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Eine Analyse zum Thema Kreis und P2P
#26 RE: Die Analyse und die Ableitungen aus den "gewonnenen Erkenntnissen" oder aber "Was soll das hier??"
Moin Ihrs.
Zitat von hwunderlich im Beitrag #22
Ehrlicherweise kann ich die Ansätze von Raph nicht so ganz nachvollziehenIst er jetzt ein Provokateur der uns auf's Glatteis führen oder "austesten" will? Hat er Langeweile?
Also letztlich was soll dieser Strang und was will Raph aus uns heraus kitzeln? So ganz "ahnungslos" resp. weit weg von der Materie ist er ja eher nicht. Das zeigen seine weiteren Beiträge hier im Forum ja durchaus deutlich.
Sollte ich das richtig einschätzen, hat er mich jetzt auch dazu gebracht, über das (oder die) hingehaltene(n) Stöckchen zu springen...
Wenn auch unbeabsichtigt, fühlt es sich schon gut an, wenn man nicht gleich durchschaut wird

Allerdings bin ich von Anfang an durchaus ehrlich gewesen. Ich will hier primär niemanden vorführen oder provozieren und Langeweile habe ich gewiss keine. Vollzeitjob und 2 Kinder lassen keine lange Weile aufkommen.
Mein Ziel ist es zu lernen. Und ich lerne am besten durch Fragen stellen. Und wenn ich etwas nicht verstehe, dann hacke ich nach. Und diese Fragen können dann auch provozieren - vielleicht ist das auch manchmal von meinem Inneren so gewollt - das merke ich dann erst, wenn ich drüber nachdenken muss, weil jemand nach meinen Intentionen fragt.
Wieviel weiß ich wirklich ... und wie ahnungslos bin ich? Gute Frage. Dass es Vorsignale gibt, wie die Signalbilder benannt werden, das weiß ich schon seit ich 14 bin. Dass es in Stellwerken Fahrstraßen gibt weiß ich seit 2,5 Jahren. Alles andere seit dem und da zwischen (also in den 2,5 Jahren). Erst Stellwerke.de studiert, dann das Buch über mechanische Stellwerke gekauft. Bei meinen weiteren Fragen zu dem Thema bin ich (dank Google) immer wieder hier gelandet - ein Zeichen für die Kompetenz dieses Forums.
Irgendwann kam dann die Idee das ganze technisch umzusetzen - und dann die konkreten Fragen dazu und darum die Anmeldung hier im Forum. Natürlich kommen (wenn man erst mal angemeldet ist) die Hinweise auf weitere Themen - die lese ich dann hin und wieder auch.
Und dann wuchs das große Fragezeichen: "Warum ist Kreisbetrieb böse?" - ist es wirklich so, dass man auf einem Kreis nur "Fahrbetrieb" aber keinen "Betrieb" machen kann? Hat der Kreis nur Nachteile? Muss man mit der Platzverschwendung leben, zwei Schattenendbahnhöfe zu bauen? ... Den Rest kennst du ja.
Was hab ich (und vielleicht auch mach anderer) von dieser Diskussion gelernt? - P2P ist eine Betriebsphilosophie. Das hat mit der Topologie der Anlage nichts zu tun. - Es gibt allerdings einige die dies (bisher) nicht unterschieden haben und vielleicht auch immer noch anders sehen.
Außerdem habe ich gelernt, dass der Betrieb eines modernen Durchgangsbahnhofs (Ep. V+) langweilig ist, weshalb man ihn mit Museumszügen, Sonderzügen, Sperrfahrten und weiß der Geier was aufmotzen müsste (wobei dann hier die bewusst provokative Frage gestellt werden müsste, ob mehr als ein Museumszug pro Woche überhaupt realistisch ist
). *Und noch einige andere Sachen ...
Zitat von hwunderlich im Beitrag #22
Aber diese These ... ist mir zu steil, zu sehr verallgemeinernd und deutlich zu kurz gesprungen!
In meinen "Planspielen" und den daraus entstehenden Umsetzungen gibt es im Bahnhof KEINE mit einem Fahrdienstleiter besetzten Stellwerke; ich fahre im Zugleitbetrieb. Bei mir gibt es Zuglaufmeldungen und folgeabhängig verschlossenen Weichen samt, falls erforderlich, Flankenschutzeinrichtungen.
