zugteilung gespiegelt"
In dieser Version verschmelzen die gespiegelte Variante und die gerade besprochene. Es wird nur in eine Richtung ausgezogen und die Umfahrung dient lediglich dazu, die Streckenlok wieder befreien zu können, da das Ausziehgleis zu kurz ist.![]()
Der Ablauf fällt hier schon etwas einfacher aus, ist aber immer noch deutlich komplizierter als in den Varianten ohne Zugteilung. Das ist ja nicht verwunderlich.![]()
Schritte 2 und 3 kann man natürlich auch dadurch ersetzen, dass die Kleinlok den Leerzug von der Streckenlok abzieht. Das dürfte in der Praxis etwas einfacher sein, vermute ich. Die Anzahl der Rangierbewegungen ändert sich dadurch aber nicht. Falls die Kleinlok bei Einfahrt des Zuges in ihrem eigenen Gleis warten soll, ist ein klein wenig mehr Gleislänge im Einfahrgleis nötig, damit sie den Zug dann abziehen kann. Das sind aber Details. In jedem Fall ist auch dieser Gleisplan ausgesprochen kompakt und wäre für die Modellumsetzung sehr gut geeignet. Interessanterweise ist er sogar so kompakt, dass Züge aus 8 Vierachsern auf dem vorhandenen Platz machbar wären. Das werde ich aber vermutlich nicht machen, weil dann ja der Fiddle Yard und die Strecken bei der derzeitigen Planung etwas kurz wären. So sähe der Plan dazu aus.![]()
Momentan gefallen mir mein Plan aus Beitrag 37 und dieser hier am besten. Sie sind natürlich beide eher rangierintensiv. Und ich weiß noch nicht so recht, ob die Spiegelung mir wirklich zusagt. Da werde ich euren Vorschlag beherzigen und diese Abläufe für beide Varianten auch nochmal wirklich durchspielen. Vielleicht mit meinem uralten Märklin-Blechmaterial oder meiner alten Holzeisenbahn. Es ist nur fraglich, wann ich dazu komme. Aber ich habe es damit ja auch nicht eilig...
Das war jetzt auf jeden Fall ein sehr bildreicher Beitrag, in den viele Überlegungen eingeflossen sind. Was meint ihr dazu? Hab ich irgendwo etwas übersehen oder einen Fehler eingebaut?
Viele Grüße,
Ole
#54 RE: Anlagenplanung zur Schaumburger Kleinbahn - jetzt geht's zur Sache
#55 RE: Anlagenplanung zur Schaumburger Kleinbahn - jetzt geht's zur Sache
Hallo Ole,
Ich würde das Gleisbild und den Rangieraufwand vereinfachen. Meines Erachtens kannst du die linke Gleisverbindung und die beiden rechten Stumpen weglassen (ggf. noch ein Schuppengleis für die Köf).
Entsprechen der letzten Variante sähe das dann so aus:
Einfahrt wie bei Nr. 1, aber auf Gleis 2, nicht 3.
Dann die Schritte 7-9, also Aufteilung auf die beiden kurzen Gleise mit Rangierlokomotive.
Die Zuglok ist jetzt frei und kann vor den beladenen Zug setzen und abfahren.
Der zu hohe Aufwand entsteht durch das Umsetzen der Lok. Das ist nicht nötig, denn die Aufteilung der Wagen dauert nicht länger als der Prozess der Nummern 2-6.
Meint
Thomas
#56 Anlagenplanung zur Schaumburger Kleinbahn - jetzt geht's zur Sache: Wieviel Rangiraufwand ist gewünscht??
Schuur Ole,
zuerst musst Du entscheiden, ob Du einen "schlanken", sprich effizienten, Ablauf haben willst oder nicht.
Mein Favorit wäre immer einer derer, die die Rangiererei verkomplizieren! Da ist dann auch ohne dass die Uhr und der restliche Fahrplan läuft immer mal eine "Grubenbahnfahrt" als Feierabendspiel möglich. Zudem beeintächtigen Rangiersessions dann nicht die restlichen "Wagenstände" auf der Anlage.
#57 RE: Anlagenplanung zur Schaumburger Kleinbahn - jetzt geht's zur Sache: Wieviel Rangiraufwand ist gewünscht??
