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Umbau von Lokomotiven an die Anforderungen der Diemeltalbahn (DTB)
#1 Umbau von Lokomotiven an die Anforderungen der Diemeltalbahn (DTB)
Hallo liebe Foristen,
ich melde mich mal wieder seit langem hier in diesem Forum. Ich habe mich in den letzten Wochen mit dem Umbau der DTB Lokomotiven (Fleischmann, Hobbytrain, Brekina, Jägerndorfer) beschäftigt. Unter anderem wurden alle Fahrzeuge mit Sounddekoder nachgerüstet.
Hier ein Überblick über bauliche Veränderungen an den DTB-Fahrzeugen, durch die DTB Werkstatt in Warburg Altstadt:
Die von der DB übernommenen Dampflokomotiven haben vor einigen Monaten Ätzschilder von Beckert-Modellbau bekommen.
Außerdem sind alle Maschinen mit einem Glockenankermotor ausgerüstet worden. Der Geräuschpegel wird dadurch minimiert und der Loksound kommt besser zur Geltung. Auch bei höheren Geschwindigkeiten.
Durch die inzwischen sehr guten Lautsprecher und die hohe Qualität der verfügbaren Sounddateien bin ich überzeugt worden von meiner alten Doktrin abzuweichen. Vom Saulus zum Paulus. Die Geräuschkulissen meiner alten Soundloks aus den Jahren 2000-2010 waren einfach nur grässlich.
Jedes Fahrzeug hat Pufferkondensatoren bekommen. Dadurch ist langsames Rangieren auch in Problembereichen gewährleistet. Beim Umbau wurden auch gleich die Glühbirnchen durch SMD LED's ausgetauscht.
Leider konnte der Lautsprecher nicht immer direkt über die Zylinder platziert werden (Da wo das Geräusch entsteht).
Alle Fahrzeuge lassen sich über die Bremstaste F1 abbremsen. Leider haben die Fahrzeuge keine RP25 Radsätze. Eine Drehbank, z.b. die EDM300 von Rotwerk werde ich mir deshalb aber nicht anschaffen. Mit etwas Glück finde ich bei Ebay Radsätze.
Zusammenfassend kann ich sagen, das die Rolle als Werkstattmitarbeiter meiner "DTB" Spaß gemacht hat und den Fahrzeugen eine verstärkte eigene Identität gebracht hat. Nicht alles ist perfekt gelungen und müste hier und da noch verbessert werden. Wenn ich dann mal irgendwann in Rente bin, fange ich Vollzeit bei der DTB Werkstatt an und dann habe ich Zeit nochmal alles zu überarbeiten
Demnächst werde ich hier noch von den drei MAN-Triebwagen und dem Umbau der V65er berichten.
Ich wünsche Euch noch einen schönen Abend.
#2 RE: Umbau von Lokomotiven an die Anforderungen der Diemeltalbahn (DTB)
Alle Diesellokomotiven der DTB wurden selbstverständlich in Blau/Weiß gespritzt. Eine andere Farbkombination wäre hier im schönen Warburger Land nicht zulässig. Unser Warburger Bier nutzt diese Farben im Logo und auch das Stadtwappen hat sich dem Stil der DTB angeschlossen. Oder war es umgekehrt? Für die V65er und die V36 wurden weiße Decals in Auftrag gegeben. Die beiden Italienerinnen (D141 der FS) haben wieder die Ätzschilder von Beckert-Modellbau bekommen. Die Blautöne unterscheiden sich in Nuancen, je nach Alter der Lackierung.
Auch hier wurden wieder Sounddekoder eingebaut. Gegen Geld gibt es einen sehr guten Sound für die V65.
Leider war auch hier der Orginalmotor zu laut und wurde daher durch einen Glockenanker ersetzt. Für den ungetrübten Rangierbetrieb wurden zusätzlich noch paar Goldcaps+Elektronik (Zimo Staco04) mit verbaut. Es wird dann auch sehr Eng unter der Haube, so daß einige Gewichte weichen mussten. Zugkraft: Bisher keine Probleme.
