Betrieb auf meiner Albtalbahn

29.01.2026 13:08
#1 Betrieb auf meiner Albtalbahn
avatar

Lange habe ich nichts davon hören lassen, wie es in Bad Bärenalb weitergeht. Eigentlich müsste ich ja an meiner Stellwerkstechnik weiterarbeiten. Aber da ich ja auch mal gerne Betrieb machen möchte, habe ich mal alles provisorisch in Betrieb genommen.

Bevor ich euch ein paar erste Betriebsbilder zeige, möchte ich erstmal die Rahmenbedingungen vorstellen. Über das genaue Betriebsjahr bin ich mir noch nicht im Klaren. Gerade tendiere ich zu den frühen 70er Jahren. Es könnte aber auch noch 1984 werden. Das macht ja schon einige Unterschiede, nicht nur in der Fahrzeugauswahl, sondern auch beim Güterverkehr. So lässt sich in den 70er Jahren noch der Transport von Hausbrandkohle darstellen (davon gibt es tatsächlich Bilder für die Albtalbahn), in den 80ern wohl nicht mehr.

Die Fahrplangestaltung orientiert sich an der echten Albtalbahn, allerdings mit Modifikationen. Die Zweigstrecke nach Ittersbach bzw. Langensteinbach ist bei mir nämlich nicht elektrifiziert worden, sondern hat so wenig Verkehrsbedarf, dass ein Dieseltriebwagen vor allem für den Schulverkehr ausreicht. Das könnte für Bad Bärenalb eigentlich egal sein, wenn dieser Triebwagen nicht auch einige Verstärkerfahrten nach Bad Bärenalb machen würde. Und dafür konnte die Albtalbahn nach den guten Erfahrungen von Wolfgang (@Diemeltalbahner) einen MAN-Schienenbus beschaffen.

Der Grundtakt bei der Albtalbahn war noch bis zur Umstrukturierung zur Stadtbahn ab Mitte der 80er Jahre ein Stundentakt. Und mehr benötige ich auch gar nicht. Denn mit zwei Zügen in der Stunde hätte ich zwar mehr Verkehr, aber wenig abwechslungsreichen. Das bringt mir also nichts. Was später, wenn es mehr Tfz gibt, noch dazukommt, ist das Stärken und Schwächen von Kursen.

Nachdem der Berufs- und Schulverkehr vorbei ist, ist genug Platz, damit sich der Güterverkehr aus Ettlingen Alb aufwärts vorarbeiten kann. Dabei sind Rangier- und Kreuzungsaufenthalte in Busenbach und Etzenrot vorgesehen. Vorgesehen sind zwei Güterzugpaare, eins am Vormittag und eins nachmittags. Dabei stellt der Vormittagszug überwiegend zu, der Nachmittagszug nimmt die beladenen oder entladenen Wagen wieder mit. Mit dem jetzigen Fahrplan komme ich allerdings nicht auf eine Entladefrist von acht Stunden. Vielleicht muss ich da noch nachbessern. In jedem Güterzug wird auf der Albtalbahn eigene Packwagen mitgenommen, in dem Gepäck und Expressgut befördert werden. Eigentlich gehört das ja in den Personenverkehr, aber in den Gelenktriebwagen ist kein Platz dafür. Ebenso kommt morgens ein leerer Expressgutwagen hinauf, der abends allerdings im HzL-Style vom MAN-Triebwagen wieder mitgenommen wird. Hier wird vor allem Expressgut von der Spinnerei mitgenommen, so dass dieser auch dort im Anschluss beladen wird. Danke an @Sebastian für diese gute Idee. Mit den Wagenkarten und den Frachtzetteln muss ich noch experimentieren. Davon ein anderes Mal mehr.

Meinen Fahrplan fahre ich nicht nach Zeit, sondern arbeite die Bfo für Bad Bärenalb der Reihe nach ab.



