Nachbereitung Betriebswochenende Modellbahn in der Scheune - Oktober 2024

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01.11.2024 21:35 (zuletzt bearbeitet: 01.11.2024 21:38)
#101 RE: Nachbereitung Betriebswochenende Modellbahn in der Scheune - Oktober 2024
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Hallo,

ein paar Gedanken zu dem Themenkomplex Überforderung/Unterforderung/interessante Dienstposten.

Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte dass ich recht viel Betriebserfahrung, auf der Modellbahn und teilweise auch beim Vorbild, mitbringe. Dabei suche ich mir gerne die allerschwersten Jobs aus und möchte diese, auch bei widrigen Umständen, sauber durchzuführen. Wenn es beim Personal ganz eng wäre würde ich auch den Bahnhof Neustadt alleine machen und hätte den Ehrgeiz den Betrieb da ordentlich abzuwickeln, bei so was komme ich richtig auf Betriebstemperatur.

Das betrifft nicht nur mich. @hmmueller hatte vor dem Treffen keine eigene praktische Betriebserfahrung, aber ein riesiges Vorbildwissen und viele Stunden auf realen Stellwerken zugebracht. Er hat den Bahnhof und das Stellwerk Neustadt mit professioneller Neugier übernommen, wahrsinnig schnell antizipiert wie das alles funktioniert und nach kurzer Zeit den Betriebsablauf im Griff gehabt und konnte diesen aktiv gestalten, weiterentwickeln und anderen vermitteln wie man es optimal macht. Respekt!

Nur: es wäre falsch und unfair Harald oder mich zum Maßstab zu machen was jetzt "zu leicht" oder "zu uninteressant" ist. Im Vorfeld der Aktion war ich mit einigen potenziellen Teilnehmern in Kontakt die in Sorge waren ob sie "das können", nicht überfordert sind, durch eigenes Scheitern Frust bei anderen verursachen könnten usw. Diese Leute habe ich ermutigt es trotzdem zu versuchen, vor allem da es leichte, mittlere und schwere Jobs gibt, und die haben sich da sehr gut geschlagen und rückgemeldet dass auch sie gerne Wiederholungstäter werden möchten.

Manche mögen nur Züge fahren, könnten sich aber mit einem Fdl-Posten schwer anfreunden. Bei anderen ist es umgekehrt. Es sollte, auch künftig, für jeden etwas dabei sein, und wenn wir den "Scheunentreff" zu einer wiederkehrenden Veranstaltung machen könnten (was ich echt klasse fände) sollten wir auch künftig immer offen sein Neulinge unterschiedlichster Erfahrung zu integrieren.

Und bevor wir uns hier zu sehr auf die Schulter klopfen: wie @Pfalzbahn ganz richtig bemerkte war der Betrieb in Lenzkirch vor allem deswegen etwas lahm weil wir die Uhr meist auf 1:2 runterdimmen mussten. Der Grund dafür waren weniger die technischen Probleme, eher dass uns noch zu viel daneben ging. Es sind zu viele Weichen aufgefahren worden (Kurzschluss!), Züge ins falsche Gleis geleitet worden, Absprachen beim Rangieren gingen fehl, Kommunikation unterblieb oder war missverständlich... Das soll beileibe keine Kritik sein! Fürs erste Mal war unsere Teamleistung sehr gut, aber perfekt wäre sie wenn wir den (anzupassenden) Fahrplan in 1:3 einigermaßen sauber durchspielen; da dürfen dann auch ein paar 85er in den Kreuzungsweichen entgleisen ohne dass uns das umwirft.

Also: den "leichten" Job des Fdl Lenzkirch sollte es auch weiter geben, und wenn alle anderen so gut drauf sind dass die Uhr nicht langsamer gestellt werden muss hat der auch genug zu tun. Und wem das zu wenig ist, für den gibt es andere Posten mit mehr Action. Die Bedarfsholzzüge bauen wir natürlich trotzdem ein, und für die Fdl in Freiburg Hbf. und Wiehre fällt uns auch noch was ein.

Grüße,
Sebastian

P.S.: Und wer meint dass der Abzw. Kappel-Gutachbrücke ja öde wäre mit nur einer Weiche und drei Signalen kann es ja mal ausprobieren. Ich fühlte mich nicht gerade überfordert, aber gut beschäftigt.