Aber es gibt ein System zur Steuerung der Frachtströme und damit für den Güterwagenumlauf. Ein solches System kann natürlich auch PC gestützt arbeiten. Aber mit der Eisenbahn spiele dann immer noch ausschliesslich ich, gerne auch gemeinsam mit Freunden.
Da siehst du wieder, dass ich doch zu den "ahnungslosen" gehöre. Ich bin noch nicht so weit, dass ich Fahrdienstleiter von Zugleiter unterscheide. Von daher bitte ich um Entschuldigung dich so überfahren zu haben - das war denn nun doch nicht beabsichtigt.
Der Modellbahner nimmt ja nun einiges an Rollen ein, wenn er alleine vor der Anlage sitzt. Rangierleiter, Weichenwärter, Lokführer / TF, Zugbegleiter, Bahnhofsvorsteher - nenn es wie du willst.
Ich meine mit meinem Satz "Fahrdienstleiter spielen" die gesamte Varietät des Bahnpersonals. Weshalb ein automatischer Ablauf halt wenig Sinn auf einer solchen Anlage macht.
Wenn es natürlich eine so große Anlage ist, dass mehrere Betriebsstellen zu erfüllen sind (die einer alleine nicht schafft), dann macht es ggf. wieder Sinn, dass man sich auf einen Bahnhof konzentriert, während den anderen Bahnhof vom PC gesteuert wird. (Ich glaube Triptis ist so ein Fall).
Aber halt nicht fürs Trainspotting ... oder? Weil da wird dann die Grenze zwischen Betrieb und Fahrbetrieb sehr dünn. (Wenn ich das Konzept der Unterscheidung richtig verstanden habe?
)Von daher freue ich mich über die bereitwillige Annahme der hingehaltenen Stöckchen - und ich lerne weiter. Ihr seid großartig.

LG Raph
Edit: Rechtschreibung und 2. Punkte besser ausformuliert
* Ein Grund, warum so gerne Epoche II / IV gefahren wird.
#27 RE: Die Analyse und die Ableitungen aus den "gewonnenen Erkenntnissen" oder aber "Was soll das hier??"
Hallo Raph,
das Modellbahnerleben durchläuft im Idealfall immer wieder neue Phasen, die unmittelbar mit dem erworbenen Wissen, aber auch mit den gemachten Erfahrungen zusammenhängen. Der Kreisverkehr (hier meine ich jetzt wirklich das Fahren im Kreis) ist eine Erfahrung, die schon mit der Anfangspackung gemacht wird. Und wenn dieses Fahren zu langweilig wird, will man im Idealfall etwas anderes und schaut sich um. Ist man mit dem Kreis glücklich, weil man immer neu von dem wiederkehrenden Zug begeistert ist, dann ist auch ein Ziel erreicht.
Es gibt kein richtig oder falsch in einem Hobby. Meine Definition von Hobby ist, etwas nicht machen zu müssen. Daher begrüße ich deinen Wissensdurst und wünsche einfach viel Freude mit dem Hobby!
Einen Aspekt dürfen wir Menschen nicht unterschätzen, die Prägungen unserer Kindheit und Jugend. Sie bestimmen oft mehr, wohin unser Hobby sich entwickelt als das ganze Vorbildwissen
Meint
Thomas
#28 RE: Die Analyse und die Ableitungen aus den "gewonnenen Erkenntnissen" oder aber "Was soll das hier??"
Moin Ihrs.
Ich hab mal wieder etwas gemalt (nicht gezeichnet (!sic)). Wenn man also den Shattenbahnhof eine Ebene nach unten setzt und nach vorne holt, hat man 1. die Übersicht über alles was dort passiert und kann sich einen Haufen Technik sparen (z.B. könnte man sogar auf Gleisbesetztmelder verzichten, man SIEHT ja was da steht). Unabhängig davon, kann man eine Wechselkassette für die Sonder- und Museumszüge einbauen, ein FY und vielleicht was zum Umdrehen der Dampfloks.