Hier sieht man den morgendlichen Verstärker-Triebwagen, der früh aus Busenbach (wo sich das Diesel-Bw der Albtalbahn befindet) hochkommt, und auf der Rückfahrt nach Ettlingen zwei Verstärkerwagen mitnimmt. Wenn die dort auf Gleis 3b regelmäßig abgestellt werden, braucht es dort vielleicht auch eine Gleissperre. Die Bundesbahn-Donnerbüchsen müssen natürlich irgendwann mal durch echte Privatbahnfahrzeuge ersetzt werden. Darüber bitte ich vorerst, hinweg zu sehen.



Und so sieht der aktuelle Betriebsbestand für die Albtalbahn aus.

Bei Interesse zeige ich auch gerne den Bildfahrplan und werden von Zeit zu Zeit Betriebsimpressionen ergänzen.

Viele Grüße
Lars


 Antworten

 Beitrag melden
29.01.2026 17:57 (zuletzt bearbeitet: 29.01.2026 17:58)
#2 RE: Betrieb auf meiner Albtalbahn
avatar

Hallo Lars,

große Gratulation zur Betriebsaufnahme!!! Die sollte immer so früh wie möglich erfolgen, alleine schon um Motivation für den Weiterbau zu schöpfen.

Deinen Ansatz den Betrieb, trotz dominierendem Taktverkehr, interessant zu gestalten finde ich ausgesprochen gelungen. Diese Überlegungen würden auch dem Epoche5/6-Modellbahner nutzen: beim Taktverkehr passieren ja gleiche Dinge immer wieder und wieder. Das alleine kann schnell langweilen, aber wenn man den Takt nicht zu dicht macht (bei dir Stundentakt), mit Zutaten anreichert (Stärken und Schwächen von Zügen) und durch weitere Action außerhalb des Taktes ergänzt (Güterverkehr, Dieselverstärker) kann das ein spannendes Gesamtbild ergeben. Mir würden jetzt noch die besonderen Eilzüge einfallen die die Albtalbahn außerhalb des Grundtaktes einsetzte - dann können auch mal zwei Stadtbahngarnituren in Bärenalb kreuzen.

Die Idee den Schienenbuseinsatz mit einem Dieselbetrieb nach Ittersbach zu begründen: Hut ab, das ist sehr überzeugend!

Zitat von Ferrovia im Beitrag #1
Bei Interesse zeige ich auch gerne den Bildfahrplan und werden von Zeit zu Zeit Betriebsimpressionen ergänzen.


Ja, bitte, unbedingt!

Grüße,
Sebastian


 Antworten

 Beitrag melden
29.01.2026 20:40
#3 RE: Betrieb auf meiner Albtalbahn
avatar

Moin,

Zitat von Ferrovia im Beitrag #1
Die Bundesbahn-Donnerbüchsen müssen natürlich irgendwann mal durch echte Privatbahnfahrzeuge ersetzt werden.

Da kannst Du ad hoc die Märklin-Klassiker 4007/4017 (Ci) und 4008/4018 (Pwi) einsetzen.

Grüße

Jörn

Der ultimative Stresstest für eine Prototype-Freelancing-Konzeption:
Bahngeschichte, gefakte Bilder und Quellenschnipsel im Netz verstreuen, 2 Jahre warten.
Ist dann über die eigene Bahn ein Wiki-Artikel und ein Kenningbuch erschienen ist die eigene Konzeption wasserdicht und man kann mit dem Gleisplan weitermachen.

 Antworten

 Beitrag melden
29.01.2026 22:54
#4 RE: Betrieb auf meiner Albtalbahn
avatar

Zitat
Da kannst Du ad hoc die Märklin-Klassiker 4007/4017 (Ci) und 4008/4018 (Pwi) einsetzen.


Die habe ich leider vor kurzem aufgrund der Fuhrparkbereinigung verkauft. Hatten allerdings auch einen Kuckucksbähnle-Aufdruck.

@Sebastian: Vielen Dank für Deine bestätigende Rückmeldung.

Eine Option, die ich erwogen hatte, waren Kurswagen nach Bad Bärenalb. Das Argument von Kurswagen nach Herrenalb wurde bei der Umspurung immer wieder ins Spiel gebracht. Dazu ist bekanntlich nicht bekommen. Allerdings kamen in den 60er und 70er Jahren häufiger Gesellschaftssonderzüge der DB ins Albtal. Aber das ist natürlich Wochenendverkehr.