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01.11.2024 22:17
#102 RE: Nachbereitung Betriebswochenende Modellbahn in der Scheune - Oktober 2024
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Zitat von Sebastian im Beitrag #101
P.S.: Und wer meint dass der Abzw. Kappel-Gutachbrücke ja öde wäre mit nur einer Weiche und drei Signalen kann es ja mal ausprobieren.

Nein, ich muss es nicht ausprobieren, ich weiß es!

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"


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02.11.2024 09:29
#103 RE: Nachbereitung Betriebswochenende Modellbahn in der Scheune - Oktober 2024
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Nur in aller Kürze: Das in Nss war nicht ich, sondern wir - zuerst @Fischkopp und ich, dann die zwei Alexe, die den Laden rangiermäßig erforscht und dann gerockt haben - Ehre, wem Ehre ...!

... jetzt geh ich in die Werkstatt, 2. und 3. Achse von der Fräse zusammenbauen. Schaun wir einmal, ob's tut.

H.M.


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07.02.2025 21:25
#104 Bahn in der Scheune, Gedanken zum Einsatz von Schiebeloks
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Hallo zusammen,

für eine künftige Weiterentwicklung unseres Betriebskonzepts möchte ich eine Idee zur Diskussion stellen: Schiebelokbetrieb!

Warum: für die Höllentalbahn war es in "unserer" Epoche sehr typisch dass viele Züge (nicht unbedingt alle) auf der Steilstrecke nachgeschoben wurden, besser nachgeschoben werden mussten. Das betraf bestimmt die Güterzüge aber auch etliche Reisezüge, selbst solche die jetzt nicht übermäßig lang waren. Übrigens wurden damals auf der Steilstrecke nicht nur 85er sondern auch die kleinen, aber steilstreckentauglichen badischen VIb (BR 75.1-3) eingesetzt, und die brauchten bergauf erst recht Schubhilfe. Wenn ich es richtig weiß setzte sich die Schiebelok dann in Kirchzarten an den Zug und schob bis Titisee nach, anschließend Lz wieder den Berg runter.

Für das erste Scheunentreffen haben wir gar keinen Gedanken daran verschwendet, das wäre auch alleine schon nicht gegangen weil für die Schiebeloks kein Personal da gewesen wäre. Bei einer mögliche Wiederholung könnte das aber in Frage kommen.

Hier meine Gedanken zur Umsetzbarkeit:

- Personal für 1-2 Schiebeloks dürfte diesmal reichlich vorhanden sein, und das will ja auch beschäftigt werden. Genug 85er (die ja eigentlich die zuverlässigsten Modellloks auf der Anlage sind) ebenfalls.

- Betrieblich würde es so laufen dass sich die Schiebelok in Wiehre an den Zug setzt und (gekuppelt) bis Neustadt mitfährt, dort abgehängt wird und in der Regel sofort Lz nach Wiehre zurückfährt.

- Die Strecke Neustadt - Wiehre wird also durch die zusätzlichen Lz-Fahrten belastet, die sind aber im Fahrplan leicht unterzubringen.

- In Neustadt: da fahren die nachgeschobenen Züge aus Wiehre erstmal einfach ein. Nach dem Abhängen kann die Schiebelok sofort aus dem Einfahrgleis zu Rückfahrt starten, man braucht keine zusätzlichen Rangierbewegungen oder Gleise. Natürlich fällt für den Fdl eine weitere Zugmeldung an.

- In Wiehre: da wird der Job wirklich interessanter durch die Einfahrt zurückkehrender Schiebeloks die dann zwischengeparkt und an den nächsten nachzuschiebenden Zug gesetzt werden müssen. Ich schätze aber dass der Job in Wiehre dadurch deutlich attraktiver wird.

- Technische Machbarkeit: Die Lokführer von Zug- und Schiebelok müssen sich aufeinander einstellen (Zuglok setzt die Fahrgeschwindigkeit fest, Schiebelok muss versuchen synchron zu bleiben, ihr Tf muss dabei die Streckung der Kupplungen im Auge behalten). Das haben wir auf meiner alten Anlage öfters gemacht und mit etwas Konzentration ging das sehr gut. Günstig ist dass in der Scheune ausschließlich FRED-Regler ohne Bremsfunktionen oder megalangen Auslauf genutzt werden, das erleichtert die Sache. Auch die vergleichsweise kurzen Züge auf der Steilstrecke erleichtern die Aufgabe.