Das sieht dann etwa so aus (Gleiszahlen und Längen nicht maßstäblich - nur Schematisch zu verstehen).![]()
Aus Kindheitstagen erinnere ich ich noch an einen Anlagenvorschlag aus dem "Modelleisenbahner". Der hat mir damals sehr gut gefallen. Vom Prinzip her verpflichtet er zum P2P da es ein Endbahnhof ist. Man kann den Teil, der in den Raum rein ragt auch zum Hochklappen bauen um Platz zu sparen oder 45 grad zu einer Seite Abwinkeln um das ganze als Eck-Anlage zu verwenden.
Zu doof nur, dass am Ende des Artikels die Idee stand, die beiden Bögen hinten zu vereinen, damit "im Hintergrund eine Bahn kreisen kann, während man oben rangiert"
- damals fand ich das noch cool ... da bin ich mittlerweile drüber hinweg 
![]()
Zitat von Bonsaibahner im Beitrag #27
Hallo Raph,
das Modellbahnerleben durchläuft im Idealfall immer wieder neue Phasen, die unmittelbar mit dem erworbenen Wissen, aber auch mit den gemachten Erfahrungen zusammenhängen.
Oh ja ... In der ersten Zeit (mit 14+) wurde das was gerade aufgebaut war am anderen Ende schon wieder eingerissen. Meine Mutter meinte ich würde nie fertig werden. Und sie hatte Recht
. Als ich dann mit Mitte 20 das Thema aufgelöst habe, war sie 2x fast fertig (Fahren ging, aber Landschaft fehlte) und gerade im Umbau für den 3. Anlauf.Jetzt noch mal ein paar Jahre später sind die Hummeln im Hintern nicht mehr ganz so stark - man denkt vorher gründlicher nach, bevor man den Bohrer, Hammer und Schraubendreher schwingt.
Außerdem hab ich ja (noch) keine Genehmigung von der Regierung für 'ne feste Anlage
- bleibt es also beim Modulbau.Und bei den Planungsphantasien.

Grueziwohl Raph
#29 RE: Die Analyse und die Ableitungen aus den "gewonnenen Erkenntnissen" oder aber "Was soll das hier??"
Hallo Raph,
Jeder erlebt sein Hobby auf seine eigene Art und Weise. Hier im Forum steht treues und realistisches Betrieb an erster Stelle, aber selbst mit einer Kreis-Modelleisenbahn kann man meiner Meinung nach auch P2P-Verkehr betreiben und hast du manchmal Lust und Lust, einfach nur zuzuschauen , dann fährst du einfach im Kreis. Naturgetreu Betrieb in der Modellbahn ist kein Grundgesetz
Wenn Sie einen Schattenbahnhof zugänglich halten, können Sie einfach p2p fahren, denn der Zug fährt von Gleis 1 des Scharnbahnhofs ab, kommt an Ihrem Bahnhof an und fährt wieder ab. Im Schattenbahnhof Gleis 1. Dort macht der zug kopf, und sehe, der Zug kommt ordentlich zurück. Sogar die Lokomotive steht dann auf der anderen Seite des Zuges.
Und seien wir mal ehrlich, selbst der eifrigste Betriebsbahner möchte nach einem anstrengenden Tag ab und zu Zügen zuschauen, die einfach in zufälliger Reihenfolge durch die Gegend fahren. Zumindest tue ich das. Und mein Anlage ist wirklich p2p, ich kann nicht einmal im Kreis fahren, und manchmal vermisse ich das wirklich.
Und was Thomas schreibt, ist genau richtig, jeder hat sein eigenes Hobby erleben. Es gibt kein richtig oder falsch. Ich hätte gerne eine extra Modelleisenbahn, bei der ich mit einem begehbaren Schattenbahnhof einfach das P2p durchführen kann, manchmal aber auch einfach Runden drehen kann. Kreissen, einfach Kreissen, wie OOK in einem Buch so schön beschrieben hat.
Viel Glück, aber vor allem viel Spaß bei deinem Hobby. Denn genau das ist ein Hobby: Spaß und Entspannung.