So könnte der Kurswagenverkehr aussehen (der Bpmz müsste durch einen Bm ersetzt werden). In der Heizperiode müsste noch ein Heizwagen hinzukommen. Als Trägerzug könnte der D 774/775 dienen der von Kiel kommend den ganzen Schwarzwald mit Kurswagen versorgte. In Karlsruhe gingen zwei Wagen über Pforzheim nach Wildbad sowie zwei nach Freudenstadt. In Offenburg gingen drei Wagen nach Konstanz. Und der Rest fuhr nach Seebrugg. Dem würde ich auch noch zwei nach Bärenalb abknapsen.

Allerdings sind Kurswagen auf Privatbahnen zur Bundesbahnzeit die absolute Ausnahme. Nach meinem Wissen gab es die zwischen Niebüll und Dagebüll (noch bis zum letzten Fahrplanwechsel). Sonst wüsste ich nur noch die Tegernseebahn, die neben den in Schaftlach geteilten Münchner Eilzügen auch echte Fernzugkurswagen hatte (bis 1990).

Und ich befürchte, dass der Fahrplan wie der Bahnhof mit zwei Kurswagen, die über Nacht stehen bleiben würden, auch ziemlich voll wäre. Außer ihr überzeugt mich jetzt davon, dass das doch eine gute Idee wäre.


 Antworten

 Beitrag melden
29.01.2026 23:34
#5 RE: Betrieb auf meiner Albtalbahn
avatar

Hallo Lars,

das mit den Kurswagen ist eine Superidee!

Das vermittelt nämlich durchaus den Sinn dieser Bahnstrecke, die Erschließung einer touristischen Region. Und wenn die Kurswagen keinen Platz in Bärenalb finden, werden sie eben wieder leer nach Karlsruhe oder Busenbach gebracht, um am nächsten Tag wieder in Bärenalb bereitgestellt zu werden. Wenn ich mich nicht irre, ist das sowohl in Wörishofen als auch in Dagebüll so gelaufen.

Gruß
Alex


 Antworten

 Beitrag melden
30.01.2026 09:18
avatar  Diegu
#6 RE: Betrieb auf meiner Albtalbahn
avatar

Hallo Lars,

super spannend und sehr lehrreich! Dein Fuhrpark gefällt mir sehr gut und sehr beeindruckend, wie hilfreich die einfachen Gebäudeprototypen bei der Einschätzung der zukünftigen Wirkung sind.

Bin sehr gespannt auf den avisierten Fahrplan!

Viele Grüße
Dieter


 Antworten

 Beitrag melden
30.01.2026 10:27 (zuletzt bearbeitet: 30.01.2026 10:35)
#7 RE: Betrieb auf meiner Albtalbahn
avatar

Zitat von Diegu im Beitrag #6
wie hilfreich die einfachen Gebäudeprototypen bei der Einschätzung der zukünftigen Wirkung sind

Und vor allem das Baustellen-Schild! Das ist mal ein echter Hingucker mit Berechtigung 😁

Zitat von Ferrovia im Beitrag #4
Die habe ich leider vor kurzem aufgrund der Fuhrparkbereinigung verkauft. Hatten allerdings auch einen Kuckucksbähnle-Aufdruck.


Die Dinger kosten nicht die Welt. Einfach die aktuelle Version mit Innenrichtung nehmen und einen NEM-Schacht drungerbasteln. Wie sich diese Wagen etwas mit modernen Triebwagen ausschaut, hat Martin Brandt demonstriert, hier allerdings mit einem Esslinger (hier: die rot-beigen Wagen 4107/4108):
https://www.youtube.com/watch?v=7FSLMqVIBco

Grüße

Jörn

Der ultimative Stresstest für eine Prototype-Freelancing-Konzeption:
Bahngeschichte, gefakte Bilder und Quellenschnipsel im Netz verstreuen, 2 Jahre warten.
Ist dann über die eigene Bahn ein Wiki-Artikel und ein Kenningbuch erschienen ist die eigene Konzeption wasserdicht und man kann mit dem Gleisplan weitermachen.