Etwas fummelig war die Umrüstung auf SMD LED's. Pro V65 sind 3 + 3 LED's notwendig. Für jedes Spitzenlicht eine. Ich hatte mich für warmweiss/rote LED's entschieden und bei einigen Loks kann ich über F3 auf der jeweiligen Seite zwei rote Schlusslichter einschalten.
Der 1k Ohm Widerstand wurde bei späteren Umbauten durch eine SMD Bauform ersetzt. Insgesamt wurden vier V65 von Hobbytrain umgebaut.
Die Roco V65 und die Heljan D800 wurden nur mit Sound aufgerüstet. Die Heljan hat den "1200D" Sound von Alexander Mayer bekommen.
Der Umbau hat sich gelohnt. Die kleinen Maschinchen tuckern jetzt entspannt mit Ihren Güterzügen zu den Ladestellen durch das Diemel- und Twistetal. Die Lautstärke habe ich in Richtung "dezent" justiert.
Die Faszination der großen Eisenbahn kommt zum Teil durch die Geräusche der Lokomotiven zustande. Ich glaube, das ich das ein bisschen einfangen konnte.
Weniger Aufwand machten die MAN-Schienenbusse. Es gibt bei einem bekannten Modellbahnhändler eine Neuauflage des Modells von Brekina mit sehr gutem Sound und ordentlichem Motor. Fortsetzung folgt.
#3 RE: Umbau von Lokomotiven an die Anforderungen der Diemeltalbahn (DTB)
Zum Thema Umbau der V65 hier noch ein Video.
VL8 mit DG11 in Warburg RBF
V65 verläßt Warburg-RBF mit Ziel Volkamrsen mit dem DG11, "der Waldecker" genannt.
#4 RE: Umbau von Lokomotiven an die Anforderungen der Diemeltalbahn (DTB)
Hallo zusammen,
für die Strecke zwischen Volkmarsen und Warburg Altstadt hatte ich mir einen blau/weissen Brekina Schienenbus angeschaft. Es stellte sich dann leider heraus, das der verbaute Motor locker 300-400mA zog und damit den verbauten Dekoder sehr stark erwärmte. Der Umbau auf einen Glockenankermotor zog sich dahin. Zum meinem Glück wurde der Brekina MAN Schienenbus bei einem Modellbahnhändler nochmal neu aufgelegt. Mit gutem Motor und einem Zimo Sounddekoder. Ich habe dann zwei erworben und das blau/weisse Gehäuse auf den Neuerwerb aufgesetzt. Einen Pufferspeicher musste ich noch hinzurüsten. Sound und Fahreigenschaften sind perfekt. Inzwischen hat auch die "Waldecker Kreisbahn" einen grün/weissen Schienenbus mit einem rot/weissen Steuerwagen in ihren Fahrzeugbestand aufgenommen. Der Steuerwagen ist an der fehlenden Auspufföffnungen am Dach zu erkennen. Die rot/weisse Einheit kommt von der HZL. Die Beschriftungen wurden angepasst. Eine Umlackierung muss aber noch warten. Diese Kombination verkehrt zwischen Korbach und Scherfede. In Volkmarsen kommt die Garnitur auf die DTB und fährt über W-Altstadt nach Scherfede von wo aus die Reisenden Anschlüsse nach Norden und Osten haben. Damit wird es jetzt relativ bunt auf der DTB. Die WKB hat eigentlich ein grün/gelbes Farbschema und alle Fahrzeuge müsten umlackiert werden. Da zur Zeit die Airbrushanlage eingemottet ist muss das aber noch warten.
Der MAN Schienenbus wurde mit bis zu 2x200PS Motoren ausgeliefert und diente auch als Schlepptriebwagen. Bei der DTB wird ein 2-achsiger Personenwagen und abends zusätzlich der Stückgutwagen aus Volkmarsen angehangen.
VT12 bei der Abfahrt in Volkmarsen
Auf Seite 97 im Buch "MAN Schienenbus" von Stephan Kuchinke sieht man 3 x 4-achsige beladene Langholzwagen hinter dem VT6 der Münstertalbahn. Es wurden auch schon 4-achsige Schnellzugwagen im Schlepp gesehen.
Ich wünsche alle noch ein schönes Wochenende.
