Ein Stellwerk für Bad Bärenalb

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30.06.2025 21:28
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#26 RE: Ein Stellwerk für Bad Bärenalb
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Hallo Lars,

Zitat von Ferrovia im Beitrag #25
Meine konkrete Frage betrifft Gs III an Gleis 4. Wird die gebraucht? Die Einfahrzugstraße auf Gleis 3 endet an der -Tafel vor DKW 6. Muss dann ein Flankenschutz hergestellt werden? Zumal bei einer Privatbahn?


Nein, wird nicht gebraucht. Das wäre nur der Fall, wenn die DKW Teil des Durchrutschwegs ist. Aber man fährt langsam so einen Bahnhof hinein und man weiß, bei der H-Tafel ist zu halten.

Auch bei der Bundesbahn war eine Weiche zum Umfahren des Zuges am Ende so ein Endbahnhof oft handgestellt. Davon gibt es viele Bilder. Und ... handgestellt bedeutet, dass es kein Teil der Fahrstraße/Durchrutschweg ist. Also auch bei der nicht-Privatbahn gab es solches

Reinout


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21.08.2025 14:54
#27 RE: Ein Stellwerk für Bad Bärenalb
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Nachdem ich mich vor gut einem Jahr im Forum angemeldet habe, habe ich begonnen, meine beiden begonnen Segmente Bad Bärenalb betriebsgerecht anzupassen. In einem ersten Schritt sind neue Güterkunden hinzugekommen. Als nächsten Schritt sollte auch die Stellwerkstechnik vorbildentsprechend angepasst werden. Bad Herrenalb wurde im Vorbildzeitraum durch ein Dr S-Stellwerk ferngestellt. Darum soll es heute nicht gehen, sondern um die Ortsstelltechnik in Bad Bärenalb. Denn zum Rangieren vor Ort wird nicht der Zugleiter in Ettlingen zum Weichenlegen bemüht, sondern das macht der Rangierleiter vor Ort. Dafür fragt er den Zugleiter um die Rangierfreigabe. Wird diese erteilt, leuchtet ein entsprechender Leuchtmelder. Der Rangierleiter kann seinen Streckenschlüssel in das Schlüsselwerk stecken und aufschließen. Dadurch werden bei mir alle handgestellten Weichen entriegelt. Außerdem werden für die motorisch gestellten Weichen die Schalter vor Ort freigegeben. Ist das Schlüsselwerk aufgeschlossen, lässt sich der Schlüssel nicht entnehmen.



Für Segment 2 habe ich mir so etwas nun zurecht gebastelt. Von vorne sieht das so aus. Ganz rechts sehen wie die Hebel für W8 und W9. Die sind nicht abgeschlossen. Obwohl sie in einer Zugfahrstraße liegen, dürfen sie aufgefahren werden. Es sind eben Straßenbahnweichen. In der Mitte sieht man die Technik der Rangierfreigabe, links die Heben für DKW 6 und W7. Diese sind in der Grundstellung verschlossen.



Die Hebel sind so angeordnet, dass sie in Grundstellung reingeschoben sind. Dadurch bewegen sich die Weichen manchmal asynchron zum Hebel. Technisch realisiert habe ich dies einmal durch einen einfachen Verschluss. Durch das Möbelschloss wird ein Riegel bewegt (das habe ich mir bei @reinout abgeschaut. Danke!). Dieser versperrt den Lüsterklemmen, die Stellhebel und Bowdenzug verbinden, normalerweise den Weg. Wird die Rangierfreigabe erteilt, leuchtet der Melder auf. Gleichzeitig lässt sich nun mit dem Taster ein Hubmagnet betätigen (Danke @Sebastian), der den Riegel freigibt. Ohne die Freigabe lassen sich die Weichen nämlich nicht aufschließen.



Die Verbindung zwischen dem Verschluss und den Weichen habe ich durch entsprechend gekürzte Fahrradbowdenzüge hergestellt. Das hat mir mehr Flexibilität gegeben. Denn teils liegen die Stellstangen der Weichen nicht im rechten Winkel zur Anlagenkante, teils waren die Weichen gegenläufig anzusteuern, was einen zusätzlichen Mechanismus erfordert hätte. Und dann musste auch noch die Alb unterquert werden, die im Vordergrund fließen wird. Außerdem war ich so flexibler in der Anordnung an der Anlagenkante.



Die beiden Riegel links und rechts sind durch ein Messingrohr verbunden.

Die ersten Tests waren schon sehr zufrieden stellend. Nun muss es auf Segment 1 weitergehen. Dort wird es mechanisch noch etwas komplizierter, weil dort neben der Schlüsselabhängigkeit auch noch die Abhängigkeiten zwischen den Gleissperren und den zugehörigen Weichen realisiert werden müssen. Aber da bin ich zuversichtlich.

Vielen Dank an alle, die mir mit guten Ratschlägen und Ideen geholfen haben. Ich hoffe, die Bilder lassen etwas von meinem Gebastel erkennen.
Gruß, Lars


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