 Antworten

 Beitrag melden
30.01.2026 13:41 (zuletzt bearbeitet: 30.01.2026 13:45)
#8 RE: Betrieb auf meiner Albtalbahn
avatar

Zitat von Ferrovia im Beitrag #4

Und ich befürchte, dass der Fahrplan wie der Bahnhof mit zwei Kurswagen, die über Nacht stehen bleiben würden, auch ziemlich voll wäre. Außer ihr überzeugt mich jetzt davon, dass das doch eine gute Idee wäre.


Hallo Lars,

bei den Kurswagen wäre es m. E. ganz logisch dass die nach Ankunft als Leerreisezug über Ettlingen-West zurück nach Karlsruhe rollen und dort über Nacht abgestellt werden - die Lok muss ja sowieso zurück. Das war auf der Tegernseebahn auch so: die Garnitur des FD "Tegernsee" kam morgens erst als normaler Eilzug von München her.

Und wegen der Zugdichte: Wir haben einmal die normalen Linienfahrten im Stundentakt. Wenn auf zwei Fahrtenpaare der Linie A je ein Zugpaar "mit was anderem" kommt wäre das für mich die optimale Mischung.

Läuft dein Betrieb im Zeitraum 5.00-22.00 Uhr sind das 18 Fahrten der Linie A, dazu also 9 andere Zugpaare:

- 5 Verstärkerfahrten zur Taktverdichtung in Stoßzeiten (abwechselnd MAN-Schienenbus oder Gelenkwagen, ggf. als Eilzug)
- 2 Güterzugpaare
- 2 lokbespannte Züge mit Kurswagen bzw. die korrespondierende Leerfahrt

Fänd ich gut!

Grüße,
Sebastian


 Antworten

 Beitrag melden
30.01.2026 16:32 (zuletzt bearbeitet: 30.01.2026 20:50)
#9 RE: Betrieb auf meiner Albtalbahn
avatar

Sind die Kurswagen wirklich täglich gefahren oder nur zum Bettenwechsel? Der „Harzer Roller“ fuhr nach meiner Erinnerung nur Freitags mit 01 und sechs m-Wagen von Hamburg. In Goslar (oder schon in Langelsheim?) wurde getrennt: eine 50er vom Bw Goslar brachte zwei Wagen über Clausthal nach Altenau, während der Rest bis Bad Harzburg fuhr. Nachmittags erfolgte das gleiche Spiel anders herum, Lz-Fahrten waren nicht erforderlich. Erhöhen aber den Spielspaß 😁

Grüße

Jörn

Edit: "Harzer Roller" wurden Reisebüro-Sonderzüge genannt. In den 60ern waren die deutlich länger, nach Altenau gingen 2-4 Wagen. Dabei war das Verhältnis Harzburg-Altenau etwa 2:1. Sie wurden elektrisch bis Hildesheim oder Kreiensen gebracht und dann mit 01 und 03, später mit 50ern oder V200 nach Goslar und Bad Harzburg gebracht. Die Trennung/Zusammenführung erfolgte i.d.R. in Goslar, aber auch Langelsheim ist belegt. Das spielt jetzt alles keine große Rolle, aber ich wollte meinen Hüftschuss oben nicht ohne weiteres stehen lassen.

Der ultimative Stresstest für eine Prototype-Freelancing-Konzeption:
Bahngeschichte, gefakte Bilder und Quellenschnipsel im Netz verstreuen, 2 Jahre warten.
Ist dann über die eigene Bahn ein Wiki-Artikel und ein Kenningbuch erschienen ist die eigene Konzeption wasserdicht und man kann mit dem Gleisplan weitermachen.

 Antworten

 Beitrag melden
30.01.2026 22:51
#10 RE: Betrieb auf meiner Albtalbahn
avatar

Liebe Mitdenker!

Vielen Dank für Eure vielfältigen Reaktionen. Das ist ganz großartig. Ich freue mich sehr über die positive Resonanz auf mein Betriebskonzept und dass sich meine Überlegung bisher als gutes Konzept erwiesen haben.

