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ESU Mobile Control Pro: der ideale Funkhandregler?
#1 ESU Mobile Control Pro: der ideale Funkhandregler?
Hallo Modellbahner,
unsere Wünsche an einen "idealen" Handregler wurden hier schon mehrfach diskutiert, und ganz am Ziel waren wir noch nicht.
Bisher gibt es "klassische" Handregler - Lokmäuse, FREDs, Daisys und andere. Dann ist es seit Jahren möglich und populär Smartphones mit entsprechenden Apps als Handregler zu benutzen was meinen Vorstellungen (Bedienung über Touch) so gar nicht entspricht. Und dann kamen einige - sagen wir "Smartphonehandregler", die die Gestalt eines Handreglers (mit Inkrementalregler) mit der Touchoberfläche eines Smartphones oder Tablets kombinierten. Das war aber auch nicht das wahre da die Bedienung, vor allem wenn man mit Bremsfunktionen arbeitet, nicht wirklich haptisch war - alles was ich während der Fahrt bedienen möchte will ich ohne hinsehen "greifen" können.
Nun kommt ESU mit dem neuen Gerät Mobile Control Pro: https://www.esu.eu/produkte/digitale-ste...le-control-pro/ ESU formuliert ausdrücklich das Ziel einen Handregler zu schaffen der die Vorteile des Touchdisplays mit einer besseren Haptik und Bedienbarkeit verbinden soll!
Beschafft habe ich den noch nicht aber einige Testberichte gelesen und mich ausführlich mit der Dokumentation befasst. Einschränkend muss ich sagen dass meine Bewertung von meinen eigenen Bedürfnissen (ausschließliche Nutzung von ESU-Loksound-5-Decodern, dynamischer Sound, sehr langer Auslauf, gestufte Bremsfunktion usw.) ausgeht.
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Erstes hat das Gerät einen klassischen Drehregler - breiter als das Gehäuse und gut zu greifen wie es sich @OOK immer wünscht - und mit Endanschlag! Sehr gut, ich kann jetzt schwungvoll den Fahrschalter bis zum Anschlag schließen und rollen lassen.
Ganz wichtig ist mir die Bremsfunktion. Bei der Daisy hatte ich immer drei einfach zu greifende Funktionstasten (1, 2, 3) damit belegt. ESU hat jetzt an der Gehäuseseite einen Schieberegler mit dem die Bremskraft betätigt werden kann. Perfekt!![]()
Dann gibt es an den Seiten vier weitere Funktionstasten (rechts zwei, links zwei) die frei belegt werden können. Meine Wahl wären: 1. Motor an/aus 2. Pfeife, 3. Läutewerk, 4. Rangiergang *). Das reicht! Alle anderen Sonderfunktionen (Beleuchtung und so) werden über das Touchdisplay geschaltet, aber die braucht man selten und nie während der Fahrt.
* Damit ist nicht der unselige "Rangiermodus" gemeint den die Hersteller immer vorsehen. Stattdessen haben viele dieselhydraulische Loks die Möglichkeit - im Fahrzeugstillstand - das Stufengetriebe von Streckengang auf Rangiergang umzuschalten. Das ändert die Übersetzung so dass die Höchstgeschwindigkeit kleiner, die Zugkraft aber größer wird. Bei der V36 halbiert sich z. B. die Höchstgeschwindigkeit von 60 auf 30 km/h, aber die Zugkraft verdoppelt sich. Auch wenn das "Rangiergang" heißt kann es man auch bei der Streckenfahrt benutzen um schwere Züge oder starke Steigungen zu bewältigen.
Fahrtrichtungswechsel: die Umschaltung vorwärts/rückwärts kann man entweder klassisch durch Eindrücken des Reglerknopfes vornehmen (das ist meine Wahl), auf eine der Funktionstasten legen oder per Touch vornehmen. Vorsicht Falle: in der Werkseinstellung schaltet Drehung des Handreglers bis zum Nullanschlag auch die Fahrtrichtung um, das ist aber sehr unpraktisch, kann aber deaktiviert werden.
Überhaupt scheint der Regler sehr gute Möglichkeiten zu bieten die Bedienung den eigenen Wünschen anzupassen, aber da muss man sich ausführlich mit der Anleitung befassen. Schön ist die Option die weiteren Funktionen auf dem Display individuell mit Symbolen und Beschriftungen auszustatten und so anzuordnen dass auch nur die Funktionen die man wirklich haben will sichtbar sind.
