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Schiebebühne / Transfer Table als gestaltetes Anlagenelement
#1 Schiebebühne / Transfer Table als gestaltetes Anlagenelement
Hallo zusammen,
ich möchte mit euch einen Entwurf teilen, der aus der Notwendigkeit heraus geboren wurde, Weichen einzusparen.
Mit "Schiebebühne" meine ich nicht die Vorrichtung im Bw, sonder eher den mehrgleisigen "transfer table" aus dem englischsprachigen Raum. Meist wird dieses Teil aber als nicht gestalteter Fiddleyard genutzt. Hier soll es um das Gegenteil gehen, nämlich die Integration in den gestalteten Teil einer Anlage.
Wenn ihr ähnliche Ideen in der Schublade oder schon realisiert habt, so könnten wir das hier sammeln. Gern also ergänzen!
In meinem Fall war es der Rollbockbetrieb in Wernigerode, den ich selbst noch erlebt habe. Seit es nun passendes Fahrzeugmaterial in Spur Nm gibt, geisterte die Idee im Kopf rum, genau diesen Teil des Schmalspurbetriebs (Umsetzvorgang und Rangieren) als Thema für eine Kleinstanlage in den Vordergrund zu stellen. Zusätzlich sollten Bahnsteig und Streckengleis vorhanden sein. Dafür stehen aber nur 20 cm x 80 cm zur Verfügung, plus etwas Platz zum Fiddlen.
Schnell waren Weichen als Platzfresser erkannt, sodass ich nach anderen Lösungen für den Gleiswechsel suchte und in der Schiebebühne fand. Aktuell sieht der Entwurf so aus:
Stellung 1, Schiebebühne unten:![]()
Stellung 2, Schiebebühn oben:![]()
Der gestaltete Part liegt auf zwei Casani-Kästen, wobei der rechte Kasten eine verschiebbare Platte mit dem Bahnsteigbereich trägt, der linke Kasten hingegen die Rollbockgrube, Streckengleis und Anschlussgleis. Links davon sind in der Minimalvariante Fiddlesticks vorgesehen: Einer für die Regelspur-Rangierlok, die die aufzubockenden Wagen vom Aufstellgleis neben der Grube holt bzw. abgebockte Wagen dort abstellt. Ein weiterer zweigleisiger für den auf die Strecke gehenden Schmalspurzug und die schmalspurige Rangierlok. Gut geeignet wären auch mehrgleisige Sector Plates.
Betrieblich wäre Folgendes möglich:
Schmalspurlok holt aufgebockte Wagen aus der Grube und drückt sie nach Wechsel auf das Streckengleis auf die auf dem Fiddlestick wartende Zuggarnitur.
Bereitstellung der Zuggarnitur am Bahnsteig und Abfahrt
Schmalspurlok holt aufgebockte Wagen aus der Grube und drückt sie nach zweimaligem Wechsel in den Anschluss bzw. holt dort Wagen ab und bringt sie zur Grube.
Zuggarnitur kehrt zurück, stellt Güterwagen direkt an der Grube ab und fährt zurück zum Fiddlestick
Schmalspurlok drückt Wagen in die Grube
Parallel dazu immer die Regelspurlok im Einsatz an der Grube.
Und das Anschlussgleis hat mehrere Ziele: den Lagerschuppen und das Ladegleis davor mit festgelegten Stellplätzen.... Das sollte für ein paar Minuten Fahrspaß reichen...
Interessant sind natürlich die Nahtstellen zwischen Schiebebühne und restlicher Anlage. Vor dem Bahnsteig habe ich eine kleine Straßenbrücke vorsehen. Darunter versuche ich ein paar Spiegeleffekte, um optisch eine Fortsetzung der stumpf endenden Gleise vorzutäuschen. An den Fiddlesticks ist es die Rohrbrücke einer Fernwärmeleitung. Hinter dem Bahnsteig steigt das Gelände an und ist bewaldet, links von der Straßenbrücke sind als Hintergrund hingegen Stadthäuser geplant, ähnlich Nordhausen Nord.
Im Rohbau existiert das mittlerweile:
Aufbocken:![]()
Wechsel auf das Streckengleis:![]()
Anschlussbedienung:![]()
Aber es soll keine Baudokumentation werden, sondern eine Ideensammlung. Jetzt seid ihr dran
Hallo Steffen,
Ein sehr interessanter Ansatz.