Zitat von Fischkopp im Beitrag #5
das mit den Kurswagen ist eine Superidee!

Danke. Von Berlin wird es trotzdem nicht ohne Umsteigen gehen.


Zitat von Diegu im Beitrag #6
Dein Fuhrpark gefällt mir sehr gut und sehr beeindruckend, wie hilfreich die einfachen Gebäudeprototypen bei der Einschätzung der zukünftigen Wirkung sind.

Ich bin auch sehr froh über diese simplen Dummies. Es sieht irgendwie schon nach Bahnhof aus und ich kann die Proportionen abschätzen.


Zitat von Sebastian im Beitrag #8

Und wegen der Zugdichte: Wir haben einmal die normalen Linienfahrten im Stundentakt. Wenn auf zwei Fahrtenpaare der Linie A je ein Zugpaar "mit was anderem" kommt wäre das für mich die optimale Mischung.

Das sollte klappen. Ich bastele gerade am Fahrplan in jtrainGraph. Es knubbelt sich ein wenig am Nachmittag wenn die Kurswagen rauf und die Güterwagen runterwollen. Aber das ist ja nicht verkehrt.

Die Eilzüge waren bis in die 80er Jahre übrigens vor allem im Sonntagsverkehr zu finden. Da gingen morgens drei rauf, standen dann in Herrenalb, um abends wieder runterzufahren. Manchmal waren auch einzelne werktägliche HVZ-Verstärker als Eilzug geführt.


Zitat von Silbergräber im Beitrag #9
Sind die Kurswagen wirklich täglich gefahren oder nur zum Bettenwechsel?

Ja. Ich habe es gerade nochmal bei Markus Grahnert gecheckt. Im Fahrplanjahr 1977 fuhr der D774/775 täglich vom 19.3. bis 31.10. sowie an weiteren Einzeltagen. Und ebenso fuhren auch alle Kurswagen täglich. Der Bettenwechsel hat zumindest für die Bundesbahn hier keine Rolle gespielt.

Ich werde bald auch Bildfahrpläne und Bfo präsentieren.

Viele Dank für Eure Unterstützung und beste Grüße
Lars


 Antworten

 Beitrag melden
22.03.2026 00:29
#11 RE: Betrieb auf meiner Albtalbahn
avatar

Bevor ich zum Fahrplan kommen werde, gibt es noch einen kleinen Ausflug in die Unterwelt vulgo FiddleYard. Wer eine Wendeschleife im sichtbaren Bereich baut, muss zumindest die Einrichtungsfahrzeuge auf der anderen Seite auch gedreht bekommen. Für eine zweite Wendeschleife habe ich aber nicht so recht Platz. Deswegen musste zack ZAK eine andere Lösung her.

Aus 4x4cm-Kabelführung aus dem Baumarkt, Roco-Line-Gleis und Zwergsteckern und -buchsen ist diese Einfachst-ZAK entstanden. Stecker und Buchsen übernehmen dabei die Stromübertragung wie die Führung der Kassette für den Gleisübergang.





Damit können die BOStrab-Fahrzeuge nicht nur schnell gewendet, sondern oben drüber im Regal abgestellt werden.

Beste Grüße
Lars


 Antworten

 Beitrag melden
01.05.2026 01:08
#12 RE: Betrieb auf meiner Albtalbahn
avatar

Hallo Foristi,

bevor es bald mit den ersten Fahrbildern vom Probebetrieb losgeht (eine Lok muss noch digitalisiert werden), lasse ich euch an meinen Überlegungen und Vorbereitungen der letzten Wochen teilhaben. Die betriebliche Gesamtsituation meiner Albtalbahn zeigt diese Skizze.