Mein Highlight ist der Tacho: das Display zeigt einen klassischen Analogtacho, auf dem Zeiger erscheint die eingestellte Fahrstufe als Zahlenwert, und mit Railcom kann die Ist-Geschwindigkeit anzeigt werden.
Exkurs: Railcom ist eine Technik bei der der Lokdecoder nicht nur Befehle von der Zentrale empfängt sondern auch Daten zurücksendet. Das war früher eine teure und exklusive Zusatztechnik, aber heute können die fortgeschrittenen Decoder wie ESU-Loksound 5 das alle. Die meisten Modellbahner nutzen Railcom für merkwürdige Anwendungen: da wird z. B. die Position der Lok rückgemeldet damit die Loknummer in einem Gleisbildpult angezeigt werden kann und ähnliches.
Railcom ermöglicht aber auch die tatsächliche Ist-Geschwindigkeit der Lok (und die kennt nur der Decoder, nicht der Handregler und nicht die Zentrale) rückzumelden. Mit der Mobile Control Pro haben wir also einen echten Tacho mit km/h-Angabe (auf dem Screenshot ist der Tacho in Fahrstufen 0-28 kalibriert, das kann man aber auf km/h ändern) der in der Anmutung auch einem klassischen Bundesbahnanalogtacho nahekommt und können endlich "nach Tacho" fahren was ich bisher wirklich vermisst habe.![]()
Übrigens spricht der Apparat über WLAN nicht nur mit ESU-Zentralen sondern auch mit Intellibox Neo, Z21 usw.
Es gibt noch mehr vielversprechende Features, aber das bespreche ich sobald ich den Handregler habe und selber testen konnte. Falls jemand schneller ist: berichtet gerne eure Erfahrungen!
Mein Fazit: Das könnte diesmal wirklich das Richtige sein!
Grüße,
Sebastian
#2 RE: ESU Mobile Control Pro: der ideale Funkhandregler?
Moin,
das klingt vielversprechend. Derzeit fahre ich mit Roco Lokmaus. Was bräuchte ich neben dem 320.- teuren Handregler zusätzlich?
Grüße
Jörn
Bahngeschichte, gefakte Bilder und Quellenschnipsel im Netz verstreuen, 2 Jahre warten.
Ist dann über die eigene Bahn ein Wiki-Artikel und ein Kenningbuch erschienen ist die eigene Konzeption wasserdicht und man kann mit dem Gleisplan weitermachen.
Zitat von Silbergräber im Beitrag #2
Moin,
das klingt vielversprechend. Derzeit fahre ich mit Roco Lokmaus. Was bräuchte ich neben dem 320.- teuren Handregler zusätzlich?
Grüße
Jörn
So wie ich das lese eine Zentrale mit WLan? Esu CabControl (ca. 500€) oder Intellibox Neo (ca. 600€). Ganz schön happig. Da bleib ich bei meinem WLan-Kabel ;)
Marc
#4 RE: ESU Mobile Control Pro: der ideale Funkhandregler?
Ich bin schon lange auf der Suche nach einem guten Controller, den ich auch zu Betriebssessions mitnehmen kann… 🤔😃
Bahngeschichte, gefakte Bilder und Quellenschnipsel im Netz verstreuen, 2 Jahre warten.
Ist dann über die eigene Bahn ein Wiki-Artikel und ein Kenningbuch erschienen ist die eigene Konzeption wasserdicht und man kann mit dem Gleisplan weitermachen.
#5 RE: ESU Mobile Control Pro: der ideale Funkhandregler?
Zitat von Silbergräber im Beitrag #2
Moin,
das klingt vielversprechend. Derzeit fahre ich mit Roco Lokmaus. Was bräuchte ich neben dem 320.- teuren Handregler zusätzlich?
Grüße
Jörn
Moin Jörn,
vor allem eine WLAN-Kommunikation mit der Zentrale.
Es gibt Zentralen mit integriertem WLAN (z. B. Intellibox neo), aber auch Zusatzgeräte, also ein Loconet-WLAN-Interface. Gibt es von vielen Herstellern.
