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Ideenfindung/ Grobkonzept für die Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn
#1 Ideenfindung/ Grobkonzept für die Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn
Hallo,
nach meiner Vorstellung hier, möchte ich euch nun mit meinen aktuellen Ideen belästigen.
In erster Linie geht es mir hier um die Sinnhaftigkeit/ Machbarkeit meiner Vorstellungen, da ich trotz "Testaufbau" von einem Schenkel von 3 x 4 x 0,8m im aktuellen Zimmer (2 x 3 Tapeziertische, aufgepeppt mit OSB-Fussbodenplatten, siehe auch im SNM-Forum) noch nicht so das "richtige" Gefühl für die Spur 0 entwickelt habe. In meiner letzten Baugröße (H0m) wäre das sicher machbar.
Die Ausgangslage:
Ich könnte für die Anlage zwei Zimmer nutzen und käme so auf eine Fläche von rund 7 x 4 m bei 2,7m Höhe:![]()
Man erkennt schon die drei Probleme:
- das einfache: die nach innen öffnende Tür - das liese sich durch einfaches Drehen der Zarge lösen
- das mittlere: der etwas störende Kamin in der Mitte der unteren Längswand
- das schwerere: die trennende Mauer. Die würde ich natürlich gerne abreissen, aber ich weiss momentan noch nicht, ob die eventuell tragend ist. Richtige Pläne von unserem alten Haus gibt es nicht, da müsste also ein Statiker ran. Und bevor ich für den Geld ausgeben und eventuell noch die Decke zur Prüfung öffne, wollte ich erst mal fragen, ob meine Idee überhaupt sinnvoll bzw. durchführbar ist.
Und so kommen wir zu den Obligationen:
- Baugröße 0, (ggf. 0e)
- eingleisige Nebenbahn
- Spitzkehrbahnhof
- PAN
- RAWE
- mehrstöckig
- max. 4% Steigung
- Mindestradius: Lenz R2
Und daraus entwickelte sich die Geschichte der Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn:
Die eingleisige, nicht elektrifizierte, normalspurige Strecke zwischen Bergheim und Hadesleben ist/war* eine Nebenbahn, die die beiden an verschiedenen Hauptstrecken (die sich etwa 40 km entfernt kreuzten) liegende Bahnhöfe BER und HAD verbindet/verband* und 1912 eröffnet wurde. Gekennzeichnet wird sie durch den auf halber Strecke liegenden Spitzkehrbahnhof Spitzingen und ein stetes Gefälle zwischen Bergheim und Hadesleben.
* Der Streckenabschnitt zwischen Bergheim und Hauenstein wurde 1965 durch einen Brückeneinsturz unterbrochen, wobei die Brücke aufgrund mangelnden Verkehrs nicht wieder aufgebaut wurde. Dadurch wurde Hauenstein zu einem betrieblichen Endbahnhof des Streckenabschnitts Hauenstein - Spitzingen.
Also schon jetzt zwei Alternativen! :
1.![]()
2.![]()
Die Farben stellen jeweils die Ebenen in den (durchschnittlichen) Höhen dar.
Die Strecke geht in stetiger Steigung vom SchaFY Hadesleben über den Bahnhof Talhausen zur Spitzkehre Spitzingen und von dort über Hauenstein zum FY Bergheim. (bzw. nur bis Hauenstein). Dabei hat die Version 2 einen wesentlich höheren "Streckenanteil" bei geringerer Steigung in diesem Teil.
Fakultativ:
In Talhausen Kleinbahnhof mündet die eingleisige Schmalspurstrecke Talhausen – Schmalenberg in den Bahnhof Talhausen.
Die einzelnen Bahnhöfe sind hier noch nicht ausgearbeitet, sondern nur durch die Weichen angedeutet.
Die Spitzkehre habe ich bewußt an die Wand gerückt, da ich ggü. einer Zunge rund 1m mehr Länge zur Bahnhofsentwicklung habe. Ggf. könnte man auch noch auf den Hosenträger verzichten und die Streckenverzweigung außerhalb des Bahnhofs legen ("Geländezwang", z.B. Felseinschnitt)
Eine ausführlichere Ausarbeitung könnt ihr im pdf nachlesen.