Wolfgang
#5 RE: Umbau von Lokomotiven an die Anforderungen der Diemeltalbahn (DTB)
#6 RE: Umbau von Lokomotiven an die Anforderungen der Diemeltalbahn (DTB)
#7 RE: Umbau von Lokomotiven an die Anforderungen der Diemeltalbahn (DTB)
Zitat von Diemeltalbahner im Beitrag #2
Die Heljan hat den "1200D" Sound von Alexander Mayer bekommen.
Hallo Wolfgang,
wer ist Alexander Mayer, für welche Decoderplattform ist dieses Soundprojekt und wie kommt man daran?
Einen 1200er Sound brauche ich für meine 120054 auch noch, die großen Mak´s hören sich ja völlig anders an als die 600PS-Maschinen: höhere Drehzahl und vor allem das tiefe Basswummern bei hoher Leistung.
Grüße,
Sebastian
#8 RE: Umbau von Lokomotiven an die Anforderungen der Diemeltalbahn (DTB)
Hallo Reinout und Sebastian,
in die V65 (und die meisten anderen) habe ich einen MS481/MS491 Dekoder von Zimo eingebaut. Der Lautsprecher ist der Fischer-modell 20006802 bzw. der ZIMO LS10X15.
Der MS450 passte ebenfalls. Alle haben den STACO4 Pufferspeicher. Zur Programmierung musste ich mir allerdings den MXULF von Zimo kaufen.
Den braucht man auch, wenn man selbst den Sound laden möchte.
Der Sound der 1200 findet man unter Zimo Sound Datenbank
Man muss bis "Deutschland, 1200 D Coded - Alexander Mayer" vorrollen. Dann lässt sich die Sounddatei herunterladen und über einen USB-Stick auf den Dekoder übertragen (mit MXULF).
Zimo hat seit kurzem einen Soundshop wo man den Ladecode des gewünschten Sounds direkt bestellen kann.
Der 4-stellige Dekodercode wird dort Online eingegeben und man bekommt einen 4-stelligen Soundcode. Der wird im Dekoder per CV eingegeben.
Ich filme morgen die Lok mit dem 1200 D Sound und stelle das hier ab. Ich kann nicht beurteilen, ob der dem orginal nahekommt. Der V65 Sound passt aber einigermaßen und schön klar herüber. Da habe ich schon ganz andere Sachen gehört.
Schönes Wochenende
Wolfgang
#9 RE: Umbau von Lokomotiven an die Anforderungen der Diemeltalbahn (DTB)
Anbei das VIdeo mit der Heljan MAK und dem 1200 D Sound von A.M.
VL7 der DTB
Das Orginal: Mak 800 011
Noch ein schönes Wocheende
Wolfgang
#10 RE: Umbau von Lokomotiven an die Anforderungen der Diemeltalbahn (DTB)
Hallo liebe Foristen,
ich habe den Weg des DG10 von Scherfede nach Volkmarsen mit einem Video dokumentiert.
Wie in einem anderen Beitrag beschrieben ermöglicht der DG10 eine schnelle Verbindung vom RBF Scherfede zur Waldecker Kreisbahn in Volkmarsen. Eine pünktliche Übergabe hat dabei höchste Priorität.
Die Wagen für die Unterwegsstationen Welda und Wormeln werden daher bis Volkmarsen mitgenommen und mit dem Gegenzug NG12 verteilt. Nach der Übergabe an die WKB wird Volkmarsen bedient und der NG12 in die Gegenrichtung nach Warburg RBF gebildet. Die Frachten nach Welda und Wormeln werden zugestellt.
Würde DG10 aus mehr als 12 Wagen bestehen werden die Frachten nach Wormeln und Welda von einem zusätzlichen NG Warburg RBF - Welda transportiert.
DG10 mit Lok VL11
Noch einen schönen Abend
Wolfgang
#11 RE: Umbau von Lokomotiven an die Anforderungen der Diemeltalbahn (DTB)
#12 Der Sound der "Italienerin"?
#13 RE: Der Sound der "Italienerin"?
