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“Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
#1 “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
Hallo zusammen,
ich habe für die Modellbahn einen ehemaligen Heizöltank-Kellerraum zur Verfügung. Dieser ist recht länglich und hoch (5m x 2,5m bei 2,6m Höhe), so dass sich eine Multideck-Anlage mit Gebirgsthema und Spitzkehre förmli aufdrängte. Deshalb begann ich 2021 damit, meine erste Anlage mit dem Thema "Spitzkehre Lauscha" in diesem Raum zu bauen. Als der Rohbau, die Gleise und die Elektrik jedoch fertig war, merkte ich, der Gleisplan ist nicht alles. Ich habe zwar (fast) alle Gleise von Lauscha untergebracht, aber es fehlte der sinnvolle Betrieb. Auch konstruktiv und baulich machte ich einige Anfängerfehler, die einen Weiterbau unmöglich machten.
Deshalb möchte ich nun von neuem Beginnen, und es diesmal richtig planen. Dazu würde ich mich über Eure Hilfe sehr freuen.
Zunächst zu den Zwängen:
Der Raum besitzt leider einen Eingang, der sehr weit in der Ecke liegt, so dass es nicht möglich ist, ein U zu bauen, an dem an beiden Seiten eine 180°-Kurve bzw. eine Wendel sitzt. An zwei Wänden verlaufen außerdem Heizungsrohre, zu denen im Falle eines Defektes zerstörungsfreier Zugang möglich sein soll (siehe Skizze:![]()
Außerdem habe ich aus den Erfahrungen mit der ersten Anlage folgende Erkenntnisse gezogen:
- Die gestalteten Teile der Anlage müssen aus Segmenten bestehen, die ich außerhalb des Kellerraums in meiner Werkstatt ausgestalten kann
- Die Anlage muss mindestens zwei Fiddleyards besitzen, die ohne Verrenkungen im Sitzen zugänglich sind
- Es soll keine Schattenbahnhöfe mit Kehrschleifen geben
Meine Obligationen sind:
- Es soll einen Kopfbahnhof geben, in dem dampfbespannte Personenzüge beginnen und enden.
- Es soll eine elektrische Nebenbahn in ein höher gelegenes Dorf geben
- Es soll Güterverkehr zwischen einem Versender und einem Empfänger auf der Anlage geben sowie Güterverkehr zwischen Anlage und Fiddleyard
- Es soll eine Möglichkeit geben, Züge durch die Anlage durchfahren zu lassen, die nicht in Betriebsstellen in der Anlage halten - also von einem FY zum anderen
- Es sollen hauptsächlich preußisches Rollmaterial, aber auch in geringerem Umfang sächsisches Rollmaterial auf der Anlage zum Einsatz kommen. Der Betrieb soll in Epoche I und auch in Epoche IIb möglich sein (1913/14 und 1926-32 sollen dargestellt werden können)
- Die Anlage soll "nach und nach" baubar sein. Ich habe recht wenig Zeit, und bin ein Mensch mit nicht sehr gutem Durchhaltevermögen. Ich möchte nicht erst 20 Jahre bauen müssen, ehe ich einen Zug fahren lassen kann, sondern möhte nach Möglichkeit "Agil" arbeiten, d.h. einen autark nutzbaren Teil der Anlage fertigstellen -> damit spielen -> ggf. nachbessern oder die Planung anpassen -> den nächsten Teil der Anlage bauen
- ich möchte Personenzüge nach Fahrplan und Güterverkehr mit Wagenumlaufsystem oder Wagenkarten machen
- Es soll möglich sein, auch alleine einen ggf. reduzierten Betrieb durchzuführen, eventuell auch teil-automatisch bzw. computerunterstützt
Meine Favoriten sind:
- Ich möchte gerne einen städtischen Kopfbahnhof mit 4-5 Bahnsteiggleisen bauen
- Ein Postbahnhof soll enthalten sein
- Es soll ein Kohlebergwerk und ein Gaswerk geben
- Es soll eine höhenfreie Abzweigung, eine städtische Viaduktstrecke und ein Viadukt über einen Fluss geben
Fakultativ ist:
- Eine Lebensmittelindustrie auf der Anlage. Ich besitze einige Kühl/Fisch/Milchwagen die ich gerne einsetzen würde
- Ein zusätzlicher Fiddle Stick, um Verkehr von einer Nebenbahn aus Sachsen darzustellen
- Eine Spitzkehre im Kohlebergwerkanschluss
- ggf. ein paar Straßenbahngleise (muss nicht Betriebsfähig sein)
- Ich würde gerne einen Teil des bereits gebauten Lauschas sowie den Wendel wenn möglih weiternutzen, ebenso das Gleismaterial (Piko A-Gleis), ggf. auch im nicht sichtbaren Bereich
Den Brokkoli habe ich als PDF angehängt.
Ich habe kein Problem mit 15°-Weichen im Bahnhofsbereich.
Bestehende Konzeptideen
Ich habe mir zwar noch keinen vollständigen Gleisplan, aber schon eine schematische Übersichtskarte und eine "Hintergrundgeschichte" überlegt:![]()
Hirschthal ist eine fiktive Mittelstadt/kleine Großstadt in Schlesien am Fuße des Riesengebirges. In seiner geographischen Lage entspricht es ungefähr dem realen Hirschberg/Jelenia Góra, sein Eisenbahnnetz weicht aber deutlich vom realen Vorbild ab. Im Umkreis um Hirschthal befinden sich erhebliche Kohlevorkommen. Außerdem ist Hirschthal ein bedeutender Universitätsstandort. Für den aufkeimenden Tourismus aus Breslau, Berlin und dem Rest des Reichs stellt Hirschthal das Tor zum Riesengebirge dar.
Hirschthal verfügt nicht nur über ein Wasserkraftwerk zur Elektrizitätserzeugung, sondern auch über ein Gaswerk und u.a. eine Fabrik zur Herstellung von Lebensmittelkonserven. Seit 1843 war es über eine eingleisige Eisenbahnstrecke mit Breslau verbunden. Im Jahre 1865 erfolgte schließlich der Bau der Bahnverbindung von Görlitz nach Breslau über Hirschthal und in diesem Zuge auch der Bau des heutigen Hauptbahnhofes. Aufgrund der Geographie wurde ein Kopfbahnhof gewählt. Für durchgehenden Güterzugverkehr ohne Kopfmachen wurde eine Umgehungsbahn, die Hirschthaler Verbindungsbahn, gebaut. Der ehemalige Kopfbahnhof der Breslauer Strecke wurde stillgelegt. Sein ehemaliger Güterbahnhof wurde zum Durchgangsbahnhof “Hirschthal Breslauer Bf.” ausgebaut. Neben seiner Funktion als wichtigster Güterbahnhof Hirschbergs dient er auch als Rangierbahnhof für die Nahgüterzüge, als Abstellbahnhof für Personenzüge und beherbergt auch das Bw. Außerdem besitzt er einen Personenbahnhof, an dem die Vorortzüge aus dem Nordosten Hirschthals enden.
Im Westen wurde am Abzweig der Verbindungsbahn von der Görlitzer Strecke der Hirschthaler Vorortbahnhof errichtet. Er dient ebenfalls als Endpunkt des Stadtverkehrs im Dreieck zwischen Rbf, Vorortbf. Und Hbf.
In der Gründerzeit wurde schließlich ein Anschluss an die das Riesengebirge von Süden her erreichenden Nebenbahn von Zittau durch Böhmen errichtet, um die von ihr erschlossenen deutschen Orte ohne die Durchfahrt von Österreich an den Güterverkehr anbinden zu können und so eine günstigere Verbindung zu erreichen. Die ursprüngliche Strecke war von Zittau in Sachsen während des deutschen Krieges mit seinem Verbündeten Österreich aus strategischen Gründen errichtet worden. Die in ihre Anbindung an Hirschthal gesteckten wirtschaftlichen Hoffnungen bewahrheiteten sich jedoch nicht, die Strecke wurde nach Insolvenz der Betreibergesellschaft vom preußischen Staat übernommen und besitzt nur untergeordnete Bedeutung.
Bad Strahleberg (bis 1880 Strahleberg) ist ein Luftkurort im Riesengebirge. Strahleberg verfügt über eine stolze Bergbaugeschichte, hier wurden bereits im Mittelalter neben Steinkohle verschiedene Erze abgebaut. Mit der aufkommenden Industrialisierung wurden in der Nähe des Ortes erhebliche Steinkohlevorkommen entdeckt und 1836 der Karolusschacht angelegt. Dieser transportierte die geförderte Kohle schon früh per Pferdebahn mit Hilfe der Schwerkraft nach Hirschthal ab. Im Jahr 1852 erfolgte der Bau einer zunächst als Zahnradbahn betrieben Eisenbahn von Hirschthal nach zum Karolusschacht. In diesem Zuge wurde auch ein Bahnhof Strahleberg in der Nähe des Ortes eröffnet und der Personenverkehr nach Hirschthal aufgenommen. Diese frühe Eisenbahnanbindung brachte den Aufstieg zum Luftkurort mit sich. Seit der Entdeckung von Radium in den nahe des Ortes entspringenden Quellen und der sagenumwobenen Finstergrotte hat sich Bad Strahleberg zu einer der vornehmsten Urlaubsorte des Riesengebirges entwickelt. Hier verbringen regelmäßig hohe und allerhöchste Herrschaften aus Dresden, Berlin, Breslau und de Rest des Reiches sowohl Sommerfrische als auch Winterurlaub. Um den Bedarf an frischen Delikatessen zu decken, wurde 1875 ein hochmodernes dampfbetriebenes Maschinenkühlhaus am Bahnhof errichtet. Im Vorfeld der Aufnahme des elektrischen Betriebes 1913 und der damit einhergehenden Fahrzeitverkürzung nach Hirschthal wurde auch eine Villenkolonie zwischen Ortskern und Bahnhof errichtet, von der Kaufleute, Bankiers und hohe Beamte rege nach Hirschthal pendeln.