Moin zusammen,
in meinem letzten Beitrag sagte ich ja, dass ich es nicht eilig hätte. Also hab ich einfach mal ein Jahr gewartet, um euch zu antworten. 
Nein, im Ernst: Ich hatte mit nach und nach immer wieder angepassten Bauplanungen des Hauses und dann dem eigentlichen Umbau genug zu tun. Da kam ich nicht zum Modellbahn-Planen. Bzw. es hätte auch keinen Sinn ergeben, solange ich die Maße des entstehenden Raumes noch nicht festlegen kann. So langsam tut sich aber was und es kann weitergehen. Auch wenn in den nächsten Monaten noch viel Arbeit in den Innenausbau gesteckt werden muss. Dazu ist es aber hilfreich, zu wissen, wo denn was hinkommen soll.
Anmerkungen zum Grubenbahnhof
Aber erst einmal noch zurück zum letzten Stand der Dinge. Ich war nicht ganz untätig und habe mir Gedanken zu euren Nachrichten und dem Grubenbahnhof gemacht.
Zitat von hwunderlich im Beitrag #56
Mein Favorit wäre immer einer derer, die die Rangiererei verkomplizieren! Da ist dann auch ohne dass die Uhr und der restliche Fahrplan läuft immer mal eine "Grubenbahnfahrt" als Feierabendspiel möglich. Zudem beeintächtigen Rangiersessions dann nicht die restlichen "Wagenstände" auf der Anlage.
Das sehe ich ganz ähnlich. Eigentlich stehen nur die Varianten mit Zugteilung ernsthaft zur Wahl. Die sind kompakt und verschaffen Beschäftigung beim Rangieren. Und da ich es liebe, zu rangieren, kommen sie meinen Vorlieben am meisten entgegen. Welche davon es wird, steht aber immer noch nicht fest (siehe unten).
Zitat von Fischkopp im Beitrag #54
Ich persönlich würde deinen letzten Vorschlag "Zugteilung gespiegelt" favorisieren, er vereint denke ich die Optima aus Rangierspaß bei gleichzeitig effizientem Betriebsablauf, und Baulänge.
Beim Testen fiel mir außerdem auf, dass bei dieser Variante nach der Beladung die beiden Wagengruppen getauscht werden. Sprich: Die Wagengruppe, die bei der Einfahrt hinter der Streckenlok verkehrt, befindet sich bei der Ausfahrt in Gegenrichtung wieder hinter der Lok. Wenn man jetzt einen Ganzzug aus exakt denselben Wagen hat, fällt das nicht auf. Sollte sich das Rollmaterial aber unterscheiden, erzeugt das zumindest ein wenig Varianz - so viel, wie bei Kohle-Ganzzügen eben drin ist.
Zitat von Bonsaibahner im Beitrag #55
Ich würde das Gleisbild und den Rangieraufwand vereinfachen. Meines Erachtens kannst du die linke Gleisverbindung und die beiden rechten Stumpen weglassen (ggf. noch ein Schuppengleis für die Köf).
Das würde für die reinen Kohlezüge gehen, ja. Das eine Stumpfgleis brauche ich aber als Ladegleis für die Anlieferung von Material und Betriebsstoffen (wird in den Grafken oben dementsprechend auch nicht genutzt). Das andere sowie die Gleisverbindung könnte man weglassen, aber beide zusammen vereinfachen die Befreiung der Streckenlok, das Stumpfgleis dient gleichzeitig als Schutzgleis vor dem Abrollen abgestellter Wagen auf die Strecke und die Gleisverbindung ermöglicht ein Umsetzen im Grubenbahnhof für Nahgüterzüge bzw. Übergaben. Darauf könnte man verzichten, aber es macht einem letztlich das Leben etwas einfacher und den Betrieb in dem Bahnhof interessanter. Deshalb bleiben diese Elemente auf jeden Fall. Dennoch Danke für deine Anmerkung - ich finde es immer hilfreich, zum nochmaligen Überdenken angeregt zu werden.