Grüsse Aad
#30 RE: Die Analyse und die Ableitungen aus den "gewonnenen Erkenntnissen" oder aber "Was soll das hier??"
Man kann auch einen Kreis sooo lang machen, dass er P2P erlaubt
.
H.M.
#31 RE: Die Analyse und die Ableitungen aus den "gewonnenen Erkenntnissen" oder aber "Was soll das hier??"
Hallo Raph,
eine weitere Variante die ich ins Spiel bringen darf, wie bereits von Otto (ow) erwähnt - Schubladen als SBHFe.
Selbst bin ich auch gerade dabei meine Anlage und deren SBHFe mit Schubladen zu bauen, eben P2P betrieblich gerecht zu werden. Ja, 5-Finger-Kran beim Umsetzten/Tausch der Lok wird mir nicht erspart bleiben, jedoch die Wagengruppen als solches bleiben, lange Gleisharfen, Weichen entfallen im Gegenzug.
Gruß
Chris
20241009_00_v1.0.jpg
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#32 RE: Die Analyse und die Ableitungen aus den "gewonnenen Erkenntnissen" oder aber "Was soll das hier??"
Hallo Miteinander,
das ist ein wirklich interessantes Thema, zu welchem ich mir auch immer wieder Gedanken gemacht habe. Der verpönte Kreisverkehr hat natürlich, soweit der Konsens, nichts mit vorbildgerechter Modellbahnerei zu tun. Ganz klar. Trotzdem mag es ja bei dem einen oder anderen Gründe geben, warum ein Kreisverkehr trotzdem Gegenstand der Überlegungen ist.
Bei mir kam dann so ein Hirngespinst dabei heraus:![]()
Bewusst mal nur als Prinzipskizze, ohne Maße, Radien oder eine Nenngröße - aber die Grundidee sollte deutlich werden: Ein Durchgangsbahnhof (auch der natürlich nur angedeutet) auf klassischer "Platte", aber mit Hintergrundkulisse. Rechts und links der Anlage dann offene FY. Im Hintergrund exemplarisch ggf. ein Gla.
Bewusst verzichtet hatte ich auf einen verdeckten Schattenbahnhof.
Klar ist auch, dass der notwendige Platz mit der bevorzugten Nenngröße steigt, aber bereits in H0 ist das alles gar nicht so unrealistisch, wie ich finde. Man müsste die ganze Nummer mal konkret planen...
Essentiell wichtig finde ich die zwei FY an jeder Flanke, denn nur so lässt sich ein echter P2P-Betrieb herstellen.
Das Fahren im Kreis kann (wie o.g.) viele Gründe haben, etwa der virtuellen Verlängerung von Fahrzeiten, dem Einfahren neuer Maschinen, oder auch einfach nur der Entspannung dienen, insofern so etwas gewünscht ist.
Was meint ihr als erfahrene Betriebsbahner dazu? Würde mich mal interessieren...
Liebe Grüße
Christian
#33 RE: Die Analyse und die Ableitungen aus den "gewonnenen Erkenntnissen" oder aber "Was soll das hier??"
Moin,
völlig unabhängig von P2P oder Kreisen lassen, das Verhältnis/Aufwand gestalteter zu ungestaltetem Teil sollte mMn in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.
Viele Grüße,
Johann
#34 RE: Eine Analyse zum Thema Kreis und P2P
Ich hole den 14 Monate alten Thread mal wieder hoch, weil mir beim Durchscrollen etwas aufgefallen ist.
Barmer Bergbahn hat einen Kreisverkehr entworfen, dem er durch Anhängen vn zwei Fiddleyards zu einem point-to-point-Betrieb verholfen hat.
Christian Tölg und ich hatten eine ähnliche Idee, als wir den Plan der Rotsteinbahn entwickelten (erstmals veröffentlicht in ADJ 10 (Okt. 23):![]()
Der Unterschied ist eher bautechnisch: der eine Fiddleyard ist als SchaFY in die Unterwelt verbannt, der andere liegt als sichtbarer Endbahnhof genau darüber, was enorm Platz spart.
Man kann von point-to-point fahren, zwischendurch aber auch kreisen. Jawohl kreisen! Und das bei einem Entwurf, der auch OOKs Signet trägt.
