Kleinbahnhof Maximilian

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19.06.2024 18:04 (zuletzt bearbeitet: 19.06.2024 18:20)
avatar  Andy152
#1 Kleinbahnhof Maximilian
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Wie in meiner Vorstellung schon erwähnt, stelle ich Euch mein erstes Projekt vor:

Meine Anlage wird angesiedelt sein in einem Zeitraum ca. 1960 – 1965. In diesen Jahren fuhren hier täglich mindestens zwei Züge mit offenen Kohlewagen zum neu gebauten Kraftwerk und zurück, dazu mehrmals täglich der Schienenbus nach Plan (genannt „Pängel Anton“) und gelegentlich ein kleiner Güterzug für die Schreinerei und Warentransport , u.a. zum Güterschuppen – Stichwort „bahnlagernd“
Die Anlage soll in absehbarer Zeit in unserem Gästezimmer klappbar über einer Schlafcouch an der Wand installiert werden. Bis dahin habe ich einen Werkkeller, wo ich die groben Arbeiten erledigen kann.

Aufgrund der Gegebenheiten im Gästezimmer bin ich (Zwingend!) limitiert auf eine Fläche von 180x60cm, die auf einer Höhe von ca. 120cm (OK Platte) angebracht sein wird.

Das Ganze soll sehr vorbildorientiert werden, wobei eine maßstäbliche Ausführung des vorgesehenen ca. 450m langen Streckenabschnitts in Spur N auf eine hier nicht realisierbare Breite von ca 300 cm käme. Also heißt es „Komprimieren“ , aber nicht „Weglassen“, wenn ich so nah wie möglich am realen Vorbild bleiben will. Die Strecke ist unter Google Maps hier zu finden.

Nun bin ich in diesem Forum über den Broccoli gestolpert und hab ihn wie eine Checkliste genutzt, ob ich etwas Wichtiges übersehen habe bei meinen Überlegungen für eine Anlagenplanung.

Die Ergebnisse aus meinem Gemüse:
Titel: Kleinbahnhof Maximilian
Konkretes Vorbild: Abschnitt Ruhr Lippe Eisenbahn zwischen Hamm und Heintrop
Grundthema: Eingleisige Nebenbahn, mit Ausweichgleis und Stichstrecke
Region: NRW / Ruhrgebiet
Topographie: Ebene
Landschaft: Landwirtschaftlich genutzte Fläche, wenig Baumbestand, Bachlauf
Wirtschaft: Wenig Besiedlung, Handwerksbetrieb, Gärtnerei, Bahnhofsgaststätte, Güterschuppen, Bauernhof
Nicht sichbar: Anschlüsse Kohlekraftwerk nach Osten, ehem. Zechengelände Maximilian und Hbf. Hamm nach Westen
Verkehrsströme:
Nahverkehr Kohlenzüge 4 x tgl.
Nahverkehr Schienenbus 6x tgl.
Nahverkehr Güter 2x tgl.
Jahreszeit: Sommer / Getreideernte
Privatbahn (RLE) mit Dieselfahrzeugen
Epoche III, im Wesentlichen 1960-1965 (Beginn Kohlelieferung, Ende Schienenbusbetrieb)
Betriebsfokus: Personen- und Güterverkehr gleichermaßen
Aktivitäten: alles, da Einzelbetrieb

Hier nun der Plan:


die Radien links und rechts sowie Schattenbahnhof liegen im nicht sichtbaren Bereich bzw. hinter der Kulisse

Die Zahlen stehen für die wesentlichen Bereiche, an denen Mikro-Szenen für Leben sorgen sollen
1. Bahnhof
2. Güterschuppen
3. Schreinerei
4. Bauernhof
5. Baustelle Hausbau
6. Kuhweide
7. Getreidefeld

Der dunkelgraue Bereich liegt hinter der Kulisse, die Einfahrten in den verdeckten Bereich werden links hinter Baumreihen und rechts hinter einer Häuserzeile versteckt.
Ich bin mir völlig im Klaren darüber, dass man auf dieser Fläche sehr viel mehr unterbringen kann, aber das erfordert dann auch sehr viel mehr Planung und verschiebt den Bau weit nach hinten. Die Situation, hier vor Ort zu sein, betrachte ich als großen Vorteil, weil die Gebäude aus den 50ern teilweise noch stehen, landschaftlich kaum Veränderungen vorliegen und durch die Topographie auf Berge und Tunnel verzichtet werden kann. Insgesamt soll das Gelände leicht (!) ansteigen aus Gründen der besseren Übersicht.
Noch offen: analog oder digital – hängt ein bisschen auch von euch und natürlich vom Budget.