Ich würde nicht alle Züge nachschieben, je nach geplanter Last und Bespannung vielleicht jeden zweiten oder dritten. Und wenn wir dann merken dass es gar nicht funktioniert kann man einfach anordnen "Schiebelokeinsatz und Lz-Fahrten entfallen!", solange die Schiebeloks nicht in anderen Umläufen eingeplant sind funktioniert der Fahrplan dann weiterhin.

Was meint ihr, sollen wir das mal wagen?

Grüße,
Sebastian


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07.02.2025 21:39
#105 RE: Bahn in der Scheune, Gedanken zum Einsatz von Schiebeloks
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Und wie!!!

H.M.


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07.02.2025 21:50
#106 RE: Bahn in der Scheune, Gedanken zum Einsatz von Schiebeloks
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Moin,

grundsätzlich würde sich der Fdl Wiehre über die Schiebeloks freuen, können sie doch auch nebenbei einige Rangiermanöver durchführen und den Betrieb effizienter gestalten. Allerdings frage ich mich, wo die Gobel ihre Vorräte auffüllen? Kohle und Wasser gibts ja nur in FB und Nss.

Und der Schiebebetrieb an sich muss wohl durchdacht und geübt sein. Vor meinem geistigen Auge werden die Waggons im Beteich der verdeckten Strecke aus den Schienen gedrückt und wir dürfen den Berg versetzen…

Grüße

Jörn

Der ultimative Stresstest für eine Prototype-Freelancing-Konzeption:
Bahngeschichte, gefakte Bilder und Quellenschnipsel im Netz verstreuen, 2 Jahre warten.
Ist dann über die eigene Bahn ein Wiki-Artikel und ein Kenningbuch erschienen ist die eigene Konzeption wasserdicht und man kann mit dem Gleisplan weitermachen.

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07.02.2025 21:55
#107 RE: Bahn in der Scheune, Gedanken zum Einsatz von Schiebeloks
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Zitat von Silbergräber im Beitrag #106
Allerdings frage ich mich, wo die Gobel ihre Vorräte auffüllen? Kohle und Wasser gibts ja nur in FB und Nss.


Hallo Jörn,

guter Punkt. Standen in Nss nicht Wasserkräne an den Bahnsteigenden? Dann parkt man da einige Minuten bevor man zurückfährt (ins Bw zu fahren würde ich gerne vermeiden).

Und wegen Kohle rate ich mal dass die 85er mehrere Schiebeleistungen schafft bevor nachbekohlt werden muss.

Bringt aber auch Leben rein: eine Lok macht 2-3 Schiebeleistungen, nach der letzten muss sie Lz bis Freiburg Hbf durchfahren zum Kohle nehmen (und wird durch eine von dort kommende frische 85er abgelöst). Dann freut sich der Freiburger Fdl auch!

Grüße,
Sebastian


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07.02.2025 21:57 (zuletzt bearbeitet: 07.02.2025 21:57)
#108 RE: Bahn in der Scheune, Gedanken zum Einsatz von Schiebeloks
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Moin, das problematischste an der Sache sind die langen Tunnelstrecken im Bogen. Einen entgleisten Zug dort zu bergen , ist nicht ohne


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07.02.2025 22:45
#109 RE: Bahn in der Scheune, Gedanken zum Einsatz von Schiebeloks
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Hallo zusammen,

Zitat von Sebastian im Beitrag #104
- Betrieblich würde es so laufen dass sich die Schiebelok in Wiehre an den Zug setzt und (gekuppelt) bis Neustadt mitfährt,

Kann die Schiebelok nicht ungekuppelt mitfahren? Dann könnte der Zug im Tunnel mit Abstand vorfahren, am Tunnelausgang schließt die Schiebelok wieder auf.
Das ist zwar nicht ganz vorbildlich, aber risikoärmer.