Eisenbahnverkehr
Der durchgehende Schnellzugverkehr Breslau-Berlin findet hauptsächlich über die Strecke über Sagan - Guben - Frankfurt/Oder statt. Einzelne Nacht-D-Züge verkehren jedoch auch über die Hirschthaler Verbindungsbahn und führen Kurswagen nach Hirschthal Hbf mit. Aus Breslau bestehen zudem Personen- und Eilzugverbindungen, außerdem einzelne direkt bis Bad Strahleberg verkehrende Urlauber-D-Züge. Aus Berlin und Dresden findet in Hirschthal endender oder bis Bad Strahleberg durchgebundener D-Zug-Verkehr statt. Außerdem verkehren Eilzüge und Personenzüge nach Hirschthal Hbf. Auf dem Dreieck zwischen Hirschthal Vorortbf., Hirschthal Breslauer Bf. und Hirschthal Hbf. findet ein dampfgeführter Stadtbahnverkehr statt. Im Berufsverkehr sind einzelne Züge nach Bad Strahleberg durchgebunden. Der Vorortverkehr aus Richtung Nordosten endet im Breslauer Bf, einzelne Züge sind in den Hbf. durchgefunden. Der wesentlich geringere Vorortverkehr aus Richtung Osten endet im Hbf. Der durchgehende Güterverkehr umfährt den Hbf über die Verbindungsbahn, der Hbf. dient im Güterverkehr lediglich dem lokalen Verkehr an seinen Gbf. und dem Gaswerk sowie der Nahgüterzüge nach Bad Strahleberg und auf der sächsischen Strecke. Auf dieser verkehrt lediglich ein Nahgüterzug zur Versorgung der deutschen Dörfer bis zur österreichischen/tschechischen Grenze, am Wochenende als Pmg. Außerdem erfolgt die Abfuhr der Kohle aus Bad Strahleberg über den Hbf.
Der Verkehr nach Bad Strahleberg erfolgt ausschließlich elektrisch, ggf. bleibt die ursprüngliche Dampflok mit am Zug und befördert den Zug wieder bergab. Für den regulären Personenverkehr existiert ein Triebwagen, dem ggf. auch Kurswägen beigestellt werden können. Längere Personen- oder D-Züge werden von den Güterzuglokomotiven befördert und bekommen Heizwagen beigestellt.
Auf der sächsischen Strecke findet ein grenzüberschreitender Personenverkehr nach Zittau statt, dieser wird von der sächsischen Staatsbahn bzw. Reichsbahndirektion gestellt.
Die elektrischen Loks und Triebwagen sind im E-BW Hirschthal Hbf. beheimatet. Im Dampf-Einsatzstelle Hirschthal Hbf. sind lediglich Tenderloks für Rangier- Übergabe und leichte Nahgüterzüge bzw. Personenzüge beheimatet. Sie gehört zum Bw Hirschthal Breslauer Bf, wo auch die Güterzugloks und die Loks des Stadt- und Vorortverkehrs beheimatet sind. Fernzüge werden von den Ausgangspunkten bespannt, die Loks restaurieren lediglich in Hirschthal Hbf. Personenwagen werden ebenfalls im Breslauer Bf. abgestellt bzw gewartet.
Ideen zur Modellbahnerischen Umsetzung
Ich habe zwar schon einige Gleisplanfragmente angefertigt, um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob diese Ideen überhaupt eine Chance in dem zur Verfügung stehenden Platz haben. Diese sind aber nicht auf einem Niveau, dass ich sie als Grundlage für die Weiterplanung nutzen möchte, ich möchte zuerst das Konzept fertig ausarbeiten. Grundsätzlich habe ich folgende Idee zum Bau:
(Sichtbare Bereiche sind in der Übersichtskarte gelb Markiert, Fiddleyards sind orange.
Es gibt drei Ebenen, die durch eine Wendel in der rechten unteren Ecke des Zimmers verbunden sind. Die unterste Ebene teilt sich wiederum in zwei Halb-Ebenen, in denen sich gestaltete und nicht gestaltete Abschnitte abwechseln. Diese beherbergt unten den Fiddleyard Görlitz entlang der oberen Wand. An der linken Wand ist ein gestaltetes Segment mit einer Brückenszene und einer tiefen Schlucht. Die Anbindung an den Wendel erfolgt durch eine nicht sichtbare Strecke an der vorderen Anlagenkante. In der zweiten Halbebene der unteren Ebene befindet sich entlang der linken Wand, über der Schluchtszene, der Fiddleyard Breslauer Bf. Dessen Bahnhofskopf liegt in der Kurve und ist teilweise ausgestaltet, entlang der unteren Wand schließt sich direkt der Abzweig der Verbindungsbahn und die städtische Viaduktstrecke zur Wendel an. Die Wendel führt hinauf zum Breslauer Hbf. auf der mittleren Ebene. Dabei führt das innere Gleis direkt hinunter zur Strecke nach Görlitz, das aüßere Gleis führt auf die obere Halbebene auf die Strecke zum Breslauer Bf. Die abzweigende Verbindungsbahn führt hinab und führt wieder zur Wendel, so dass wieder ein äußeres Gleis beginnt das auch zur Strecke nach Görlitz führt. Die Wendel und die Abzweigung bilden also ein Gleisdreieck, man kann von jedem Fiddleyard entweder zum anderen Fiddleyard oder zum Hbf. fahren. Auf der mittleren Ebene liegt der Kopfbahnhof, hier schließt sich auch eine nach oben führende Wendel nach Bad Strahleberg an. Am Anlagenrand vor der Wendel befindet sich die Einfahrt zum Gaswerk. Hier können Kohlezüge im verdeckten Bereich ebenfalls in die Wendel fahren, so dass zwischen Bergwerk und Gaswerk verdeckt leere bzw. volle Züge getauscht werden können, um Be- und Entladung zu simulieren. Am äußeren Gleis der nach unten führenden Wendel zweigt außerdem ein Stumpfgleis auf ein vor den Eingang hochklappbaren Fiddlestick ab, das die sächsische Nebenbahn darstellt.
Aus der oberen Wendel zweigt auf der oberen Ebene ein Gleis über dem Eingang entlang nach Bad Strahleberg ab, dessen Bahnhof entlang der oberen Wand verläuft. Weiter verläuft die Anschlussstrecke stark steigend entlang der linken und unteren Wand, wobei an der unteren Wand auch eine Spitzkehre liegt. Durch die Spitzkehre angebunden liegt erhöht entlang der unteren Wand das Kohlebergwerk (Karolusschacht). Es besitzt einen verdeckten Anschluss an die Wendel zum Austausch leerer/voller Wagen mit dem Gaswerk auf der Ebene darunter.
Ich bedanke mich fürs durchlesen meines langen Texes und freue mich auf euer Feedback!
Viele Grüße
Paul
- f26t50p9608n2_ghYqyJeQ_1_.pdf
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#2 RE: “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
Uff! Ich verstehe nach dem ersten Durchlesen nur Bahnhof: Breslauer Bahnhof, Kopfbahnhof, Rangierbahnhof… und dass es eine interessante Konzeption zu sein scheint. Da muss ich noch mal tiefer eintauchen.
Nur soviel: die Strahlemänner waren ihrer Zeit weit voraus, fuhr die erste im heutigen Sinne klassische Zahnradbahn in Europa doch erst 1870 auf einer Steinbruchbahn in Ostermundigen (Schweiz).
Grüße
Jörn
Bahngeschichte, gefakte Bilder und Quellenschnipsel im Netz verstreuen, 2 Jahre warten.
Ist dann über die eigene Bahn ein Wiki-Artikel und ein Kenningbuch erschienen ist die eigene Konzeption wasserdicht und man kann mit dem Gleisplan weitermachen.
#3 RE: “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
Hallo Paul!
Deinem Betriebsdiorama "Potsdamer Ringbahnhof" folge ich schon interessiert im Nachbarforum. Deine Planung für den Kellerraum finde ich sehr spannend. Da sind viele tolle Elemente dabei (elektrische Nebenbahn ). Vor den weiteren Planungen müsstest Du aber noch mehr dazu erzählen, was für einen Betrieb Du machen willst. Im Brokkoli steht Einzelspieler. Um das alles allein zu bewältigen, ist das ganz schön viel mit mehreren Hauptbahnen, großem Bahnhof, elektrischer Nebenbahnen, Anschließern. Was möchtest DU gerne auf Deiner Anlagen machen?
Viele Grüße
Lars
#4 RE: “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
Hallo Paul,
willkommen im Forum, und Gratulation zu der durchdachten Konzeption die spannenden Betrieb verspricht!
Auf deine Ideen dieses anspruchsvolle Konzept in Multideck zu realisieren bin ich sehr gespannt. Ich hatte auch eine Multideckanlage und baue jetzt eine weitere, größere. Allerdings sind deine räumlichen Voraussetzungen nicht ideal da der Raum zwar lang, jedoch schmal ist. Zeig mal deine Ideen dazu!
Skeptisch bin ich aber ob der Komplexität des Vorhabens. Du baust ja letztlich Ausschnitte eines ganzen Eisenbahnknotens nach; da spricht nichts dagegen, aber ich würde hier und da doch nachdenken ob man das nicht etwas entschärfen sollte. Hirschthal Hbf. als Kopfbahnhof nimmt den Verkehr von vier Strecken, davon zwei zweigleisigen auf - das Vorbild hätte dort eher 6-8 Bahnsteiggleise gebaut. Dazu die "Verbindungsbahn", der abseitige Rbf, diverse Relationen im Personenfernverkehr... das ist irgendwie keine Mittelstadt in den schlesischen Bergen, das ist eher eine echte Großstadt, Klein-Breslau oder so. Dazu die Nebenbahn nach Strahleberg, Spitzkehre zum Bergwerk und so weiter. Mein Gefühl ist dass man einem solchen Vorbild in einem Raum dieser Größe auch mit Multideck nicht gerecht wird. Zum Vergleich: meine eigene Anlage ist auch Multideck (zweieinhalb Ebenen in kontinuierlicher Steigung), aber der Raum hat die vierfache Größe. Der Umfang des dargestellten Eisenbahnnetzes und sein betriebliche Komplexität dürfte jedoch nur etwa 50% von deinem Projekt betragen.
Dann, aus reichlich eigener Erfahrung: komplexe Multideckanlagen sind toll und eröffnen große Möglichkeiten. Man muss aber wissen worauf man sich da einlässt (planerisch, handwerklich, finanziell) und ein großes Maß an Entschlossenheit und Durchhaltevermögen mitbringen.