Jetzt bin ich mal gespannt auf Eure Kommentare und Ideen


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19.06.2024 19:18 (zuletzt bearbeitet: 19.06.2024 19:22)
#2 RE: Kleinbahnhof Maximilian
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Hallo Andreas,

das Vorbild, der zum "Restbetrieb" geschrumpfte RLE-Betrieb rund um Hamm, ist tatsächlich ein interessantes Vorbild. In meinem Bücherschrank steht eine Quelle dazu:

https://www.amazon.com/Railway-Holiday-N...s/dp/0715340646

Der Autor hat in diesem Buch über seine Bereisung diverser (vor allem NE-)Bahnen in Norddeutschland und NRW im Jahr 1964 berichtet. Ein ganzes Kapitel ist dem RLE-Betrieb in Hamm gewidmet, einschließlich nächtlicher Führerstandsmitfahrt bei einem der Kohlezüge - sehr spektakulär wie zwei der Deutz B-Kuppler 1.000t nach Schmehausen wuchteten. Auch sonst ist viel Hintergrundinfo drin, auch und gerade zur Betriebsabwicklung, die in den klassischen Eisenbahnbüchern nicht steht.

Falls du das Kapitel haben möchtest sag Bescheid. Ist aber viel (fantastisch geschriebener) Text, nur sehr wenige Bilder, und in gepflegtem Upper-Class-Englisch.

Zu deiner Anlagenplanung: da muss ich mich erst reindenken. Soll der Bahnhof den RLE-Bahnhof Hamm-Süd darstellen?

Grüße,
Sebastian


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19.06.2024 20:14
avatar  Andy152
#3 RE: Kleinbahnhof Maximilian
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Hi Sebastian,

den Text nehm ich doch sehr gern :-) Lesen tue ich sehr viel, nicht nur im Forum, und Englisch ist fein

Zitat
Soll der Bahnhof den RLE-Bahnhof Hamm-Süd darstellen?



Der Bahnhof hat tatsächlich den Namen "Maximilian" und ist das, was man heute wohl als Haltepunkt bezeichnet. Ich verlinke mal ein , Bild dazu, ist zwar aus den 70ern, aber das Gebäude steht immer noch. Ich bin als Steppke von dort nach Hamm-Süd gefahren - Sonntagsausflug zum Tierpark

Hier noch ein Bild aus den 50ern


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19.06.2024 21:05 (zuletzt bearbeitet: 19.06.2024 21:07)
avatar  Gilpin
#4 RE: Kleinbahnhof Maximilian
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Hi Ihr beiden, mein Kommentar überschneidet sich mit dem letzten Beitrag von Andy, jedoch:

So lese ich den Anlagenplan:

Zitat von Sebastian im Beitrag #2
Soll der Bahnhof den RLE-Bahnhof Hamm-Süd darstellen?
Vom Grenzweg aus gesehen. Da hätte ich zwei Fragen an @Andy152: wo stand und steht das Empfangsgebäude, nördlich oder südlich? (Versperrt es also im Modell die Sicht auf die Gleise - oder eben nicht?) Und was bezweckst Du mit der leicht diagonalen Anordnung des Bahnhofs? Wer im Grenzweg steht, muss nach rechts und links den Kopf gleich weit drehen; Warum nicht auch im Modell? - Ich bemerke mit großer Freude, dass Du den Kurven rechts und links je einen Übergangsbogen spendierst! Den Effekt läufst Du aber so Gefahr zunichte zu machen.

Die Schreinerei ist eigentlich ein tolles Ding, gerade weil sie im Original eine Weiche und zwei Gleise aufweist - was man sich natürlich sparen kann (aber auch nicht muss). Steht das Gebäude noch, und ist die Schreinerei gar noch in Betrieb?

Den Schattenbahnhof finde ich auch sehr gelungen: Die Kohlenzüge fahren Richtung Kraftwerk immer mit beladenen E und kommen von dort mit geleerten zurück. Die "Garnituren" kreuzen sich also im SB. Den 'kleinen Güterzug' kannst Du zwischen zwei Sessions im Vordergrund variieren ...

Zu Deiner Idee

Zitat
„Komprimieren“ , aber nicht „Weglassen“

gibt es hier schon hitzige Diskussionen unter dem Stich- und Suchwort selective compression. Auch wenn es dabei v.a. um die Eindeutschung des Begriffs ging.