Viele Grüße
Steffen


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07.02.2025 23:13
#110 RE: Bahn in der Scheune, Gedanken zum Einsatz von Schiebeloks
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Zitat von Detlev Hagemann im Beitrag #108
Moin, das problematischste an der Sache sind die langen Tunnelstrecken im Bogen. Einen entgleisten Zug dort zu bergen , ist nicht ohne

Genau das meinte ich. ‘ne 85 mit S-Drive, das wäre doch mal was. Natürlich digital verriegelbar, damit die Talfahrt nicht zum Fiasko wird 😁

Grüße

Jörn

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07.02.2025 23:14
#111 RE: Bahn in der Scheune, Gedanken zum Einsatz von Schiebeloks
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Ich stehe der Sache eher skeptisch gegenüber. Man ist noch weiter vom Vorbild weg und die Strecke hat halt ein paar Tunnel.
Das zusätzliche Personal würde ich eher in einen Rangierdienst in NSS investieren, in längere Ng mit Beimann, Übergaben nach Wiehre, Züge nach Seebrugg.
Bei Überhang sollte man vielleicht dann eher mit Vorspann fahren/probieren.

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"


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07.02.2025 23:50
#112 RE: Bahn in der Scheune, Gedanken zum Einsatz von Schiebeloks
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Hallo Hubert,

Vorspann wäre aber total vom Vorbild weg. Auf der Steilstrecke war nur Schiebebetrieb erlaubt und Vorspann expliziet verboten wegen zu hoher Zugkräfte an den Haken.


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08.02.2025 00:03
#113 RE: Bahn in der Scheune, Gedanken zum Einsatz von Schiebeloks
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Zitat von Weichen-Walter im Beitrag #112
Vorspann wäre aber total vom Vorbild weg. Auf der Steilstrecke war nur Schiebebetrieb erlaubt und Vorspann explizit verboten wegen zu hoher Zugkräfte an den Haken.

Da sagt die Steilstreckenvorschrift aber was anderes!

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"


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08.02.2025 08:44
#114 RE: Bahn in der Scheune, Gedanken zum Einsatz von Schiebeloks
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Hasllo Hubert,

mir liegt die Vorschrift für die Strecke Hirschsprung-Hinterzarten von 1963 vor.
Ich denke nicht das da wesentliche Änderungen vorgenommen wurden. Aktualisierungen
bezüglich der Fahrzeugtypen dürften der Grund für die Ausgabe von 1963 sein.


Und im Anhang


Doppeltraktion ist nur talwärts zulässig aber das war bisher nicht das Thema.


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08.02.2025 09:20
#115 RE: Bahn in der Scheune, Gedanken zum Einsatz von Schiebeloks
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Hallo Hubert und Walter,

ihr habt beide Recht.

Die Vorschrift von 1963 verlangt dass bei Bergfahrt die zweite Lok hinten schieben muss. Die Vorschrift von 1936 trifft keine explizite Regelung dieser Art (nur dass bei gemischter E- und Dampftraktion der Dampfer schieben soll).

Zitat von Weichen-Walter im Beitrag #114
Doppeltraktion ist nur talwärts zulässig aber das war bisher nicht das Thema.


Ein Detail: von "Doppeltraktion" spricht man nur wenn zwei Triebfahrzeuge "in Traktion" fahren, also das zweite Tfz unbesetzt und vom ersten aus ferngesteuert wird. Wenn einfach nur zwei Loks vorne sind nennt man das einfach "Vorspann".

Grüße,
Sebastian


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08.02.2025 10:03
#116 RE: Bahn in der Scheune, Gedanken zum Einsatz von Schiebeloks
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Moin,

die Herausforderung verriegelbarer S-Drive sollte man annehmen!
Nur wer!?!

Zum Vorbild (in den 50ern)
SchwerePersonenzüge (Touropa) wurden oftmals schon in F mit der Schiebelok bespannt, die dann bis Titisee am Zug blieb, und dort das Flügeln ermöglichte.


Schiebebetrieb im Modell — Gleise
In F gibt es schon jetzt ein kurzes Stumpfgleis, das für eine Schiebelok benutzt werden könnte. Die Lok wūrde sich dann in Kz (knapp einsehbar) hinter den Zug setzen. Ungekuppelt. Im letzten Tunnel (Tit) wūrde die Lok stehen bleiben und leer zu zurückfahren.