Den Streckenendpunkt bildet Bad Bärenalb. Das ist der einzig sichtbare Bahnhof. Kurz davor liegt der Haltepunkt Kullenmühle. Dort gibt es ein Anschlussgleis des Sägewerks Theurer, das von Bärenalb aus als Sperrfahrt bedient wird. Dafür ist im FY ein eigenen Gleis reserviert. Die weiteren Bahnhöfe habe ich nicht eingezeichnet. In Busenbach befindet sich das Diesel-Bw, wo die Dieselloks und -triebwagen übernachten. Dort zweigt auch die nichtelektrifizierte Strecke nach Ittersbach ab. In Ettlingen Stadt enden viele der aus Karlsruhe kommenden Züge. Die müssen uns aber nicht interessieren. Kurz vor dem Bahnhof Ettlingen mündet die Verbindungsbahn vom Bahnhof Ettlingen West ein. Dort besteht Anschluss an die DB. Die Strecke wird von den Güterzügen sowie dem Kurswagenzug benutzt.

Für diese Strecke habe ich einen Bildfahrplan erstellt. Grundlage ist ein Originalfahrplan aus dem Jahr 1983. Hier findet sich neben dem stündlichen Taktverkehr auch einige Verstärker sowie ein echter Eilzug mit weniger Halten und dementsprechend kürzerer Fahrzeit. Meine Zutaten zu diesem Fahrplan sind die beiden Nahgüterzugpaare am Vor- und Nachmittag. Ebenso sind die Kurswagenfahrten und die dazugehörigen Leerfahrten ergänzt worden. Bei den Fahrzeiten der lokbespannten Züge ist deren geringere Höchstgeschwindigkeit von nur 50km/h zugrunde gelegt worden. Für die Vorsignalabstände auf der Strecke wurden nämlich die Bremswege der StrabBO-Fahrzeuge zugrunde gelegt. Diese dürfen dementsprechend schneller unterwegs sein als die EBO-Fahrzeuge.





In rot ist in dem Fahrplan der stündliche Grundtakt zu erkennen. In grün finden sich die Dieselverstärkerfahrten, in gelb die mit GT8. Um 7.18 Uhr startet der Nahgüterzug in Ettlingen West, der sich dann das Albtal hocharbeitet und in den Fahrplan der Personenzüge eingepasst werden muss. Ettlingen Stadt durchfährt er, denn dieser Bahnhof wird mit einem eigenen Nahgüterzug versorgt. In Busenbach und Etzenrot gibt es jeweils Rangieraufenthalte. In Etzenrot wird er dabei auch von Lr1118 (hier noch fälschlich als Lz bezeichnet) überholt. Dieser bringt die Kurswagen nach Bad Bärenalb. Dort treffen dann auch beide Züge kurz nacheinander ein. Um 9.41 kehrt der E1125 nach Ettlingen West zurück, wo die Kurswagen auf den E 2774 aus Freudenstadt übergehen, die wiederum in Karlsruhe auf den D 774 nach Hamburg bzw. Kiel übergestellt werden.

Währenddessen wird der Nahgüterzug in Bad Bärenalb zerlegt und gegebenenfalls auch die Anst Kullenmühle mit einer Sperrfahrt bedient. Für die Ermittlung des Güterverkehrs habe ich ein Bahnhofsdatenblatt erstellt.

Die Güterkunden konnte ich mithilfe eines Einwohner-Adressbuchs von 1965 ermitteln. Auf Fotos belegt habe ich einen Kohlenhändler am Bahnhof gefunden, der dort in den 70er Jahren noch einen Schuppen hatte. Dafür hatte ich keinen Platz. Die beiden Kohlenhändler Otto König und Karl Ruff müssen ihren Brennstoff von der Ladestraße abholen. Die Spinnerei empfängt Baumwolle. Die gefertigten Textilien werden teils als Expressgut, teil als Wagenladung versendet. An der Ladestraße empfängt ein Baustoffhändler Material und die Fortwirtschaft versendet Stammholz. Das Sägewerk Theurer ist vor allem Holzhändler. Deswegen versendet er heimisches Schnittholz, empfängt aber auch Stammholz, das im Schwarzwald nicht vorkommt. Die Frachten und die Produkte können noch weiter spezifiziert werden. Aber das kann ich noch nach und nach machen. Für den Betrieb versuche ich es jetzt erst mal mit Frachtzetteln ohne Wagenkarten. Mal sehen, wie das klappt. Aber davon in einem nächsten Bericht mehr.