Nochmal zu @Sebastian: das Buch ist ja eine ausgesprochene Besonderheit - und "gepflegtes Upper-Class-Englisch" ist doch toll, da lernen wir 'was! Andy ist ja nicht abgeneigt.

Dann will ich mich mal auf die Suche nach den Deutz-B-Kupplern machen, aber nicht mehr heute.

Bis dahin,
Reiner


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19.06.2024 22:03 (zuletzt bearbeitet: 19.06.2024 22:16)
avatar  Andy152
#5 RE: Kleinbahnhof Maximilian
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Zitat
Da hätte ich zwei Fragen an @Andy152: wo stand und steht das Empfangsgebäude, nördlich oder südlich?


Hallo Reiner,

Das ist ganz einfach: es gab kein weiteren Gebäude als das Bahnhofsgebäude und den Güterschuppen, so wie auf dem verlinkten Bild zu sehen

Zitat
was bezweckst Du mit der leicht diagonalen Anordnung des Bahnhofs?



Das ist ganz witzig: ich wollte nur (Zitat aus einem anderen Forum) den klassischen Anfängerfehler vermeiden "Hauptgleis parallel zur Vorderkante". Ursprünglich war die erste Idee genauso so: Strasse (Grenzweg) und Gleis parallel zur Vorderkante.

Zitat
Steht das Gebäude noch, und ist die Schreinerei gar noch in Betrieb?

Die Schreinerei ist inzwischen eine reine Fensterfabrik, aber ja, sie steht noch und ist seit 100 Jahren im Familienbesitz

Ich zeig morgen mal wie ich es schon hatte...

Zitat
Die Kohlenzüge fahren Richtung Kraftwerk immer mit beladenen E und kommen von dort mit geleerten zurück. Die "Garnituren" kreuzen sich also im SB. Den \'kleinen Güterzug\' kannst Du zwischen zwei Sessions im Vordergrund variieren ...


Ganz genau das ist der Plan bzw. die Idee hinter dem Schattenbahnhof gewesen


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19.06.2024 22:30
#6 RE: Kleinbahnhof Maximilian
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Moin Andy

also für mich sieht das nach ner soliden Planung aus. Nicht zu viel auf der Fläche, und die Kohlezüge bereiten ein spannendes Betriebsmoment.
Wenn du noch mehr Betrieb haben willst, könntest du ja auch der namensgebenden Zeche "Maximilian" die ihr ursprünglich zugedachte Rolle geben, laut Wikipedia hätte das immerhin 200.000 Tonnen Kohle mehr bedeutet.
Wenn Maximilian keine Kraftwerkskohle fördert, hättest du sogar Voll- und Leerzüge in beide Richtungen.
Generell würde der Bahnhof glaube ich sogar ein drittes Gleis vertragen, man wird um zusätzliche Kapazität schnell froh, wenn man dann doch mal etwas mehr Betrieb haben möchte.

Gruß
Alex


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20.06.2024 06:33 (zuletzt bearbeitet: 20.06.2024 07:59)
#7 RE: Kleinbahnhof Maximilian
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Moin,

Zitat von Gilpin im Beitrag #4
Dann will ich mich mal auf die Suche nach den Deutz-B-Kupplern machen, aber nicht mehr heute.

Nimm das:
https://www.rangierdiesel.de/index.php?v...&action=results

Außer einer ollen Wehrmachts-Kamelle, vermutlich einem Köf-II-Derivat - waren die Zweiachser alle T4M 525/625. Einen Gehäusebausatz auf Grundlage von Pikos V23 gibts hier:
https://www.dtlw.org/shop_produkte/Deutz...s-H0-p180014732

Alternativ kann man auch gleich die Badoni-Rangierlok von Liliput nehmen.

Von der Konzeption her: klassische Hammer Kreisbahn 😁, man kann den Zug solange (entspannt bei einem Glas guten Rotwein) kreisen lassen, bis er sein - zeitlich wie räumlich - fiktives Ziel im Schattenbahnhof erreicht hat. Finde das persönlich nicht schlecht 👍🏻


Grüße

Jörn


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20.06.2024 14:39
#8 Die Fahrzeug-Diskussion
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Wir wollen zwar eigentlich

nicht immer gleich auf die Fahrzeug-Diskussion vorgreifen, aber der Gleisplan sieht ja schon ganz etabliert aus.
Wenn ich das richtig sehe, operieren wir hier in Spur N? Das macht es uns natürlich reichlich komplizierter.
In H0 wär ja fast alles klar, die Deutzens von DTLW und ein Esslinger von Brekina.
Wobei ich den Esslinger auf dem von Andy verlinkten Bild nicht ganz verstanden habe. Ein Leihfahrzeug? Laut Triebwagenarchiv hatte die RLE doch nur zwei normalspurige Talbot-Triebwagen?

