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Eine Privatbahn in Spur 1
Guten Tag,
mein Name ist Jürgen, ich bin Betriebseisenbahner bei einer kleinen niedersächsischen Privatbahn.
Modellbahn betreibe ich seit meiner frühen Kindheit. Zuerst Märklin H0 im Kreis. Als ich dann Anfang der 80er Jahre bei der Privatbahn meine Lehre begann, kam dann zwangsläufig eine abzweigender Nebenbahn hinzu.
Schon zu diesen Zeiten bin ich lieber die Nebenbahn rauf und runter gefahren, als auf der Kreisstrecke Züge kreisen zu lassen.
Als nach bestandener Ausbildung die finanzielle Lage etwas besser wurde, bin recht schnell zur Spur 1 gewechselt.
Mit einem Freund und Kollegen und weiteren Mitstreitern betrieben wir viele Jahre eine Modulanlage in Spur 1 bei Ausstellungen.
Diese entwickelte sich in drei Generationen von der Spanplatte mit Dachlatte als Kopfstück, über recht sperrige Modulkästen zu einer zweckmäßigen Modulform mit Alu-Rahmen und von unten eingelegter Sperrholzplatte.
Auf allen Generationen der Modulanlage sind wir schon von A nach B gefahren.
Als ich 1998 ein eigenes Haus beziehen konnte begannen auch die Planungen für eine Heimanlage.
Diese habe ich dann nach und nach umgesetzt und möchte sie hier vorstellen.
Als begeisterter Leser des ADJ und beider "Blauen Bücher" habe ich gemerkt, dass ich das schon immer so gemacht habe, wie das dort empfohlen wird. Das liegt aber wohl auch an meiner eindeutigen beruflichen Prägung.
Gruß Jürgen
Hier folgt nun die Beschreibung meiner Heimanlage. Sie ist in der heutigen Ausbaustufe betriebsbereit aber leider immer noch nicht richtig ausgestaltet.
Die fiktive Ilmebahn: Eine private Nebenbahn von Einbach nach Dossel
Beschreibung einer Modellbahnanlage
Einleitung
Wohl jeder Modellbahner hat seinen eigenen Weg, der ihn zur Modellbahn geführt hat. Dieser Weg bestimmt nicht unerheblich welche Prioritäten man bei der Umsetzung seiner Anlage wählt und wie die Modellbahn am Ende aussehen soll.
Diese Prioritäten stehen dann oft noch im Widerspruch zu dem räumlichen und finanziellen Möglichkeiten.
Bei mir kam der Anstoß zur Modellbahn durch meine Tätigkeit bei einer kleinen niedersächsischen Privatbahn. Für mich war es wichtig die Betriebsabläufe bei einer solchen Bahngesellschaft darstellen zu können. Finanzielle und räumliche Vorgaben führten dazu, dass ich einer möglichst komplexen Darstellung der Betriebsabläufe den Vorzug vor schlanken Radien und dem Betrieb mit Schraubenkupplungen gab. Von einer Modellbahn in 1-Pur war bei Planungs- und Baubeginn 1998 noch nicht die Rede und FineScale-Fahrzeuge waren damals nur im absoluten Hochpreissegment zu haben.
Die Anlage und die räumlichen Verhältnisse:
Für den Aufbau einer Modellbahnanlage in Spur 1 steht mir lediglich ein Raum von
4,5 x 3,5 Metern zur Verfügung.
Ich habe mir zum Ziel gesetzt, hier eine Anlage zu bauen, die eine realistische Nachbildung des Schienenverkehrs ermöglicht. Hierfür ist es grundsätzlich notwendig von A nach B zu fahren und nicht im Kreis.
Aufgrund der Raummaße sah ich mich gezwungen, die Anlage mit einem Radius von 1020 mm zu planen. Bei diesem Radius scheidet das Fahren Puffer an Puffer mit Schraubenkupplung leider aus. Da ich allerdings beim Betrieb der Anlage umfangreiche Rangierbewegungen durchführen muss, wäre mir der Einsatz der Schraubenkupplung auch zu fummelig. Durch den Aufbau der Anlage befinde ich mich als Betrachter jedoch fast ausschließlich im Innenbogen, so wirken die Wagenabstände nicht sonderlich störend. Die beiden für den Personenverkehr eingesetzten 3-achsigen Umbauwagen habe ich mit einer starren Kupplungsstange so kurz gekuppelt, wie es der verwendete Radius zulässt.
Die Unterbringung von zwei Bahnhöfen mit einer halbwegs vernünftigen Streckenlänge dazwischen war in einer Ebene bei den vorhandenen Raumverhältnissen nicht umzusetzen. Ich entschied mich daher für die Nachbildung eines Kopfbahnhofes an der
4,5 Meter Wand und für einen Schattenbahnhof, der 21 cm unter dem Kopfbahnhof angeordnet wurde. Zwischen diesen beiden Bahnhöfen gelang es mir, ca. 700 cm Strecke unterzubringen. Diese Strecke weist also eine konstante Neigung von 1:33 auf. Dies ist auf den ersten Blick erschreckend viel. Allerdings ist für Nebenbahnen eine maximale Neigung von 1:25 zugelassen. Und für die gewählte Neigung von 1:33 gibt es sogar ein reales Vorbild: Die Steigung der Tegernseebahn vom Bahnhof Gmund nach Schaftlach entspricht auf einer Länge von gut einem Kilometer genau diesem Wert.
Ein Problem ergab sich jedoch noch. Eine meiner Lokomotiven ist mit einem Freilauf ausgestattet, und jede Rangierbewegung in das Gefälle hinein, würde zwangsläufig zu
Problemen führen. Ich habe deshalb parallel zum Streckengleis ein in der Ebene liegendes Ausziehgleis angeordnet.