Viele Grüße
Lars

Dateianhänge
  • Anschließer.pdf
  • Bahnhofsdatenblatt.pdf

Aufgrund eingeschränkter Benutzerrechte werden nur die Namen der Dateianhänge angezeigt Jetzt anmelden!

 Antworten

 Beitrag melden
03.05.2026 20:17 (zuletzt bearbeitet: 03.05.2026 20:17)
#13 RE: Betrieb auf meiner Albtalbahn
avatar

Hallo Lars,

was so alles in einer Kehrschleife stecken kann

Hast du schon mal zur Probe rangiert, was passiert, wenn sich Eilzug und Güterzug gleichzeitig im Bahnhof befinden? Ist da genug Platz, daß man umeinander herumrangieren kann?

Gruß
Alex


 Antworten

 Beitrag melden
03.05.2026 21:03
#14 RE: Betrieb auf meiner Albtalbahn
avatar

Hallo Alex!

Ich will bald damit starten. Die Startaufstellung steht schon im FY. Meine DHG 500 musste ich noch digitalisieren. Es gab ein Sounddecoder. Jetzt dieselt sie schön.

Es müsste aber gehen. Weil der Eilzug sich schon fertig macht, bis der Güterzug kommt, und sich dann nach Gleis 1 verdrückt. Dann hat der Güterzug genug Platz zum Rangieren.

Bald startet die Fotosession.

Beste Grüße aus dem niedersächsischen Nordschwarzwald,
Lars


 Antworten

 Beitrag melden
06.05.2026 21:35
#15 RE: Betrieb auf meiner Albtalbahn
avatar

Liebe Alle!

Wir befinden uns im März des Jahres 1972 im Nordschwarzwald in Bad Bärenalb. Willkommen zur ersten Probebetriebssession meiner Albtalbahn. Den Bildfahrplan habe ich dafür in eine Bfo umgewandelt. Da ich als Alleinspieler (noch) ohne Uhr fahre, habe ich aus der Bfo diese Fahrplankarten gemacht, die ich nacheinander abarbeite.



Im FY steht die Startaufstellung für das große Vormittagsspektakel mit Kurswageneilzug und Nahgüterzug.



Um 9.15 trifft Lr 1118 in Bad Bärenalb auf Gleis 2 ein, der die Kurswagen zuführt. Aufgrund der Nebensaison besteht er nur aus dem ABm. Der französische Packwagen ist ein Platzhalter für den Expressgutwagen. (Ihr werdet merken, dass mir noch einiges an passenden Fahrzeugen fehlt. Aber mit dem richtigen Konzept lassen sich dann ja die Fahrzeuge beschaffen, die man wirklich braucht). Als Triebfahrzeug musste der VT51 aufgrund von Fahrzeugmangel einspringen. (Exkurs: Tatsächlich gibt es auf dem H0-Fahrzeugmarkt wenig für die Albtalbahn passende Dieselloks. Für die AVG waren dreiachsige Industrieloks mit 400-500 PS Leistung typisch. Da gibt es die Henschel DHG 500 von Märklin oder Ade. Auf dem Gebrauchtmarkt gibt es selten mal eine DH 500Ca von Ade. Aber dann hört es auf. Die Krauss-Maffei ML440 scheint bei Sudexpress gestorben zu sein. Es heißt aber, dass ein anderer Hersteller das Projekt übernehmen will. Die V36-Varianten sind im Grunde zu schwach. Für die Albtalbahn typisch ist noch die auf Normalspur umgespurte V52. Die lässt sich aus dem Bemo-Modell umbauen. Vielleicht könnte man aus der tcheschischen T334, für die es aktuell einen Antrieb von pmt gibt, auch eine glaubhafte deutsche Privatbahnlok lackieren.)



Der VT setzt über Gleis 3 um und stellt sich dann mit dem Kurswagen auf Gleis 1, wo die Reisenden zusteigen können.