Der Bahnhof, der in Barmer Bergbahns Plan schlicht Bahnhof heißt, heißt im RSB-Plan Rotensteinsmühle und kann beliebig oft durchfahren werden.
Gruß
Otto
#35 RE: Eine Analyse zum Thema Kreis und P2P
Hallo Otto,
Ich würde bei einer solchen Anlage die Fys übereinanderlegen. Der Bahnhof im Sichtteil würde dann zum Abzweigebahnhof im Kreisverkehr und zur betrieblichen Spitzkehre zwischen Fy1 und Fy2.
Das spart nicht nur Platz und bereichert den Betriebsablauf. Der Kreis könnte trotzdem erhalten bleiben
Meint
Thomas
Ein Bild sagt bekanntlich tausend Worte. Kannst du eine Skizze machen um dazustellen, wie du dir das vorstellst?
Gruß
Otto
#37 RE: Eine Analyse zum Thema Kreis und P2P
Ich kann meine persönlichen Erfahrungen zu diesem Thema teilen.
Zunächst möchte ich mich entschuldigen, falls die Sprache in dieser Nachricht fehlerhaft ist; da ich kein Deutsch spreche (bis auf ein paar Wörter), habe ich Google Translate benutzt.
Das Thema ist jedoch so interessant, dass ich hoffe, Sie verzeihen mir etwaige Übersetzungsfehler.
Ich war schon immer ein Verfechter von P2P-Anlagen, die das Grundprinzip von Eisenbahnen nachbilden: Züge fahren von einem Punkt zum anderen und nicht auf abgeschlossenen Strecken.
Diese Philosophie leitete den Bau meiner Anlagen von den 1990er Jahren bis 2018. In jenem Jahr, nachdem ich einige Schleifen- oder Doppelschleifenanlagen mit versteckten Bahnhöfen, die auf dem 2P2-Prinzip basieren, gelesen und entworfen hatte, wollte ich mit dieser Konfiguration experimentieren und eine Doppelschleifenanlage bauen.
Die Anlage, sehr klein (155 x 115 cm) im Maßstab H0, verfügt über eine Hauptstrecke mit einem doppelten Oval und einen unterirdischen, versteckten Bahnhof; Im sichtbaren Bereich befindet sich ein Abzweigbahnhof, von dem ein Endbahnhof abzweigt, der über eine Decauville-Bahn mit einem Steinbruch verbunden ist.
Der verborgene Bahnhof unterhalb des Hauptbahnhofs verfügt über vier Durchgangsgleise (drei für die Zugabstellung, eines als Ausweichgleis für Testfahrten auf der geschlossenen Strecke) und vier Stumpfgleise.
Die Stumpfgleise dienen zum Abstellen von Triebwagen, die auf italienischen Nebenstrecken den Großteil des Personenverkehrs abwickelten.
Die drei Durchgangsgleise werden zum Abstellen von Personenzügen genutzt (je eines für jede gerade und ungerade Fahrtrichtung), während das äußerste Gleis für Güterzüge vorgesehen ist.
Ich hatte erhebliche Zweifel an der Realismus dieser Konfiguration, die nicht dem linearen Prinzip von Eisenbahnstrecken entspricht. Da viele Nebenstrecken jedoch nur einen oder höchstens zwei Personenzüge mit Lokomotiven und Waggons betrieben, habe ich versucht, den tatsächlichen Fahrplan der damaligen Zeit für die italienische Bahnstrecke Cuneo-Airasca nachzubilden. Diese Strecke hielt bis in die 1980er-Jahre einige sehr kurze Dampfzüge (ein oder zwei Waggons) in Betrieb. Auf halber Strecke gab es eine Nebenstrecke von Saluzzo nach Savigliano, die meiner Anlage ähnelte.
Da in Wirklichkeit immer die gleichen Lokomotiven eingesetzt wurden und die Wagen alle ähnlich waren (Gepäckwagen, Centoporte-Wagen, Postwagen), ist es möglich, den realen Betrieb – beschränkt auf den jeweiligen Bahnhof – getreu nachzubilden. Es ist sicherlich nicht sehr interessant, immer die gleichen Züge ohne Abwechslung fahren zu lassen: Nach einer Stunde Betrieb wird es schon langweilig.