Um mir einen bequemen Zugang zum Innenkreis zu gestatten, wurde ein gerades
ca. 1 Meter langes Teilstück der Strecke ist als herausnehmbare Brücke gestaltet.
Die Fläche des Kopfbahnhofes beträgt 4,5 x 1 Meter. Hier wurden mit 8 Weichen alle notwendigen Gleise eines Kopfbahnhofes nachgebildet.
Es sind vorhanden: Empfangsgebäude mit Bahnsteig, Güterschuppen, Viehrampe, Seitenrampe, Ladestraße, Kopframpe, mehrere Verladeschuppen an der Ladestraße, Lokschuppen, Gleisanschluss einer Saline, eine Hochrampe für die Rübenverladung am Ende des Ausziehgleises.
An der Strecke wurde, auf halbem Weg zum Schattenbahnhof, ein Haltepunkt mit Bahnsteig und einem über eine Weiche angeschlossenen Ladegleis angelegt.
Alle Weichen und Gleissperren in diesem sichtbaren Teil der Anlage sind als Handweichen ausgeführt.
Der Schattenbahnhof ist mit 7 Weichen ausgestattet. Er verfügt über zwei Gleise für die Abstellung von Güterzügen, über ein Gleis für einen Personenzug und ein Stumpfgleis für einen Triebwagen. Ein weiteres Gleis ist Verkehrsgleis für das Umsetzen der Lokomotive. Die beiden Güterzuggleise liegen schwer zugänglich im hinteren Teil des 60 cm breiten Schattenbahnhofs. Sie sind deshalb jeweils mit einem über Klaviertaster betätigten Entkuppler ausgestattet. Die Weichen am Ende dieser Gleise sind als Rückfallweichen ausgeführt und führen die Lok zwangsläufig auf das Verkehrsgleis. Das Personenzuggleis liegt gut zugänglich am vorderen Rand des Bahnhofs. Die Einfahrweichen sind mit mechanischen Stellvorrichtungen versehen.
Das Motiv: Eingleisige private Nebenbahn in der Epoche III
Ziel war es, einen realistischen Eisenbahnbetrieb nachzubilden. Durch meine Tätigkeit bei der Ilmebahn kam für mich nur eine Nachbildung einer Privatbahn in Frage.
Diese sollte sich natürlich soweit wie möglich an der Ilmebahn orientieren.
Die räumlichen Verhältnisse ließen einen Nachbau der realen Bahnhöfe der Ilmebahn nicht zu. Also entstand ein Endbahnhof, der die Nachbildung der betrieblichen Abläufe bei der Ilmebahn zuließ, sich sonst aber den vorhandenen Platzverhältnissen unterordnete.
Die Darstellung eines Gleisanschlusses einer Saline ergab sich daraus, dass in meinem Heimatdorf ein Solereservoir mit Bohrturm einer früheren Saline steht. Dieses Gebäude hatte ich schon einmal nachgebaut und das musste natürlich auf der Anlage seinen Platz finden.
Da Gleispläne und Gebäude keine realistischen Nachbildungen der Ilmebahn sind, mussten sich auch die Namen der Betriebsstellen verändern. Ich entschied mich für geringfügige Abweichungen: Der Endbahnhof wurde zu Dossel (Dassel), der Haltepunkt mit Ladegleis heißt Eilburg (Eilensen), der Schattenbahnhof heißt Markdorf (Markoldendorf). Die weiteren Betriebsstellen wurden zwar geplant und entsprechend umbenannt, sie konnten jedoch nicht gebaut werden und existieren nur in den Fahrplanunterlagen. Hier wurde ein weiterer Haltepunkt zu Juliustal (Juliusmühle) und der Anschlussbahnhof wurde zu Einbach (Einbeck).
Soweit nun die anlagentechnischen Voraussetzungen für einen realistischen Eisenbahnbetrieb. Aber eine Eisenbahn fährt nach einem Fahrplan:
Ich entschied mich für einen Fahrplan der Ilmebahn aus dem Jahre 1965.
Dieser diente als Vorbild, wurde jedoch für diese Anlage etwas modifiziert.
Personenzüge mit Güterbeförderung wurde zu reinen Personenzügen und es wurden reine Güterzüge eingelegt. Auch wurde der Fahrplan etwas verdichtet.
So verkehren Mo. – Fr. zwischen 5.00 Uhr und 22.00 Uhr 4 Personenzugpaare und
2 Güterzugpaare, sowie 2 Sperrfahrtenpaare zur Bedienung des Ladegleises in Eilburg.
Der Fahrplan ist so geschnitten, dass alle Leistungen von der in Dossel stationierten Lokomotive gefahren werden können.
Dies kann je nach Lust und Laune eine Diesellok oder eine Dampflok sein.
Samstags sind 2 Personenzugpaare und 1 Güterzugpaar, sowie 1 Sperrfahrtenpaar unterwegs.
Sonntags verkehren 3 Personenzugpaare von Einbach aus, diese werden jedoch als Triebwagen mit angemietetem VT 98 gefahren (dies war auch bei der Ilmebahn so). Alle weiteren Verkehrsbedürfnisse sind vorbildorientiert bereits auf die eigene Busflotte verlagert.
Die Fahrzeuge
Neben Anlage und Fahrplan fehlen jetzt nur noch die Fahrzeuge:
In Dossel ist planmäßig eine Lok stationiert, dies ist entweder eine V 65 oder eine
BR 91. Für den Personenverkehr stehen zwei 3-achsige Umbauwagen zur Verfügung. Für den Sonntagsverkehr steht im Schattenbahnhof ein VT 98 bereit.