Testbetrieb
Wie vor einem Jahr angekündigt, habe ich in der Zwischenzeit die beiden Zugteilungs-Varianten auch mal einem Test unterzogen. Die Testaufbauten will ich euch auch nicht vorenthalten (es hat auch nicht lange gedauert, bis die Kinder unserer Freunde noch ein paar Änderungen der Gleisbilder umgesetzt haben, auch wenn ich ihre Vorschläge leider allesamt verwerfen musste
).Grundsätzlich gefallen mir beide Abläufe gut. Die Frage, die ich mir dabei glaube ich stellen muss: Wieviel Zeit soll denn der Betrieb des Grubenbahnhofs im Vergleich zum restlichen Betrieb in Anspruch nehmen? Da sehe ich zwei Szenarien:
1. Wenn ich alleine ohne Uhr Betrieb mache, darf die Zeit natürlich grundsätzlich beliebig lang sein. Aber wenn es mir irgendwann auf den Keks geht, mit der Werkslok ewig hin und her zu gurken, ist das kontraproduktiv. Der Anteil der Aktivitäten im Grubenbahnhof und auf der restlichen Strecke sollte also für den Einpersonenbetrieb so ausgewogen sein, dass beides genügend Raum bekommt und genug Abwechslung herrscht. Äußerst schwammige Kriterien.
2. Bei Mehrpersonenbetrieb mit Uhr ist die Frage, welche Personen denn welche Aufgaben übernehmen. Die Anlage dürfte genügend physischen Platz bieten, um zu dritt Betrieb zu machen (zzgl. Zugleiter). Ich würde jetzt ungern eine Person nur dazu verdonnern die Werkslok zu bedienen. Das wäre eine Tätigkeit, die man gut übernehmen kann, wenn die nächste Aufgabe auf der Strecke noch auf sich warten lässt. Dann wechselt man sich damit ab und alle können mal Spaß damit haben, ohne dass es eintönig wird. Dann hängt der vertretbare Rangieraufwand aber auch davon ab, wie denn der Fahrplan insgesamt aussieht und wieviel Zeit für die Rangiererei bleibt.
Sprich: Welche Variante es wird, hängt vom Betrieb auf der restlichen Anlage ab. Dazu habe ich aber derzeit noch nicht genügend Informationen. Die Lösung für dieses Problem könnte im schrittweisen Ausbau der Anlage bestehen. Da ich es ohnehin nicht schaffen werde, alles auf einmal zu bauen, kann ich den Grubenbahnhof auch erst einmal nur als Fiddlegleis oder mit Stückgleisen provisorisch ausführen und dann schauen, wie kompliziert es denn werden darf.
Aktueller Stand der Anlagenplanung
Insofern lasst uns mal einen Blick auf den aktuellen Gesamtstand der Planung werfen. Ein paar Details haben sich dabei nämlich geändert oder sind weiter ausspezifiziert worden. Die Maße im folgenden Plan sind noch nicht 100%ig final, aber schon ziemlich belastbar.
Zum Verständnis: Der schwarze Bereich oben links ist die Dachschräge unterhalb von 130 cm Höhe vom Boden aus. Der graue Bereich ist unterhalb 140 cm und der hellgrau angedeutete Rahmen ist die 180 cm Linie. Die Unterkante der Fensterflügel liegt auf einer Höhe von über 130 cm. Wenn ich auf z.B. 125 cm SOK herunter gehe, kann ich mit dem Entfernen der Kulisse und weniger Gestaltungselemente die Fenster immer noch öffnen.
Ich habe mir erlaubt, im Plan die Gleise durchzunummerieren (zugegeben, etwas unkonventionell), um darzustellen, was ich mir denn wo vorstelle.
In sämtlichen Bahnhöfen ist Gleis 1 das Hauptgleis. Gleis 2 ist immer das Umsetz- oder Ausweichgleis. Die restlichen Gleise sind wie folgt vorgesehen.