In N siehts nun ganz anders aus. Etwas NE-Bahn-Feeling könnte da vielleicht mit V 20 oder V 36 ex DB und MAN-Schienenbussen erzeugt werden.

Muss man halt die Gleise sehr sehr sauber halten um da eine gewisse Laufkultur zu gewährleisten...

Gruß
Alex


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20.06.2024 15:34 (zuletzt bearbeitet: 21.06.2024 19:05)
avatar  Andy152
#9 RE: Kleinbahnhof Maximilian
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Zitat
In N siehts nun ganz anders aus. Etwas NE-Bahn-Feeling könnte da vielleicht mit V 20 oder V 36 ex DB und MAN-Schienenbussen erzeugt werden.



Das hätte ich vielleicht ein bisschen deutlicher machen sollen: ja, ich bin auf N unterwegs.
Ich hab den Bahnhof wieder geradegerückt, was gleichzeitig etwas mehr Platz schafft, z.B. für eine Weiche am Tor zur Schreinerei mit zustzlichem Abstellgleis.



Wo der Esslinger auf dem Foto herkommt? Keine Ahnung, ist auch nirgendwo erwähnt


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20.06.2024 16:37
#10 RE: Kleinbahnhof Maximilian
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Ja moinsen,

ich muss mal für Euch vielleicht blöde Fragen stellen (aber ich möchte ja noch lernen, und wie heißt es doch schön: Wer nicht fragt bleibt dumm!?):

- Warum hat der GS keine Rampe mit Gleis?
- Und wäre es nicht sinnvoller die Weiche zum Anschluss zur Schreinerei nicht am westlichen Ende sondern gleich direkt neben dem GS zu platzieren? (ich hoffe, dass ich mich in aller Einfachheit noch verständlich ausgedrückt habe)
- Was ist Nummer 8?

Anmerkungen:
- Ich würde die Kulisse in den Ecken umbedingt ausrunden
- Wie willst Du an den FY rankommen? So wie ich das verstehe befindet sich der im runtergeklappten Zustand der Anlage direkt an der Wand. Dann kommst Du da nicht besonders gut ran
- An die Wand klappen hört sich für mich ebenfalls grundsätzlich wenig attraktiv an ... wäre es nicht besser die Anage mit einem Seilzugsystem unter die Decke zu ziehen?
- Digital/Analog: Fahren würde ich immer digital; ist State-of-the-art today. Weichen: Hand- und Ortsbedient auch auf der Anlage (ich gehe mal vom Betriebsverfahren Zugleitbetrieb aus). Die im FY vlt. "fernbedient" vom Anlagenrand aus; hängt aber mit dem Zugang (s.O.) zusammen.

Beste Grüße
Dirk


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20.06.2024 17:43 (zuletzt bearbeitet: 20.06.2024 18:20)
avatar  Andy152
#11 RE: Kleinbahnhof Maximilian
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Hallo Dirk, jetzt musste ich auch erst überlegen, was denn der GS ist, habs dann aber kapiert

Zitat
- Warum hat der GS keine Rampe mit Gleis?

Weil er tatsächlich direkt am Hauptgleis gestanden hat und dort seine Rampe hatte.

Zitat
- Und wäre es nicht sinnvoller die Weiche zum Anschluss zur Schreinerei nicht am westlichen Ende sondern gleich direkt neben dem GS zu platzieren?

Auch hier würde ich mich an die originale Situation halten, und da war die Weiche mit dem Abstellgleis tatsächlich auf dem Gelände der Schreinerei

Zitat
- Was ist Nummer 8?

Mea culpa - hab ich vergessen aufzulisten, ist ein Bereich von sog. "Grabeland" - keine richtigen Schrebergärten, sondern privat genutztes Land für Gemüseanbau, unter anderem auch von meiner Familie Ende der 50er Jahre

Ansonsten:
- Kulisse ausrunden auf jeden Fall, konzipiert zum abnehmen
- unter die Decke geht nicht. Allerdings wird die Anlage in hochgeklapptem Zustand aussehen wie ein Bild (Stoffdruck mit Klettverschluß deckt die komplette Unterseite ab
- Zugang zum FY ohne Kulisse von vorn, später überwacht per Kamera und fernbedient

Soweit im Moment die Planung - mal schauen was noch so kommt.


