Ergonomische Verteilung der Weichenhebel am Anlagenrand

08.07.2024 22:56
avatar  Markus
#1 Ergonomische Verteilung der Weichenhebel am Anlagenrand
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Komischer Titel. Was ich damit meine: Oft hat man am Anlagenrand Bedienelemente für ortsgestellte Weichen, z. B. Knöpfe die Schubstangen betätigen, manchmal auch technisch ausgefeiltere Konstruktionen. Jetzt kann es sein, dass an einem Bahnhofsende mal eben 4 oder 5 Weichen, evlt. auch noch Gleissperren nahe beieinander liegen und die Bedienelemente nebst eventuellen Schlössern so viel Platz benötigen, dass die Bedienelemente nicht mehr direkt auf Höhe der entsprechenden Weiche angeordnet werden können. Wie löst man das möglichst ergomisch, also so, dass mit möglichst wenig Fehlbedienungen zu rechnen ist?

Man könnte die Abfolge der Bedienelement strikt nach Abfolge der Weichen bzw. deren Laternen halten, dann gibt es aber praktisch kein Bedienelement mehr, das in der Nähe seiner Weiche sitzt. Alternativ wäre es möglich, so viele Bedienelemente wie möglich nahe der zugehörigen Weichen zu platzieren und das, was nicht mehr dazwischen an das eine oder andere Ende zu rücken.


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09.07.2024 06:34 (zuletzt bearbeitet: 09.07.2024 06:49)
#2 RE: Ergonomische Verteilung der Weichenhebel am Anlagenrand
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Also die große Bahn ordnet Bedienelemente praktisch immer zumindest grob in der geographischen Reihenfolge an - auch bei "unerwartet anders aufgebauten Stellwerken" wie hier ...



(St.Pölten) oder hier:



(Augsburg-West) oder - hier doch nicht! - der Gs ist auf der Anlage rechts von der W51; die Schlösser sind andersrum angeordnet:



(Schulungsanlage Wien Süd; die Schlösser gehören "schief" zusammen: das Schloss links unten und das für die W51-Grundstellung rechts darüber wären in der Realität am Gleissperrschuh [Gs] angebracht; die beiden Schlösser rechts davon an der W51. Um die Weiche aufzusperren, muss vom Stellwerk der Gs-Schlüssel geholt und im linken unteren Schloss umgesperrt werden; dann der Gs umgestellt [passiert auf der Anlage durch das Schlüsselumdrehen] und der W51-Grundstellung-Schlüssel aus dem Gs-Schloss genommen und in das Schloss der Weiche gesperrt werden [also hier direkt darunter]; nun kann die Weiche umgestellt werden [was hier wieder, glaube ich, passiert, indem man den Gegen-die-Grundstellung-Schlüssel mit der Dreiecksmarkierung umdreht; in echt hätte die Weiche i.d.R. kein zweites Schloss]).

Hmmm..... Trotzdem:

Ja, bei einer "auseinandergezogenen" Anordnung ist u.U. nur in der Mitte ein Element "gerade" angeschlossen. Aber ich glaube - ohne es ausprobiert zu haben -, dass damit die "intuitive Zuordnung" am besten funktioniert.

H.M.


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09.07.2024 13:03
#3 RE: Ergonomische Verteilung der Weichenhebel am Anlagenrand
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Hallo Markus,

ich persönlich halte die Lösung

Zitat von Markus im Beitrag #1
so viele Bedienelemente wie möglich nahe der zugehörigen Weichen zu platzieren und das, was nicht mehr dazwischen an das eine oder andere Ende zu rücken.


grundsätzlich für nicht gut weil zu leicht verwirrend, aber ohne genaue Kenntis der örtlichen tatsäschlichen Gegebenheiten auch schwierig zu beantworten. Kannst Du vlt. einmal Skizzen oder Bilder einstellen?

Ansonsten: Ich finde es eigentlich immer eine gute Lösung sich am Vorbild zu orientieren: Weichen etc., die vor Ort (Hand-)gestellt werden, sollten nach Möglichkeit auch auf der Anlage keine Fernbedienung vom Anlagenrand erhalten. Ortsbediente Elemente, die durch Schlüsselabhängigkeit gesichert sind, bedürfen natürlich auf der Moba die enstsprechenden Elemente am Anlagenrand, da die Schlösser nicht im Maßstab auf der Anlage funktionstüchtig platziert werden können (bei Spur 1 mag das vlt. schon anders sein) Fernbediente Elemente sollten auch auf der Anlage fernbedient sein; die Bedienelemente müssen sich also nicht in der Nähe der Weiche o.Ä. befinden.

Beste Grüße
Dirk


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