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Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
#26 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
Zitat von Fischkopp im Beitrag #25
der Fdl SchaFY ließe sich doch auch durch den Computer ersetzen, wenn angenommen wird, daß die Bahnhöfe links und rechts von Brezelbronn Zugnummernmeldeanlagen haben
... oder man investiert wie Fdl Triptis in eine weitgehende Automatiksimulation des Zugmeldebetriebs.
Noch weitergehend: ... bis hin zu einer Hör- und Sprech-Simulation der entfernten Fdls: In Zeiten von LLMs müsste sich doch sowas vollständig un-menschlich nachbilden lassen.
... oder, wenn man ganz verrückt ist, bildet man das Zugmeldeverfahren ohne Telefone und stattdessen mit Morse-Telegraphen nach: Da lassen sich dann die Nachbar-Fdls m.E. einfacher automatisieren, weil die Simulationen der Nachbar-Zugmeldestellen "nur" Morsesignale erkennen müssen und nicht Sprache. Allerdings muss man dann morsen lernen ...
H.M.
Guten Morgen Dieter,
zu deiner Frage zur Güterzugbildungsvorschrift
Zitat von Diegu im Beitrag #23
Generelle Regeln stehen da nicht drin? Wie z.B. Schwere Wagen vorne, Empfindliche Güter ebenfalls nah an der Lok, Pufferwagen um Gefahrgutwagen herum?
Die generellen Regeln, die du meinst sind in anderen Vorschriften verankert. Bei der GZV geht es nur darum die Zugbildung so zu gestalten, dass die rangiertechnische Behandlung Unterwegs einfacher, bzw. überhaupt erst möglich wird. Hier fließen neben Überlegungen der Stationsreihungen vor allem auch die verfügbaren Gleise auf den Unterwegsstationen mit ein.
Wenn du dir in meinen Anhängen die Zugkarte ansiehst und mit der schematischen Darstellung der Bahnhöfe Eilburg und Dossel rechts oben auf dem Bildfahrplan vergleichst, wird du erkennen, warum der Eilburger Wagen und die Wagen für Dossel Anschluss so gereiht werden müssen.
Ein Unterscheidung zwischen schweren und leichten Wagen in einem Zug gibt es beim Vorbild so nicht. Das ist nur Thema auf der Modellbahn. Hier hilft es dann die leichten Wagen künstlich schwerer zu machen.
Das Vorbild kennt lediglich eine Druckkraftbegrenzung für Schiebelokomotiven um leichte Wagen nicht aus dem Gleis zu drücken. Wenn aber der Zug nur aus Drehgestellwagen gebildet ist, spielt dies auch schon wieder keine Rolle.
Auch die Trennung mit Schutzwagen bei Gefahrgut spielt eigentlich nur bei Wagen mit explosiven Gütern eine Rolle.
Gruß Jürgen
#28 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
Hallo Dieter!
Zitat von Diegu im Beitrag #23
Irgendwo hatte ich gelesen (oder es hat hier jemand geschrieben), dass im Vorbild aufgrund Personalmangel eine Strecke vom Zugmelde- auf Zugleitbetrieb umgestellt wurde. Die werden dann ja auch nicht alle Signale sofort abgerissen haben, oder?
Doch, genau das hätte man gemacht (oder sie wenigstens als ungültig gekennzeichnet). Wobei der Treiber in den meisten Fällen weniger ein Personalmangel ("Wir haben nicht genug Leute!") als die Rationalisierung ("Wir können uns nicht mehr so viele Leute leisten!") war.
Aber ich würde Gsälzburg nicht wirklich auf Zugleitbetrieb umstellen, das wäre um die ganze gebaute Sicherungstechnik zu schade. Nur bei wenig Mitspielern eben den "Pseudo-Zugleitbetrieb" machen der sich letztlich auf Fahranfrage/Fahrerlaubnis und Ankunftsmeldung beschränkt. Dass die Zugpersonale sich in Gsälzburg (jedenfalls bei diesem Betriebsszenario) die Fahrstraßen selber stellen müssen wäre ich an Dieters Stelle bereit hinzunehmen.
Da die Anlage ja erstmal in Betrieb genommen werden muss sollte man einfach mit diesem Setup starten und dann ausprobieren was gut funktioniert und gefällt. Daher würde ich das Denken über ambitioniertere Lösungen (z. B. computerisierter Fdl in den Zugspeichern) in die weitere Zukunft schieben. Dieter, mach erst mal!