Die Bahnhofsausfahrt von Spitzingen müsste man vor der Tür als Klapp-/Schwenkteil ausführen.
Den Kamin kann man natürlich umgehen, indem man die Anlage (samt Hintergrund) nach innen rückt (wie im Grobentwurf der Einfachheit halber angenommen), kostet mir aber eigentlich zu viel Platz. In Spitzingen würde ich das umgehen, indem ich eine breitere! Fabrikkulisse vor den Kamin baue, die an beiden Seiten ein Tor in die "Fabrikhalle" hat und wo ich jeweils einen halben Wagen in die Fabrik rangieren kann. Der würde dann in der Betriebspause mittels Fünffingerkran von der einen Seite zur anderen gewechselt und ggf. die Ladung entfernt/getauscht. Die obere Ebene mit FY bzw. Hauenstein müsste man wohl wirklich nach vorne ziehen.
Nun meine Fragen an euch (sofern sich die Wand entfernen lässt):
- ist das von einer einzelnen Person machbar? Sowohl vom Bau her, als auch vom Betrieb? Oder ist das schon Größenwahn?
- sind die verschiedenen Höhen realistisch?
- sind die 4% Steigung (bei kurzen Zügen) machbar?
- welche Variante ist betrieblich von einer einzelnen Person besser handhabbar? (Obwohl ich eigentlich schon zur zweiten Variante tendiere, da da mehr Strecke vorhanden ist)
- könnte man bei dem vorhandenen Platz eine 0e-Strecke als "Zunge" oder "Anbauteil" realisieren?
Viele Grüße,
Andreas
- Ideensammlung Bergheim-Hadesleben.pdf
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#2 RE: Ideenfindung/ Grobkonzept für die Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn
Hallo Andreas,
der dir zur Verfügung stehende Raum/Räume erinnern sehr an den meiner BAE II, insbesondere die Raumhöhe!!!!
Ich will aber erst einmal deine Fragen abarbeiten:
Zitat von Andreas_62 im Beitrag #1
Nun meine Fragen an euch (sofern sich die Wand entfernen lässt):
- ist das von einer einzelnen Person machbar? Sowohl vom Bau her, als auch vom Betrieb? Oder ist das schon Größenwahn?
- sind die verschiedenen Höhen realistisch?
- sind die 4% Steigung (bei kurzen Zügen) machbar?
- welche Variante ist betrieblich von einer einzelnen Person besser handhabbar? (Obwohl ich eigentlich schon zur zweiten Variante tendiere, da da mehr Strecke vorhanden ist)
- könnte man bei dem vorhandenen Platz eine 0e-Strecke als "Zunge" oder "Anbauteil" realisieren?
Bei der BAE III haben wir eine nicht tragende und eine tragende Wand entfernt, im letzteren Fall dann einen I-Träger eingezogen.
Ob der Bau der Anlage für dich als Einzelperson händelbar ist, kann niemand sagen außer du selbst. Wieviel Zeit pro Woche hast du? Wieviel Freuer brennt in der Seele und treibt dich immerfort an die Anlage? Ich habe den ganzen Hochbau der BAE II und auch der BAE III weitgehend allein geschafft, aber mit gewaltigem Zeiteinsatz. Bei der BAE III kamen dann, als die Hochbauphase zuende ging, zahlreicher Freunde, die mitgemacht haben, speziell beim Gleisbau, aber auch bei der Landschaftsgestaltung etc.
Dein Projekt ist eigentlich nicht für einen lonely wolf geeignet. Sowohl beim Bau als auch beim Betrieb braucht es eine kleine crew. Lade rechtzeitig Leute ein, und schau, wer mitmachen will. Natürlich kannst du auf der Anlage auch alleine Betrieb machen, das wird aber ein laaaangweiliger Betrieb, der der Anlage nicht gerecht wird.
Zu den 4%: Meine Hauptstrecken haben 3,3%, meine Nebenstrecken 4,5% Rampen (Spur 0m). Für 0-Regelspur mit 4% brauchst du halt ordentlich zugkräftige Loks (94, 44 und ähnliche Kaliber), bei schweren Zügen fährst du mit Vorspann. Geht also durchaus.