Die Untersuchung der tatsächlichen Eisenbahn ist jedoch hilfreich: Durch die Konsultation von Fahrplänen aus den 1960er Jahren und die Analyse der entsprechenden Zugzusammenstellungen in den Betriebsunterlagen stellt man fest, dass einige Züge nur bis zu einem Zwischenbahnhof fuhren und erst nach dem Wenden der Lokomotive und dem Abstellen eines Wagens zum Ausgangsbahnhof zurückkehrten. In anderen Fällen wurde am Zwischenbahnhof in Saluzzo der Postwagen angekoppelt oder abgestellt, ein direkter Wagen nach Turin angehängt oder ein Reservewagen eines anderen Zuges vom Vortag hinzugefügt.
Darüber hinaus waren die Schichten der Züge auf der Antennenstrecke an die der Hauptstrecke gekoppelt, da die Lokomotiven regelmäßig zum Depot in Cuneo zurückkehren mussten.
Deshalb habe ich mir vorgenommen, dies auch auf der Modellbahn umzusetzen und einen Fahrplan nach realen Prinzipien zu erstellen, der Züge mit direkten Wagen, Reservewagen zum Ankoppeln/Abstellen während der Hauptverkehrszeit, Direktverbindungen von der Hauptstrecke zur Antennenstrecke, Postzüge und Sammelzüge umfasst.
Auf diese Weise lässt sich mit nur zwei Zügen desselben Lokomotivtyps und einigen wenigen, nach Fahrplan zwischen den Zügen wechselnden Waggons eine ausreichend realistische, abwechslungsreiche und den Eisenbahnprinzipien weitgehend getreue Simulation realisieren.
Kurz gesagt: Durch die Analyse des Fahrplans und der Schichtpläne anhand realer Prinzipien (historischer, da diese längst der Vergangenheit angehören) kann man selbst auf einer abgesperrten Strecke eine realistische Simulation erreichen.
Antonio
Hallo Antonio,
vielen Dank für deine Erklärungen zum Eisenbahnverkehr in Italien und auf deiner Anlage.
Zitat von AFederici im Beitrag #38
Zunächst möchte ich mich entschuldigen, falls die Sprache in dieser Nachricht fehlerhaft ist; da ich kein Deutsch spreche (bis auf ein paar Wörter), habe ich Google Translate benutzt.
Da kann ich dich beruhigen, ich habe schon sehr viel schlechtere Beiträge von Personen gelesen die die Muttersprache beherrschen. Dein Text ist sehr gut verständlich und flüssig zu lesen.
Gruß Ralph
Wenn alle nur über das reden würden, wovon sie etwas verstehen, wäre es wohl sehr ruhig auf der Welt!
Mein geplanter Bahnhof: Ehingen (Donau)
Fahrplandetails: Informationssammlung zum Fahrplan 1965-1975
Frachtaufkommen: Güteraufkommen im Bahnhof Ehingen (Donau)
Nach der Beschreibung des Personenverkehrs werde ich nun die Organisation des Güterverkehrs auf einer minimalistischen, doppelovalen Modellbahnanlage mit P2P-Steuerung erläutern. Die Anlage ist klein (155 x 115 cm) und umfasst einen Schattenbahnhof mit zwei Gleispaaren (A und B), einen sichtbaren Abzweigbahnhof (C) und einen Endbahnhof (D), der über eine kurze Antenne angebunden ist. Personenzüge verkehren auf der Hauptstrecke in entgegengesetzter Richtung: A-C-B bzw. B-C-A.
Merkmale und Einschränkungen der Anlage: Der Schattenbahnhof verfügt über vier durchgehende Gleise und vier Abstellgleise, wobei zwei durchgehende Gleise für den Personenverkehr reserviert sind. Nur ein Gleis ist für den Güterverkehr vorgesehen. Dieses Gleis wurde aufgrund seiner frontalen Zugänglichkeit gewählt, um die manuelle Zusammenstellung der Züge und die Beladung offener Güterwagen zu erleichtern. Diese Einschränkung verhindert die gleichzeitige Fahrt von zwei kompletten Güterzügen (beladen und leer), eine seltene Situation im italienischen Nebenbahnnetz, die kein Rangieren zwischen den Zügen erfordert [3] [4].
