Wir spielen nicht mit der Eisenbahn wir machen Betrieb

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04.04.2025 08:54 (zuletzt bearbeitet: 04.04.2025 08:57)
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#26 RE: Es ist schon okay...
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OOK

Zitat von JBS im Beitrag #24
Und nun sitze ich (tatsächlich) in meinem Modellbahnzimmer und frage mich, wie ich das realisieren soll.

Tja Johann, so ist das, wenn man die Quadratur des Kreises verwirklichen will. Als Einmann-Truppe einen Mehrzugbetrieb durchzuführen ist kaum in realistischer Weise möglich. Bei der BAE, bei FREMO-Treffen, bei jedem "richtigen" , also Vorbild emulierenden Betrieb, gibt es soviele Tf wie eingesetzte Triebfahrzeuge. Selbst bei den heutigen Möglichkeiten, eine Lok (beim Vorbild) funkfernzusteuern, besteht das Verhältnis 1:1 von Lok und Tf weiter.

Am anderen Ende der Messlatte ist der Modellbahner, der auf seinem Handregler ständig zwischen seinen fünfzehn (oder mehr) Loks hin und her daddelt oder die meisten von ihren automatisch ihre Kreise ziehen lässt. Diesem Vorgang sprechen wir hier das Qualitätssiegel Betrieb ab.

Du hast ja ein gewisses insider-Wissen von meinem neuen Blauen Buch und weißt daher, dass ich darin das Thema des lonely wolf ausführlich dargestellt und kommentiert habe. Ich weiß andererseits, dass du in einem Ort wohnst, der - gelinde gesagt - nicht so nah an einem Autobahnkreuz liegt wie Hamm. Und dennoch ist es so, dass das Faktum, zu 90% alleine Betrieb zu machen deine Entscheidung ist. Würdest du es anders wollen, hättest du längst Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, das zu ändern - und es wäre anders.

Deine Frage am Schluss, wie du den "Ablauf vorbildgerechter machen" kannst, beantworte ich nicht modellbahntechnisch, sondern soziologisch: indem du die Anzahl der Tf und Anzahl der in Betrieb befindlichen Tfz in Einklang bringst, entweder, indem du als Alleinspieler wirklich nur eine Lok fährst oder, indem du alles dran setzt, deine Anlage zu einem attraktiven Ziel für Mitspieler zu machen und diese systematisch einlädst.
Gruß

Otto

OOK
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04.04.2025 09:46
#27 Platz für Papiere beim Modellbahnbetrieb
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Moin,
auch die MTSE hatte füher einen richtigen Buchfahrplan und heute nur lose Buchfahrplan-Blätter. Optisch dem Vorbildbuchfahrplan sehr ähnlich, aber auch um Hinweise ergänzt, welche dem Personal die Arbeit erleichtern und im Format Visitenkarte. Neben dem Zeitaufwand für Änderungen und der Auswahl der zu fahrenden Züge, aber vor allem, um den für den jeweilige Zug aktuellen Buchfahrplan dem Lokführer in das Blickfeld rücken zu können: Oberhalb des Funkregler gibt es eine Klarsichttasche in die vorne der Buchfahrplan und hinten der Wagen-/Bremszettel eingesteckt wird. So hat der Lok-/Zugführer alle für die Fahrt benötigten Unterlagen dabei und im Blick. Bilder gibt es hier : https://modellbahnbetrieb.jimdofree.com/...ung/fahrregler/

Mit freundlichen Grüßen aus dem schönen Hamburg
Michael
www.0e-club-hamburg.de

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04.04.2025 09:49
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#28 RE: Platz für Papiere beim Modellbahnbetrieb
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OOK

Zitat von 0eclubhh im Beitrag #27
Oberhalb des Funkregler gibt es eine Klarsichttasche in die vorne der Buchfahrplan und hinten der Wagen-/Bremszettel eingesteckt wird. So hat der Lok-/Zugführer alle für die Fahrt benötigten Unterlagen dabei und im Blick.

Seeehr gut. Das ist ja doch der von mir als fehlend bemängelte Platz im Führerhaus, den ihr auf diese realisiert habt. Gefällt mr sehr gut.
Gruß

Otto

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04.04.2025 10:28 (zuletzt bearbeitet: 04.04.2025 10:30)
avatar  JBS
#29 RE: Platz für Papiere beim Modellbahnbetrieb
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JBS

Moin Otto,
etwas sehr ähnliches hat ein gewisser OOK in „Rangieren aber richtig“ schon mal vorgestellt. In der Klammer wäre bestimmt auch noch Platz für ein Stück Buchfahrplan.