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20.06.2024 18:33
avatar  Gilpin
#12 RE: Kleinbahnhof Maximilian
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Hi Alle, nun sind wir schon sechs,

nur einige fast launige (nicht: übellaunige!) Bemerkungen:

Ich finde Deine Orientierung, Andy, auf das Vorbild klasse! Prototype railroading at ist best. Irgendwie denke ich immer unwillkürlich in H0-Dimensionen, deshalb hat mich Dirks Bemerkung

Zitat
Wie willst Du an den FY rankommen?

erst einmal erschreckt. Bis ich dann auf meinem Schreibtisch 60cm abgemessen habe und feststellen konnte, dass ich bequem dort hinüberlangen könnte. (Obwohl meine Arme kürzer geworden sind.)

Zitat von Andy152 im Beitrag #5
Den klassischen Anfängerfehler "Hauptgleis parallel zur Vorderkante"
muss man nicht so stehen lassen; ich halte ihn für eine Ideologie! Wenn ich mich an ein Bahngleis stelle, tue ich das ja auch nicht in einem Winkel von 20°.

Klar hat Alex da einen Punkt

Zitat
der namensgebenden Zeche "Maximilian" die ihr ursprünglich zugedachte Rolle (zu) geben

aber ich möchte da widersprechen: dieser Anschluss blieb für die schmalspurige (!) RLK nur eine geschäftliche Hoffnung, und die Grube wurde in den zwanziger Jahren nicht wieder in Betrieb genommen. (Wolff, Bd. 6, S. 334; dort findet sich auch ein Gleisplan aus der Schmalspurzeit; der Bahnhof hatte wohl nie mehr als zwei Gleise und das dort angebundene Anschlussgleis.) Wolff ergänzt: "In den Anlagen der Zeche wurde jahrelang Getreide eingelagert, das über die RLK an- und abgefahren wurde." Ist das quasi das Gleis zur Schreinerei, umgespurt? Oder bin ich jetzt Gaga?

Auch bzgl. der Tfz habe ich mich erst einmal zurück gelehnt, in H0 war ja alles klar ( Jörn und Alex). In N wird's leicht schwierig oder doch kompromissbehaftet! Aber noch 1981 gab es den G 28 (für innerbetrieblichen Stückgutverkehr!) und den X 41 - vielleicht kriegt man von denen noch bunte Fotos, dann könnte man die nachempfinden und ordentlich für Lokalkolorit sorgen.

Sorry, ich muss aus dem Haus;
ich lese heute noch weiter,
bis dahin,
Reiner


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20.06.2024 21:42
avatar  Gilpin
#13 RE: Kleinbahnhof Maximilian
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Hi Freunde,

das ist zum Thema

Zitat
vielleicht kriegt man von denen noch bunte Fotos

doch schon mal etwas: Tüchtig scrollen!

Gruß, Reiner


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21.06.2024 13:13
avatar  Holgi
#14 RE: Kleinbahnhof Maximilian
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Moin.

Der Vorschlag gefällt mir sehr gut. Bis auf die Verkürzung der Zufahrt zum Schreiner passt das hervorragend und benötigt kaum Komprimierung. Da zeigt sich der Vorteil von Spur N.

Wenn es denn die V20 oder so nicht werden soll, NME hat eine DHG 500C angekündigt. Ich fände das nicht schlimm, wenn nicht unbedingt die originale Lokomotive fährt. Der Gesamteindruck passt.

Spontane Anmerkungen:
Den Bogen rechts/ links auf der rechten Seite würde ich rausnehmen. Der ist im Original nicht zu erkennen. Vermutlich verirren sich da keine 26,4 m-Wagen hin, so dass das optisch in Ordnung ginge. Das Vorbild kennt zwischen (engen) Bögen immer ein gerades Stück Gleis. Die jetzige Ausführung ginge dann ohne Not zu Lasten der nutzbaren Gleislängen.

Als Zugspeicher im hinteren Bereich würde ich ein viertes Gleis legen. Das kann dann Durchgangsgleis für "Anschauungsrundfahrten“ sein. Ansonsten ein Zug Kohle beladen, einer unbeladen als Gegenzug und der weitere Güterzug. Das passt bei 26,5 mm Abstand hin. Und händisch eingreifen? Plane ich nur im Ausnahmefall, Alternative siehe unten.