Hypothetische Ausrüstung und Güterverkehr
Um einem erheblichen Güterverkehr gerecht zu werden, wurden mehrere spezielle Ausweichgleise und Verladeplattformen vorgesehen: In Ponte San Lorenzo (©) befinden sich ein Güterlager, ein Agrarkonsortium und ein Gleis zum Verladen von Holz; in Monteregio (D) gibt es ein Universalgleis und ein Gleis speziell für den Umschlag von Mineralien, die über eine Decauville-Strecke aus einem nahegelegenen Steinbruch transportiert werden. Die steilen Steigungen begrenzen die Zuglänge auf 6–7 Wagen auf der Hauptstrecke und 3–4 auf der Nebenstrecke, entsprechend der Länge der Bahnsteige [5] [6].
Organisation des Güterverkehrs
Es wird davon ausgegangen, dass die Bahnhöfe A und B Verbindungen zu den Hauptstrecken darstellen, sodass Güter, die in C und D ihren Ursprung haben, zu beiden Bahnhöfen weitergeleitet werden können. Der Güterverkehr ist in einen Tageszyklus mit ungeraden und geraden Zugnummern auf den Strecken A-C-B und B-C-A strukturiert und beinhaltet Waggonbewegung und Sortierung:
• Omnibus-Güterzug A-C-B (ungerade Zugnummern): Dieser besteht aus drei Wagenteilen mit Zielen von A nach C, D und darüber hinaus (Transitverkehr) sowie gemischten Wagen mit Gepäckabteilen für Sammelgut. Die Zuggröße ist auf 6–7 Wagen begrenzt, wobei häufig leere, geschlossene Flachwagen für spezielle Ladungen wie Kohle eingesetzt werden. Wagen von D nach B werden dem Zug C zugeteilt und vom entsprechenden Zug D-C-A befördert [7].
• Güterzug A-C-D und D-C-A: Nach dem Abstellen in B und einer manuellen Rangieroperation transportiert dieser Zugzug Wagen nach D sowie solche, die nicht zuvor nach C weitergeleitet wurden. Die Entladung wird simuliert, um die Rückkehr leerer Wagen darzustellen. Der Zug rangiert in C und D, um Waggons für andere Bahnhöfe abzustellen und aufzunehmen. Anschließend wird die Lokomotive gewendet und der entsprechende Direktzug D-C-A fährt .
• Sammelgüterzug B-C-A: Dieser entspricht dem Morgenzug und besteht aus Waggons für Zwischenbahnhöfe, D und Sammelgut. Er beinhaltet einen längeren Halt in C, um zwei Züge (C-D und umgekehrt) zu koppeln. Die Rangierarbeiten in C und D umfassen das Rangieren zum Umschlaggleis und das Verladen von Mineralien. Das Sammelgut wird in den Gepäckwagen umgeladen. Anschließend setzt der Zug seine Fahrt Richtung A fort . Am Ende des Tageszyklus wird die Lokomotive gewendet und der nächste Zug vorbereitet .
Vorteile des Betriebsprogramms
Der so definierte Güterverkehr zeichnet sich durch folgende Vorteile aus:
• Realismus hinsichtlich der Streckenführung und der Methoden des italienischen Güterverkehrs;
• Optimale Nutzung einer einzelnen Lokomotive und eines separaten Gleises im Schattenbahnhof;
• Konsequente Mehrfachnutzung bestimmter Wagentypen, wodurch die Rangierarbeiten im Schattenbahnhof minimiert werden, was aufgrund der eingeschränkten Zugänglichkeit von besonderer Bedeutung ist.
Antonio
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- I.1. Wozu dieses Forum, wozu Anlagen-Planung?
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- I.4. Admin-/Moderator-Angelegenheiten
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- II.4. Konkrete Konzeptionen - von Forumsmitgliedern eingebracht
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- II.12. Meine Anlage
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