Dein Einverständnis für diesen Diebstahl setze ich mal voraus. Grüße gehen an den Professor.
Frühe Grüße,
Johann


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04.04.2025 12:09
avatar  JBS
#30 RE: Platz für Papiere beim Modellbahnbetrieb
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JBS

Moin Michael,
Du schreibst, dass du meist alleine die MTSE betreibst. Dann müsstet du doch mehrfach am Betriebstag mit ähnlichen Systembrüchen umgehen, wie ich im TdI (Tal der Ihmse). Zwischen 15:00 und 16:00 brummt es so richtig. Mehrere Züge sind mit allerlei Kreuzungen im Betriebsspiel.
Wie löst du diese Situationen?
Viele Grüße von der Westküste an die Ostsee (bzw. Hamburg),
Johann

04.04.2025 12:23
avatar  JBS
#31 RE: Es ist schon okay...
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JBS

Moin Otto, nochmal,
ich werde auf deinen Beitrag #26 noch konkret eingehen. Allerdings würde es wohl diesen Strang sprengen, der offensichtlich vom geselligen Betrieb in großen Umgebungen geprägt ist.

Zunächst aber die Frage: Gibt es in diesem Forum überhaupt Betreiber von real existierenden „Zimmeranlagen“, die mehr als Fiddel - etwas Strecke - Endbahnhof darstellen?

Ich such jedenfalls mal einen Platz wo ich mich einklinken kann.

Viele Grüße,
Johann

04.04.2025 12:46
avatar  OOK
#32 RE: Es ist schon okay...
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OOK

Mein Rat wäre, die Diskussionsebene vorläufig zu überspringen und gleich Anschluss zu suchen an Leute, die das schon machen. Dazu gehst du in der Titelmenüzeile auf "Kontaktbörse" und wendest dich dann an Stephan, den Betreiber von Bergisch Dahlhausen und/oder an Dirk von der Nauetalbahn. Letzterer wohnt in der Nähe von Hamburg, also nicht so extrem weit von dir entfernt.
Gruß

Otto

OOK
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04.04.2025 13:53 (zuletzt bearbeitet: 04.04.2025 14:08)
avatar  JBS
#33 RE: Es ist schon okay...
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JBS

… das eine schließt das andere ja nicht aus. Ich werde meine Anlage nicht abreißen, nur weil ich mal fremdgehe um Betrieb auf großen Arrangements zu erleben. Ich kann meine Replik aber auch kurz halten und hier reinposten:

Zitat von OOK im Beitrag #26
Tja Johann, so ist das, wenn man die Quadratur des Kreises verwirklichen will. Als Einmann-Truppe einen Mehrzugbetrieb durchzuführen ist kaum in realistischer Weise möglich.

Meine Anlage habe ich von Anfang an auf (nach meinem Verständnis) sinnvollen Betrieb als einsamer Wolf ausgerichtet. Auch bei Einhalten des Fahrplans fährt nie mehr als ein Zug gleichzeitig, auch wenn das technisch möglich wäre. Es gibt auch keinerlei Automatiken. Zwischen den Hauptbetriebsstellen (Steinbrock, Bad Großenfels und Höhenseen) sind verdeckte Strecken, in denen die Züge ihre Zeit absitzen und mir ermöglichen, in eine andere Rolle zu schlüpfen. Die Strecken zu Fiddels sind diesbezüglich ja sowieso kein Problem. Es steht und fällt, wie so vieles, mit der Konzeption.

Nach Fertigstellung der oberen Ebene meiner Anlage habe ich einen typischen Betriebsablauf auf diesem Teil auf meiner Website festgehalten. Wer sich dafür interessiert, klickt hier.

Ach so: Neben Betrieb habe ich auch Interesse an gestalterischen Tätigkeiten. Sammeln eher weniger, ich habe allenfalls 2 Loks und noch weniger Wagen, die nicht im Einsatz sind.

