ADJ 18, eine Anmerkung zum Inhalt

06.09.2025 12:20 (zuletzt bearbeitet: 06.09.2025 13:43)
#1 ADJ 18, eine Anmerkung zum Inhalt
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Schuur ihr Jonge,

im Artikel "Rangieren auf der Aartalbahn" mit den tollen Bildern von Achristo kommt im Bildtext zur Abb. 21 die Vermutung zum Ausdruck, dass in Richtung Bad Schwalbach nur aus Gleis 1 ausgefahren werden durfte / konnte.

Nach meiner Erinnerung wurde die Aartalbahn zum Zeitpunkt, der auf den Fotos wiedergegeben ist, im Zugleitbetrieb befahren.

Der Bahnhof Hohenstein, in der Zugleitstrecke zwischen Bad Schwalbach und Diez gelegen, war dabei eine unbesetzte Zuglaufmeldestelle und wurde in der "Grundstellung" durch Gleis 2 befahren. Dies wird auch durch die Abb. 3 untermauert, die einen aus Richtung Diez nach Gleis 2 einfahrenden Güterzug zeigt.

Ich interpretiere die Abb. 21 so: Der Zugführer / Rangierleiter hat nach der Ankunft des Ng in Hohenstein eine Ankunftsmeldung an den Zugleiter abgegeben und zugleich eine Rangiererlaubnis angefordert.
Somit ist er für die Dauer des Aufenthalts in Hohenstein eben dortselbst auch "Cheffe". Nach dem Beenden der Rangiererei hat das Zugpersonal den Ng schon mal in Gleis 2 "geparkt". Warum kommt weiter unten.

Der abgebildete 515 ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in Richtung Bad Schwalbach unterwegs; es sei denn, die Kollegen haben vergessen, das Schlußsignal "umzustecken".

Also wird der Zf des Ng die Kreuzung zwischen Ng in Richtung Diez und dem N in Richtung Bad Schwalbach abgewickelt haben, danach den Bahnhof in Grundstellung gebracht haben und in der Folge, natürlich nach erhalt der Fahrerlaubnis durch den Zugleiter, seine Reise in Richtung Diez fortgesetzt haben.

Grüße vom Exilsiegerländer aus Butzbach in der Wetterau

Hartmut


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06.09.2025 14:06
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#2 RE: ADJ 18, eine Anmerkung zum Inhalt
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Danke Hartmut, werde ich als Aufhänger für einen Post in meinem Blog verwenden (und evtl. ein Korrekturhinweis in Heft 19).
Gruß

Otto

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Heute schon in den ADJ-Blog geschaut?
https://www.jaffas-moba-shop.de/anlagen-design-journal/

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06.09.2025 14:12 (zuletzt bearbeitet: 06.09.2025 14:29)
#3 RE: ADJ 18, eine Anmerkung zum Inhalt
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Hallo Hartmut,

deshalb wohl auch in Abbildung 1 der "Linksverkehr".
Die beiden Weichen der Bahnhofseinfahrt scheinen ferngestellt zu sein. Es führen vom Kilometerstein 30/1 Seilzüge wohl vom EG kommend in beide Richtungen (Abb 1 und 21).

Interessant, welche Details man entdecken kann!

Grüße
Steffen


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08.09.2025 09:41
#4 RE: ADJ 18, eine Anmerkung zum Inhalt
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In der Situation mit dem Zugleitbetrieb ist es in Hohenstein betrieblich dann ja genauso wie Berenbach-Ulmen bei @reinout. Aus einem ehemaligen Fdl-Bahnhof ist eine Zuglaufmeldestelle geworden. Das Stellwerk ist aber geblieben und die Weichen können vom Zugführer ferngestellt werden.


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10.09.2025 09:53
#5 RE: ADJ 18, eine Anmerkung zum Inhalt
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Genauso war es in Zülpich vor der Reaktivierung. Das Stellwerk wurde zum Rangieren vom Rb besetzt. Allerdings war hier auch stets nur ein Zug unterwegs.

Gruß Kai-Nils

Die Kunst eine Lokomotive zu führen kann nur durch jahrelanges Studium, geduldiges Üben und Erfahrung erworben werden.
(The Australian Locomotive Enginedriver's Guide)

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20.09.2025 18:59
#6 RE: ADJ 18, eine Anmerkung zum Inhalt
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Hallo zusammen,

ich habe noch mal eine Frage zum Ablauf des Rangiergeschäfts in Hohenstein.
Der Zug kommt aus Bad Schwalbach und erreicht die Einfahrtsweiche in Hohenstein.
- Bleibt der Zug vor der Weiche stehen und der Rangierbegleiter läuft zum Stellwerk und stellt die Weich um, oder
- Der Zug fährt bis zum Stellwerk, der Rb steigt ab und der Zug fährt zurück bis zur Weiche?

Ich weiß, die Frage klingt a weng blöd, aber bei entsprechender Entfernung von Weiche zum Stellwerk vergeht auch eine gewisse Zeit, in der der Zug die Strecke blockiert, wenn der Rb hinlaufen muss.

Fragende Grüße
Steffen


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20.09.2025 19:28
#7 RE: ADJ 18, eine Anmerkung zum Inhalt
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Hallo Steffen,

ich war zwar in Hohenstein nicht dabei, gehe aber fest davon aus dass man erstmal ins durchgehende Hauptgleis eingefahren ist und dann das Stellwerk aufgeschlossen hat. Wenn man dann ins andere Gleis umsetzen will geht das fix mit fernbedienten Weichen.

Das ist übrigens auch ein Thema beiortsgestellten Weichen die ja erst aufgeschlossen werden müssen. Es gibt Bahnhöfe bei denen sich mit dem Streckenschlüssel direkt die Weichen aufschließen lassen; dann kann man vor der ersten Weiche halten, aufschließen und in ein anderes als das durchgehende Hauptgleis einfahren.

Es gibt aber auch Bahnhöfe mit einem zentralen Schlüsselwerk (z. B. am EG). Dort muss man sich zunächst mit dem Streckenschlüssel das Schlüsselwerk aufschließen und kann erst dann die Schlüssel für die einzelnen Weichen entnehmen, Reihenfolge also wie oben beim Stellwerk.

Die erste Lösung ist eher typisch für NE-Bahnen, die zweite mit dem zentralen Schlüsselwerk für DB-Strecken.

Grüße,
Sebastian


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