Obwohl Schmalspurfan der harten Sorte, rate ich von der zusätzlichen 0e-Bahn ab. Einfach weil du die 0-Bahn kaum alleine händeln kannst, was soll die 0e-Bahn dir bringen?
Bei 2,75m Raumhöhe kannst du eine mushroom oder gar inverted mushroom-Anlage bauen (s. ADJ 10), das ist aber für einen einsamen Kämpfer eigentlich wenig sinnvoll.
Was du nicht geschrieben hast ist, wieviel Anlagen-Bauerfahrung du hast. Bei meiner H0-Felsentalbahn habe ich noch 2/3 der Zeit mit Überlegungen verbra(u)cht, was der nächste Schritt sein muss. Bei der BAE II noch die halbe Zeit, Und bei der BAE III, dem größten Projekt, noch maximal 5%, weil ich wegen der Erfahrung gar nicht so schnell bauen konnte, wie mein Geist sagte, was zu tun ist.
Soweit erstmal mein Senf.
Gruß
Otto
#4 RE: Ideenfindung/ Grobkonzept für die Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn
Zitat von hmmueller im Beitrag #2
Minimalanmerkung: Dass eine 16er-Wand mit 2,75 m Höhe tragend ist, würde mich extrem wundern (für die Theoretiker: Ich kann mir nicht vorstellen, dass sowas die Eulerschen Knickkriterien überleben würde ...).
H.M.
Da stimme ich Harald zu: 16cm verputzt heißt im Klartext: Halbsteinsche Wand = 11,5cm "tragender" Stein. Das auf 2,7m Höhe und der Länge ist sehr unwahrscheinlich, dass die was trägt; aber: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Einen Statiker fragen ist immer besser als unter einer eingestürzten Decke zu liegen. Von wann ist das Haus? Normalerweise müsste die Statik beim Bauamt zusammen mit der Baugenehmigung liegen.
#5 RE: Ideenfindung/ Grobkonzept für die Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn
Hallo,
jetzt, wo ihr antwortet, fällt mir ein Fehler auf: die Wand hat nur 15 cm (Allerdings auch die meisten anderen Wände im Innenbereich). Was ich vergessen habe: Wir haben Holzbalkendecken. Und wenn die Handwerker damals um 1900-etwas herum nicht besoffen waren und die Verlegerichtung gewechslt haben, dann liegen die Balken parallel zu Wand. Zumindest tun das die Balken vom Fußboden, wenn ich in den Keller gehe und nach oben schaue.
@OOK
Ich gehe Mitte 2027 in die Ruhephase meiner Altersteilzeit. Insofern ist dann reichlich Zeit vorhanden (und hoffentlich auch noch genug Dampf auf dem Kessel). Deshalb auch jetzt schon der Anfang der Planung, damit ich spätestens dann ein ausgearbeitetes Konzept (und einen vorbereiteten Raum) habe. Ich mache mir es aber auch leichter und werde (überwiegend) fertiges Gleismaterial nutzen.
Meine Bauerfahrungen liegen zwar schon lange zurück, da wären allerdings gut 10 Jahre damals im örtlichen Verein und dann noch ein gutes Jahr bei der H0m-Anlage.
Beim Betrieb stelle ich mir einen seriell abgearbeiteten Fahrplan vor, d.h. in Hochzeiten mit zwei fast gleichzeitig ausgehenden Zügen von Spitzingen erst den nach Talhausen - Hadesleben abarbeiten, danach wird die Uhr (theoretisch) zurückgedreht und der zweite Zug fährt nach Hauenstein. Deshalb rät mir mein Bauchgefühl wahrscheinlich auch jetzt schon zur zweiten Variante mit weniger Bahnhöfen (und. vmtl. weniger Betrieb). Mit der Spitzkehre als persönliches MUSS bliebe dann noch als Variante 3 Weglassen von Talhausen. Sprich: Hauenstein -> Spitzingen -> SchaFy Hadesleben.
Das Weglassen des 0e-Teils könnte ich verschmerzen (obwohl es in den Fingern juckt).
OT:
Die Pause zur Antwort nutzte ich zum Besuch des Tags der offenen Tür beim örtlichen Moba-Verein. Ist H0 wirklich so klein?