Grüße,
Sebastian
#29 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
Schuur ihr Jonge,
Zitat von Sebastian im Beitrag #28
Da die Anlage ja erstmal in Betrieb genommen werden muss sollte man einfach mit diesem Setup starten und dann ausprobieren was gut funktioniert und gefällt. Daher würde ich das Denken über ambitioniertere Lösungen (z. B. computerisierter Fdl in den Zugspeichern) in die weitere Zukunft schieben. Dieter, mach erst mal!
Danke für den ergänzenden Beitrag an Sebastian.
Wenn ich mir den Gleisplan von Gsälzburg so anschaue, hätte dieser Bahnhof aufgrund seiner Komplexität auch im ZLB einen "örtlichen Bahnhofsfahrdienstleiter" behalten; dann kann man aber auch gleich beim Zugmeldeverfahren bleiben!
Für den Fall, das nicht genug Mitspieler verfügbar sind, könnten für die vier Ausfahrsignale und das eine Vorsignal temporäre "weiße Kreuze" gebastelt und an den genannten Signalen angebracht werden. Wenn zudem eine entfernbare Trapeztafel in Höhe des Einfahtsignals angebracht wird, könnte der FDL in Brezelbronn auch die ZLB-Strecke nach Gsälzburg als Zugleiter steuern.
Zitat von hwunderlich im Beitrag #29
Für den Fall, das nicht genug Mitspieler verfügbar sind, könnten für die vier Ausfahrsignale und das eine Vorsignal temporäre "weiße Kreuze" gebastelt und an den genannten Signalen angebracht werden. Wenn zudem eine entfernbare Trapeztafel in Höhe des Einfahtsignals angebracht wird, könnte der FDL in Brezelbronn auch die ZLB-Strecke nach Gsälzburg als Zugleiter steuern.
Jetzt wäre es interssant, ob es irgendwo im www ein Bildbeleg für ein ausgekreuztes Hauptsignal mit davor aufgestellter Trapeztafel gibt. Hatte ich mir nämlich für Sonnenberg auch schon als Notlösung vorgestellt.
Gruß
Otto
Hallo zusammen,
ich muss es schon wieder schreiben: Einfach toll wie einem hier geholfen wird!
@JBehrens : Vielen Dank, für die Aufklärung bzgl. der GZV. Jetzt kann ich mir was drunter vorstellen. Auch Danke für's Aufräumen mit meinen "Pseudoregeln" Schon erstaunlich wieviel Unfug man im WWW finden kann. Gestern hatte ich noch den ganzen Tag nach einer GZV gesucht und nichts gefunden. Auf die Frage von OOK hin, habe ich nach Trapeztafeln und Signalen gesucht. Dazu natürlich nichts gefunden, dafür aber diese schicke GZV, die sogar noch bei uns in der Gegend ist . Die lässt zwar einige Fragen offen und es stellen sich neue. Trotzdem sehr hilfreich!
@Sebastian : Ich habe mir einen Artikel über Zugleitbetrieb zu Gemüte geführt. Das ist ja ein Fass ohne Boden und zu Gsälzburg passt das ja nun wirklich nicht. "Pseudo-Zugleitbetrieb" passt wohl wirklich am Besten. Mit dem werde ich starten.
Automatik im Schattenbahnhof ist verlockend und mit dem Gedanken hatte ich auch schon gespielt. Das ist aber definitiv ganz unten auf der Liste. Erst muss der Betrieb überhaupt laufen.
Heute habe ich tatsächlich noch den Arduino-Sketch für meine Servodecoder fertig gekriegt. Damit kann ich jetzt die Servos alternativ zur Fernbedienung auch direkt über Drucktaster bedienen und ich kann überall wo Bedarf ist, Ministellwerke für die Rangiermannschaften platzieren. Die Taster sind zwar nur dumm, funktionieren nur als "Toggle" und es gibt keine visuelle Rückmeldung außer über die Weichenlaternen, aber besser als nix.
Jetzt muss ich mich nur mal wieder unter die Anlage zwingen und Elektrik und Mechanik verbauen.
Viele Grüße
Diegu
Hallo Otto,
das habe ich bei dem Besuch der Diemeltalbahn live gesehen, aber kein Foto gemacht.