Wenn mit Schiebelok, dann werden auch 75.1-3 vor P-Zügen wieder sehr sinnvoll.


Zuglänge Gz
Auf der Steilstrecke stark begrenzt. Wenn mit Sbr, dann sind längere Befarfs-Dg zur Holzabfuhr möglich.
BR 57 ist angeschafft!!


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08.02.2025 10:25
#117 RE: Bahn in der Scheune, Gedanken zum Einsatz von Schiebeloks
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Noch eine Nachbemerkung zu Sbr
Mit Sbr würde keinesfalls der Verkehr F—Tit—Sbr simuliert, sondern nur der Verkehr (Do—)Nss—Tit—Sbr.


Noch eine Bemerkung zu Frw
Durch die Wiehre fuhren Züge mit einem Ziel vor der Steilstrecke:
Pz bis nach Him oder auch nur Kz
Üb nach Kz und vom/zum Erzverladegleis (!) in Kappel (an der heutigen Stadtgrenze von Freiburg) als Sperrfahrt.


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08.02.2025 10:40 (zuletzt bearbeitet: 08.02.2025 10:48)
#118 RE: Bahn in der Scheune, Gedanken zum Einsatz von Schiebeloks
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Moin,

das mit der Schiebelok, gerade im verdeckten Bereich, halte ich nach wie vor für schwierig. Auch mein Hinweis auf den S-Drive war nur ein erster Gedanke. Deutlich preiswerter könnte man es gestalten, indem man eine in F eine antriebslose, leicht laufende 85 hinten dran hängt, die dann in Nss von der Ortsrangierlok abgezogen und vor dem nächsten Zug Richtung F gekuppelt wird. Durch so einen Dummy - der natürlich Sound und digitale Kupplung haben kann - spart man sich ein Lokpersonal, hat aber in Nss zusätzliche Rangierbewegungen.

Grüße

Jörn

Der ultimative Stresstest für eine Prototype-Freelancing-Konzeption:
Bahngeschichte, gefakte Bilder und Quellenschnipsel im Netz verstreuen, 2 Jahre warten.
Ist dann über die eigene Bahn ein Wiki-Artikel und ein Kenningbuch erschienen ist die eigene Konzeption wasserdicht und man kann mit dem Gleisplan weitermachen.

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09.02.2025 23:03
#119 RE: Bahn in der Scheune, Gedanken zum Einsatz von Schiebeloks
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Also ich

fände es superste Klasse wenn wir etwas Derartiges implementieren würden!

Nachschieben wäre sicherlich die vorbildlichste Variante, aber ob der teils schlechten Einsehbarkeit auch sehr risikobehaftet. Höchstens das ungekuppelte Nachschieben könnte ich mir vorstellen.
Von Lösungen mit Dummies hielte ich nicht soo viel, Wiehre kann die zusätzlichen Rangierbewegungen sicher verkraften, aber Neustadt war letztes Mal schon an der Kapazitätsgrenze.

Vorspann wäre da schon die elegantere Version, und ja auch nicht völlig vorbildfern.

Eine weitere Variante könnte das Teilen der Züge vor der Steilstrecke sein. Das beträfe dann wohl am Ehesten lange Reisezüge, denn die Auslastung der Güterzüge wird wohl eher so gesteuert, daß die Grenzlasten eingehalten werden.

Auf jeden Fall würde das Wiehre deutlich aufpeppen.

Gruß
Alex


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10.02.2025 09:05 (zuletzt bearbeitet: 10.02.2025 09:08)
#120 RE: Bahn in der Scheune, Gedanken zum Einsatz von Schiebeloks
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Hallo,

klasse Diskussion hier! Ich versuche mal die bisherigen Gedanken zu sortieren und einzuordnen. Kritisch ist m. E. vor allem der Bahnhof Neustadt der nicht ohne Not mit weiteren Gleisbelegungen, Rangierfahrten usw. belastet werden sollte:

Variante Schiebelok bis Neustadt:
Für Nss die unproblematischste Lösung. Nach Einfahrt des Zuges hängt die Schiebelok ab und kann sofort aus dem Einfahrgleis zurückfahren.