Beim Publikum fehlte irgendwie eine Generation - entweder die älteren Semester (wie ich) oder aber Kinder/Enkel in Begleitung. Rundkurs um einige Ecken herum mit viel Blink-Blinki, in der Höhe kreisenden Heißluftballonen und einiger Knopfdruck-Action (das kann natürlich auch der Ausstellung geschuldet sein). Identitätsstiftende Wiedergabe der in der Umgebung liegenden Bahnhöfe mit Wiedererkennungswert, allerdings so kurze Streckenteile dazwischen, dass bei realen Zuglängen die Lok schon im nächsten Bahnhof wäre, während sich der letzte Wagen noch im abgehenden Bahnhof befinden würde.
Grüße,
Andreas
Ein paar unsortierte Gedanken dazu:
Bei "nur" knapp vier Metern Breite wird es schwierig, im Raum noch eine Zunge unterzubringen, nämlich wegen des Kurvenradius. Wenn nur Fahrzeuge eingesetzt werden sollen, die um eine Kurve mit etwa einem Meter Halbmesser kommen, ginge das aber, wobei die Kurve dann aber nicht landschaftlich gestaltet werden sollte.
Die Wand zu entfernen, lohnt sich in jedem Fall, da sich auch in dem größeren der beiden Räume ein Bahnhof mit anschließender Kurve nur mit Mühe unterbringen läßt. Wenn es wirklich nicht geht, reicht es womöglich, nur Tunnel durch die Wand zu schlagen, was vermutlich die Tragfähigkeit nicht beeinträchtigt (aber besser Fachpersonal fragen).
Bahnhöfe in die beiden Räume zu quetschen, ginge zwar, aber dann muß womöglich die eine oder andere Weiche selbst gebaut werden.
Bei dem gezeigten Entwurf dürften sich ausreichende Höhenunterschiede ergeben, wobei man den Unterbau nicht höher machen muß als unbedingt nötig. Laut Eisenbahnbau- und Betriebsordnung sind bei Nebenbahnen Steigungen bis 40 Promille ohne weiteres zulässig, aber ein Versuch mit den vorhandenen Fahrzeugen macht kluch.
Es gab tatsächlich Strecken mit einer Spitzkehre und einem Endbahnhof (Reutlingen-Gönningen, Schmalkalden-Brotterode und Husum-St.Peter-Ording fallen mir da ein) insofern muß kein Bombenschaden angenommen werden.
Anstelle fester Gleise würde ich Flexgleise vorziehen. Allerdings kann man mit festem Gleis planen, dann kann es auch nicht passieren, daß die Kurven zu knapp werden.
Herbert
#7 RE: Ideenfindung/ Grobkonzept für die Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn
Hallo Herbert,
von der die Zunge benötigenden 0e-Ergänzung hat mir Otto ja auch schon abgeraten.
Ich habe ja die Hoffnung, dass die Wand einfach - oder zumindest halbwegs preiswert - entfernt werden kann. Über den anderen Fall (Tunnel durch die Wand) habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, aber dann müsste ich schon arg kleine Bahnhöfe einplanen.
Der Bombenschaden - der "nur" ein Brückenschaden war - taucht in der Geschichte allerdings auch nur auf, um in der Geschichte den wegfallenden FY Bergheim zu begründen.
Gebaut wird natürlich mit Flexgleis, ich habe den R2 auch nur in Scarm zur einfachen Grobplanung eingesetzt.
Viele Grüße,
Andreas
#8 RE: Ideenfindung/ Grobkonzept für die Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn
Hallo Andreas,
von mir zwei Cent dazu:
- Unbedingt die Wand entfernen lassen! Der Raum wird doppelt so groß, die Möglichkeiten vervierfachen sich eher. Habe ich auch gerade in meinem Keller machen lassen (professionell durch eine Baufirma). Diese Chance hat man nur einmal vor dem Anlagenbau, nutze sie!
- Bei den Steigungen rate ich unbedingt zum Ausprobieren. Die Größenordnungen die Otto von der BAE genannt hat sind schon ganz gut, aber gerade mit den 0-Großserienfahrzeugen haben einige Kollegen bei Steigungen sehr schlechte Erfahrungen gemacht (Michael Sterna berichtete mal dass bei 30 Promille die Lenz-V60 nicht mehr als drei Wagen schafft...).