Schacht Auhagen
Wie schon erwähnt oder aus meinem letzten Beitrag ersichtlich:
- Gleis 1a: Zieh- und Schutzgleis
- Gleis 2a: Schuppengleis für die Werkslok
- Gleis 3: Aufstellgleis für beladene Kohlezüge
- Gleis 4: Ladegleis für Kohle
- Gleis 5: Ladegleis für Material und Betriebsstoffe
Auhagen
- Gleis 1a: Anschlussgleis Sägewerk (auf schwenkbarem Abschnitt oder einsetzbarer Kassette)
- Gleis 2a: Güterschuppengleis
- Gleis 2b: Lokstation (Lokschuppen hier als Relief an der Trennkulisse)
- Gleis 3: Ladestraße und Rampe
- Gleis 3a: Anschlussgleis Molkerei
Sachsenhagen
- Gleis 2a: Anschlussgleis Bautischlerei / Zimmerei
- Gleis 3: Ladestraße, ggf. mit Lagerschuppen als Halbrelief
- Gleis 3a: Schuppen, ggf. Rampe
- Gleis 4: Anschlussgleis Ziegelei
Im Vergleich zur bisherigen Planung ist in Auhagen die Ladestraße an die andere Bahnhofsseite gewandert. Das war nötig, damit ich mit dem Bogen in der Bahnhofseinfahrt einigermaßen weit an die Kulisse heran komme. Für den Bogen im Plan oben rechts ist nämlich etwas weniger Platz vorhanden als ursprünglich gedacht. Das liegt an dem Pfosten, der versetzt werden musste und hier jetzt in der Trennkulisse verschwindet. Der muss aus Statikgründen genau dort stehen. Dafür blockiert dieser jetzt nicht mehr den Blick auf die Bahnhofseinfahrt, für die ich immer noch einen Radius von 90 cm herausholen konnte. Nicht mein Wunschmaß, aber damit kann ich leben.
Den Bahnhofsplan habe ich (ohne Fotos) ebenfalls mit der Holzeisenbahn getestet. Einen GmP dort abzufertigen hat richtig Spaß gemacht. Das ist schonmal eine gute Grundlage, würde ich sagen.
Sachsenhagen liegt mir eigentlich etwas zu sehr gequetscht an der Wand. Da hätte ich gerne noch ein paar Zentimeter mehr Platz. Ich möchte aber den Durchgang nicht schmaler als 80 cm machen, damit man noch gut aneinander vorbei kommt. Jünger, schmaler und gelenkiger werde ich wahrscheinlich auch nicht. Vielleicht kann ich den Bahnhof noch etwas verschwenken oder ganz eventuell die abgewinkelte Trockenbauwand rechts ein wenig versetzen. Die existiert nämlich noch nicht. Aber da ich den Raum dahinter im Tausch gegen einen anderen an meine Frau abtreten musste, ist das zu verhandeln (die ursprünglich vorgesehene Nutzung als erweiterter Hobbyraum und Bibliothek hat mir der Statiker untersagt - die Decke trägt nur 150 kg / qm, für eine Bibliothek viel zu wenig).
Ansonsten hat Sachsenhagen jetzt aber alle Anlagen, die dieser Bahnhof braucht. Theoretisch könnte man das Ausweichgleis auch weglassen, wenn man auf Zugkreuzungen verzichten will (der Bahnhof ist immerhin kurz vor dem Streckenende). Aber das Rangieren dürfte so einfacher werden und betrieblich bin ich so flexibler. Ich kann mir dann einfacher aussuchen, ob ich Übergaben zum Grubenbahnhof von Sachsenhagen oder Auhagen fahre. Das macht die Fahrplangestaltung einfacher.
Das Anschlussgleis zur Bautischlerei erlaubt außerdem Binnenverkehr mit dem Sägewerk (okay, für die paar Kilometer die Bahn zu bemühen, ist vielleicht auch nicht zwingend, aber warum sollte man das nicht trotzdem tun?). In der Realität gibt es an dieser Stelle auf jeden Fall einen entsprechenden Betrieb. Das bietet sich an. Und die Ziegelei ist eigentlich an der falschen Stelle. Die lag jenseits des Ortes abseits meiner erdachten Bahnstrecke. Ich dachte aber als Kind lange Zeit, dass sie genau dort wäre, wo ich jetzt das Anschlussgleis geplant habe. Insofern ist mein Plan einfach eine korrekte Folgerung aus einer falschen Annahme. Und die dort real existierende zweite Bautischlerei würde den Betrieb nur unwesentlich bereichern. Dann doch lieber etwas in falschen Erinnerungen schwelgen und spannenderen Betrieb erreichen.