Den/ die Triebwagen kann man als Pendel in Stichgleisen nach rechts und links abstellen.

Kommt man von rechts oder links in das Zimmer? Oder geht es vor die Wand? Kurz vor Hamm und der Einfädelung in die Hauptstrecke gibt es eine kleine dreigleisige Ortsgüteranlage. Auf meinem Luftbild könnte es eine Köf III sein, die gerade rangiert. Vielleicht passt das als Ansatzstück aus der Kurve heraus?. Und man hat einen Inglenook als zusätzlichen Spaß! Dort kann der Güterzug individuell zusammenrangiert werden, bekommt also für die Rückfahrt eine andere Zusammenstellung.

Auf der anderen Seite würde ich den sichtbaren Teil zumindest etwas in die Kurve verlängern. Das ist dann nicht unbedingt in der Ebene weg zu tarnen, aber ein Einschnitt wie im Video-Link ADJ 13 ist ja noch kein Gebirge.

Das Fahren würde ich immer digital anstreben. Schalten der Weichen kann hinten elektrisch, vorne vermutlich ortsgestellt, dann händisch erfolgen.

Ich freue mich auf die weiteren Schritte bei Deiner Planung.

Viele Grüße

Holger


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21.06.2024 16:11 (zuletzt bearbeitet: 21.06.2024 16:12)
avatar  Andy152
#15 RE: Kleinbahnhof Maximilian
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Zitat
Spontane Anmerkungen:
Den Bogen rechts/ links auf der rechten Seite würde ich rausnehmen. Der ist im Original nicht zu erkennen.....

Das sieht bei Google Maps tatsächlich so aus, ist aber real trotzdem vorhanden, wie im aktuellen Bild zu sehen.



Und das ehemalige Bauhnhofsgebäude sieht jetzt so aus. Der "Grünstreifen " zwischen den beiden Gleisen beinhaltete früher das Ausweichgleis


Zitat
...Das Vorbild kennt zwischen (engen) Bögen immer ein gerades Stück Gleis.

Ist zwar kurz aber zwischen rechts/links ist im Plan schon eine Gerade eingeschoben

Zitat
Kurz vor Hamm und der Einfädelung in die Hauptstrecke gibt es eine kleine dreigleisige Ortsgüteranlage.

Wäre als zweites Projekt schon in der engeren Wahl, oder aber die ehemaligen Zechengebaude mit Getreidespeicher

Das vierte Gleis ist eine Option, und man kommt von vorn ins Zimmer - Tür ist gegenüber, Fenster rechts daneben, links Wandecke)

Insgesamt waren das schon ein paar gute Ideen und Infos, vielen Dank dafür in die Runde


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21.06.2024 16:35
avatar  Andy152
#16 RE: Kleinbahnhof Maximilian
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Noch ein bisschen Lokalkolorit wie es aktuell aussieht:

Der Bahnhof als Dreifamilienhaus



Der Bauernhof am östlichen Ende (links)



So verschwindet nach dem Bahnübergang (unbeschrankt damals) die Bahn in der Kulisse links



Dieses Bild fasziniert mich schon seit Jahren - wie eine Tunneleinfahrt.
Off topic:
Meine persönlichen Bezüge zur ganzen Szene sind schon vorhanden - mein Großvater arbeitete auf der Zeche Maximilian bis sie geschlossen wurde, mein Vater fuhr den Radlader auf dem Kraftwerk in der Bekohlung und mein Bruder rangierte als Lokführer die angelieferten Kohlenzüge auf dem Kraftwerksgelände. Das Virus ist wohl schon länger da als ich dachte ...


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21.06.2024 16:40
avatar  Andy152
#17 RE: Kleinbahnhof Maximilian
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Vielleicht noch zum Rollmaterial: ist praktisch noch nicht vorhanden bis auf ein VT95 Gespann und die "derangierte" V200. Ich bin zwar sehr für originalenn Betrieb mit den entsprechenden Fahrzeugen, sehe das aber nicht zu verbissen, solange das Gesamtbild passt


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21.06.2024 18:40 (zuletzt bearbeitet: 21.06.2024 19:08)
avatar  Holgi
#18 RE: Kleinbahnhof Maximilian
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Moin.

... Das sieht bei Google Maps tatsächlich so aus, ist aber real trotzdem vorhanden, wie im aktuellen Bild zu sehen. ...