Moin,
der Sound kommt vermutlich nicht so gut rüber, wie er eigentlich ist. Ich habe das gleiche Problem bei meinen Filmen über Plettenbach. Für gute Ergebnisse müsste man wohl mit einem separaten, professionellen Mikro arbeiten. Ich bin aber besonders vom letzten Video begeistert:
- eine informative Reise über die Anlage
- sehr schön durchgestaltete Landschaft
- gelungener Übergang zwischen „Platte“ und Hintergrund
- zweireihiges TrendLine-Regalsystem
- Einblicke in die Bautechnik
U.v.m.
Grüße
Jörn
Bahngeschichte, gefakte Bilder und Quellenschnipsel im Netz verstreuen, 2 Jahre warten.
Ist dann über die eigene Bahn ein Wiki-Artikel und ein Kenningbuch erschienen ist die eigene Konzeption wasserdicht und man kann mit dem Gleisplan weitermachen.
#14 RE: Der Sound der "Italienerin"?
Schuur,
wenn der Sound so wie im Video ist (oder gar besser
), wäre er für ein Projekt bei mir (MAN 8-Zylinder Reihenmotor mit 42 Litern Hubraum) durchaus interessant!
Den Sound der MaK in einem andreen Video zur DTB finde ich schon sehr gut.
#15 RE: Der Sound der "Italienerin"?
Hallo Hartmut,
die Italienerin hat den Sound der SNCF BB63000 von Zimo für die MS-Dekoder bekommen.
Zimo Sounddatenbank
Die Orginal D.141 hört sich anders an. Auch das Soundmodell der D.141 von Piko ist nicht vergleichbar. Der BB63000 Sound ist wesentlich klarer und vielschichtiger.
Die Soundausführung der Piko D.141 habe ich dann auch komplett umgerüstet. Den Sound werde ich hier und da nochmal etwas nachjustieren.
Zur V65: Der Sound ist gut, aber durch die Entfernung der Gewichte sind die Maschinen wesentlich leichter geworden und können nun nur noch 9 statt der 12 Wagen durch die Wendel ziehen. Da bin ich aber in guter Gesellschaft mit der DB der 70er Jahre. Die eingeplante BR 140 konnte die schweren Kohle und Ölzüge für Kassel nicht über die Egge ziehen und musste durch BR 44 ersetzt werden bis genügend 6-achsige E-Loks zur Verfügung standen.
Viele Grüße
Wolfgang
#16 RE: Der Sound der "Italienerin"?
Hallo Jörn,
man sieht die Anlage ist historisch gewachsen und auf Basis unterschiedlicher Planungen gebaut worden. Angefangen habe ich mit einigen Modulen nach Fremonorm. Danach kam die Zunge in überwiegend leichter freier Bauart. Dann kamen mehrere Bahnhofs- und Streckenumbauten. Die Anlage ist als Projekt für eine Person eigentlich schon viel zu groß.
Ich wollte mit dem Video ein Multideckdesin mit zwei übereinander gestapelten Wendeln vorstellen. So kann jeder für sich besser abschätzen ob das für ihn eine Option wäre. Alternativ hätte ich mir auch eine ständig steigende Strecke vorstellen können. Einziger Vorteil der Wendel: Ich muss mir nur an einem Punkt der Anlage über Steigungen einen Kopf machen. Die Nachteile sind ja bekannt.
Ich habe einige ESU Dekoder zur Modulfront herausgezogen, weil eine Reparatur unter den fest eingebauten Modulen der absolute Horror ist.
So ist die Geissperre von Weinert ist zur Zeit ohne Funktion. Wartbarkeit ist eines der wichtigsten Merkmale einer Modellbahn. Automechaniker wissen wovon ich spreche.
Zur Zeit teste ich den Betrieb ohne Wagenkarten. Die gibt es beim Vorbild ja auch nicht. Es könnte funktionieren weil ich meine Wagen nicht mit Wagen anderer Modellbahner mische und die Anzahl der Wagen im zweistelligen Bereich ist.
Falls es Probleme gibt: Ich habe für jeden Wagen eine Wagenkarte.
Der DG11 hat für die Anlage eine besondere Bedeutung: Er befährt 90% der Anlage weil "Warburg Rbf" eine betriebliche Spitzkehre/Kopfbahnhof ist. Technische Probleme der Anlage werden so offensichtlich: Beim Videodreh musste eine DKW repariert und ein Herzstück neu angeschlossen werden.
Beste Grüße
Wolfgang
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