Und das bringt mich zum größten Punkt: Dieses Arrangement ist als Einzelspieler nicht einmal annähernd alleine zu betreiben. Selbst bei einem "Zug-um-Zug-Betrieb" (der Einzelspieler fährt einen Zug nach dem anderen, die anderen Züge "warten" solange) glaube ich dass du dort sehr schnell den Überblick verlierst. Aber zeig gerne deine Ideen, ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.
Soweit erst einmal.
Grüße,
Sebastian
#5 RE: “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
Hallo Sebastian, hallo Jörn, hallo Lars,
danke für euer Feedback und eure netten Worte.
Zitat von Ferrovia im Beitrag #3
Hallo Paul!
Deinem Betriebsdiorama "Potsdamer Ringbahnhof" folge ich schon interessiert im Nachbarforum.
Dem Thread im Nachbarforum folge ich auch, allerdings ist das nicht meiner. Zu meinem Potsdamer Ringbahnhof gibt es noch keinen Baubericht online, sondern bisher lediglich einen Plan und gebaute Segmentkästen. ich hoffe ihn über den Weihnachtsurlaub in einen fahrbereiten Zustand zu bringen und werde ihn dann auch vorstellen.
Zitat von Ferrovia im Beitrag #3
Deine Planung für den Kellerraum finde ich sehr spannend. Da sind viele tolle Elemente dabei (elektrische Nebenbahn). Vor den weiteren Planungen müsstest Du aber noch mehr dazu erzählen, was für einen Betrieb Du machen willst. Im Brokkoli steht Einzelspieler. Um das alles allein zu bewältigen, ist das ganz schön viel mit mehreren Hauptbahnen, großem Bahnhof, elektrischer Nebenbahnen, Anschließern. Was möchtest DU gerne auf Deiner Anlagen machen?
Viele Grüße
Lars
Ich habe mir das so vorgestellt, dass ich als Einzelspieler einen reduzierten Betrieb machen könnte. Also so wie ich die Anlage nach und nach in jeweils schon für sich betriebsfähigen Bauabschnitten bauen möchte, sollen die einzelnen Teile auch betriebsfähig sein, ohne den kompletten Betrieb durchzuführen.
Also bspw. wenn ich nur eine schnelle Runde abends alleine nach der Arbeit mit der Bahn spielen will, dann mache ich eben nur den Betrieb in Bad Strahleberg, und der Bahnhof Hirschthal dient dann sozusagen nur als Fiddleyard.
Ich habe im Brokkoli nicht "Gruppe" angekreuzt, weil ich (noch) keine feste Gruppe habe, mit der ich Betrieb machen kann. Ich habe Freunde, die immer wieder Interesse an dem Hobby gezeigt haben und einer Betriebs-Session nicht abgeneigt wären, ich habe einen kleinen Neffen, der schon sehr begeistert mit meiner alten Märklin-Bahn aus Kindertagen spielt, die ich ihm letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt habe, und ich bin in einem Modellbahnverein und habe Vereinskollegen, die dem Thema Schlesien auch sehr positiv gegenüber stehen. Also ich hoffe, wenn die Anlage Form annimmt, kommen auch die Mitspieler. Ansonsten habe ich mir das so gedacht, dass ich je nach Anzahl der Mitspieler bspw. im Fiddleyard Görlitz oder sogar in beiden Fiddleyards alle Züge für eine Betriebssitzung vorbereiten kann, mir die dann nach und nach vom Kollege Computer zum Bahnhof fahren lassen kann und dann, wenn ich sie im Bahnhof entsprechend behandelt habe, zum dann leeren Gleis im Fiddleyard per Computer zurückschicken kann. Dann kann ich zwischen den Sitzungen die Züge im FY wieder für den Betrieb vorbereiten, Loks umlaufen lassen usw.
Zitat von Sebastian im Beitrag #4
Skeptisch bin ich aber ob der Komplexität des Vorhabens. Du baust ja letztlich Ausschnitte eines ganzen Eisenbahnknotens nach; da spricht nichts dagegen, aber ich würde hier und da doch nachdenken ob man das nicht etwas entschärfen sollte. Hirschthal Hbf. als Kopfbahnhof nimmt den Verkehr von vier Strecken, davon zwei zweigleisigen auf - das Vorbild hätte dort eher 6-8 Bahnsteiggleise gebaut. Dazu die "Verbindungsbahn", der abseitige Rbf, diverse Relationen im Personenfernverkehr... das ist irgendwie keine Mittelstadt in den schlesischen Bergen, das ist eher eine echte Großstadt, Klein-Breslau oder so. Dazu die Nebenbahn nach Strahleberg, Spitzkehre zum Bergwerk und so weiter. Mein Gefühl ist dass man einem solchen Vorbild in einem Raum dieser Größe auch mit Multideck nicht gerecht wird. Zum Vergleich: meine eigene Anlage ist auch Multideck (zweieinhalb Ebenen in kontinuierlicher Steigung), aber der Raum hat die vierfache Größe. Der Umfang des dargestellten Eisenbahnnetzes und sein betriebliche Komplexität dürfte jedoch nur etwa 50% von deinem Projekt betragen.
Das ist ein guter Punkt, das lässt sich reduzieren. Ich habe nochmal darüber nachgedacht und die Verbindungsbahn sowie die Strecke nach Görlitz eingleisig gemacht, so dass nur noch die Strecke zwischen Hirschthal Hbf und Hirschthal Breslauer Bahnhof zweigleisig ist, über die auch die Bereitstellung von Personenzügen aus der Abstellung erfolgen wird. Die Nebenbahn nach Sachsen lässt sich auch erstmal einsparen, bei Bedarf lässt sich der Fiddelstick im Nachhinein unkompliziert nachrüsten. Ich habe das mal (nicht-maßstäblich) aufs Papier gebracht, wie ich mir das so grob vorstelle. Jeweils als U an der Wand entlang:
Hier zunächst die oberen beiden Ebenen. Für den Gleisplan von Hirschthal habe ich einfach mal einen Teil von Lauscha wiederverwendet, der sich bisher bewährt hatte, der ist hier mit Textmarker gelb hinterlegt, und dann die zusätzlichen Bahnsteiggleise, den Güterschuppen, den Postbahnsteig und die Drehscheibe bzw. Lokbehandlungsanlagen hinzugefügt. Ich bin aber auch offen dafür, den Bahnhof komplett anders zu gestalten.
Außerdem habe ich ein weiteres Stumpfgleis für den Triebwagen nach Bad Strahlebergaußerhalb der Bahnhofshalle hinzugefügt.
Hier wäre dann die untere Ebene mit den beiden Fiddleyards. Der ausgestaltete Bereich ist jeweils in Gelb umrandet.
Dort habe ich auch die jeweiligen Bauabschnitte vermerkt:
Als erstes müssen die Wendel erstellt werden (Für die Strecke zwischen Hirschthal und Bad Strahleberg habe ich bereits eine eingleisige Wendel aus meiner Lauscha-Anlage, die ich wiederverwenden würde). Dann würde ich zunächst Bad Strahleberg und den Karolusschacht umsetzen, ans untere Ende der Wendel würde ich einen temporären Fiddleyard bzw. Fiddlestick setzen. Als nächstes würde ich Hirschthal umsetzen, dann können beide Enden der elektrischen Strecke genutzt werden, die restlichen Gleise würden zunächst ohne Funktion bleiben.
Anschließend den FY Görlitz, dann kann Hirschthal komplett in Betrieb genommen werden, und als letztes die Verbindungsbahn mit Abzweig sowie FY Breslauer Bf.
So würde ich hoffentlich innerhalb eines Jahres mit der oberen Ebene soweit vorankommen, dass Züge verkehren können.
Außerdem habe ich für die obere Ebene mit Bad Strahleberg und dem Karolusschacht bereits einen maßstäblichen Gleisplan erstellt:
Ist das eurer Meinung nach machbar oder sollte ich das Konzept noch deutlicher reduzieren?
Vielen Dank und viele Grüße
Paul
#6 RE: “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
Hallo Paul!
Zitat
Dem Thread im Nachbarforum folge ich auch, allerdings ist das nicht meiner.
Ups.
Danke für Deine Skizzen. So kann ich mir das schon besser vorstellen. Ob der Bahnhof Hirschthal so funktioniert und das betrieblich leisten kann, was er soll, weiß ich nicht so recht. Aber das würde jetzt erst mal noch nicht stören. Ich finde Deinen Ansatz, mit Bad Strahleberg zu beginnen, sehr sinnvoll. Wenn der funktioniert, kannst Du weiter sehen.
Zu Bad Strahleberg habe ich daher ein paar Fragen. Wie muss ich mir den Eisenbahnbetrieb vorstellen? Ist das eine Privatbahn? Vermutlich schon. Die KPEV hat ja (meines Wissens) keine elektrischen Nebenbahnen im Inselbetrieb gehabt. Welche Fahrzeuge willst Du einsetzen? Mit welcher Spannung ist die Strecke elektrifiziert? Werden die Züge zum Karolusschacht mit Dampf oder Strom gefahren? Da hängt die Frage der Spannung ja mit dran. Bei niedriger Spannung sind die Elloks vielleicht nicht stark genug für den Güterverkehr.
Der Karolusschacht schließt im Off ja wieder an die Wendel an. Vermutlich willst darüber volle und leere Wagen austauschen. Das bringt Dir aber Verkehr auf die Strecke, den es eigentlich gar nicht gibt. Vielleicht ist deswegen eine echte Beladung der Wagen (mit echtem Schüttgut oder mit Einsätzen) einfacher und sinnvoller und Wagen sparender.
Plan Bad Strahleberg mal aus. Dann kann das gut werden! Ein Vorbild zur Orientierung könnte vielleicht die Kleinbahn Hausdorf-Wüstewaltersdorf sein.
Beste Grüße
Lars
#7 RE: “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
Hallo Paul,
danke für die Skizzen, so langsam wird die Vorstellung deiner Anlage sehr plastisch. Die Möglichkeiten einer Multideckplanung nutzt du sehr effektiv aus. Ein paar kritische Gedanken möchte ich dennoch anbringen.