Das Bild ist Stand ca. 1989. Hier erkannt man den leichten recht/ links-Bogen. Auf Deinem Bild sieht das aufgrund der Perspektive wesentlich dramatischer aus. Ebenso fragt man sich, wo auf dem zweiten Bild die Paralellität der Gleise bleibt. Spannend als "Beifang" ist die Zahl der Gleise beim Schreiner zu dieser Zeit. Das sind 4!?



Ca. 1975 trifft es da besser. Auf der gegenüberligenden Straßenseite sind schon die ersten Häuser gebaut.



Der Vollständigkeit halber der Stand ca. 1954. Da gab es parallel zum Anschlussgleis hin zur Schreinerei so etwas wie eine Ladestraße. Das macht es ja nicht langweiliger.


Es bleibt spannend!

Viele Grüße

Holger


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21.06.2024 22:29 (zuletzt bearbeitet: 21.06.2024 22:30)
avatar  Gilpin
#19 RE: Kleinbahnhof Maximilian
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Hi alle sieben mittlerweile,

ich werde glatt verrückt - von Beitrag zu Beitrag wesentliche Neuerkenntnisse!

Zitat
Den/ die Triebwagen kann man als Pendel in Stichgleisen nach rechts und links abstellen.

Kann man!

Zitat
Auf der anderen Seite würde ich den sichtbaren Teil zumindest etwas in die Kurve verlängern.

Ich auch - etwas.

Das Bild ist der Hammer:

Zitat von Andy152 im Beitrag #15





Es steht wirklich im Widerspruch zu Guckel Maps.
Zitat von Andy152 im Beitrag #17
Ich bin zwar sehr für originalenn Betrieb mit den entsprechenden Fahrzeugen, sehe das aber nicht zu verbissen, solange das Gesamtbild passt.
Claro! Wir löcken da nur gegen den Stachel.

Und dann kommen die Bilder von @Holgi, ich muss sie wohl nicht wiederholen. Woher hast Du diese alten "Abbildungen"?

Schönes Wochenende erst einmal,
Reiner


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22.06.2024 08:56
avatar  Holgi
#20 RE: Kleinbahnhof Maximilian
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Moin.

Die schnelle Antwort:
(Historische) Luftbilder... (hier NRW), manchmal auch "Geoportal", eingeben und suchen...

Die ausführlichere:
Veröffentlichungen erfolgen i.d.R. durch die Landesvermessungsämter, daher kommt es zu unterschiedlichen Wegen zu den Karten. Einige Länder rücken da ohne Zahlung gar nichts raus. NRW ist Spitze hinsichtlich Menge und Bedienbarkeit der Werkzeuge.

In unregelmäßigen Rhythmen wurden und werden Gebiete überflogen und mit hochauflösenden Kameras fotografiert. Die Verzerrungen in den Einzelbildern, früher fast immer schwarzweiß wegen der hohen Filmempfindlichkeit, werden entfernt. Die Erdkrümmung sowie Verzerrungen aufgrund der Objektive werden so ausgeglichen, so dass am Ende EIN zusammengesetztes Gesamtbild entsteht.

Dieses ist die Grundlage diverser Planungen. Militär, Landwirtschaft, Entscheidungen zu Flächennutzungen ... Eisenbahn!? Und für das Bauamt. Die schauen damit in den Garten, was da nicht genehmigt errichtet wurde und wie groß die gepflasterte Fläche ist. Heute erfolgt das digital und kann als Bild wie ein Hintergrund mit weiteren Layern kombiniert und so thematisch für den gewünschten Zweck aufbereitet werden.

Ein Haufen OT. Vielleicht animiert oder unterstützt es ja den einen oder anderen als weitere Quelle zu einer vorbildnahen Umsetzung von Bahnanlagen der jeweiligen Zeit.

Viel Freude bei der Recherche und

Viele Grüße

Holger


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22.06.2024 10:59 (zuletzt bearbeitet: 22.06.2024 14:43)
avatar  Andy152
#21 RE: Kleinbahnhof Maximilian
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Zitat
Spannend als "Beifang" ist die Zahl der Gleise beim Schreiner zu dieser Zeit. Das sind 4!?

Das "Problem" ist: nach der Schließung wurde das ehemalige Zechengelände und die Gebäude von Behörden und diversen Firmen für alles mögliche wie Schulen, Turnhalle, Getreidespeicher in den ehemaligen Kohlesilos genutzt, und dann ab 1952 von der englischen Armee nach Beschlagnahme als Panzerübungsgelände. Der Bereich der Schreinerei ist da noch eher klein anzusehen. Die weiteren Gleise gingen also in das Zechengelände hinein.