Für den Güterverkehr reichen ca. 20 Güterwagen aus.
Vorhanden sind natürlich noch ein paar zusätzliche Fahrzeuge: Für den gedachten Güterverkehr im Bereich Einbach stehen eine V 36 und eine T3 zur Verfügung. Auch diese verirren sich ab und zu nach Dossel. Weiterhin gibt es eine moderne V 100 West, die mit ihrer grellgrünen Lackierung die Ilmebahn der Epoche V repräsentiert.
Eindeutige Lieblingslok ist allerdings die V 65. Ausgerüstet mit Führerstandsbeleuchtung und dem Originalsound einer V 65 ist es eine wahre Freude mit dieser Lok feinfühlig zu rangieren. Und der absolut synchron zu den Fahrzeugbewegungen ablaufende Sound des langsamlaufenden Dieselmotors lässt erst die richtige nostalgische Ilmebahn-Atmosphäre aufkommen.
Fazit
Für den realistischen Betrieb einer Eisenbahn in Spur 1 benötigt man:
- Einen Raum von 4,5 x 3,5 Metern.
- 16 Weichen, 4 Gleissperren, ca. 30 gebogene Gleise, ca. 15 Meter gerades Gleis.
- 1 Diesellokomotive, 1 Dampflokomotive, 1 Triebwagen, 2 Personenwagen,
ca. 20 Güterwagen
- Eine Digitalsteuerung
- Eine Hand voll selbstgebaute Gebäude
- Einen Fahrplan und etwas Fantasie
Moin Jürgen,
hilft dir diese Anleitung weiter?
Auf den Gleisplan (und auch Bilder) bin ich sehr gespannt!
Gruß
Alex
#4 RE: Eine Privatbahn in Spur 1
Hallo Alex,
nach der Anleitung bin ich vorgegangen, es gibt nur nach dem Hochladen keinerlei Option irgendwas anzuklicken damit es weiter geht.
Gruß Jürgen
Für ganz Ungeduldige, ich hab im Spur1-Gemeinschaftsforum schon vor Jahren mal darüber geschrieben:
https://s1gf.de/forum/index.php?thread/7...e-zimmeranlage/
Guten Morgen zusammen,
so hier nun der Anlagenplan und ein paar Bilder.
Viel Spaß beim Schauen:![]()
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Ich sehe gerade, dass mein Thema wohl eher unter II.8. Meine Anlage gehört.
Wenn möglich, bitte ich die Forumsleitung den Beitrag zu verschieben.
Gruß Jürgen
Hallo,
...und weiter geh es mit dem Betriebskonzept:
Ein Konzept für eine betriebsorientierte Modellbahn mit realistischem Güterverkehr
Ich habe mir in einem Raum von der Größe von 450 x 350 cm eine kleine Modellbahn in Spur 1 gebaut. Diese stellt das Ende einer privaten Eisenbahnstrecke am Solling im südlichen Niedersachsen dar. Entlehnt ist die ganze Geschichte der Ilmebahn zwischen Einbeck und Dassel.
Der realistische Nachbau der Bahnhöfe der Ilmebahn schied auf der zur Verfügung stehenden Fläche aus. Daher habe ich Prototype Freelancing betrieben, die Bahnhöfe geringfügig umbenannt und die Gleispläne so geplant, wie es auf dem vorhandenen Platz möglich war.
Der Endbahnhof Dassel wurde zu Dossel und ist der Betriebsmittelpunkt der Anlage.
Der Haltepunkt und die Güterladestelle Eilensen wurden zu Eilburg. Unter Eilburg rumpelt der Zug über eine Brücke und fährt dann in einen Tunnel. Hier endet die sichtbare Privatbahnwelt. Direkt hinter dem Tunnelportal liegt ein Schattenbahnhof nur 21 cm unter Dossel.
Dieser Schattenbahnhof stellt die restliche Privatbahn und die weite Bundesbahnwelt dar. Auf der Ilmebahn folgen hier der Bahnhof Markoldendorf, der Haltepunkt Juliusmühle mit Gleisanschluss und dann geht es über den Klapperberg nach Einbeck, wo einige Anschlüsse an der Strecke und die Betriebswerkstatt der Ilmebahn mit nachgelagerten Gleisanschlüssen, ebenfalls an der Strecke im Stadtgebiet liegend, folgen.
Nach weiteren 1,5 Kilometern im Halbbogen durch Einbeck geht es in den Gemeinschaftsbahnhof Einbeck, der schon der DB gehört. Von hier geht die Strecke als DB-Strecke 4,5 km weiter bis in Leinetal zum Bahnhof Salzderhelden. Dieser liegt an der Nord-Südstrecke zwischen den Bahnhöfen Kreiensen und Northeim.
Auf meiner Modellbahn heißen diese Stationen Markdorf, Juliustal, Einbach BW und Einbach. Diese existieren allerdings nur virtuell. So habe ich die Möglichkeit den Betriebsablauf der echten Ilmebahn auf meine Ilmebahn zu übertragen.
Bevor wir zum Betriebsgeschehen kommen noch ein paar Anmerkungen zur Modellbahntopologie und zum Gleisplan von Dossel:
Zwei Spur 1 Bahnhöfe und ein Haltepunkt in einem nicht sehr großen Raum sind schon sportlich. Ich habe die reale Steigung der Tegernseebahn von Gmund nach Schaftlach von 1:33 nach Südniedersachsen importiert. So steigt die Strecke vom Schattenbahnhof bis Dossel auf ca. 700 cm um 21 cm. Meine Lieblingslok und der wesentliche Identitätsstifter im Fahrzeugpark, eine V 65 von Pein hat ein Freilaufgetriebe. Daher benötigt der Bahnhof Dossel unbedingt eine ebenes Ausziehgleis, weil sonst jede Rangierbewegung über die Einfahrweiche hinaus zwangsläufig im Schattenbahnhof enden würde (bei Zugfahrten lässt sich das mit dem nötigen Geschick eines Triebfahrzeugfortbewegungskünstlers aber händeln).