Wie hast Du die Verschiebbarkeit des Bahnhoftteils rechts gelöst? Einfach die zwei Casani mit der halbe Dicke aufeinander gelegt? Oder gibt es da evtl. eine Schubladenführung?
Leider gibt es keine Umfahrmöglichkeit, ein im Bahnhof eintreffender Zug (von links) kann die mitgebrachten aufgebockten Güterwagen absetzen, da die Lok sich ja rechts der aufgebockten Wagen befindet. Ein den Bahnhof verlassender Zug kann nur geschoben nach links "abtreten". Das finde ich schade.
Ich frage mich, ob die Fiddlesticks tatsächlich ebenfalls 80 cm lang sein müssen. Würden 70 cm an der linken Seite ausreichen, dann könnte die gesamte Anlage um 10cm nach links verschoben werden und rechts noch ein fester Teil angebaut werden, der zum Umsetzen der Lok dienen könnte.
#3 RE: Schiebebühne / Transfer Table als gestaltetes Anlagenelement
Hallo Klaus,
zuerst versuchte ich mich an normalen Schubkastenauszügen, die mir aber für diesen kleinen Maßstab zu ungenau waren. In der Bucht gab es dann preiswerte Linearführungen, auf die ich die Platte geschraubt habe:![]()
Bei diesem Kleinst-Projekt liegt der Fokus eindeutig auf der Bedienung örtlicher Anschlüsse, wie es in Nordhausen mit Minol und PGH stattfand: von der Grube abziehen, zum Bahnsteig vorziehen und in die Anschlüsse reindrücken. Die Fiddlesticks übernehmen dabei 2 Aufgaben: die des nicht dargestellten Bahnhofsteiles Gbf mit Regelspurteil und die freie Schmalspurstrecke:![]()
Ein Umfahrgleis braucht es nicht zwingend:
Am Anfang wartet der abgehende Zug auf dem Fiddlestick, seine Güterwagen bekommt er von der Rangierlok hinten aufgedrückt.
Dann drückt er selbst zum Bahnsteig zurück, nimmt Fahrgäste auf und fährt ab, also zweimal durch die ganze Szenerie.
Bei der Rückkehr stellt er seine Wagen selbst in die Grube und kehrt zum Fiddlestick zurück.
Alternativ nach kurzem Halt am Bahnsteig hinter diesen zurückdrücken, Güterwagen stehen lassen, die dann von der Rangierlok abgeholt werden. Anschließend Rückkehr zum Fiddlestick, während in der Grube abgebockt wird:![]()
Kommt auf der Strecke der Triebwagen mit Ord zum Einsatz, muss ich nicht einmal die Reihung der Personenwagen ändern, einfach das Brett drehen. Beim Dampfzug entweder auch das Brett umdrehen oder richtigerweise mit dem Handkran agieren.
Zur Länge der Fiddlesticks: Die sind nur 40 cm lang. Das reicht für Lok / Tw mit Ord und 3 aufgebockten Güterwagen. Kürzer würde ich sie nicht machen. Aber vielleicht mehr als nur einen Schmalspur-Stick einsetzen. Ich habe maximal 3 Garnituren im Angebot, also sind evtl. 3 eingleisige Sticks zum Wechseln sogar besser. Ein vierter und fünfter Stick könnte jeweils entfernter gelegene Anschlüsse simulieren.
#4 RE: Schiebebühne / Transfer Table als gestaltetes Anlagenelement
Als ich das eben so schrieb, hatte ich einen spannenden Einfall:
Was wäre denn, wenn man links je nach gewünschtem Thema den dazu passenden und gestalteten "Wechsel-Fiddlestick" ansetzt?
Die Lok soll aus dem Schuppen fahren --> Lokschuppen-Stick ansetzen,Lok rausfahren
Die Lok soll Wagen aus der Abstellanlage holen --> Abstellanlage-Stick ansetzen, Wagen holen
Der Zug soll auf Strecke gehen --> Strecken-Stick ansetzen, Zug hinter der Waldkulisse weg!
Es sollen Anschlüsse bedient werden --> Anschluss-Stick(s) ansetzen und rangieren
Ein bisschen wie Kulissenwechsel beim Theater. Und das alles auf dem gleichen Platz...