Einige Betriebsstellen des Eisenbahnknotens werden ja in die Zugspeicher verlegt oder nur angedeutet. Ich habe den Eindruck dass, je nach Relation, manche Zugfahrten visuell und betrieblich recht unattraktiv werden könnten. Grundsätzlich werden die Züge sehr viel Zeit in den Gleiswendeln verbringen – bei Multideck nicht zu vermeiden, aber hier ist das Verhältnis Fahrt im sichtbaren Bereich vs. Fahrt im verdeckten Bereich wirklich extrem.
Als Beispiel ein Zug vom Breslauer Bahnhof nach Görlitz der nicht über den Hauptbahnhof verkehrt (das dürfte also alle Güterzüge vom Verschiebebahnhof Richtung Berlin, Dresden und Görlitz betreffen, aber auch die Personenzüge auf der Verbindungsbahn): Der verlässt den Zugspeicher, huscht rund 2 Meter sichtbar über die Abweigweichen und verschwindet. Dann ist er minutenlang in der Wendel verschwunden, ganz am Ende noch ganz kurz in der Schlucht zu sehen und endet im Zugspeicher Görlitz. Diese Züge sind also einige Minuten unterwegs aber nur zweimal ganz kurz zu sehen - ob das Spaß macht? Und du wirst einiges an Fahrzeugmaterial vorhalten müssen um diesen Verkehr glaubhaft darzustellen. Auch Züge via Hirschthal Hbf. werden zwei sehr lange Wendelfahrten machen.
Dann: ordentlich Ebenenabstand ist gut, aber wie willst du mit den 170cm Höhe der obersten Ebene umgehen? Bei meiner neuen Anlage ist ein Teil der obersten Ebene auf 160cm, das mache ich aber nur weil die Anlagentiefe dort gering ist und durchschnittlich große Menschen auf dieser (Augen-)Höhe so eben noch gut sehen und bedienen können. Um zu kuppeln oder die Nummer eines Wagens auf den hinteren Gleisen abzulesen gibt es ein schmales Minipodest mit Handgriffen auf das man kurz hochsteigt. Bei 170cm würde das definitiv nicht funktionieren, wie ausführliche Tests mit "Mock-Up´s" gezeigt haben.
Bevor das zu negativ klingt: bleib dennoch dran, tolles Thema, tolle Konzeption. Aber im Detail muss man da noch weiterplanen.
Grüße,
Sebastian
P.S.: Noch eine Frage zum Verständnis. Im Streckenschema gibt es den Fiddle Yard "Mitte" für den Verkehr aus Böhmen. Im Gleisplan finde ich den nicht wieder, wo ist er hin?
#8 RE: “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
Hallo Lars, hallo Sebastian,
danke für eure Antworten.
Zitat von Ferrovia im Beitrag #6
Zu Bad Strahleberg habe ich daher ein paar Fragen. Wie muss ich mir den Eisenbahnbetrieb vorstellen? Ist das eine Privatbahn? Vermutlich schon. Die KPEV hat ja (meines Wissens) keine elektrischen Nebenbahnen im Inselbetrieb gehabt. Welche Fahrzeuge willst Du einsetzen? Mit welcher Spannung ist die Strecke elektrifiziert? Werden die Züge zum Karolusschacht mit Dampf oder Strom gefahren? Da hängt die Frage der Spannung ja mit dran. Bei niedriger Spannung sind die Elloks vielleicht nicht stark genug für den Güterverkehr.
Ich hatte Hirschthal-Bad Strahleberg als Staatsbahnstrecke vorgesehen. Mir ist bewusst, dass es in der Realität ein Netz war, aber einen rein elektrischen Betrieb auch in Hirschthal möchte ich eher aus modellbahnerischen Gründen nicht machen: Es ist schwer bis unmöglich, preußische Personenzug- und Schnellzug-Elloks zu bekommen. Ab und an sehe ich mal welche auf ebay aber das geht direkt Richtung 1000€ aufwärts, das ist mir dann auch zu teuer. E44 und E18/19 möchte ich nicht einsetzen, da ich die Zeit ab 1933 nicht darstellen möchte. Außerdem habe ich bereits eine recht umfangreiche Sammlung an preußischen Dampfloks, die ich sonst auf unserer Vereinsanlage einsetze. Diese würde ich gerne auch auf dieser Anlage nutzen.
Theoretisch würde auch ein Lokwechselbahnhof in Betracht kommen, aber ich glaube nicht, dass der auf dem zur Verfügung stehenden Platz untergebracht werden kann. Für den Personenzug nach Bad Strahleberg habe ich einen Triebwagen ET 833/834 von Trix, für den Güterverkehr eine E71 von Roco, die ich noch auf preußisch umlackieren bzw. umnummerieren muss. Für die Epoche II habe ich eine E91 von Piko, außerdem hatte ich überlegt, einen ET88 selbst zu bauen.
Dementsprechend wären es 15kV Wechselstrom.
Zitat von Ferrovia im Beitrag #6
Der Karolusschacht schließt im Off ja wieder an die Wendel an. Vermutlich willst darüber volle und leere Wagen austauschen. Das bringt Dir aber Verkehr auf die Strecke, den es eigentlich gar nicht gibt. Vielleicht ist deswegen eine echte Beladung der Wagen (mit echtem Schüttgut oder mit Einsätzen) einfacher und sinnvoller und Wagen sparender.
Über diesen Punkt hatte ich mir auch schon Gedanken gemacht, für echtes Schüttgut bin ich zu schusselig, das würde ich über kurz oder lang über der Anlage verteilen. Wenn ich mit Einsätzen arbeite, müsste ich den Karolusschacht vermutlich an den weniger tiefen Schenkel versetzen, wo jetzt Bad Strahleberg ist, damit ich besser an das Gleis komme. Das würde auch mehr Freiheiten beim Gleisplan von Bad Strahleberg erlauben und ich könnte die Spitzkehre weglassen, weil der Höhenunterschied nicht mehr durch die Wendelumdrehungen vorgegeben wird. Das muss ich mal ausprobieren, das ist eine gute Idee!
Zitat von Sebastian im Beitrag #7
Dann: ordentlich Ebenenabstand ist gut, aber wie willst du mit den 170cm Höhe der obersten Ebene umgehen? Bei meiner neuen Anlage ist ein Teil der obersten Ebene auf 160cm, das mache ich aber nur weil die Anlagentiefe dort gering ist und durchschnittlich große Menschen auf dieser (Augen-)Höhe so eben noch gut sehen und bedienen können. Um zu kuppeln oder die Nummer eines Wagens auf den hinteren Gleisen abzulesen gibt es ein schmales Minipodest mit Handgriffen auf das man kurz hochsteigt. Bei 170cm würde das definitiv nicht funktionieren, wie ausführliche Tests mit "Mock-Up´s" gezeigt haben.
Darin sehe ich kein Problem, ich habe im Raum nämlich noch die beiden betonierten Fundamente, auf denen früher der Heizöltank saß. Die sind etwa kniehoch, fußbreit und ergeben ziemlich praktische Podeste, um die obere Ebene zu bedienen. Ich habe momentan bereits bei der Lauschaanlage einen Fiddleyard auf dieser Höhe, der sich von dem Podest aus gut erreichen lässt. Ich bin außerdem 1,87m groß, zum schauen reicht es sogar gerade noch ohne Podest.
Zitat von Sebastian im Beitrag #7
Als Beispiel ein Zug vom Breslauer Bahnhof nach Görlitz der nicht über den Hauptbahnhof verkehrt (das dürfte also alle Güterzüge vom Verschiebebahnhof Richtung Berlin, Dresden und Görlitz betreffen, aber auch die Personenzüge auf der Verbindungsbahn): Der verlässt den Zugspeicher, huscht rund 2 Meter sichtbar über die Abweigweichen und verschwindet. Dann ist er minutenlang in der Wendel verschwunden, ganz am Ende noch ganz kurz in der Schlucht zu sehen und endet im Zugspeicher Görlitz. Diese Züge sind also einige Minuten unterwegs aber nur zweimal ganz kurz zu sehen - ob das Spaß macht? Und du wirst einiges an Fahrzeugmaterial vorhalten müssen um diesen Verkehr glaubhaft darzustellen. Auch Züge via Hirschthal Hbf. werden zwei sehr lange Wendelfahrten machen.
Das ist ein guter Punkt, der mich auch stört, zu dem ich im Vorhinein leider keine andere Lösung gefunden habe. Für ein Spiral-Konzept ist der Raum nicht groß genug, da bekomme ich nicht genug Höhenunterschied. Ich hatte überlegt, dort wo der Wendel ist eine 180°-Kehre zu machen und dann den Rest nochmal zu durchfahren, aber selbst dann reicht das nur, wenn die komplette Strecke in der Steigung wäre und ich keine Betriebsstelle in der Steigungseben habe, die waagerechte Gleise erfordert. Das würde nur funktionieren, wenn ich das "Dreieckskonzept" komplett aufgebe und nur noch einen Fiddleyard habe, darüber die "Steigungsebene" und darüber den Bahnhof, aber dann müsste ich zum einen den FY sehr niedrig setzen, zum anderen müsste ich dann auch viel mehr Güterverkehr in den Bahnhof bringen, wozu mir wieder der Platz fehlt.
Außerdem bin ich skeptisch, ob ich das hinbekomme, solche großen und aufwendigen Segmente zu bauen, die jeweils zwei Strecken in der Steigung besitzen auf verschiedenen höhen.
Ich hatte überlegt, den unteren Schattenbahnhof nochmal eine Wendelumdrehung tiefer zu setzen und den Weg zwischen Wendel und Schlucht entlang der vorderen Anlagenkante als sehr flachen ausgestalteten Abschnitt zu bauen, mit einer Felswand oder Wald direkt hinter den Gleisen. Das würde zwar nicht die Wendel-Strecke verringern, aber wenigstens die sichtbare Strecke vergrößern.
Zu dem Fahrzeugmaterial – da ist schon eine recht umfangreiche Sammlung vorhanden, ich habe jeweils für Epoche I und Epoche II jeweils 4 Personenzug, Schnellzug und Güterzugloks. Ich nutze die vor allem im Verein, aber würde trotzdem gerne auch zu Hause eine Bahn bauen, auf der eine gewisse Fahrzeugvielfalt glaubhaft einsetzbar ist, also keine reine Nebenbahn oder Privatbahn.