Zitat
Auf der gegenüberligenden Straßenseite sind schon die ersten Häuser gebaut.

Das ist tatsächlich sehr genau zu datieren: die Häuser im mittleren Bild oben rechts wurden 1956 bezogen als "Heidesiedlung" - mit dabei mein Elternhaus

Zitat
Ebenso fragt man sich, wo auf dem zweiten Bild die Paralellität der Gleise bleibt

Dazu noch ein Bild von 1976


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22.06.2024 11:51
#22 RE: Kleinbahnhof Maximilian
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Moin,

Basics zu Maximilian gibts hier:

https://www.ruhrzechenaus.de/hamm/ham-sachsen.html

Als Püttrologe würde ich die Schachtanlage als Seilfahrt-Standort und Materialschacht für die Zeche Sachsen auferstehen lassen ⚒️

Grüße

Jörn


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22.06.2024 12:40 (zuletzt bearbeitet: 22.06.2024 14:43)
avatar  Andy152
#23 RE: Kleinbahnhof Maximilian
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Ich hab mal die bisherigen Anregungen einfließen lassen, inklusive Pendelstrecke für den Schienenbus und der Erweiterung Richtung Schreinerei. Außerdem hab ich die im Foto so dramatische S-Kurve am Bahnhof unter den Tisch fallen lassen, was noch Platz schaffen würde für eine Erweiterung des FY


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22.06.2024 14:25 (zuletzt bearbeitet: 22.06.2024 14:42)
avatar  Holgi
#24 RE: Kleinbahnhof Maximilian
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Moin.

Meine Idee war im Prinzip ungefähr so:



Das ist Raster 20 cm
Radius 25 cm, das kann man sichtbar/unsichtbar noch etwas variieren.
Sichtbar Weichen Peco Code 55 lang
Verdeckt Weichen Peco Code 55 kurz
Für Bogenweichen fehlt mir die Erfahrung, die sehe ich aber tendenziell als nicht so betriebssicher. Vielleicht weiß da jemand Genaueres.
Die "zarte" Linie ist als grobe Orientierung zur Begrenzung des sichtbaren Teils eingefügt, sollte ausgrundet werden
Die Abstellgleise in der Schreinerei sind gerade, hakelt sonst beim Kuppeln. Die genaue Lage hängt von der Gestaltung des Beriebsgeländes und der Gebäude ab.

Das sichtbare Ausweichgleis ist zu lang geraten, kann man rechts oder links eindampfen. Rechts hätte den Vorteil, dass die Entfernng zur Schreinerie größer wird, links der Abstand zum "grünen Tunnel".

Die Anbindung zur Erweiterung Ingelenook zwecks Zusammenstellung der individuellen Güterzüge bzw. erweiterer Abstellbereich ohne erforderliche lange Arme ist nur angedeutet. Das muss nicht gestaltet sein und wäre nur ein Ansatzbrett mit Stütze oder so.

Man muss sich entscheiden, wie man den linken verdeckten Teil gestaltet. Das hängt aber von der Länge der Zuggarnituren und Triebwagen ab. Lass mal gedanklich Deine Vorstellung von Zügen fahren, das wird schnell eng.

Wie willst Du volle/leere Wagen für den Kohlenzug darstellen?
- Gar nicht, da reicht die Phantasie
- eine vollen, einen leeren Zug im Gegenverkehr, da wird es eng im Abstellbereich
- Wechsel/Entfernen des Ladegutes, da ist die Erweiterung sinnvoll
- ...

Viele Grüße

Holger


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22.06.2024 18:14 (zuletzt bearbeitet: 22.06.2024 18:15)
avatar  Gilpin
#25 RE: Kleinbahnhof Maximilian
avatar

Hi Andy,

auch ich habe eine Alternatividee zum Thema

Zitat
Pendelstrecke für den Schienenbus

Sorry für das rot: es soll nicht lehrerhaft rüberkommen, nur einfach deutlich sein:



(Das Bild ist "Fullsize" und doch eher klein, aber sicher ausreichend.) Links natürlich entsprechend.

Mir tut's eher leid um die "dramatische S-Kurve"...

Auch heute muss ich erst mal weg,
wünsche aber ein schönes Wochenende,
Reiner


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