Mit 2,75m Raumhöhe hast du ganz tolle Möglichkeiten die dritte Dimension zu nutzen mit Multideck, Mushroom, Podesten und Co., aber da wird Otto sicher noch was dazu sagen. Aber: diese Tools erfordern etwas Erfahrung und, wie Ivo Cordes zu sagen pflegte, "Entschlossenheit".
Grüße,
Sebastian
#9 RE: Ideenfindung/ Grobkonzept für die Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn
Hallo Andreas,
da ich seit "ein paar Tagen" auch in Null herummache, möchte ich auch ein paar Punkte erwähnen.
+ Wand entfernen, haben die anderen bereits genannt.
+ Steigungen sind möglich und mit den umgegerechneten Vorbildparametern auch meist machbar. Lok testen
+ Die Skizzen zeigen R2 zum prizipiellen Aufbau und Du schreibst von Flexgleisen für den Bau. Versuche mal bei den Gleisbogenhalbmessern nicht unter 1400mm zu gehen, denn damit würdest Du bei kurzen Fahrzeugen (Überhänge) sogar noch mit Originalkupplung fahren können, sollte Dich dieser Rappel einmal erwischen. ;-) (War Anno 1988 der Grund bei mir zur Spur 0 zu wechseln)
+ Ersatzweise gehen auch Magnetkupplungen für die Originalhaken
+ mehrstöckig wird super, leider bei 1,98 Stehhöhe bei mir nicht sinnvoll möglich und ich musste Tunnel in tragende Wände bohren.
Bei Gelegenheit fällt mir bestimmt noch mehr ein.
Beste Grüße aus dem Bergischen
Michael
#10 RE: Ideenfindung/ Grobkonzept für die Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn
Hallo!
@Sebastian , magst du mir einen Richtwert nennen, damit ich weiß, ob eine Niere reicht?
@vauhundert Wenn es an die "richtige" Planung geht, werde ich mal sehen, was sich bei den Radien machen lässt. Bei 140cm würden mir jetzt ja 80 cm in der Länge fehlen. Das lässt sich sicher bei der endgültigen Bahnhofsplanung durch Bogenweichen abmildern.
Grüße,
Andreas
#11 RE: Ideenfindung/ Grobkonzept für die Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn
Zitat von Andreas_62 im Beitrag #10
@Sebastian , magst du mir einen Richtwert nennen, damit ich weiß, ob eine Niere reicht?
Hallo Andreas,
mit Niere meinst du wohl die Kellerwand. 6.500 EUR einschließlich Statik, allerdings handelte es sich um eine tragende Wand die durch Einbau eines Trägers abgestützt werden musste. Bei einer nicht-tragenden Wand dürfte es eher die Hälfte sein, oder weniger.
Grüße,
Sebastian
#12 RE: Ideenfindung/ Grobkonzept für die Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn
Zitat von Andreas_62 im Beitrag #5
die Wand hat nur 15 cm (Allerdings auch die meisten anderen Wände im Innenbereich). Was ich vergessen habe: Wir haben Holzbalkendecken. Und wenn die Handwerker damals um 1900-etwas herum nicht besoffen waren und die Verlegerichtung gewechslt haben, dann liegen die Balken parallel zu Wand.
Altbau mit Tramdecken heißt, daß die Wände die jeweils darüberstehenden tragen. Im Keller ist das meist durch einen Gewölbebogen abgefangen, unter dem meistens auch eine Wand steht. (Diese wäre einfach zu entfernen....!)
Es muß also die darüberstehende Wand, so es eine gibt, durch einen Träger abgefangen werden. Meist wird dazu beidseits der Wand unterhalb der Decke jeweils ein Träger eingezogen, diese beiden dann verbunden, vorgespannt und dann die Wand darunter abgetragen.
LG
Martin.
#13 RE: Ideenfindung/ Grobkonzept für die Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn
ENDLICH habe ich geschafft, mal mit einem Gliedermaßstab treppauf und treppab zu gehen.
Das Ergebnis:
- im OG ist über der fraglichen Wand - Nichts (außer Fussboden natürlich)
- im Keller ist eine halbhohe Mauer mit einer gemauerten Stütze ungefähr in der Hälfte des Balkens. Die sieht allerdings aus, als wäre sie im Rahmen des Einbaus der Ölheizung hochgezogen worden.