Zitat von Sebastian im Beitrag #7
P.S.: Noch eine Frage zum Verständnis. Im Streckenschema gibt es den Fiddle Yard "Mitte" für den Verkehr aus Böhmen. Im Gleisplan finde ich den nicht wieder, wo ist er hin?
Den habe ich nach deinem Feedback bzgl. der großen Komplexität aus dem ersten Beitrag gestrichen, Damit entfallen auch zwei Personenzugpaare täglich und ein Nahgüterzug. Der wäre nur als Fiddlestick, der an der Rückseite des Wendels aus dem äußeren Wendel-Gleis abzweigt und vor der Tür eingesetzt wird vorgesehen gewesen.
Insgesamt habe ich gerade irgendwie das Gefühl, mir fehlt noch die zündende Idee, wie ich es in dem zur Verfügung stehenden Raum ein anderes Konzept bzw. einen anderen "Grundriss" mit weniger Komplexität bauen kann, ohne auf die Hauptbahn bzw. das städtische Thema zu verzichten. Also ich bin da auch für ganz andere Ideen, Anlagenformen, o.ä. offen, falls Ihr da Anregungen oder Ideen habt.
Ich habe auch überlegt, statt einem Kopfbahnhof einen Durchgangsbahnhof darzustellen, den Großteil davon nur als Fiddleyard darzustellen, um nur ein Vorfeld unterbringen zu müssen à la Rolf Knippers Elberfeld, aber dann muss ich irgendwie die Tür mit einer Klappbrücke o.ä. überbrücken, das erhöht wieder die Schwierigkeit beim Bau. Wenn ich den großen Bahnhof nach oben über die Tür lege, dann verlängert sich die nötige Wendel-Strecke zum anderen Fiddleyard wieder. Das ist auch nicht optimal.
Vielen Dank und viele Grüße
Paul
#9 RE: “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
Hallo Paul!
Zitat von KED.Berlin im Beitrag #8
Insgesamt habe ich gerade irgendwie das Gefühl, mir fehlt noch die zündende Idee, wie ich es in dem zur Verfügung stehenden Raum ein anderes Konzept bzw. einen anderen "Grundriss" mit weniger Komplexität bauen kann, ohne auf die Hauptbahn bzw. das städtische Thema zu verzichten. Also ich bin da auch für ganz andere Ideen, Anlagenformen, o.ä. offen, falls Ihr da Anregungen oder Ideen habt.
Ich habe auch überlegt, statt einem Kopfbahnhof einen Durchgangsbahnhof darzustellen, den Großteil davon nur als Fiddleyard darzustellen, um nur ein Vorfeld unterbringen zu müssen à la Rolf Knippers Elberfeld, aber dann muss ich irgendwie die Tür mit einer Klappbrücke o.ä. überbrücken, das erhöht wieder die Schwierigkeit beim Bau. Wenn ich den großen Bahnhof nach oben über die Tür lege, dann verlängert sich die nötige Wendel-Strecke zum anderen Fiddleyard wieder. Das ist auch nicht optimal.
Paul
Ok - ich verstehe das jetzt so dass die Planung deinerseits noch nicht in Stein gemeißelt ist und du auch gegenüber ganz anderen Ansätzen offen wärst. Mir geistern da ein paar Ideen im Kopf herum; wenn du möchtest versuche ich die, unter Berücksichtigung deiner Wünsche, über Weihnachten zu Papier zu bringen? Aber vielleicht haben die anderen auch noch Ideen?
Grüße,
Sebastian
#10 RE: “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
Hallo Sebastian,
ja, sehr gerne, das wäre sehr nett von dir. Ich wäre da ganz offen gegenüber anderen Ansätzen.
Mir selbst kam auch noch die Idee, anstatt der U-Form nur den Wendel in der Ecke beizubehalten und ansonsten eine Zunge mit Trennkulisse in die Mitte des Raumes zu stellen. Dann verliere ich zwar Länge, aber dafür wäre ein umkehren auf allen Ebenen und damit ein Durchgangsverkehr ohne zweite Wendel möglich und die Fahrtstrecke pro Ebene wäre deutlich länger. Ich werde die nächsten Tage mal etwas im Gleisplanprogramm zeichnen um herauszufinden, ob das praktikabel wäre.
Viele Grüße
Paul
#11 RE: “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
Moin Paul,
was hieltest du denn davon, deinen jetzigen Hauptbahnhof zum Stadtbahnhof zu machen, der über eine kurze Strecke durch die Stadt mit dem Breslauer/Hauptbahnhof verbunden ist?
So wie in Baden-Baden zum Beispiel. Du kannst dir das Gros an Lok- und Wagenbehandlungsanlagen sparen, und musst nicht den gesamten Hauptbahnverkehr in deinen relativ kleinen Kopfbahnhof lenken.
Vom Stadtbahnhof kann ja weiterhin die Nebenbahn abgehen. Wobei ich auch da mit dem Inselbetrieb etwas hardere. Andererseits waren die Wiesen- und Wehratalbahn auch lange Inselbetriebe...
Ich persönlich würde außerdem auf einen der beiden Schattenbahnhöfe und eine Viaduktszene verzichten, drei Ebenen sind schon, sprichwörtlich, ne Menge Holz.
Also ich glaub wir können uns da schon was Plausibles zusammenbasteln, bin gespannt, wies weitergeht,
Gruß
Alex
#12 RE: “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
#13 RE: “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
Hallo Paul,
derzeit mache ich ein paar Skizzen wie man deinen Raum alternativ nutzen könnte, möchte aber ein paar Fragen loswerden:
- In welcher Höhe verlaufen die Heizungsrohre?
- Öffnet die Tür nach innen oder nach außen?
- Ist es für dich denkbar mit einer schwenkbaren Türbrücke im Eingang zu planen?
- Welche Mindestradien (sichtbar und unsichtbar) sind im Hinblick auf deinen Fahrzeugpark akzeptabel?
- Soweit du Dampfloks einsetzt, die ja gedreht werden möchten: was werden die längsten Dampfer sein?
- Möchtest du unbedingt beim erwähnten Piko-A-Gleis bleiben? Gegenüber fortgeschrittenen Gleissystemen wie Peco oder Tillig schränkt man sich damit doch sehr ein.
Grüße,
Sebastian
#14 RE: “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
Hallo zusammen,
vielen Dank für eure Antworten und Anregungen. Leider hat mich die letzte Woche die Grippewelle voll erwischt, so dass ich leider nicht zum Eisenbahnbauen und auch kaum zum Eisenbahnplanen gekommen bin. Ich habe mir eure Anregungen bzgl. Stadtbahnhof bzw. Freiburger Bahnhof durch den Kopf gehen lasssen und finde die Ideen sehr charmant, da sie mir Schnellzüge auf kleinerem Raum erlauben. Ich nehme mir immer zu viel vor, und eine kleinere, weniger komplexe Planung ist eine gute Idee. Ich habe dazu einmal die Idee einer Zunge im Raum, auf deren oberster Ebene über die komplette Raumlänge als Duck-under der Freiburger Bahnhof Platz findet, während die Ebene darunter einen Lokwechselbahnhof von elektrisch auf Dampf sowie das Gaswerk aufnimmt.
Leider reicht dazu die Raumlänge nicht, selbst wenn ich den Durchgang auf 50cm verringere, ohne dass das aussieht wie eine Karrikatur: Hier mal nur die Durchgänge, in Rot die Wendel und in Grau die Kehr-Kurve am Zungenende (beides jeweils R5/R6 Roco Line).![]()
Deshalb habe ich mich entschieden, meine Wünsche und Ansprüche etwas zu reduzieren und das Anlagenthema zu vereinfachen: Statt der Hauptstrecken mit Dampfbetrieb und der elektrischen Nebenstrecke soll es nur noch eine elektrische eingleisige Hauptstrecke geben. Diese könnte gedanklich eher an die "Zackenbahn" angelehnt werden, wobei deren Endpunkt etwas aufgewertet wird zur Kleinstadt Bad Strahleberg mit etwa 40 000 Einwohnern, aber einer renommierten Bergakademie sowie großem Tourismus. Hierhin sollen auch insbesondere in der Wintersportsaison direkte Schnelzüge aus Berlin und Breslau verkehren. Wegen E-Lok-Mangels verkehren zu Beginn nur die Kohlezüge und der Triebwagen elektrisch, der Rest per Dampf. In der Epoche II verkehren mehr und mehr Züge elektrisch, so dass nur noch Sonderzüge bzw. Urlauber-Schnellzüge dampfgeführt sind.
Wegen der 3% Steigung der Strecke müssen die Zuglängen der Dampfzüge reduziert werden bzw. es wird Vorspann nötig.
Die oberste Ebene mit Bad Strahleberg und dem Schacht kann konzeptionell erstmal gleich bleiben, wobei ich mit dem Gedanken spiele, den Schacht und den Bahnhof zu tauschen. Die mittlere Ebene kann dann übber der Tür auf 145cm Höhe passieren und dann mit einer kontinuierlichen Steigung entlang der Wand absinken. Außerdem gibt es hier entweder einen Zwischenbahnhof in der Ebene, oder nur einen Betriebsbahnhof in der Steigung, an dem sich Züge begegnen können; und eine Anschlusstelle für bspw. ein Holzladegleis.![]()
Darunter kommt der Fiddleyard "Hirschthal". Auf der Fiddleyard-Ebene liegt an der langen schmalen Raumseite außerdem das städtische Gaswerk, was an den FY angebunden ist:![]()
Mit dieser Konzeption sollte das Ganze deutlich einfacher zu bauen und betreiben sein, ohne mich in der Vielzahl der möglich einsetzbaren Fahrzeuge zu sehr zu beschränken. Das städtische Element kann bei der Gestaltung des Gaswerks zum Tragen kommen. Was haltet ihr davon?
Zitat von Sebastian im Beitrag #13
Hallo Paul,
derzeit mache ich ein paar Skizzen wie man deinen Raum alternativ nutzen könnte, möchte aber ein paar Fragen loswerden:
- In welcher Höhe verlaufen die Heizungsrohre?
- Öffnet die Tür nach innen oder nach außen?
- Ist es für dich denkbar mit einer schwenkbaren Türbrücke im Eingang zu planen?