Ganz vorn an der Schauseite müsste in der Wechselzeit ein Vorhang vorgezogen werden.
Die Gesichter möchte ich sehen, wenn's plötzlich anders aussieht.
So etwa könnte das funktionieren, der Regelspurteil für die Rollbockgrube liegt mit einer Weiche fest auf einer Platte. Dahinter müsste es einen 3 cm breiten Spalt geben, um die zweigleisigen Sticks verschieben zu können, also Mauer zwischen Regelspur und Schmalspur einfügen!
Dann kommt der Ansteckplatz für die verschiedenen Sticks. Den Abstellanlage-Stick würde ich beidseitig befahrbar halten, damit er gedreht werden kann (Ersatz für Umfahrgleis):![]()
Weichen habe ich erstmal vermieden, das könnte man aber digital sicher über die Gleisversorgung lösen. Dann entfiele auch der 3 cm - Spalt, wenn z.B. die zwei Weichen des Umfahrgleises mit auf dem Stick liegen. Die nicht genutzten Sticks brauchen natürlich eine Fläche neben der Anlage. Am besten in gleicher Höhe auf glatter Fläche, um sie nur durch Gleiten (also ohne Anheben) an ihren jeweiliegn Platz zu bringen.
Also, darüber muss ich jetzt erstmal brüten
Moin Stefan,
spannende Ansätze, die du hier lieferst!
Bei deiner letzten Idee baut man ja quasi die Anlage erst, während die Züge fahren, zusammen.
Das könnte man noch auf die Spitze treiben, ich hab da ne Idee...
Als Rangieranlage ist das sicher gut, wenn man allerdings auf Mehrspielerbetrieb aus ist, muss man sich sehr sehr gut absprechen, welches Anlagenstück denn gerade aufgebaut ist.
Gruß
Alex
#6 RE: Schiebebühne / Transfer Table als gestaltetes Anlagenelement
Hallo Alex, dann lass mal gucken...
Ich habe die Raumnutzung jetzt derart geändert, dass es für das oben gezeigte Nm-Projekt etwas mehr Platz gibt. Dadurch kann ich links vom schon existenten Teil folgende Teile ansetzen:
- den Bereich "Güterbahnhof" mit eigener Schiebebühne
- ein Strecken-Eckteil
- nach der Ecke Wechsel-Fiddlesticks in Form von verschiedenen Anschlüssen (Glashütte, Sägewerk, Kohlenhandel, Brecheranlage etc.)![]()
Der Güterbahnhofsteil soll folgende Funktionen erfüllen können:
- Schaffung einer Umfahrmöglichkeit mit maximaler Gleislänge von 400 mm
- Abstellmöglichkeit für alle vorhandenen Schmalspurwagen
- Abstellkapazität für aufgebockte Wagen als Zwischenspeicher
- Schaffung eines Anschlusses "Minol"
- Anschlusses des regelpurigen Ausziehgleises entweder an die Rollbockgrube oder an das Aufstellgleis davor
Hier zwei der möglichen Schaltspiele, zunächst mit den Schiebebühnenpositionen in Stellung "oben". Damit können z.B. die Anschlüsse BHG und Minol erreicht werden, die Regelspurlok kann die Rollbockgrube bedienen:![]()
In der Stellung "unten" ergibt sich z.B. ein durchgehendes Streckengleis, die Schmalspurlok kann Wagen aus der Grube abziehen oder dorthin schieben, die Regelspurlok kann das Aufstellgleis am Anlagenrand bedienen. Der schmalspurige Gleisstumpen unter der Rohrbrücke kann zum Umsetzen oder auch Abstellen einer Schmalspurlok genutzt werden:![]()
Hier noch eine Skizze, wie die ganze Anlage beim Vorbild, also unter Verwendung von Weichen, ausgesehen haben könnte. Schwarz = Schmalspur; Rot = Regelspur
Orange eingekreist sind die Bereiche, die durch die Schiebebühnen entfallen. Das betrifft dann doch insgesamt 8 Schmalspurweichen und eine Regelspurweiche bei kürzerer Baulänge. Dafür muss natürlich Aufwand in das Kaschieren der Bruchstellen investiert werden:![]()
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