Viele Grüße ins Wochenende,
Johann


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04.04.2025 14:24
#34 RE: Es ist schon okay...
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Moin,

danke für das Bild des Fahrreglers mit der Klammer und den diversen Frachtkarten. Genau dies ist der Grund warum ich nicht mehr mit solchen Karten arbeite: Es wird schnell unübersichtlich und an der Anlage sind Sortierfächer notwendig.
Deshalb bin ich nach vielen Versuchen beim Wagenzettel des Vorbildes gelandet. Hier findet der Lok-/Zugführer alle Informationen zu notwendigen Rangiermanövern auf den Unterwegsbahnhöfen auf einen Blick.
Dass es bei mir der Wagen-/Bremszettel geworden ist, liegt daran dass meinen Züge handgebremst sind und mit max 10mWagen oder 23 Achsen schon mal ein oder zwei Bremser notwendig sind. Da macht die Bremsberechnung wirklich Sinn. In allen Fällen von durchgehenden Bremsen ist es für den Modellbahnbetrieb in der Tat nicht relevant.

Ich fahre alleine nach Fahrplan, aber ohne Uhr , d.h, fährt ein bestimmter Zug los ist es die im Fahrplan angegebene Uhrzeit. Alle Weichen sind ortsgestellt. Bei Zugkreuzungen in Bubkevitz fahre ich den Zug von Bergen -Ost bis dort und erst wenn die Einfahrt für die Kreuzung in Bubkevitz gesichert ist fährt der kreuzende Zug von Wittower Fähre los. Diesen fahre ich bis zur Endstation Bergen-Ost und erst danach mit dem Zug aus Bubkevitz weiter nach Wittower Fähre. Ich nutze zwei Fahrregler und in jedem steckt der jeweilige Buchfahrplan. Nach der Kreuzug in Bubkevitz muss dort oft auch noch rangiert werden, das entnehme ich dann dem Wagen-Bremszettel auf der Rückseite des zugehörigen Fahrreglers.
Das Zugmeldeblatt aktualisiere ich auch, somit weiss ich beim nächsten Betrieb gleich an welcher Stelle im Fahrplan es weitergeht. Das ist ganz entspannter Betrieb alleine auf einer Schmalspurbahn und ich genieße ihn fast täglich.

Vor 2000 gab es bei mir auch mal eine lange Phase Spur N mit eingleisiger Hauptbahn , prototype freelancing der ehemaligen Vogelfluglinie und Abzweig nach Heiligenhafen sowie Fehmarnsund ( Modellbahn ohne Eisenbahnfähre kann ich nämlich nicht). Hier war ich weniger Lokführer als viel mehr Stellwerker und Fahrdienstleiter. Zu der Zeit gab es bei mir nur einen Bildfahrplan und Frachtkarten für den Güterverkehr.

Im Rahmen der bisherigen Diskussion reift bei mir als Fazit: Unterschiedliche Anlagenkonzepte erfordern teilweise unterschiedliche Dokumente des Vorbildes und ggf. deren Abwandlungen.
Einen Bildfahrplan sollte jeder erstellen.
Ein Aushangfahrplan für den zentralen Bahnhof auch, denn er zeigt auch nicht -modellbahnbetriebsaffinen Besuchern, worum es hier geht
Walk-around Anlagen wie die MTSE oder BAE benötigen Buchfahrpläne für die Lokführer.
Anlagen deren Schwerpunkt aber die Steuerung von einem zentrale Stellwerke ist sollten lieber über einen Gleisbelegungsplan nachdenken.
Sobald es mehrere Stellwerke gibt kann ein Zugmeldeverfahren sinnvoll sein, je nach räumlichen Gegebenheit per Zuruf oder auch per Telefon. Bei Zugleibetrieb gibt es dann wieder Kommunikation zwischen Zugführern und Zugleiter.
Werden Güterwagen rangiert sollte es ein System zur Steuerung der Frachten geben.
Habe ich die Möglichkeit Lokführer und Fahrdienstleiter technisch zu trennen, also Fahrregler außerhalb des zentralen Stellwerk machen Buchfahrpläne wieder Sinn. Auch bei einer Konstallation Fiddle Yard-Bahnhof -Fiddle Yard hat der Buchfahrplan ja schon drei Zeilen. Bei der MTSE sind die Buchfahrpläne einzelne Blätter und jeder Lokführer bekommt die Buchfahpläne der Züge, welche er fahren soll, also quasi sein Dienstplan für die Schicht.

Mit freundlichen Grüßen aus dem schönen Hamburg
Michael
www.0e-club-hamburg.de

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04.04.2025 15:09 (zuletzt bearbeitet: 04.04.2025 15:18)
#35 RE: Es ist schon okay...
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Hallo Otto,

dass das mit den Buchfahrplänen damals schwierig war kann ich absolut nachvollziehen. Zwei Gedanken dazu:

- Du hattest damals (wie beim Vorbild) ein dickes Buchfahrplanheft in dem alle Züge enthalten waren. Im Modell ist es besser kleine Hefte zu nehmen die nur die Züge enthalten die in einem bestimmten Dienstplan gefahren werden müssen. Damit kamen die Kollegen in der Scheune sehr gut zurecht, und die Hürde nach eine Anpassung das Heft wegzuwerfen und ein neues zu drucken ist niedriger.