In Dassel ist es so, dass der Personenzug bis vor den Prellbock am Streckenende fährt, weil sich hier der Bahnsteig befindet. Zum Umsetzen der Lok muss der Zug erst einige Meter wieder zurückdrücken. Dieses identitätsstiftende Betriebserfordernis habe ich auch in Dossel umgesetzt. Auch liegt in Dassel das Ladestraßengleis jenseits des Bahnhofsgebäudes und es gibt ein Gleis mit mehreren hintereinander liegenden Verladeschuppen.
Auch diese Dinge sind in Dossel umgesetzt. Der restliche Gleisplan ist reine Phantasie.
Ich habe mir dann einen Fahrplan der Ilmebahn aus dem Jahr 1965 genommen, einen darin enthaltenen PmG zu einen reinen Güterzug gemacht und den Personenzugverkehr etwas verdichtet. Der ganze Fahrplan lässt sich mit einer in Dossel stationierten Lok abwickeln.
Damit der Güterverkehr nicht willkürlich und chaotisch abläuft, habe ich mir hierzu mein eigenes Konzept entwickelt:
Angeregt durch das System der Fremo Wagen- und Frachtkarten habe ich mir ein Konzept überlegt, dass auch ohne diese Karten auskommt. Da der Schattenbahnhof nur 21 cm unter dem Bahnhof Dossel liegt und ein Spur 1 Fahrzeug ca. 16 cm hoch ist, ist das Fiddeln im Schattenbahnhof außerdem nicht möglich.
Ich habe mir meinen Wagenbestand angesehen und überlegt, welcher Wagen zu welcher Ladestelle mit welcher Ladung pendeln könnte. Diese Überlegung habe ich in einer Wagenbestandsliste zusammengefügt und hier auch gleich die Länge des Wagens vermerkt.
Diesen Überlegungen liegen folgende Zwangspunkte zugrunde:
- Anzahl und Länge der Gleise im Schattenbahnhof (1x 240 cm / 1x 150 cm)
- Länge der Umfahrung im Bahnhof Dossel (230 cm).
- Der gedachte Fahrplan für die Anlage
- Die vorhandenen, auf der Anlage einsetzbaren Güterwagen (ca. 20 Stück)
- Die im sichtbaren Teil der Anlage vorhandenen Ladestellen und ihre Nutzlänge
Aus diesen Zwangspunkten ergaben sich folgende Vorgaben:
- Ein Güterzug der den Endbahnhof verlässt, muss grundsätzlich so viele Wagen haben, wie der Güterzug, der ihn zuvor erreicht hat
- Das erste Güterzugpaar des Tages darf max. 240 cm lang sein, das zweite Güterzugpaar max. 150 cm
- Die Anzahl der den Ladestellen zugeführten und abgeholten Wagen muss der nutzbaren Länge der Ladestellen entsprechen
- Die Gleiskapazitäten im Bahnhof Dossel müssen das Zerlegen und Bilden der Güterzüge zulassen
Nun habe ich mit einem Programm zur Tabellenkalkulation die Güterzüge gebildet und gereiht. Die Wagen habe ich entsprechend ihrer Ladestellen farblich hinterlegt, um eine bessere Orientierung zu haben.
Die an einem Tag zu fahrenden Güterzüge habe ich auf je einem Auftragszettel für jeden Wochentag zusammengefasst und in DIN A5 auf Karton ausgedruckt.
Der Auftragszettel für den Folgetag ergibt sich dann zwangsläufig aus den Abgangszügen des Vortages, bzw. den bei Betriebsschluss in den Ladestellen vorhandenen Wagen.
In der nächsten Woche beginnt das Spiel dann wieder von vorn.
Wenn also ein Güterzug aus dem Schattenbahnhof in Dossel eintrifft, kann ich ihn anhand meines Auftragszettels zerlegen und die Wagen ihren Ladestellen zuführen, gleichzeitig hole ich die Wagen des Ausgangszuges an den Ladestellen ab und bilde den Zug entsprechend des Auftragszettels in der richtigen Reihenfolge.
Fast alle Wagen dieses Bestandes laufen hierbei in einer festen Relation. Lediglich drei gedeckte Güterwagen bilden gemeinsam einen Umlauf als Stückgutwagen und Wagen für den Versand von gesacktem Salz der Saline.
Mit diesem Konzept ist es mir gelungen, einen realitätsnahen Güterverkehr auf meiner Anlage darzustellen, ohne das ich mich irgendwann verzettele und die Gleiskapazitäten meiner Anlage nicht mehr ausreichen. Die Güterzüge ergeben ein abwechslungsreiches Bild und jeder Tag erfordert etwas andere Rangierbewegungen.
Ganz nebenbei konnte ich so auch den Planungsfehler von zwei unterschiedlich langen Gütergleisen im Schattenbahnhof kompensieren.
Es ist wie bei der richtigen Eisenbahn, der Verkehrsdienst muss sich zwangsläufig den Zwangspunkten in der Infrastruktur unterordnen.