Einen hab ich noch
Das ist der derzeitige Stand der Dinge. Einen interessanten Aspekt habe ich euch aber noch verschwiegen: Nach dem Umbau kann ich die Raumhöhe jetzt bis auf 270 cm anheben! Nach oben ist also noch massig Luft. Theoretisch würde das eine Doppelstockanlage ermöglichen. Aber da ich keine besonderen Steigungen im "Vorbild" habe, käme für den Ebenenwechsel nur ein Zuglift oder eine ähnliche Konstruktion in Frage. Wenn die Tür nicht nach innen aufginge, könnte man einen Bogen vom FY über den Schacht Auhagen führen und dort z.B. noch den Bahnhof Stadthagen Nord ziemlich weit ausgestaltet unterbringen...
Aber ehrlich gesagt, ich glaube kaum, dass ich das wirklich gebaut bekomme. Und die Gefahr, sich beim Mehrpersonenbetrieb zu sehr in die Quere zu kommen, erscheint mir recht groß. Und schließlich müsste ich dann Podeste für die Erhöhung des Fußbodens bauen, die bei der geringen Tragfähigkeit zusätzliches Gewicht bedeuten würden. Nicht so günstig.
Momentan sehe ich nicht, dass es eine Doppelstockvariante wird. Aber wenn ihr eine gute Idee zur Nutzung der Raumhöhe habt, denke ich vielleicht nochmal darüber nach.
Jetzt belasse ich es aber dabei. Und freue mich wie immer auf eure Kommentare.
Beste Grüße,
Ole
#58 RE: Anlagenplanung zur Schaumburger Kleinbahn - jetzt geht's zur Sache
Hallo Ole,
schön, daß es weitergeht!
Bezüglich der Doppelstock-Variante bin ich auch skeptisch.
Der Mehraufwand wäre beträchtlich, dafür daß nur Dinge dazubekommst, die du eigentlich "gar nicht brauchst".
Natürlich wären Stadthagen Nord oder der Kanalhafen noch toll zu bauen und würden den Betrieb bereichern, aber mit der jetzigen Planung kannst du bereits alle angedachten Verkehrsflüsse abwickeln.
Ich bin auch gespannt, wie sich das Agl. des Sägewerks bewähren wird. Weil man ja immer genau durch diese Stelle durchlaufen muss, könnte ich mir vorstellen, daß der Stummel einfach irgendwann aus Faulheit permanent weggeklappt bleibt, und die Wagen einfach davor stehen gelassen werden.
Wie sieht denn deine Baustrategie aus, fängst du in Stadthagen an, und arbeitest dich dann die Strecke entlang?
Gruß
Alex
#59 RE: Anlagenplanung zur Schaumburger Kleinbahn - jetzt geht's zur Sache
Hallo Alex und alle anderen,
Zitat von Fischkopp im Beitrag #58
Bezüglich der Doppelstock-Variante bin ich auch skeptisch.
Der Mehraufwand wäre beträchtlich, dafür daß nur Dinge dazubekommst, die du eigentlich "gar nicht brauchst".
Natürlich wären Stadthagen Nord oder der Kanalhafen noch toll zu bauen und würden den Betrieb bereichern, aber mit der jetzigen Planung kannst du bereits alle angedachten Verkehrsflüsse abwickeln.
Das denke ich auch. Wie irgendwo weiter oben schon gesagt, wäre es schon toll, etwas mehr von Stadthagen darstellen zu können, um mehr aus meinem Rangierdiorama herauszuholen. Aber seien wir mal ehrlich: so viel trägt das zum Betrieb der Anlage nicht bei. Es war ja eher als Zwischenlösung gedacht, um meinen bisher gebauten Fahrzeugen etwas Einsatz zu gönnen, solange ich nicht den Platz für eine Anlage in brauchbarer Größe hatte. Ich werde es auch weiterhin nutzen, um wenigstens ein bisschen Betrieb zu machen, während der Rest im Bau ist. Für eine Erweiterung davon auf die zweite Ebene zu gehen, iat aber ein erheblicher Aufwand. Da stellt sich aber die Frage, ob der Betrieb dann nicht auch einfach zu umständlich würde und man diese Möglichkeit am Ende gar nicht nutzt. Stichwort: Faulheit.
Zitat von Fischkopp im Beitrag #58
Ich bin auch gespannt, wie sich das Agl. des Sägewerks bewähren wird. Weil man ja immer genau durch diese Stelle durchlaufen muss, könnte ich mir vorstellen, daß der Stummel einfach irgendwann aus Faulheit permanent weggeklappt bleibt, und die Wagen einfach davor stehen gelassen werden.