Praktische Auswirkungen auf die Planung:
Die Wand kommt weg, aber ich behalte mir in der Mitte Platz für eine (Angst-)Stütze ein. Somit habe ich an den Wänden genug Platz für die Anlage.
Grüße,
Andreas
#14 RE: Ideenfindung/ Grobkonzept für die Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn
Hallo Leute,
ich wollte mal ein Lebenszeichen von mir geben - nicht, dass ihr denkt, ich wäre so ein 1-Post-Versuchsballon.
Leider hatte ich etwas Pech und bin 6 Monate krank gewesen. 1 Woche nach meinem letzten Post habe ich mir den rechten Arm gebrochen und als das gerade verheilt war, prompt die linke Schulter...
Dadurch war das Arbeiten am PC schwierig und zum Teil auch schmerzhaft - aber jetzt geht es halbwegs wieder und ich hoffe mal, die Planung weiter vorantreiben zu können.
Viele Grüße und bleibt gesund,
Andreas
#15 RE: Ideenfindung/ Grobkonzept für die Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn
Holla Andreas, das ist ja doppeltes Pech. Bist du Bergsteiger oder Barrenturner oder sowas in der Art? Beim Anlagenbau kann sowas eigentlich nicht passieren. *Auf Holz klopfen*
Am Computer jedenfalls auch nicht, da bist du erstmal auf der sicheren Seite. Da kannst du ohne risiko hier weitermachen.
Gruß
Otto
#16 RE: Ideenfindung/ Grobkonzept für die Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn
Hallo Otto,
ne Bergsteiger nicht, sondern Hausmann.
Beim ersten Mal über die eigenen Hausschlappen gestolpert, beim zweiten Mal war es der Kreislauf.
Aber Computer geht jetzt erst mal wieder halbwegs und ich durchforste gerade das Forum...
Was ich dabei sehr, sehr schade finde ist, dass in vielen Beiträgen die Bilder nicht mehr vorhanden sind. Da gibt es seitenlange, interessante Diskussionen, aber man sieht nicht, worum es eigentlich geht. (Wobei das ja nicht am Forum liegt, sondern an den Bilderhostern)
Grüße,
Andreas
#17 RE: Ideenfindung/ Grobkonzept für die Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn
Hallo Andreas,
ich will nicht das wiederholen, was die Vorschreiber schon angeführt haben. Da stimme ich weitgehend zu. Ich möchte einen anderen Gedanken einbringen, was das Layout Deiner Anlage betrifft. Ich halte das durchaus für machbar, sehr gut sogar, denn es muss ja nicht alles bis ins Kleinste fertig werden, bevor Du loslegen kannst. Ich habe meine Anlage in Modulen und Segmenten konzipiert, so dass ich die einzelnen Teile separat bearbeiten kann. Das dürfte bei Dir mit Multideck sehr sinnvoll sein. Auf diese Weise komme ich schnell dazu, Betrieb zu machen. Dabei kannst Du auch ziemlich schnell lernen, was nicht funktioniert. Ggfs. notwendige Anpassungen sind mit einer modularen Holzwüste auch leicht machbar. Ich habe das in H0 zu schätzen gelernt. Da geht der Verkehr zwischen einer AWanst und dem FY schon was. Noch nicht prickelnd, aber es läuft. Bei Dir schlage ich für Streckenmodule eine einheitliche Schnittstelle vor, in Bahnhöfen und FY machen Segmente Sinn. Dann kannst bereits mit einem Bahnhof einem Streckenmodul und einem FY Betrieb machen. So nach und nach ergänzt Du dann Deine Anlage nach Deinem Konzept. Evtl. kannst Du auch mit einem oder mehreren Modulen auf Reisen gehen, wenn die Schnittstellen genormt sind.