Wenn ich doch einmal die Lust verspüre nicht nach diesen Vorgaben zu fahren, kann ich immer noch mit einem Bedarfsgüterzug den saisonalen Rübenverkehr abwickeln. Hierzu gibt es am Ende des Ausziehgleises ein Hochrampe zur Rübenverladung.![]()
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Gruß Jürgen
Hallo,
.. da wir einmal dabei sind, noch ein paar Infos zum realen Vorbild:![]()
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Gruß Jürgen
- Ilmebahn Streckenübersicht.pdf
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Zitat von JBehrens im Beitrag #8
Ich habe mir in einem Raum von der Größe von 450 x 350 cm eine kleine Modellbahn in Spur 1 gebaut.
Hallo Jürgen,
wenn du die Anlage gebaut hast, dann möchten wir die aber auch gerne sehen. Ich zumindest!
Spur 1 Regelspur in einem Raum, der nur unwesentlich größer ist als der meiner BAE I (0m), Donnerlittchen! Da werde ich dir bald mal auf die Pelle rücken müssen um mir das Wunder anzuschauen.
Für die Neigung von 1:33 (30 ‰) hättest du aber nicht bis hinter München gehen müssen, hat die Harzquer- und Brockenbahn auch.
Wie groß ist dein Minimalradius?
Zu deiner Organisation des Güterwagenumlaufs sage ich noch getrennt was.
Gruß
Otto
#12 RE: Eine Privatbahn in Spur 1
Moin,
Spur 1 ist schon was Feines. Die Anlage von Jürgen könnte auch die Interpretation der benachbarten, nie realisierten Kleinbahn Völksen-Eldagsen sein.
Prototype Freelancing: die Kleinbahn Eldagsen-Völksen
Auf den ersten Blick hast Du das von OOK angedeutete Dilemma einer Anlage in einem Raum, der schon eine Baugröße kleiner und das bei Schmalspur einiges an Grips erfordert, gut gelöst 👍🏻
Ich zähle vier Loks, sowie einen Triebwagen mit Beiwagen - dadurch wirkt es etwas vollgestellt. Aber wenn T3 und V100 wieder in ihren Heimatdienststellen sind und die 91 kalt im Schuppen steht, wirkt das sicher noch besser. Ein Vorteil der großen Spurweiten ist aus meiner Sicht, dass man über den Hintergrund viel Identität erzeugen kann. Hast Du da schon Ideen, Jürgen?
Was für Gleise und Weichen hast Du verbaut? Und vielleicht magst Du noch ein paar Sätze zur Planung Schreiben?
Grüße
Jörn
Edit: das ist doch das Sole-Reservoir von Sülbeck? 😍⚒️
Bahngeschichte, gefakte Bilder und Quellenschnipsel im Netz verstreuen, 2 Jahre warten.
Ist dann über die eigene Bahn ein Wiki-Artikel und ein Kenningbuch erschienen ist die eigene Konzeption wasserdicht und man kann mit dem Gleisplan weitermachen.
Guten Abend,
Otto:
Da muss ich dich jetzt ein wenig enttäuschen, das "Wunder", das gar keines ist, befindet sich noch weitgehend in dem Zustand wie es die hochgeladenen Bilder zeigen. Da ist also noch nicht viel zu sehen. Man kann zwar auf allen Gleisen fahren aber an Ausgestaltung ist da praktisch noch nichts. Ich komme da seit Jahren auch irgendwie nicht weiter, da Job und dörfliche Verpflichtungen praktisch jede Energie fressen. Es reicht dann noch zu Planungen und auch Beschaffung von Material und dann fehlt wieder Zeit und Lust zur Umsetzung.
Mit der Neigung hast du mit der Brockenstrecke natürlich recht. Aber ich wollte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, daher habe ich eine vergleichbare Privatbahn herangezogen. Die Original Ilmebahn brachte es zwischen Markoldendorf und Eilensen auf max. 1:55.
Jetzt noch ein paar Worte zum Mindestradius und warum das "Wunder" keines ist:
Der Radius beträgt durchgängig 1022 mm. Die Spur 1er sagen dazu verächtlich Schweineradius.
Auch gibt es 2 direkte Gegenbögen - die man tunlichst vermeiden sollte - vom Hauptgleis in das Lokschuppengleis und von der Umfahrung in den gebogenen Strang der Weiche zum Schuppengleis. Beides aber Stellen, die fast nur von einzeln fahrenden Loks passiert wird - es gibt aber auch mit Wagen und Klauenkupplung keinerlei Probleme.
Die Anlage hat nur eine Höhe von 85 cm und der Schattenbahnhof liegt auf 64 cm. Trotzdem kann ich das Ladestraßengleis, welches fast 100 cm von der Anlagenvorderkante liegt zum Entkuppeln fast nur mit einem kleinen Holzstab als Entkuppler erreichen (ich bin halt nicht so groß).
Im Schattenbahnhof kann ich außer Ein- und Ausfahren praktisch nicht fiddeln, ich hab mir da mit Rückfallweichen wo es ging und Entkupplern a-la Klaviertaster geholfen. So muss ich mich von meinem Drehstuhl, auf dem ich während der Zugfahrten sitze, nur zum zielgenauen betätigen der Entkuppler, bzw. zum Entkuppenl der Personenwagen auf dem vorderen Gleis auf die 64 cm Ebene begeben. Selbst das Umsetzen der Lok kann im Blindflug nach Gehör erfolgen, da die Rückfallweichen ein deutliches "klack" von sich geben.
Es ist also ein gerüttelt Maß an Kompromissen nötig. Aber wenn man sich auf diese einlässt, geht es halt.
Ich kann mit den Kompromissen gut leben, ich hoffe ich komme irgendwann auch mal in die Nähe der Fertigstellung, den rangieren in Sperrholzwüste macht auf Dauer keinen Spaß.