Die Gefahr besteht natürlich. Ich werde mir aber noch genug Gedanken machen, wie die Konstruktion sicher und einfach zu bedienen ist. Die Zufahrt zum Anschluss ist ja das Bahnsteiggleis von Auhagen. Wagen, die dort stehen, sind für alle anderen Züge im Weg. Das wäre also auch zu vermeiden. Der blockierte Durchgang ist auf jeden Fall alles andere als ideal für den Betrieb mit mehreren Personen. Aber ich bräuchte zumindest einen halben Meter mehr Länge im Raum, wenn ich den Durchgang frei lassen wollte. Die bekomme ich halt nicht.
Zitat von Fischkopp im Beitrag #58
Wie sieht denn deine Baustrategie aus, fängst du in Stadthagen an, und arbeitest dich dann die Strecke entlang?
Ursprünglich wollte ich von Auhagen aus anfangen und den Fiddleyard wandern lassen. Das ergäbe betrieblich mehr Sinn. Es hat aber den Nachteil, dass ich den Plan so ausgestalten müsste, dass der FY auch an der Fensterseite angesetzt werden kann. Damit nehme ich mir ein bisschen Gestaltungsspielraum.
Eine Lösung könnte sein, in der ersten Etappe von Stadthagen nach Sachsenhagen zu bauen. Irgendwann muss ja der Anschluss an den Schacht Auhagen gebaut worden sein. Da war dann zumindest beim Einbau der Weiche die Strecke nach Auhagen nicht befahrbar. Das wird nicht lang gewesen sein, aber ich könnte dann für einen Tag Sachsenhagen zum Endbahnhof machen. Dann kommt halt eine Sh2-Scheibe ins Gleis und es wird betrieblich genau diese Situation umgesetzt bis ich die Strecke nach Auhagen weiter gebaut habe. Mit den beiden Anschlüssen hat Sachsenhagen ja genug Potenzial mich betrieblich vollkommen bei Laune zu halten.
Und noch ein letzter Gedanke: Wir hatten ja letztes Jahr das Thema der Selbstentlade- und Kübeltransportwagen für die Kohle. Sehr inspirierend finde ich da den Wagenpark der Bröltalbahn für den Basalttransport (ist ein anderes Ladegut, ich weiß
). Die hatten klassische O-Wagen mit klappbaren Seiten und Eselsrücken, modernere Selbstentladewagen und Kübeltransportwagen. Erstere beiden Typen sieht man hier: Selbstentladewagen für den Basalttransport (Quelle: RSE-Museum Asbach, Sammlung Gussmann, veröffentlicht bei Rheinische Industriekultur e.V.). Ich würde eher nur entweder Selbstentlader oder Kübel einsetzen wollen, tendiere aber zu den Selbstentladern, weil man da schön die verschiedenen Typen im selben Zug zusammenstellen kann. Dann käme der Effekt aus meinem letzten Beitrag zum Tragen, das die Wagengruppen beim Rangieren im Schachtbahnhof ggf. die Reihenfolge tauschen. Ist noch nicht spruchreif, aber die unterschiedlichen Wagen gefallen mir.Viele Grüße erstmal,
Ole
#60 RE: Anlagenplanung zur Schaumburger Kleinbahn - jetzt geht's zur Sache
Moin Ole,
ich schreib das mal hier in den Planungsfaden, obwohl das an meinen Gedanken aus dem Konzeptionsfaden anknüpft.
Es wär ja schon schön, den Verkehr zwischen Hafen und Lüdersfeld irgendwie darzustellen.
Wir könnten doch sagen, daß der Hafen nicht direkt an der Strecke lag, sondern über eine Stichbahn vom Bahnhof Sachsenhagen angeschlossen war.
Diese Stichbahn würde dann direkt im Bahnhof abzweigen und ebenfalls in den Fiddleyard führen.
Dann hätten wir zwar nur recht kurze Fahrten Fiddleyard (Lüdersfeld) -> Sachsenhagen (Umsetzen) -> Fiddleyard (Sachsenhagen Hafen), aber immerhin besser als nichts.
Gruß
Alex
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