Alles was ich mit Bremsfunktionen, Railcom usw. beschrieben habe bedingt natürlich dass man, egal mit welchem Handregler, Lokdecoder hat die das können.
Zu den Kosten: 320,- EUR sind eine Hausnummer. Aber auf Funkhandregler bestehe ich ohnehin, ohne die Betrieb zu machen kann ich mir gar nicht mehr vorstellen. Bisher verwende ich Daisys, die kosten in der WLAN-Version inzwischen auch so 180,- EUR. Wenn das mit dem ESU-Handregler so funktioniert investiere ich die Differenz gerne.
Grüße,
Sebastian
Zitat von magral im Beitrag #3
So wie ich das lese eine Zentrale mit WLan? Esu CabControl (ca. 500€) oder Intellibox Neo (ca. 600€). Ganz schön happig. Da bleib ich bei meinem WLan-Kabel ;)
Marc
Oder, wenn man schon eine Digitalzentrale hat, ein WLAN-Interface für 60 EUR.
#7 RE: ESU Mobile Control Pro: der ideale Funkhandregler?
Zitat von Sebastian im Beitrag #1
Erstes hat das Gerät einen klassischen Drehregler - breiter als das Gehäuse und gut zu greifen wie es sich @OOK immer wünscht - und mit Endanschlag! Sehr gut, ich kann jetzt schwungvoll den Fahrschalter bis zum Anschlag schließen und rollen lassen.
Absolut unfair, so einen Thread zu eröffnen während ich in Göttingen beim Italiener sitze und anschließend auf die Autobahn muss, um nach Hause zu fahren. Und zuhause todmüde ins Bett falle. Denn ich war ja nicht nur in Göttingen, sondern morgens bei Jaffa gestartet und dazwischen noch eine Kurzewanderung im Harz gemacht.
Insofern reibe ich mir jetzt nicht nur sprichwörtlich diej Augen, wenn ich lese, was Sebastian da berichtet, sondern auch in der Realität. Und richtig rangieren kan ich auch erst später am Tage. Erstmal
für diese Meldung inkl. Bewertung.Gruß
Otto
#9 RE: ESU Mobile Control Pro: der ideale Funkhandregler?
Zitat von Silbergräber im Beitrag #2
Derzeit fahre ich mit Roco Lokmaus.
Hallo Jörn,
entscheidend ist, was Deine Zenrale auf der WLAN-/LAN-Schnittstelle für „Sprachen“ sprich Protokolle spricht.
Die aktuelle Fassung des besprochenen Handreglers von ESU ist nicht nur im eigenen Kosmos einsetzbar, sondern spricht u.a. auch Z21-Protokoll. Das können inzwischen diverse Zentralen, auch z.B. Uhlenbrock, Zimo oder Tams.
Wenn also Deine Zentrale Z21-Protokoll kann, dann kannst Du ihn einsetzen.
#10 RE: ESU Mobile Control Pro: der ideale Funkhandregler?
Hallo Modellbahner,
zum ESU-Handregler eine kleine Zwischenmeldung: mittlerweile habe ich den beschafft und der erste Eindruck ist ganz gut. Mit der Anordnung der Tasten und Schieberegler bin ich nicht völlig glücklich, für Leute mit kleinen Händen könnte es schwierig sein alle Taster und den Drehregler ohne Umgreifen zu bedienen.
Bis der Regler alles so macht wie ich mir das vorstelle ist noch einiges auszuprobieren bis die richtige Konfiguration feststeht. Noch nicht so ganz durchschauen konnte ich ob mit einer "fremden" Digitalzentrale (bei mir Intellibox Neo) wirklich alle Features voll nutzbar sind da die Anleitung doch sehr auf die Nutzung der eigenen ESU-Zentrale abhebt. Mal sehen ob sich das lösen lässt.
Was ich aber schon sagen kann: auspacken, einstöpseln und losfahren ist damit nicht! Man muss schon Zeit investieren die Konfiguration des Handreglers auf Zentrale, definierte Sonderfunktionen der Loks usw. abzustimmen. Auf der Heimanlage braucht man das nur einmal zu machen, aber den Einsatz als "persönlicher Handregler" wenn man mal irgendwo zu Gast ist stelle ich mir schwierig vor.
Dies als Zwischenstand. Bald könnte es eine ausführliche Besprechung des Reglers im ADJ geben.
Grüße,
Sebastian
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