Alex:
Deine Idee mit den gestuften Fiddleflächen und den Zugkassetten ist wirklich gut.
Nur in Spur 1 reden wir da über Zugkassetten von 2,5 Meter Länge mit entsprechenden Gewicht.
Das dann noch von fast Fußbodenniveau bis 64 cm ist nicht wirklich rückenschonend.
Jörn:
Der Kandidat hat 100 Punkte, ja das ist das Solereservoir der Saline Sülbeck.
Ich kann dich beruhigen, im Betriebszustand befinden sich auf der Anlage eine Lok, ein einzeln fahrender Vt
2 kurzgekuppelte Personenwagen und max. 20 Güterwagen. Davon ca. 1/3 im geraden gefahrenen Zug, ca. 1/3 im Schattenbahnhof und ca. 1/3 auf die Ladestellen verteilt.
Die Gleise sind Märklin Standardgleise im 1020er-Radius und Märklinweichen im 1020er-Radius. Eine Hübnerbogenweiche aber auch in dem Radius.
Zur Planung ist nicht viel mehr zu schreiben als oben schon erwähnt. Ich wollte einen Endbahnhof und dort mit verschiedenen Zügen ein- und ausfahren und ausgiebig rangieren können. Der Rest war Versuch und Irrtum mit dem gezeigten Resultat.
Zur Identität hast du vollkommen Recht, neben typischen Bahngebäuden und typischen Fahrzeugen geht das in Spur 1 nur über die Hintergrundkulisse. Ja natürlich habe ich dazu schon Ideen, viel mehr noch, die Hintergrundkulissen habe ich mir schon vor ein paar Jahren von Jowi anfertigen lassen, die Trägerplatten dazu teilweise schon an der Wand vorbereitet, die Hintergründe aber noch nicht aufgeklebt.![]()
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... so soll es mal werden. Fachwerkstadt hinter alter Stadtmauer hinter dem Ladestraßenbereich, da auch das originale Dassel ein kleine Fachwerkstadt mit Stadtmauerresten ist.
Gruß Jürgen
Moin Jürgen,
klar, mit ner ZAK wird das akrobatisch, wenn das so tief liegt.
Theoretisch kann man die Fahrzeuge ja auch einzeln fiddeln, aber da weiß ich natürlich nicht, ob man als Spur-1-Bahner seine Wagen einzeln anfassen und auf ein anderes Gleis setzen würde...
Gruß
Alex
Hallo Jürgen,
Zum Thema Schweineradius etc. sage ich nur, dass die Briloner Waldbahn (s. Baubericht im ersten Blauen Buch) umgerechnet ziemlich genau diese Parameter aufwies, und da stand auch der Grundsatz: Lieber ne kleine als gar keine. Ich finde auch, dass die Radien und Weichenwinkel auf den Fotos längst nicht so scharf aussehen wie auf dem gezeichneten Gleisplan.
Hinterfragen möchte ich jedoch diese Maßangaben:
Zitat von JBehrens im Beitrag #8
Diesen Überlegungen liegen folgende Zwangspunkte zugrunde:
- Anzahl und Länge der Gleise im Schattenbahnhof (1x 240 cm / 1x 150 cm)
- Länge der Umfahrung im Bahnhof Dossel (230 cm).
Aus diesen Zwangspunkten ergaben sich folgende Vorgaben:
- Das erste Güterzugpaar des Tages darf max. 240 cm lang sein, das zweite Güterzugpaar max. 150 cm
Ich messe in Dossel eine grenzzeichenfreie Umfahrungslänge von 2m. Das reicht aber für fünf normale Zweiachser. Und länger muss ein Güterzug nicht sein. Längere Züge machen die Anlage kleiner.
Aber jetzt erstmal zu deinem Schattenbahnhof. Dazu hätte ich eine gute Idee gehabt, die ist aber nicht nachträglich realisierbar. Was aber sehr leicht zu realisieren ist, ist die Festlegung, welches Gleis welchen Zug aufnehmen soll, zu aktualisieren. Welches Teufelchen hat dir eingeflüstert, den langen Güterzug auf das allerhinterste Gleis zu legen, wo du niemals dran kommen kannst? Das enthebt dich je nach Sichtweise, der Möglichkeit (oder der Pflicht), diesen Zug von einem zum anderen Mal umzuformatieren.
Das Ergebnis dieser Selbstblockade-Taktik zeigt sich in deinen Zugbildungsplänen, wo Tag für Tag der gleiche Zug nach Dossel kommt. Wie eintönig ist das denn?
Meines Erachtens sollte das vorderste Gleis das Zugbildungsgleis für den ersten Güterzug sein. Der kann sogar länger sein als die Umfahrlänge, weil aus dem Stummel links noch Wagen angehängt werden können.
Wie man auf einem Foto erkennen kann, wäre vor dem ersten Gleis im Schattenbahnhof noch Platz für ein weiteres, das aber erst in der Geraden hinter der ersten Weiche ausgefädelt werden kann. Wäre aber super zum Fiddlen, da hättest du fast schon einen halben SchaFY.
Soviel mal als erste Gedanken zu deiner Anlage, die ich trotz alles noch für ein sehr mutiges und zielführendes Unternehmen halte.
Gruß
Otto
PS: Ich wollte Bilder anhängen, funzt aber heute mal wieder nicht.
Hallo Jürgen, hallo Otto,
Wenn man im Schattenbahnhof die zweite Weiche von links vom vorderen Gleis in das hintere Gleis verlegt und damit das Umlaufgeis sowie des 3. (von vorne) Gleis über den abzweigenden Strang anbindet, wird die Nutzlänge des vorderen Gleises schon mal länger.