Hallo Sebastian, danke, das ist sehr nett von dir!
Zu den Fragen: Die Heizungsrohre verlaufen zwischen 120cm und 180cm Höhe. Diese müssen aber nicht dauerhaft bzw. oft zugänglich sein, nur falls mal was repariert/umgebaut werden muss, wenn dazu Segmente demontiert werden können reicht das vollkommen aus.
Die Tür ist nur ein Durchgang zum Haupt-Kellerraum, sie besitzt keinen Türflügel.
Grundsätzlich wäre eine Brücke möglich, aber da die Tür soweit in der Ecke ist müsste die dann sehr groß und damit schwer werden. Da weiß ich nicht ob ich das hinkriege.
Zitat von Sebastian im Beitrag #13
- Welche Mindestradien (sichtbar und unsichtbar) sind im Hinblick auf deinen Fahrzeugpark akzeptabel?
Technisch sind mindestens 419mm nötig, ich würde so enge Radien aber auch im Schattenbereich gerne vermeiden und mindestens den Piko R3 (~480mm) verwenden. Im Sichtbereich wären mindestens der Piko R4 in Innenkurven schön.
Zitat von Sebastian im Beitrag #13
- Soweit du Dampfloks einsetzt, die ja gedreht werden möchten: was werden die längsten Dampfer sein?
Die längsten Loks sind eine Brawa 01 und eine Gützold 19. Die müssen aber nicht zwingend auf der Anlage fahren können. Ich möchte auf jeden Fall die P8 bzw. die Preuß. S6 drehen können. Wenn die 275mm der 01 untergebracht werden können wäre das aber ein Plus.
Zitat von Sebastian im Beitrag #13
- Möchtest du unbedingt beim erwähnten Piko-A-Gleis bleiben? Gegenüber fortgeschrittenen Gleissystemen wie Peco oder Tillig schränkt man sich damit doch sehr ein.
Im Sichtbereich würde ich gerne Roco Line oder Tillig Elite eingesetzt werden, insbesondere die Tillig Weichen finde ich sehr schön. Ich würde aber gerne im Schattenbereich Piko A verwenden, einfach weil ich das schon habe.
Vielen Dank für deine Mühen und ich wünsche ein gutes neues Jahr!
Viele Grüße
Paul
#15 RE: “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
Hallo Paul!
Zitat von KED.Berlin im Beitrag #14
Deshalb habe ich mich entschieden, meine Wünsche und Ansprüche etwas zu reduzieren und das Anlagenthema zu vereinfachen: Statt der Hauptstrecken mit Dampfbetrieb und der elektrischen Nebenstrecke soll es nur noch eine elektrische eingleisige Hauptstrecke geben.
Glückwunsch zu dieser Entscheidung! Das Thema ist erheblich besser zu handhaben, und da kann etwas richtig tolles draus werden.
In deine jetzigen Pläne muss ich mich noch etwas reinlesen. Was mir spontan nicht so ganz gefällt ist die "isolierte" Anbindung des Gaswerks, so hinten rum aus dem Fiddle Yard. Ich würde den Fiddle eher an die obere Wand verlegen, dafür an der unteren Wand einen weiteren Bahnhof - "die Kleinstadt im Tal", bevor es bergauf nach Strahleberg geht. Hier könnte es ein einigermaßen städtisches Umfeld geben das u. a. auch das Gaswerk aufnimmt.
Überhaupt die Elektrifizierung: wenn wir annehmen dass die Strecke erst kürzlich elektrifiziert wurde ist es durchaus plausibel dass vor der Lieferung von E17 & Co. noch nicht genug E-Tfz zur Verfügung stehen, etwa so:
- Personenzüge weitgehend elektrisch mit ET89 oder E71
- Eil- und Schnellzüge (da kann es ja, wie auf der Zackenbahn oder nach Krummhübel, einiges geben) mit Dampfloks (P8, P10, S10.1); auf dem letzten Stück nach Strahleberg werden schwere Fernzüge mit Vorspann oder Nachschub durch E91 unterstützt
- Nahgüterzüge mit Dampf (G7, G8, G10...) da die Zugloks auch in Neben- und Anschlussgleise rangieren müssen die (noch) nicht überspannt sind
- Kohlezüge leer und beladen mit E91 oder E95
Grüße
Sebastian
P.S.: Diese Seite http://www.rbd-breslau.de/index.html kennst du sicherlich?
#16 RE: “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
Hallo Paul!
Mich überzeugt Dein Entwurf so auch sehr. Auf der mittleren Ebene würde ich einen richtigen Bahnhof vorsehen und nicht bloß einen Betriebsbahnhof. Da wäre es doch schade um die Möglichkeiten, die ein anständiger Bahnhof bietet.
Auf ein erfolgreiches Modellbahnjahr 2026
Lars
#17 RE: “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
Hallo Sebastian, hallo Lars,
danke für eure Kommentare. Ich habe diese mal in einen überarbeiteten Gleisplan einfließen lassen:
Zunächst das neue Bad Strahleberg:
Der Bahnhof ist größer geworden, er besitzt nun drei Bahnsteigkanten und ist stadtnaher geworden. Ich stelle mir hier eine kleinstädtische Bebauung mit 3-4stökigen Häusern in Blockrandbebauung in der Bahnhofstraße und freistehenden Häusern und Kirche am Hang Richtung Karolusschacht. Den unteren Abschluss des Bahnhofes bildet wie in Oberschreiberhau eine Felswand bzw. Stützmauer. Die Strecke verschwindet dann in einem Einschnitt und schließlich Tunnel in der Wendel. Hier befindet sich ebenfalls eine Lokeinsatzstelle mit Lokschuppen für die örtliche Rangierlok sowie relativ großer Drehscheibe und Bekohlungsanlage für hier wendende Loks. Der Rest der Wendel wird durch das Kühlhaus bzw. die Lebensmittel/Konservenfabrik kaschiert, diese bekommt Kohle geliefert, um die Kompressoren zu betreiben, sowie Lebensmittel in Kühlwägen bzw. G-Wägen, evtl. auch Vieh. Unter dem Kohlenlagerplatz bzw. in der Wendel befinden sich Wartungsklappen. Ich spiele mit dem Gedanken, diese Fabrik wie in Oberschreiberhau durch eine Glashütte zu ersetzen, aber eigentlich transportiere ich schon genug Schüttgut mit der Kohle, da brauche ich nicht auch noch Sand und Kalk. Zum Schacht geht es mit Dampf eine knapp 3%ige Steigung hinauf.
Ich habe mich nochmal etwas belesen bzgl. des Lokmangels bei Dampftraktion, noch 1923 wurden erst weniger als die Hälfte der Züge elektrisch gefahren. Auch habe ich diese Postkarte gefunden, die einen (maßstäblich fragwürdigen) Dampfzug unter Oberleitung zeigt: Postkarte![]()
Auch die mittlere Ebene habe ich überarbeitet.
Zitat von Ferrovia im Beitrag #16
Auf der mittleren Ebene würde ich einen richtigen Bahnhof vorsehen und nicht bloß einen Betriebsbahnhof. Da wäre es doch schade um die Möglichkeiten, die ein anständiger Bahnhof bietet.
Auf ein erfolgreiches Modellbahnjahr 2026
Danke, dir auch ein erfolgreiches Modellbahnjahr!
Der Betriebsbahnhof ist zum Bahnhof Petersdorf aufgewertet worden.
Dieser sowie das Iserviadukt liegen nun in der Waagerechten. Dazu musste ich die Steigung zwischen Petersdorf und Iserviadukt nochmal etwas erhöhen auf nun 3,3%. Deshalb ist in Petersdorf neben einem Gleiswechsel, um das Bahnsteiggleis zu umfahren auch ein Wartegleis für die Schiebelok hinzugekommen. Das Anschlussgleis liegt nun an einem Sägewerk, dieses besitzt auch eine Wassermühle und einen Mühlteich, dessen Bach die Strecke in geringer Höhe überquert. Allgemein soll die Landschaft an der Stelle noch flacher und sehr waldig sein, während sie dann an der Rampe steiler und felsiger wird und der Iserviadukt schließlich eine tiefe Schlucht überquert.
Die gestückelten Kurven sollen übrigens in echt Flexgleis werden, ich kriege es nur nicht hin, mit diesem Programm Flexgleis-Kurven zu zeichnen, die wirklich rund und keine Parabeln sind.
Für die untere Ebene hatte ich ursprünglich die Aufteilung so gewählt, dass der gestaltete Bereich unter dem höheren Abschnitt der mittleren Ebene liegt, mit der Schlucht bzw. der Bahn am felsigen Abgrund entlang ist das onehin hinfällig.
Zitat von Sebastian im Beitrag #15
In deine jetzigen Pläne muss ich mich noch etwas reinlesen. Was mir spontan nicht so ganz gefällt ist die "isolierte" Anbindung des Gaswerks, so hinten rum aus dem Fiddle Yard. Ich würde den Fiddle eher an die obere Wand verlegen, dafür an der unteren Wand einen weiteren Bahnhof - "die Kleinstadt im Tal", bevor es bergauf nach Strahleberg geht. Hier könnte es ein einigermaßen städtisches Umfeld geben das u. a. auch das Gaswerk aufnimmt.