Unterdessen trifft um 9.28 der Ng 1314 ein. An der Zugspitze läuft der Packwagen (der auch noch albtalbahnisiert werden muss). Der befördert neben dem Zugpersonal auch Gepäck, Expressgut und Post, die nicht in den Gelenktriebwagen befördert werden können. Noch steht der Zug nicht grenzzeichenfrei. Der Lokführer hat vor der DKW angehalten. Der Zugführer nimmt Kontakt zum Zugleiter auf und erbittet die Rangierfreigabe. Nach deren Erteilung können die Weichen aufgeschlossen und die DKW in abzweigende Stellung gebracht werden.



Die V63 schnappt sich als erstes den Expressgutwagen und stellt ihn in den Anschluss Spinnerei.



Danach geht es zurück nach Gleis 3, um Platz für die Ausfahrt des Eilzuges zu machen.



Dieser verlässt um 9.41 Bad Bärenalb, um den Kurswagen nach Ettlingen West zu bringen, von wo er seine Reisenden nach Norddeutschland transportieren wird. Während die Kurgäste albabwärts entschwinden, parkt die V63 ihre Wagen erstmal in Gleis 2. Denn im Ladegleis steht noch einiges Gerümpel, was da gar nicht hingehört.



Nachdem diese Wagen aus dem Ladegleis herausgezogen worden sind, können zwei E-Wagen am Ladegleis bereitgestellt werden. Einer ist ein Leerwagen, der mit Stammholz beladen werden soll. Der andere bringt Hausbrandkohle für den Kohlehändler. Der leere Rungenwagen wird vor dem Güterschuppen zwischengeparkt.



Um 9.54 trifft dann Zug 120 aus Karlsruhe ein. Die Rangiertätigkeit muss unterbrochen und die Rangierfreigabe zurückgenommen werden, nachdem alle Handweichen verschlossen wurden. Der kurze Aufenthalt des Stadtbahnwagen wird aber genutzt, um die für Ettlingen bestimmten Wagen in Gleis 5 abzustellen.



Nachdem der Personenverkehr den Bahnhof verlassen hat, schnappt sich unsere Diesellok die verblieben Wagen. Der Pwg wird schon dringend im Güterschuppen erwartet.



Die beiden mit Baumwolle beladenen G-Wagen gehen in den Anschluss der Spinnerei.



Übrig bleibt der Rungenwagen. Mit diesem geht es geschoben als Sperrfahrt nach Kullenmühle, wo der Wagen im Anschluss Theurer zugestellt wird.



Dieser Anschluss ist tatsächlich nur ein Gleis in meinem Ikea-Fiddleyard.



Unterdessen mussten sich die Menschen in der Stückguthalle ordentlich beeilen, um den Pwg für die Rückfahrt fertig zu machen. Für den Stückgutwagen haben sie mehr Zeit. Aber der Pwg bringt jetzt nicht nur das Personal, sondern auch das aufgegebene Gepäck der Reisenden aus dem Kurswagen Richtung Bundesbahn, wo dieses ihren Besitzern hinterherreisen darf.



Nach dem Umlaufen werden die Wagen aus Gleis 5 nach Gleis 3 gebracht. Dann darf noch ein Personenzug durch die Kehrschleife wenden. Und danach geht es auch für den Ng wieder nach Ettlingen West. Normalerweise gehen am Vormittag aber nicht so viele Wagen dorthin.



Im Fiddleyard wartet dann noch ein G-Wagen für die Spinnerei, der am Nachmittag nach Bad Bärenalb gebracht werden wird. Für ihn war kein Platz mehr am Vormittag.

Und so sehen die Frachtzettel aus, mit denen ich fahre.



Ich hoffe, Euch hat dieser Vormittag auch gefallen. Mir hat der Betrieb viel Freude gemacht und gezeigt, was doch alles in dieser "Kehrschleife" (@Fischkopp ) steckt. Technisch und gestalterisch ist ja noch einiges zu tun. Aber Betrieb machen möchte ich ja trotzdem gerne.

Beste Grüße
Lars


 Antworten

 Beitrag melden
06.05.2026 22:18
#16 RE: Betrieb auf meiner Albtalbahn
avatar

Lars,

herzlichen Glückwunsch zur Betriebseröffnung!!!

Übrigens steht hier noch eine Henschel DH500Ca, und ich überlege mich von ihr zu trennen.

Grüße Sebastian


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!