Die nutzlänen von Gleis 2 und 3 (von vorne gezählt) würden auch geringfügig länger. Ob das jetzt für einen weiteren Wagen reicht müßte mal gemessen werden.
Mit der gewonnenen Nutzlänge von Gleis 1 sowie dem Stummel an der linken Seite sollten die 210 cm des hinteren Gleises erreicht sein.
Ich kenne die aktuelle Funktion des 60 cm Gleisstummels (1a) links nicht (Schienenbus?). Mit einer weiteren Weiche und einem Stummel am hinteren Gleis könnte das kompensiert werden.
Just my 0,02 €
Hallo Jürgen, hallo Otto,
Ich habe mir mal erlaubt Jürgens Zeichnung des Schattenbahnhofs gemäß meines vorherigen Posts zu modifizieren. Vielleicht illustrert das meinen Gedankengang besser:![]()
#18 RE: Eine Privatbahn in Spur 1
Moin,
ich würde Umfahrgleis und Personenzuggleis tauschen: dann kann erstens der Triebwagen bewegt werden, ohne dass der Personenzug wegrangiert werden müsste.
Zweitens könnte auf dem vorderen Gleis gefiddelt werden. Ich stelle mir das so vor, das nach einem Spieltag die beiden angekommenen Güterzug aus dem Speicher auf das Streckengleis herausgezogen und zerlegt - hier: von der Anlage genommen - werden. Die neuen Güterzüge werden dann einer nach dem anderen auf dem vorderen Gleis zusammengestellt und von der Lok in ihre Bereitstellungsgleise rangiert. Während dieser Zeit ist das Streckengleis halt vorübergehend Bestandteil vom Bahnhof Einbach. Je ein weiterer Entkuppler würde sich dann an den rechten Bereichen vom Schattenbahnhof gut machen.
Zitat von OOK im Beitrag #15
Ich finde auch, dass die Radien und Weichenwinkel auf den Fotos längst nicht so scharf aussehen wie auf dem gezeichneten Gleisplan.
Alles eine Frage des Standpunktes bzw. der Perspektive. Wenn aus niedriger Höhe darüberschaut, wirkt es bei weitem nicht so schlimm wie aus der Vogelperspektive. Das sieht man auch bei Ekkis Heidebahn, wo ja die alten M-Weichen verbaut und hervorragend kaschiert sind.
Grüße
Jörn
Bahngeschichte, gefakte Bilder und Quellenschnipsel im Netz verstreuen, 2 Jahre warten.
Ist dann über die eigene Bahn ein Wiki-Artikel und ein Kenningbuch erschienen ist die eigene Konzeption wasserdicht und man kann mit dem Gleisplan weitermachen.
#19 RE: Eine Privatbahn in Spur 1
Zitat von JBehrens im Beitrag #13
Der Kandidat hat 100 Punkte, ja das ist das Solereservoir der Saline Sülbeck.
Zur Saline hätte ich noch drei Bilder von der Göttinger Saline Luisenhall beigesteuert, leider sind die Bilder, die ich bereits auf servimg gespeichert habe, zu groß und dürfen nicht gepostet werden 🤦🏻♂️🤬 - daher muss der Link zu DSO genügen.
https://www.drehscheibe-online.de/foren/...598#msg-8063598
Besonders das erste Bild, was die Gleisdurchfahrt sowie einen Übergang zwischen zwei Gebäuden zeigt, ist eine gute Vorlage für Deine Situation, wie ich finde. Wenn Du den Abschluss mit einem Spiegel o.ä. gestaltest, kannst Du noch 5 cm nutzbare Gleislänge durch den wegfallenden Prellbock herausholen und Tiefe vortäuschen.
Typisch für solche kleinen Salinen ist das von Salzdchwaden durchtränkte, faserige Holz, was den Anlagen einen morbiden Charme verleiht.
Salzderhelden hat eine sehr schöne, authentische Saline gehabt. Leider wurde die von einer Pyromanin abgefackelt. Mittlerweile hat man sie mit viel Liebe und Engagement wieder aufgebaut, aber das wirkt noch alles zu neu - latürnich.
Grüße
Jörn
Bahngeschichte, gefakte Bilder und Quellenschnipsel im Netz verstreuen, 2 Jahre warten.
Ist dann über die eigene Bahn ein Wiki-Artikel und ein Kenningbuch erschienen ist die eigene Konzeption wasserdicht und man kann mit dem Gleisplan weitermachen.
Guten Abend,
Otto / Klaus:
hier ein paar Bilder aus dem Gleisplanprogramm, da stellt sich das schnell anders dar als in einer Zeichnung, man muss ja mit dem Radius um die Ecke: Wenn einer von euch Apfelfreund ist, dann sende ich gern die Datei aus RailmodellerPro = *layout per Mail zu, dann kann er direkt sein Glück versuchen.
Ich habe mal Klaus seine Version versucht umzusetzen.![]()
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Otto: .. der Teufel war der gleiche, der mir erklärt hat, ich kriege das längste Gleis irgendwie nicht nach vorne.
.. ja es ist nachträglich nicht realisierbar.
.. zu den Nutzlängen - der Zug kann Umfahrungslänge Dassel + ein bis zwei Wagen sein, da die Wagen für die Saline ja nicht umlaufen werden müssen.
.. immer der gleiche Zug - ja immer die gleiche Reihung, aber andere Wagen als am Vortag.
Aber wenn man einen Betriebstag durchgespielt hat, reicht es auch und der andere Betriebstag wird frühestens am nächsten Tag gefahren.