- Für die Fahrplanerstellung hast du "zu Fuß" gearbeitet. Also einen Bildfahrplan mit einem Grafikprogramm gemalt, dann alle Daten manuell in Buchfahrpläne übertragen. Das ist eine "Schweinearbeit" und trägt die Gefahr von Übertragungsfehlern mit sich. Für kleine Anlagen und Einsteiger ist das trotzdem das richtige Mittel.

- Ich selber arbeite mit FBS, also einem sehr komplexen Programm das aber auch sehr professionelle Ergebnisse liefert (es gibt auch einfachere Varianten auf dem Markt, für diese gilt das folgende aber auch). Für ein Bahnsystem von der Komplexität der BAE wäre das aber die richtige Wahl gewesen: schon bei Erstellung des Bildfahrplans ist eine Plausibilitätsprüfung enthalten, und die Erzeugung von Buchfahrplänen, Bahnhofsfahrordnung und anderen Sekundärunterlagen geschieht automatisch. *)

- In den letzten Monaten habe ich weitere Fahrplanvarianten für die Bahn in der Scheune hergestellt (am 29.3. sind die Kollegen schon damit gefahren). Bei einem bestehenden Fahrplan einen Zug verschieben/einfügen/löschen und dann die zu ändernden Buchfahrplanseiten erzeugen ist eine Sache weniger Minuten, und die Daten stimmen immer.

Zugegeben: das ist mehr für Leute die schon an der Erarbeitung solcher Unterlagen Spaß haben. Einsteiger sollten bei manuell erstellten Bildfahrplänen und einem Buchfahrplan z. B. nach einer Excelvorlage bleiben.

Was Johanns Frage nach kleinen Anlagen angeht:

Eine Anlage wie die von Dirk (Fiddle Yard - Endbahnhof) kann man sehr gut im Zugmeldebetrieb mit 2 Fdl und 1-2 Lokführern betreiben. Natürlich würden die Fdl dann Zugmeldebücher führen, und wenn die Distanz für eine Telefonverbindung zu kurz ist ruft man sich die Zugmeldungen halt zu. Wenigstens mir macht das so erst richtig Spaß!

Und im Alleinebetrieb: meine alte Anlage war für Zugleitbetrieb mit Zugleiter und mehreren Lokführern konzipiert. Gelegentlich habe ich dann mal alleine Betrieb gemacht, mit Fahrplan aber ohne Uhr, und dann auch darauf verzichtet ein Belegblatt zu führen oder Zuglaufmeldungen im Selbstgespräch abzuwickeln. War auch OK, aber eben nur "zwischendurch".

Man kann nicht oft genug dazu einladen: probiert Modellbahnbetrieb zu mehreren Mitspielern mit Fahrplan, ordentlichen Meldungen und allem mal aus. Diese Interaktion zwischen den Leuten, grob nach den Regeln des Vorbilds und im Bemühen mit Fahrplan und Uhr Schritt zu halten, ist eine ganze Welt. Wer sie nicht kennt vermisst auch nichts, aber wer es probiert hat will danach nichts anderes mehr.

Grüße,
Sebastian

*) P.S.: Das Layouten ist genauso einfach. Ich kann die Buchfahrplanseiten als A5-Zettel oder als "Booklet" zum Aufklappen und blättern mit wenigen Klicks herstellen. Ausdrucken, zusammentackern fertig.


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04.04.2025 17:21
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#36 RE: Es ist schon okay...
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OOK

Zitat von Sebastian im Beitrag #35
Man kann nicht oft genug dazu einladen: probiert Modellbahnbetrieb zu mehreren Mitspielern mit Fahrplan, ordentlichen Meldungen und allem mal aus. Diese Interaktion zwischen den Leuten, grob nach den Regeln des Vorbilds und im Bemühen mit Fahrplan und Uhr Schritt zu halten, ist eine ganze Welt. Wer sie nicht kennt vermisst auch nichts, aber wer es probiert hat will danach nichts anderes mehr.