Ich habe mal deinen Vorschlag aufgegriffen und einen Bahnhof "Hirschthal West" gezeichnet. Dieser liegt unmittelbar westlich des Bahnhofsvorfeldes des Hauptbahnhofs, der nun durch den Fiddleyard repräsentiert wird. So kann der Bahnhofskopf des Fiddleyards noch gestaltet werden und ich verschwende somit keinen Platz für nicht gestaltete Weichenvorfelder. Der Bahnhof liegt im Einschnitt und der gestaltete Bereich ist links und rechts jeweils durch eine Brücke kaschiert. Neben elektrifizierten Durchfahrtgleisen besitzt er auch zwei elektrifizierte Bahnhofsgleise, außerdem die Anschlussgleise des Gaswerks, diese sind nicht elektrifiziert. Eine Übergabe eines Kohlezuges kann entweder über die Durchfahrts-Gütergleise erfolgen, oder der Zug muss in den FY gefahren werden und wird von dort von der Dampflok geholt. Das rechte Weichenvorfeld wird von einem Empfangsgebäude über den Gleisen, sowie von der Bebauung des Gaswerks (hohe Gaswäscher und Tanks für flüssige Bestandteile, die per Kesselwagen verladen werden. Die hässliche Kurve der Gaswerk-Gleise wird ebenfalls durch eine Brücke getarnt. Die Wendel wird als großer gemauerter Gasometer kaschiert. Auch hier ist im Dreieck des Gaswerks eine Wartungsluke. Außerdem zweigt vom Gaswerk noch ein eigenes Gleis in den Fiddleyard ab. Dieses kann als Industriestammgleis eine oder mehrere weitere Industrien simulieren, oder ermöglicht, das Gaswerk eigenständig ohne Nutzung der Hauptstrecke zu betreiben. Neben diesem Gleis verfügt der FY über 6 Gleise mit Drehscheibe am Ende sowie 3 Stumpfgleise für Triebwagen. Hier habe ich auch meine Piko A-Gleise recyclet und ich finde, dafür sieht es gar nicht so schlecht aus von der Geometrie.
Zitat von Sebastian im Beitrag #15
P.S.: Diese Seite http://www.rbd-breslau.de/index.html kennst du sicherlich?
Ja, tatsächlich bin ich durch deren Betreiber bzw. seinen Youtube-Kanal überhaupt erst auf den Geschmack der schlesischen Elektroloks gekommen :D
Viele Grüße
Paul
#18 RE: “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
Moin Paul,
eigentlich wollte ich direkt nach Sebastian noch ein paar Ideen einbringen, insbesondere zur Ebene mit dem Gaswerk.
Aber das hast du jetzt alles schon von dir aus umgesetzt
Das kann eine richtig tolle Anlage werden
Kommt die Kohle für die Konservenfabrik und das Gaswerk jeweils von Karolusschacht?
Ich persönlich würde tatsächlich die Glasfabrik bevorzugen, da sie für eine waldreiche und bergige Region ziemlich typisch ist. Da Glaswerke schon immer viel Brennstoff gebraucht haben, haben sie sich bevorzugt dort niedergelassen, wo es viel Holzkohle gab.
Eine Konservenfabrik ergibt da weniger Sinn, da man das Gemüse ja erst aus hunderten Kilometern Entfernung herankarren muss, nur um es dann wieder in die Ferne zu verschicken.
Gruß
Alex
#19 RE: “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
Hallo Alex,
Zitat von Fischkopp im Beitrag #18
Das kann eine richtig tolle Anlage werden
Danke, das hoffe ich auch. Wenn ich das so mit dem Bau auf Segmenten mit der Anlagentiefe und den Steigungen so hinkriege, das ist eigentlich das größte Fragezeichen für mich.
Zitat von Fischkopp im Beitrag #18
Ich persönlich würde tatsächlich die Glasfabrik bevorzugen, da sie für eine waldreiche und bergige Region ziemlich typisch ist. Da Glaswerke schon immer viel Brennstoff gebraucht haben, haben sie sich bevorzugt dort niedergelassen, wo es viel Holzkohle gab.
Ja, da hast du Recht, das ist sinnvoller. Das Kühlhaus kann ich auch bspw. über das Industriestammgleis am Fiddleyard fiktiv anbinden, dann kann ich trotzdem meine Kühlwagen einsetzen, als Eilgut in Personenzügen usw.
Ich bin nur noch nicht sicher, wie man den Quarzsand transportieren würde, sowas wie Staubsilowagen gab es ja noch nicht. Würde man da Klappdeckelwagen benutzen, oder einfach normale offene Wagen? Für den Kalk und die Borsäure(?) gibt es ja spezielle Wagen.
Ich habe die Fabrik jetzt einmal zur Glashütte umgebaut, außerdem habe ich den Kohlenlagerplatz und damit die Wartungsklappe vergrößert und die Rampe im Bahnhof Bad Strahleberg vom Güterschuppengleis zur Ladestraße verlegt, die hat mir direkt an der Bahnhofstraße nicht so gefallen:
Zitat von Fischkopp im Beitrag #18
Kommt die Kohle für die Konservenfabrik und das Gaswerk jeweils von Karolusschacht?
Genau, es gibt drei bzw. mit dem fiktiven Kühlhaus vier interne Warenströme: Kohle vom Karolusschacht zur Fabrik, Kohle vom Karolusschacht zum Gaswerk, und Holzbalken vom Sägewerk zum Karolusschacht zum Abstützen der Stollen. Außerdem Kühlwagen vom Kühlhaus nach Bad Strahleberg.
Der Rest geht nach FY Hirschthal Hbf. bzw. darüber hinaus: Kohle vom Karolusschacht nach Berlin, Holz vom Sägewerk raus in die Welt, Sand und Kalk und Säure zur Glashütte, Glas von der Glashütte in die Welt.
Was noch in Bad Strahleberg am Schuppen bzw. an der Ladestraße verladen wird, muss ich mir noch überlegen, da habe ich bisher noch keine guten Ideen.
Viele Grüße
Paul
#20 RE: “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
Guten Morgen Paul und alle anderen,
das sieht schon sehr gut aus! Auf der oberen Ebene möchte ich allerdings noch einen Verbesserungsvorschlag machen:
- Verlegung des Endbahnhofs Strahleberg an die obere Wand
- Verlegung der Zeche an die untere Wand, hinter dem stark abfallenden Streckengleis nach Hirschthal
- Anbindung der Zeche von Strahleberg über eine Anschlussbahn
Als Vorteile würde ich sehen:
1. Maximierung der sichtbaren Fahrtstrecke für Züge auf der Hauptstrecke
2. Verringerung der Anlagentiefe entlang der unteren Wand, Verbesserung der Sicht und der Zugriffsmöglichkeiten auf den Bahnhof darunter (der sonst wie "in einem engen Regalfach" liegen würde)
3. Positionierung der beiden größten Bahnhöfe (Hirschthal West und Strahleberg) auf unterschiedlichen Raumseiten, bei Mehrpersonenbetrieb kommen sich die Bediener nicht ins Gehege
4. Betrieblich interessante Abläufe bei den Kohlezügen die in Strahleberg Kopf machen (und vielleicht in zwei Teilfahrten aufgeteilt werden) müssen
Was meinst du?
Der Gleisplan von Strahleberg müsste an der oberen Wand etwas schlanker werden, aber da hätte ich auch Ideen. Übrigens finde ich die Güterverkehrsanlagen in Strahleberg für eine Stadt dieser Größe etwas zu schmal dimensioniert, da könnte man ohnehin noch mal ran.
Grüße,
Sebastian
#21 RE: “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
Hallo Sebastian,
danke für deine Anregungen.
Zitat von Sebastian im Beitrag #20
- Verlegung des Endbahnhofs Strahleberg an die obere Wand
Die Idee hätte einige Vorteile, ich muss nacher einmal ausprobieren, ob ich den Bahnhof da unterkriege. Neben den von dir genannten Vorteilen würde es mir auch erlauben, den Höhenabstand zur mittleren Ebene zu erhöhen, ohne zusätzliche Wendel-Umdrehungen hinzuzufügen. Außerdem könnte dann auch ein weiteres Stumpfgleis über der Tür entlanggeführt werden und neben dem Wendel in einem Tunnel enden, so könnte die Weiterfahrt einzelner Triebwagen ins tschechische Grünthal/Polaun/Korenov simuliert werden. In der Epoche II musste die DRG für die Anfahrt dieses Bahnhofs pro Achse Geld an die CSD bezahlen, so dass die üblicherweise aus 2xRübezahl-ET mit mehreren Mittelwagen dazwischen bestehenden Triebzüge vor der Grenze getrennt wurde und ein ET weitergefahren ist, während der andere ET mit den Mittelwagen auf deutscher Seite auf dessen Rückkehr wartete.
Zitat von Sebastian im Beitrag #20
- Verlegung der Zeche an die untere Wand, hinter dem stark abfallenden Streckengleis nach Hirschthal
- Anbindung der Zeche von Strahleberg über eine Anschlussbahn
Das verstehe ich noch nicht ganz, wie du das mit der Zeche hinter dem Streckengleis meinst. Würdest du die Wendel andersherum drehen lassen, so dass die Strecke entlang der vorderen Anlagenkante führt? Ich hätte es so geplant, dass die Wendel so bleibt, wegen der Überquerung der Tür auf der mittleren Ebene, und die Zeche vor dem Streckengleis liegt, mit den Ladegleisen an der vorderen Anlagenkante, so dass ich leicht an die Wagen komme, um von Hand die Kohleladungen einzusetzen.
Zitat von Sebastian im Beitrag #20
Der Gleisplan von Strahleberg müsste an der oberen Wand etwas schlanker werden, aber da hätte ich auch Ideen. Übrigens finde ich die Güterverkehrsanlagen in Strahleberg für eine Stadt dieser Größe etwas zu schmal dimensioniert, da könnte man ohnehin noch mal ran.
Ja, die Güteranlagen hatte ich etwas reingequetscht, wo noch Platz war. Ich würde später mal eine neue Version des Bahnhofs zeichnen, was hast du denn diesbezüglich für eine Idee?
Ich könnte mir auch vorstellen, die Glashütte ganz wegzulassen und dafür größere Güteranlagen im Bahnhof zu haben. Zusammen mit dem zusätzlichen Betrieb durch die ET-Trennung und Weiterfahrt und die Teilung bzw. Zusammensetzung der Kohlezüge (eine sehr gute Idee, danke, dann kann auch die Zeche in der Länge kürzer werden) soll mich das ja auch im Einzelspielerbetrieb nicht überfordern.
Viele Grüße
Paul
#22 RE: “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
Hallo Paul!
Zitat von KED.Berlin im Beitrag #21
Das verstehe ich noch nicht ganz, wie du das mit der Zeche hinter dem Streckengleis meinst. Würdest du die Wendel andersherum drehen lassen, so dass die Strecke entlang der vorderen Anlagenkante führt? Ich hätte es so geplant, dass die Wendel so bleibt, wegen der Überquerung der Tür auf der mittleren Ebene, und die Zeche vor dem Streckengleis liegt, mit den Ladegleisen an der vorderen Anlagenkante, so dass ich leicht an die Wagen komme, um von Hand die Kohleladungen einzusetzen.