Jörn hat vollkommen recht, fiddeln geht nur auf dem Streckengleis, allein schon wegen der nur 21 cm zwischen Dossel und Schattenbahnhof - und seht euch in der geschlossen Darstellung mal an, wie weit zurückverlegt zur Vorderkannte von Dossel der Schattenbahnhof tatsächlich liegt.
Zur Blockade des Triebwagen. Wenn in meinem Fahrplan der Triebwagen fährt, steht der Personenzug in Dossel abgestellt und dessen Lok im Schuppen. Das Personenzuggleis ist aber lang genug, dass der Tw auch hinter den abgestellten Personenwagen aus dem Stumpfgleis ins Umsetzgleis sägen könnte.
Jetzt zu Jörn:
.. hör doch mal auf Punkte zu sammeln ;) - natürlich kenne ich Luisenhall, was meinst du, was die gestalterische Vorlage für das Salinengelände in dem Modulpost war. So wie auf dem Bild vom Salinenhof Luisenhall soll das die Durchfahrt zwischen den Gebäuden wirken.
... von oben als Gleisplan sieht Luisenhall übrigens so aus, wie im Anhang - mit Phywe dahinter (das sind die, die die Älteren von uns noch aus dem Physikunterricht in der Schule kennen).
Wer nicht so ein "Homo Tumulti" ist wie ich und mit weniger rangieren auf wenigen Gleisen auskommt, kann diesen kompletten Abschnitt vielleicht als Rangieranlage umsetzten.
Gruß Jürgen
- Anschluss Phywe.pdf
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Hallo Jürgen,
das ist gut, dass du den SchBf mal direkt lagerichtig unter Dossel gezeichnet hast, das war die Information, die mir fehlte (aber so ähnlich vermutete). Ich hätte da noch ein, zwei Optimierungsvorschläge, aber ich denke, dass du dafür erst offen sein wirst, wenn du das erste Dutzend Betriebssessions hinter dir hast. Und dann komme ich mal vorbei, (z.B. wenn ich meine Schwester in Göttingen besuche) und du führst mir das vor. Das wird ein Fressen für ADJ.
So long
Gruß
Otto
#22 RE: Eine Privatbahn in Spur 1
Zitat von OOK im Beitrag #21
ich denke, dass du dafür erst offen sein wirst, wenn du das erste Dutzend Betriebssessions hinter dir hast.
Das glaube ich auch 😂
Zitat von JBehrens im Beitrag #20
was meinst du, was die gestalterische Vorlage für das Salinengelände in dem Modulpost war
Öhm - Sülbeck, Salzderhelden? 🤷🏻♂️
Ok, ich halte ja schon meine Klappe 😁
Und vielen lieben Dank für den Plan, den kannte ich noch nicht 👍🏻
Bahngeschichte, gefakte Bilder und Quellenschnipsel im Netz verstreuen, 2 Jahre warten.
Ist dann über die eigene Bahn ein Wiki-Artikel und ein Kenningbuch erschienen ist die eigene Konzeption wasserdicht und man kann mit dem Gleisplan weitermachen.
#23 RE: Eine Privatbahn in Spur 1
Hallo Jörn,
es gibt einen weiteren Strang im Unterforum II.3
Da geht es um das gleiche Betriebskonzept nur auf einer wesentlich geräumigeren Modulanlage, aber das da gezeigte sind alles noch Zukunftsträume.
Der Plan von Luisenhall ist mir mal zugefallen. Sowas ist schon ein Schatz. Ich durfte selber viele Jahre auf der Göttinger Industriebahn rangieren, aber da lagen die Gleise bis Luisenhall schon nicht mehr.
Das mit dem Öffnen nach dem ersten Dutzend Betriebssessions glaube ich nicht. Ich habe schon ein paar durch. Ein ganzer Betriebstag dauert mehrere Stunden. Und das ist genau dass, was ich will. Und das jeder Tag fast gleich ist, nur mit anderen Wagen, das ist auch in der Realität so. Ich hab es im Beruf mit Fassung getragen und so werde ich es auch auf der Modellbahn hinnehmen ;)
Ich hänge hier mal eine gute Nacht Geschichte an.
Das ist ein Bühnenstück, dass ich vor über 10 Jahren nach einer Nacht an der Anlage mit meiner V 65 und frischem Soundmodul vor Begeisterung geschrieben habe.
Es schildert genau die ersten Zugfahrten meines Bildfahrplans und erklärt meine Sicht auf Anlage und Betrieb. Die Rechtschreibfehler in dem Text bitte ich zu entschuldigen.
Gruß Jürgen
- An einem Sommermorgen.pdf
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Hallo Alex,
ich schulde dir noch eine Antwort auf deine Frage in #14.
Natürlich fasst ein Spur 1er seine Wagen nicht einzeln an. Dafür hat er natürlich seine Dienerschaft - und wehe die haben keine Samthandschuhe an ;)
Natürlich kann man die Wagen einzeln fiddeln. Nur geht es eben nicht in meinen Schattenbahnhof, bzw. ist unter der Anlage mühsam. Das geht nur, wie von Jörn richtig erkannt, auf dem Streckengleis vor der Schattenbahnhofeinfahrt. Da geschieht es auch, Wagen für Wagen, wenn ich die Zugkombination doch mal ändern will.
Gruß Jürgen
Hallo Jürgen,
Hast Du mal darüber nachgedacht, die fehlende Funktionalität des Fiddle Yards über eine Schiebebühne/Schublade zu realisieren?
Das bedingt natürlich, die Güterzugbildung im Schattenbahnhof weiter nach vorn zu holen.
Gruß Kai-Nils
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