Das unterschreibe ich voll mit.
Gruß
Otto

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04.04.2025 17:40
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#37 RE: Es ist schon okay...
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OOK

@sebastian: ich hatte mal eine Gratisversion von FBS zur Probe. Das erste Problem war, dass es nicht auf dem Mac läuft und ich hatte nur einen uralt Windowsrechner leihweise, mit dem ich so schon kaum zurecht kam.
Das andere war, dass ich beim Erstellen eines Bildfahrplans mit einem Mangel an Tfz und Personenwagen zu kämpfen hatte. Daher mussten im BiFa auch gleichzeitig die Tfz-Umläufe mit drin sein und die Reihung der Personenzüge, damit ich nicht einen Zug einzeichnete, für den nachher keine Loks da war. Der Zl sah nur indirekt die Tfz-Umläufe an der Farbe der Zuglinien, die Personenwagen lagen auf einer separaten Ebene, die im Zl-Ausdruck nicht zu sehen waren. Daraus wurden dann Reihungspläne für die Bahnhöfe erstellt, an denen Pz gebildet oder verändert wurden.
Bei der 1:1-Bahn sind das alles verschierdene Jobs, den Fahrplanersteller kümmert es überhaupt nicht, wo die Loks für die Züge herkommen sollen, die er einzeichnet, die Wagenreihung regelt wieder eine andere Dienststelle. Daher ist FBS für die Regelung des Gesamtbetriebes einer Modellbahn zwar einerseits komfortabel, andererseits aber unzulänglich. Da müsste sich mal ein Programmierer dranmachen, diese Funktionen zu implementieren. Wundert mich ehrlich, dass das noch nicht geschehen ist. Vermutlich liegt es daran, dass die Leute, die das könnten, null Ahnung vom Betrieb einer Anlage miit einem Dutzend Bahnhöfen, einem halben Dutzend Tfz und immer zu wenig Reisezugwagen haben, von limitierten Personalressourcen mal ganz zu schweigen. Die wachsen auch nicht auf den Bäumen.
Nun ja, Schnee von gestern, diese Arbeit wird wohl künftig jemand anders für die BAE machen, his way. *Hände reib*
Gruß

Otto

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04.04.2025 17:53 (zuletzt bearbeitet: 04.04.2025 18:00)
#38 RE: Es ist schon okay...
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Moin Otto,

ich mache es mal kurz: alles (wirklich alles) was du erwähnst ist in FBS möglich, und noch viel mehr. Wie das alles geht findet man aber nur durch intensive Beschäftigung damit raus.

Es ist halt ein Programm für professionelle Anwender im echten Eisenbahnbetrieb (die ÖBB benutzt es z. B.) die sich intensiv einarbeiten oder an kostenpflichtigen Schulungen teilnehmen. Die Gratis- bzw. Hobbyversionen sind ein Nebenprodukt des großen Programms, aber nicht eigentlich für den Hobbyanwender und Modellbahner optimiert. Das lohnt sich sicher auch für den Hersteller nicht.

Hier mal ein Bildfahrplanauszug nach dem die Bahn in der Scheune letztes Wochenende gefahren ist:



Der Zug P 1546 fährt zwischen Donaueschingen und Neustadt mit einer Lok der Baureihe 75.4 und 110t Last. Angaben direkt über der Zuglinie: "L3" ist der Lokumlauf in dem die 75er unterwegs ist, "Rz1" die Reisezuggarnitur Nr. 1, "B2" besagt dass der Lokführer der den Buchfahrplan Nr. 2 hat den Zug fährt. In Neustadt fährt der Zug ins Gleis 1 (Ziffer in eckigen Klammern).

In Neustadt wechselt P 1546 die Lok. Weiter geht es mit der BR85 aus dem Umlauf L1, die Reisezuggarnitur ist die gleich geblieben, nun fährt aber der Lokführer mit Buchfahrplan Nr. 3 weiter.

Weiter unten sieht man dass die 75er und ihr Lokführer nach einer Pause in Neustadt den P 1543 übernommen haben und mit ihm nach Donaueschingen zurückfahren.


Geht also alles, muss man aber erst mal rausfinden wie. Natürlich steht das auch alles im Handbuch, und man arbeitet sich ein wie du mit deinem Vektorgrafikprogramm: ausprobieren, nachlesen, ändern, probieren, ärgern, weitermachen...

Ich will hier keine Werbung für FBS machen. Es gibt Programme mit denen das viel einfacher, aber auch weniger perfekt geht. Und so komplexe Fahrzeug- und Personalumläufe wie die BAE haben die meisten Heimanlagen nicht, diese Features braucht daher nicht jeder.