Von einer Ringanlage, auch wenn es keine Ringstrecke ist, würde ich abraten. Der Türübergang ist aus meiner Sicht echt lästig. Bei Deinem Konzept könnte ich mir vorstellen, dass es eine andere Lösung gäbe: die Spirale. Die Strecke beginnt an der Tür und zieht sich im Uhrzeigersinn an der Wand entlang. Nachdem sie wieder an derTür ankommt, macht sie vorher einen Bogen und führt in die Mitte des Raumes und durchquert ihn soweit, bis an linken Ende ein Durchgang bleibt. Hier liegt der Spitzkehrenhahnhof und nun geht die Reise in einem anderem Deck wieder zurück. Die FYs liegen nun übereinander. Das hat Vorteile für den Solobetrieb, kann u.U. etwas enger für Mitspieler werden. Das müsste man durchplanen.
Für einen Spitzkehrenbahnhof möchte ich noch Lenzkirch im Schwarzwald in den Ring werfen. Da gibt es dann auch die passende Landschaft, um etwas wegzutarnen ...
Nur so als kleine Anregung ...
Grüße
Jürgen
#18 RE: Ideenfindung/ Grobkonzept für die Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn
Hallo Jürgen,
die "Segmentierung" der Anlage habe ich auch schon vorgesehen, Module alá Fremo (o.ä.) sehe ich auf Grund der doch größeren "Längenerwartungen" bei Modulen eher kritsch.
Aber man kann z.B. statt der Strecken zu Anfang des Projektes den Fiddle Yard Hadesleben ebenso wie den Endbahnhof Bergheim "direkt" mit Spitzingen verbinden.
Zu Spitzingen hatte ich schon im Ursprungsbeitrag ausgeführt:
"Die Spitzkehre habe ich bewußt an die Wand gerückt, da ich ggü. einer Zunge rund 1m mehr Länge zur Bahnhofsentwicklung habe. Ggf. könnte man auch noch auf den Hosenträger verzichten und die Streckenverzweigung außerhalb des Bahnhofs legen ("Geländezwang", z.B. Felseinschnitt)"
Aber wo ich hier gerade von Längen spreche, da sitze ich vor der Zeichnung - und haue mir vor den Kopf! Warum nicht spiegeln und die Spitzkehre an die obere Wand legen?
1. Fällt der (Tür-)Durchgang vorm Bahnhofskopf Spitzingen weg und ich könnte die Gleisverbindung schon in den Bogen legen
2. Gewinne ich für FY Hadesleben und Bhf Bergheim ca. 1,5m an möglicher Länge an der rechten Seite.
3. Die zwei Fenster würden wegen der UV-Strahlung eh abgedeckt werden...
Jetzt hier eine abgewandelte Version (quick und dirty):![]()
Lenzkirch (wie von D. Bertelsmann im EJ Superanlagen)? Ja, der hat was
Viele Grüße,
Andreas
#19 RE: Ideenfindung/ Grobkonzept für die Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn
Zitat von Andreas_62 im Beitrag #18
Ggf. könnte man auch noch auf den Hosenträger verzichten und die Streckenverzweigung außerhalb des Bahnhofs legen ("Geländezwang", z.B. Felseinschnitt)"
Das kommt jetzt drauf an, wie du es meinst: a) nur eingleisig aus dem Bahnhof und dann nach der Engstelle verzweigen oder b) zweigleisig aus dem Bahnhoif und erst weiter draußen die Möglichkeit auf die andere Strecke zu wechseln.
Beides irgendwie nicht halb so gut wie mit dem Hosenträger. Selbst wenn dir an der Möglichkeit gleichzeitiger Ein- und Ausfahrten nichts liegt, ist doch mit Hosenträger die Spitzkehrensituation sichtbar und spürbar, erlebbar.
Die Variante mit der eingleisigen Ausfahrt wäre dann eine virtuelle Spitzkehre, die man nicht sieht. Macht man so, wenn es nicht anders geht (Anlage Heldenstein in ADJ 5 oder Briloner Waldbahn im Grünen Buch), aber es ist eine Notlösung, besser als gar keine Spitzkehrenfunktion, aber man "erlebt" die Spitzkehre nicht.
Gruß
Otto (OOK)
#20 RE: Ideenfindung/ Grobkonzept für die Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn
Hallo Otto,
gemeint war die Lösung a).
Wenn ich jetzt aber die neue Version (mit Spitzingen an der oberen Kante) nehme, könnte ich den Hosenträger noch etwas nach rechts schieben, in zwei einzelne Verbindungen zum Teil im Bogen auflösen, oder - ganz mutig - den Hosenträger im Bogen* verwirklichen, um noch etwas Platz für die Bahnhofsentwicklung zu gewinnen.