Variante Vorspannlok:
In Nss erheblicher Mehraufwand. Neben dem ohnehin erforderlichen Wechsel der Zugloks wäre damit nun an diesem Bahnhofskopf noch eine dritte Lok unterwegs die man für die Rückfahrt an das andere Bahnhofsende schleusen müsste. Hiervon möchte ich abraten.

Variante antriebslose "Dummyschiebelok":
Technisch kein schlechter Gedanke. Aber: der Dummy kann nicht selber fahren (S-Drive werden wir bis zum nächsten Treffen nicht haben). Nach dem Abhängen in Nss steht die Schiebelok erstmal im Weg und müsste von einem anderen Tfz angepickt und vor den Gegenzug gesetzt, oder ggf. auch erstmal an die Seite gestellt werden. In Wiehre das gleiche Problem: wer setzt beim talfahrenden Zug den Dummy auf die Seite? Wer setzt ihn ans Ende der nächsten Bergfahrt? Da müsste eigentlich eine örtliche Rangierlok in Wiehre stationiert werden die den Dummy durch den Bahnhof schiebt. Betrieblich sehe ich das in jeder Hinsicht als die schlechteste Lösung an. Für den außenstehenden wirkt der Dummy dann eher wie die Überführung einer Schadlok.

Variante ungekuppeltes Nachschieben bis zum Ravennatunnel:
Betrieblich eine schöne Lösung: Die Schiebelok setzt sich vor dem Tunnel ab, darf dann als "rückkehrende Schiebelok" sofort bis zum ESig Wiehre zurückfahren. Technisch bin ich skeptisch: die schiebenden 85er dürfen vorne keine Kupplung haben (was jeglichen Einsatz außerhalb des Schiebedienstes ausschließt), und sie müssen stabil, ohne Verhakeln der Puffer/Kupplungen, einen Zug schieben können. Ich fürchte dass das so richtig nur mit maßstäblichen Radien (haben wir) und Federpuffern (haben wir glaube ich nicht?) klappen würde.

Teilen von Zügen:
Hm, kann man machen, auch wenn die Zugteile dann visuell sehr kurz wären. In Neustadt würde dieses Verfahren, das ja diverse zusätzliche Einfahrten von Zügen, Belegung weiterer Gleise, zusätzliche Umsetzvorgänge nach sich zieht, den Bahnhof an die Grenze bringen - oder auch darüber hinaus.

Soweit meine Einschätzung.

Grüße,
Sebastian


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10.02.2025 10:51
#121 RE: Bahn in der Scheune, Gedanken zum Einsatz von Schiebeloks
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Zitat von Sebastian im Beitrag #120
Hallo,

klasse Diskussion hier! Ich versuche mal die bisherigen Gedanken zu sortieren und einzuordnen. Kritisch ist m. E. vor allem der Bahnhof Neustadt der nicht ohne Not mit weiteren Gleisbelegungen, Rangierfahrten usw. belastet werden sollte:

Variante Schiebelok bis Neustadt:
Für Nss die unproblematischste Lösung. Nach Einfahrt des Zuges hängt die Schiebelok ab und kann sofort aus dem Einfahrgleis zurückfahren.

Variante Vorspannlok:
In Nss erheblicher Mehraufwand. Neben dem ohnehin erforderlichen Wechsel der Zugloks wäre damit nun an diesem Bahnhofskopf noch eine dritte Lok unterwegs die man für die Rückfahrt an das andere Bahnhofsende schleusen müsste. Hiervon möchte ich abraten.

Variante antriebslose "Dummyschiebelok":
…Nach dem Abhängen in Nss steht die Schiebelok erstmal im Weg und müsste von einem anderen Tfz angepickt und vor den Gegenzug gesetzt, oder ggf. auch erstmal an die Seite gestellt werden. In Wiehre das gleiche Problem: wer setzt beim talfahrenden Zug den Dummy auf die Seite? Wer setzt ihn ans Ende der nächsten Bergfahrt? Da müsste eigentlich eine örtliche Rangierlok in Wiehre stationiert werden die den Dummy durch den Bahnhof schiebt. Betrieblich sehe ich das in jeder Hinsicht als die schlechteste Lösung an. Für den außenstehenden wirkt der Dummy dann eher wie die Überführung einer Schadlok.