Grüße,
Sebastian


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04.04.2025 21:25 (zuletzt bearbeitet: 04.04.2025 21:36)
#39 RE: Es ist schon okay...
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Das rote Heft oben entstand mit der damaligen FBS privat Version siehe auch Anhang.
Die meiste Arbeit macht das Erstellen der Streckendaten. Wenn man diese hat ist der Rest einfach.
Der Reiz bei FBS wäre mal den Dispositionsmodus zu benutzen.
Ob sich FBS lohnt für eine Modellbahn lohnt ist wirklich die Frage. Wieder ein Hobby im Hobby!

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

Dateianhänge
  • Buchfahrplanheft BAE 20.02.2010 a DIN A5 final.pdf

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20.04.2025 14:13
#40 RE: Es ist schon okay...
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Hallo zusammen,
Eure Beiträge, besonders der von Sebastian, haben mich motiviert auf FBS umzusteigen. Die DTB hat einen relativ komplexen Netzplan mit dem Abzweig nach Volkmarsen und der Stichstrecke nach Warburg-Neustadt beginnend ab Abzweig Mühlengraben. Außerdem werden alle Güterzüge von Warburg-Neustadt und der Twistetalbahn bis nach Warburg RBF, an der Diemeltalstrecke gelegen, "durchgeroutet". jTrainGraph ist dort etwas suboptimal. FBS erleichtert die Planung durch das freie Verschieben der Züge erheblich. Schade das man in der privaten Version keine Triebfahrzeuge "bauen" kann. Ein patchen der Triebfahrzeugdatei stellte sich auch als extrem schwierig heraus. Ich habe äquivalente Fahrzeuge verwendet.
Vieles habe ich bei FBS noch nicht durchblickt bzw. ich kenne die Grundlagen nicht. Die Güterzüge der Twistetalbahn machen in Warburg RBF Kopf und fahren bis Warburg-Altstadt dieselbe Strecke zurück. Ich habe dafür zwei Güterzüge angelegt mit derselben Zugnummer. Geht. Der Buchfahrplan passt auch. Ich bekomme aber Gleiskonflikte angezeigt. Den Gleischeck habe ich daher abgeschaltet. Der Profi macht das bestimmt anders.
Ich werde die PDF Dateien und den Netzplan hier zur Verfügung stellen.
FBS Privat kostet 125€. Ich denke das ist gut investiert. Es macht jetzt auch Spaß damit zu arbeiten. FBS nimmt einem auch die Berechnung der Uhrzeiten ab. Toll. Die Spitzkehre in Wormeln wird mit pauschal 10 Minuten eingeplant.
Dabei ist mir aufgefallen, das ich noch Uhren brauche . Ich baue gerade an einer Lösung mit Androidtablets/Fully Kiosk und ESP32 LCD's

Ich wünsche Euch noch ein schönes Osterfest.
Wolfgang

PS: Die Deutz liegt jetzt bei mir auch erstmal im Projektkarton


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20.04.2025 17:17
#41 RE: Es ist schon okay...
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Hier die aktuellen Pläne:
Diemeltalstrecke
Twistetalstrecke nach Volkmarsen zur WKB
Warburg-Altstadt - Neustadt

und die Netzdatei "dtb.ntz":
DTB Netz / FBS

Ich werde diese erste Ausgabe in den nächsten Tagen noch überarbeiten. Falls der Verkehr zu dicht ist oder zu wenig Lokführer verfügbar sind, kann ich in den P3xy von und nach Warburg Neustadt noch herausnehmen. Der rote "Schultheiss" Bus wartet schon am Altstädter Bahnhof für den SEV.

Bis bald.
Wolfgang


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23.04.2025 11:42
#42 RE: Moba Betrieb und die Uhren
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Hallo Wolfgang,

in Deinem vorletzten Post hast Du hier noch einen zusätzlichen Aspekt in dieses Thema gebracht:

Zitat von Diemeltalbahner im Beitrag #40
Dabei ist mir aufgefallen, das ich noch Uhren brauche . Ich baue gerade an einer Lösung mit Androidtablets/Fully Kiosk und ESP32 LCD's


Den hatten wir aber meine ich auch schon an diversen anderen Stellen ... *müsste man mal zusammen suchen* , denn das ist m.E. nach schon ein grundlegendes Thema, wenn man über Betrieb mit mehreren Mitstreitern spricht: Die Uhr ist DAS koordinierende Element.

Es gibt dafür ja auch eine Ufo-Abteilung. Ich habe da in diesem Strang mal zwei mir bekannte Programme verlinkt.

Beste Grüße
Dirk


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