* da wäre dann wohl filigraner Weichenselbstbau angesagt (und gab/gibt es sowas überhaupt beim Vorbild?)
Ich habe jetzt gerade mal nachgeschaut, Heldenstein ist ja eher eine "Fake"-Spitzkehre.
Allerdings ist der Hosenträger doch ein starkes Identmerkmal im Angedenken an meinen ehemaligen H0m-Bahnhof .
Grüße,
Andreas
#21 RE: Ideenfindung/ Grobkonzept für die Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn
Moin Andreas,
zwei FYs und der Bahnhof übereinander. Das sieht für mich knuddelig aus. Bei Mehrpersonenbetrieb ist hier Personalauflauf, die sich möglicherweise gegenseitig stören. Wie machst Du das mit der Höhenentwicklung ? Ein oder vielleicht auch beide FY über und einen unter die Spitzkehre ? Ich bin kein 0-Bahner, aber reicht die Eingriffshöhe zum Fiddeln ? Wie wäre es, die Strecken in einem Bogen weiter zu führen und in der Mitte die FY anzuordnen ? Du bekommst mehr Streckenlänge, weniger Gefälle und mehr Höhenunterschied, zumal ein Bahnhof zwischen den FY entfällt.
Grüße
Jürgen
#22 RE: Ideenfindung/ Grobkonzept für die Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn
Moin Jürgen,
Hadesleben unter, Bergheim über der Spitzkehre. Die momentanen Höhen liegen bei 100, 130 und 164 cm bei angenommen 4% Streckenneigung. Allerdings liegen die Strecken zwischen den eingezeichneten Weichen jeweils waagerecht.
Momentan sieht es auch nach überwiegendem 1-Personen-Betrieb aus.
Aber es ist noch ein Konzept, da ist noch viel Feintuning nötig. Ich hatte auch überlegt, die Decks als Zungen in die Raummitte zu legen, aber bei knapp 4 m Raumbreite (und da die Ausfahrt von Spitzingen in der Realität noch nach unten rücken wird) könnte das vom Radius her schwierig werden. (Es ist halt eine Last mit kleinen Räumen und großen Spuren - und größenwahnsinnigen Planern)
Grüße,
Andreas
#23 RE: Ideenfindung/ Grobkonzept für die Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn
Zitat von Andreas_62 im Beitrag #20
Ich habe jetzt gerade mal nachgeschaut, Heldenstein ist ja eher eine "Fake"-Spitzkehre.
Da widerspreche ich und empfehle ein Studium des Beitrags "Abzw Hörre und der Berleburg-Effekt" in ADJ 14. Darin ist eine Vorbildvorlage für den Spitzkehrenbahnhof mit Spitzkehrenfunktion aber aus Platzgründen nicht sichtbar darstellbarer Streckenverzweigung. Da ist nichts daran fake.
Gruß
Otto
#24 RE: Ideenfindung/ Grobkonzept für die Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn
Hallo Otto,
so ganz ernst war das ja auch nicht gemeint.
ABER:
Wenn ich jeden x-beliebigen Endbahnhof durch einen (ggf. nicht mal sichtbaren) Abzweig in x Metern Entfernung zum "Spitzkehrbahnhof" erklären kann, geht dann nicht ein wichtiges Identmerkmal verloren? (siehe ""Hosenträger")
Grüße,
Andreas
#25 RE: Ideenfindung/ Grobkonzept für die Bergheim - Hadeslebener Nebenbahn
Hallo Andreas,
Du schrubst:
Zitat
ABER:
Wenn ich jeden x-beliebigen Endbahnhof durch einen (ggf. nicht mal sichtbaren) Abzweig in x Metern Entfernung zum "Spitzkehrbahnhof" erklären kann, geht dann nicht ein wichtiges Identmerkmal verloren?
Das Ident-Element ist doch in so einem Fall der Betrieb der Spitzkehre und weniger der exakte Gleisplan, wenn Du den Spitzkehren Bahnhof nicht darstellen kannst, kannst Du den Betrieb doch trotzdem vorbildgemäß durchführen.
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