Wenn ich Detlev richtig verstanden habe ist die Schiebelok bereits in Freiburg an den Zug gekommen? Von daher würde sich der Rangierzirkus auf Nss beschränken.

Ich bleibe dabei: entweder Vorspann, oder Dummy, oder am besten gar nicht nachschieben 😉

Grüße

Jörn

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10.02.2025 12:27
#122 RE: Bahn in der Scheune, Gedanken zum Einsatz von Schiebeloks
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Zitat von Silbergräber im Beitrag #121
Wenn ich Detlev richtig verstanden habe ist die Schiebelok bereits in Freiburg an den Zug gekommen? Von daher würde sich der Rangierzirkus auf Nss beschränken.



Schiebelok ab Freiburg: das bezog sich auf die Touropazüge.

Grüße,
Sebastian


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10.02.2025 13:23
#123 RE: Bahn in der Scheune, Gedanken zum Einsatz von Schiebeloks
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”Nachschub ab Freiburg und schwere Reisezüge, Ortslok.

In Freiburg wurde wohl auch zur Epo IIb von der alten Zuglok Anfahrschubhilfe geleistet zurück ins Höllental geleistet. Nur um Fotos mit Schiebelok aus Freiburg richtig einzuordnen.

Um eine einigermaßen vorbildgerechte Betriebsverstärkung für die Wiehre zu erreichen fallen mir nur Übergaben, Übergaben und die Erzsperrfahrten ein. Die würden kurz hinter die Kulisse gehen. Kamera und Monitor-Überwachung?

Bei allem, was wir rekonstruieren konnten, gab es keine Ortsloks, aber ausgedehnte Rangierdienste der Streckenloks.


Das Vorbild muss nicht der Maßstab für jede Fahrt sein, aber für möglichst viele.


Aus unserer Sicht sind für Gruppen unterschiedlich aufwändige Bahnhöfe erstrebenswert. Das muss nicht Eure Sicht sein.


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10.02.2025 17:12
#124 RE: Bahn in der Scheune, Gedanken zum Einsatz von Schiebeloks
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Zitat von Silbergräber im Beitrag #110
Zitat von Detlev Hagemann im Beitrag #108
Moin, das problematischste an der Sache sind die langen Tunnelstrecken im Bogen. Einen entgleisten Zug dort zu bergen , ist nicht ohne

Genau das meinte ich. ‘ne 85 mit S-Drive, das wäre doch mal was. Natürlich digital verriegelbar, damit die Talfahrt nicht zum Fiasko wird 😁

Grüße

Jörn


Hallo Jörn,

Du spielst da auf (D?)einen Beitrag von 2018 an?:

Aber S-Drive ist ja eh vom Tisch.

Aus meiner Sicht und Erfahrung: Nachschieben nur
1. wo volle Einsicht gewährleistet ist
2. wo jederzeit schneller Zugriff möglich ist und
3. nur ungekuppelt

Dann bringt das richtig Spaß, aber sonst eher Verdruß bis hin zum Vollverschleiß mit entsprechenden Kollateralschäden! Ich sage ganz klar: Finger weg davon wenn das Setup (s. Punkte 1-3) nicht stimmt.

Noch meine 5-Cent zu den Zügen die durch Wiehre bis VOR die Steilstrecke fuhren: Eine wirklich schöne Sache ... aber auch hier passt m.E. leider derzeit das Setup der Anlage an der Stelle nicht : Die Züge durchfahren Fw und dann? Sie verschwinden und es kann absolut nichts mit ihnen gemacht werden. Aus meiner Sicht kein Modelleisenbahn-Betriebs-Mehrwert.

You can call me Spaßbremse

Beste Grüße
Dirk


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10.02.2025 18:37
#125 RE: Bahn in der Scheune, Gedanken zum Einsatz von Schiebeloks
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Genau Dirk. Damals war ich noch rank und schlank so dass es an mir war, in den Wendel reinzukrabbeln und die Havaristen nach hinten durchzureichen. Trotzdem habe ich Blut und Wasser geschwitzt 😅

Ansonsten volle Zustimmung zu Deinen Punkten.

Grüße

Jörn

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Ist dann über die eigene Bahn ein Wiki-Artikel und ein Kenningbuch erschienen ist die eigene Konzeption wasserdicht und man kann mit dem Gleisplan weitermachen.

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