Das versuche ich heute Abend mal zu skizzieren wie ich mir das dachte.
Zu Strahleberg: meine Idee war dies als echten Kopfbahnhof, eben Endpunkt einer eingleisigen Hauptbahn im Mittelgebirge, zu planen: vier Bahnsteiggleise, zwei Güterzuggleise, großzügige Ortsgüteranlage, kleine Abstellgruppe und Bw; alles in engen Platzverhältnissen am Hang mit städtischer Bebauung im Hintergrund. Als Vorbild hatte ich dabei Bad Harzburg im Kopf, wenn auch mit weniger Gleisen.
Falls es nun doch eine Fortsetzung nach Böhmen geben soll wäre diese Idee aber obsolet, dann muss es ein echter Durchgangsbahnhof werden.
Viele Grüße
Paul[/quote]
#23 RE: “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
Hallo Paul,
eine Sache noch die bei der Planung berücksichtigt werden sollte: mit welcher Kupplung willst du fahren und wie soll die entkuppelt werden? Wir müssen ja bedenken dass ein Bediener überall mit dem Entkupplungswerkzeug rankommen soll, und gerade bei großer Anlagenhöhe und Oberleitung ist das nicht so trivial.
Grüße,
Sebastian
#24 RE: “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
Hallo Sebastian,
Zitat von Sebastian im Beitrag #22
vier Bahnsteiggleise, zwei Güterzuggleise, großzügige Ortsgüteranlage, kleine Abstellgruppe und Bw; alles in engen Platzverhältnissen am Hang mit städtischer Bebauung im Hintergrund. Als Vorbild hatte ich dabei Bad Harzburg im Kopf, wenn auch mit weniger Gleisen.
das klingt sehr gut, das gefiele mir besser als der halb Kopf- und halb Durchgangsbahnhof, den ich zustande gebracht habe. Ich habe drei Bahnsteiggleise untergebracht, sowie ein BW für die Dampfloks und einem Gleis für Triebwagen und einem Gleis für Wagen, aber es wirkt alles sehr gequetscht und es ist quasi kein Platz mehr für eine kleinstädtische Kulisse:
Zitat von Sebastian im Beitrag #22
Falls es nun doch eine Fortsetzung nach Böhmen geben soll wäre diese Idee aber obsolet, dann muss es ein echter Durchgangsbahnhof werden.
ich könnte mir auch für die Anbindung nach Böhmen eine echte oder virtuelle Spitzkehre vorstellen. Daran soll es nicht scheitern, ich habe lieber einen guten Kopfbahnhof statt einen schlechten Durchgangsbahnhof.
Zitat von Sebastian im Beitrag #23
mit welcher Kupplung willst du fahren und wie soll die entkuppelt werden
Sorry, jetzt hatte ich deine Rückfrage heute morgen glatt übersehen.
Für alles, was im Betrieb entkuppelt werden muss, habe ich bisher die Roco Universalkupplung verwendet. Ich habe auch eine Lok mit Digitalkupplung ausgerüstet aber noch keine Betriebserfahrung damit, weil im Verein die Nebengleise noch nicht im Betrieb sind und auf meiner bisherigen Rohbauanlage die Gleise dummerweise im Bogen liegen. Für im Betrieb in der Regel zusammenhängende Garnituren von Personenwagen habe ich mit der Fleischmann Profikupplung gute Erfahrungen gemacht.
Ich hätte jetzt mit Entkupplungsgleisen im Bahnhof an den Enden der Bahnsteiggleise geplant und fürs Rangieren nahe an der Anlagenkante manuell per Holzstäbchen entkuppelt, aber bin gerne für bessere Ideen und Empfehlungen offen. Nur eine Umrüstung auf Kadee kommt wegen der Umstände mit der Kurzkupplungskulisse nicht für mich in Frage.
Viele Grüße
Paul
#25 RE: “Von Hirschthal nach Bad Strahleberg" – Mit Strom und Dampf (Freelance) durch Schlesien
Hallo zusammen,
ich habe mich nochmal an den Gleisplan für Bad Strahleberg gesetzt.
Zitat von Sebastian im Beitrag #22
Vorbild hatte ich dabei Bad Harzburg im Kopf, wenn auch mit weniger Gleisen.
Ich habe mir ein paar Ideen aus Bad Harzburg abgeschaut, insbesondere den Hosenträger und die verschiedenen Gleisniveaus.
Der Bahnhof hat jetzt 4 Bahnsteiggleise mit zwei Mittelbahnsteigen. Hinter dem Bahnhof dann die Felswand, dadurch ist auh das BW sehr gedrungen. nach unten im Plan hin wird das Gelände flacher, aber immer noch mit genug Steigung, dass im Vordergrund die nicht elektrifizierte Anschlussbahn zum Karolusschacht mit 2,2% ansteigt, dahinter liegt ein ebenes Ausziehgleis, auf dem auch der ET über Nacht abgestellt werden kann, wiederum dahinter fällt die Strecke nach Hirschberg mit 2,8% ab, während ganz hinten die Strecke nach Grünthal/Polaun/Korenov mit 2,5% ansteigt. Über der Wendel verschwindet diese im Tunnel, über der Tür liegt dann ein Fiddlegleis mit Umfahrungsmöglichkeit, so dass hier nicht nur der Triebwagen verkehren kann, sondern auch ein Nahgüterzug. Das Ende des Gleis soll hinter einer Häuserzeile am Bahnhofsvorplatz versteckt sein, so dass man zum fiddlen auf einen Tritthocker steigen muss.
Im BW habe ich zunächst ein Dampf-BW geplant und anschließend bspw. die Gleise vom Lokschuppen nach oben durchtrennt, so dass dort die E-Loks abgestellt werden können.
Hier der Gleisplan:
Was haltet ihr von der DKW in der Ausfahrt nach Grünthal/Polaun? Diese muss leider bei Ausfahrt aus den Gütergleisen nach Grünthal/Polaun abzweigend befahren werden. Wäre hier eine EKW besser? Dann könnten Loks aus den oberen 3 Bahnsteiggleisen nur das linke Gleis am Kohlebansen zur Zufahrt zur Drehscheibe nutzen. Oder macht das hier keinen Unterschied? Es handelt sich um die große Tillig-Elite-DKW mit außenliegenden Zungen.
Und als 3D-Ansicht:
Die Gebäude sind nur Platzhalter zur Visualisierung und entsprechen nicht zwingend den tatsächlichen Größen.
Ich freue mich auf euer Feedback!
Viele Grüße
Paul
- I. Über dieses Forum
- I.1. Wozu dieses Forum, wozu Anlagen-Planung?
- I.2. Technik und Benutzung des Forums
- I.3. Mitglieder des Forums stellen sich vor
- I.4. Admin-/Moderator-Angelegenheiten
- II. Betriebsorientierte Anlagen planen + diskutieren
- II.1. Grundsätzliches - bitte vor dem ersten Posten lesen!
- II.2. Planen von Anfang an
- II.3. Mitglieder stellen eigene Entwürfe zur Diskussion
- II.4. Diskussion veröffentlichter Anlagenpläne
- II.5. Bahnhofsgleispläne
- II.6. Planungsdetails unabhängig vom Gesamtplan
- II.7. Die besten Anlagenplanungsstränge
- II.8. Meine Anlage
- III. Anlagen-Konzeptionen
- III.1. Konzeptionelle Grundüberlegungen
- III.2. Kreisverkehr vs. point-to-point-Betrieb
- III.3. Konkrete Konzeptionen - von Forumsmitgliedern eingebracht
- III.4. Die dritte Dimension
- IV. Vorbildgerechter Modellbahn-Betrieb
- IV.1. Modellbahnbetrieb als Ideologie
- IV.2. Betriebsbezogene Überlegungen im Zusammenhang mit Anlagenplanung
- IV.3. Praxis des Modellbahnbetriebes
- IV.4. So macht es das Vorbild
- IV.5. Signale und Kennzeichen
- IV.6. Betriebliche Besonderheiten
- IV.7. Uhren und Modellzeit
- IV.8. Fahrplanerstellung
- IV.9. Kontakt zwischen Betriebsstellen (Fernmeldesysteme)
- V. MAPUD-Nebenthemen
- V.1. Was ist "drüben" anders?
- V.2. Fachvokabular
- V.3. Kann eine Anlage Kunst sein?
- V.4. Thema Hauptbahn mit Nebenbahn
- V.5. Modellbahnlandschafts-Design
- V.6. Ausstattung und Detaillierung
- V.7. Animation
- V.8. Die Anlage als sozialer Brennpunkt
- V.9. Modellbahntechnik
- V.10. Virtuelle Modellbahn
- VI. Anlagenbau - Tipps, Tricks, Bauberichte
- VI.1. Anlagenbau konkret
- VI.1.1. Gebäude
- VI.1.2. Fahrzeuge
- VI.3. Weichen und Signale stellen
- VI.2. Techniken, Methoden, Kniffe,
- VI.4. Produkttipps für Anlagenbauer
- VII. Bücher und andere Medien über Anlagen-Planung und Betrieb
- VII.1. Bücher
- VII.2. Modellbahn-Zeitschriften
- VII.3. Web Sites + Links
- VII.4. Videos
- VII.5. Modellbahn-Hard- und Software
- VIII. Diskussion der "Blauen Bücher" von OOK
- VIII.1. Blaues Buch (BluebOOK)
- VIII.2. Der Leser und der Autor
- VIII.3. Der Mensch Modellbahner
- VIII.4 Was macht eine gute Anlage aus? Identität (ausgen. Fahrzeuge)
- VIII.5. Identität durch Fahrzeuge
- VIII.6. Was macht eine gute Anlage aus? PAN, das Prinzip der absoluten...
- VIII.7. Was macht eine gute Anlage aus? Die Illusion von Entfernung
- VIII.8. Atmosphäre
- VIII.9. Anschluss an die Welt
- VIII.10. Die Fensterbachtal-Bahn (dunkelblaues Buch)
- IX. Von reinem Unterhaltungswert und Sonstiges
- IX.1. Sammelgleis
- IX.2. Modellbahn-Ausstellungen und Messen
- IX.3. Anekdoten, Witziges, Gluschtiges, Tschast for Fann
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