Wolfgang hat es auf Deine Anregung hin umgesetzt, ausgekreuztes Form-Hauptsignal und Trapeztafel davor.
Stichwort "ausgekreuztes Hauptsignal":
Dazu finden sich auch Bilder im Web :-) Häufig dort - so mein Eindruck - wo bereits neue Signale installiert, aber noch nicht in Betrieb sind. Aber ich habe auch etwas gefunden, wo dies nicht der Fall sein dürfte:
https://forum.gartenbahn-stammtisch.de/viewtopic.php?t=2041
https://www.osnabahn.de/2024/11/die-bahn...e-estw-technik/
https://www.eisenbahn-mv.de/bhf/p/bhf001.html
https://eisenbahn-sh.de/index.php?/category/2359
#34 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
Hallo zusammen, bin neu hier! Habe hier still mitgelesen und habe mich angemeldet um dieser spannende Diskussion auch ein Vorbildfoto zu liefern. Abzw Süpplingen an der Strecke Abzw Florastraße - Weferlingen (heute alles Zugleitbetrieb nach FV-NE). Das Hauptsignal aus Ri Florastr. steht 1 Loklänge vor der Trapeztafel und bis heute noch da.
https://stellwerke.info/stw/img/LSUPA/81...a4414845dd8.jpg
Werde dann mich weiter der Lektüre vom ADJ 11 widmen...
Pfeiftafel
(T. Koester und Blaues Buch geschädigter Leidensgenosse) 
#35 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
Zitat von Diegu im Beitrag #15
5. Besetzung der Zugmeldestelle
Nach einigem Durchdenken bin ich genau da angekommen: Mindestens 2 FDL. Für 2 FDL benötigt es halt mindestens 4 Spieler, denke ich. Was machen zwei FDL mit einem Lokführer?
Bei unter 4 Spielern geht also m.E. nichts am Zugleitbetrieb vorbei. Alleine ist eh alles anders.
Und ja: Die ortsgestellten Weichen gehören ortsgestellt!
Hallo Dieter,
wie es Sebastian schon schrieb, Deine geplante Infrastruktur wäre beim Vorbild für Zugleitbetrieb äußerst unrealistisch.
Zugleitbetrieb wurde bei Vorbild nicht nur bei (Betriebs-)Personalmangel eingeführt, sondern auch um vor Ort nicht in Modernisierung der Signaltechnik investieren zu müssen. Das führte dann zu ortsgestellten Weichen, Schlüsselwerken in Fernsprechkästen usw. Ver
Das wiederum geht letztlich nur bei „vereinfachten betrieblichen Verhältnissen“. Auch der Zugleiter wird bei mehr Betrieb im ZLB stärker belastet.
Spätestens seit den 1990ern sind die Regeln zur Einführung des ZLB daher stetig verschärft wurden (auch aufgrund von Unfällen).
Übrigens gab es vereinzelt auch sog. örtliche Mitarbeiter im ZLB, die ggf. noch vorhandene Stellwerke (meist ohne Streckenblock) im Auftrag des ZL bedienten. Bad Kohlgrub war da ein recht bekanntes Beispiel.
Soweit zum Thema ZLB.
Was bedeutet das für Deine Anlage?
Ich würde keine Änderung der Betriebsform ZMB/ZLB nur aufgrund der Anzahl der vorhandenen Mitspieler machen, eben weil das jeweils umfangreiche Änderung der Signalausstattung bedingen würde.
Allerdings könntest Du ja über Wattenscheider Schächte für die Signale nach FREMO für die den Endbahnhof nachdenken …
Vielmehr würde ich es eher etwas pragmatischer sehen, dass je nach Anzahl vorhandener Mitspieler, diese ggf. mehrere Aufgaben/Funktionen wahrnehmen müssen. Für die Stellwerke würde ich das als eine Veränderung der Anzahl der Bedienstellen ansehen.
Bei Einspielerbetrieb nimmt man als Lokführer das Stellwerk in Form des Tabletts halt mit.
Im Mehrspielerbetrieb würde ich auf eine Trennung von Zug- und Betriebsstellenpersonal achten. Eine Bedienung durch einen zentralen Fdl wäre denkbar, wie bereits vorgeschlagen mit Kameraunterstützung im Nachbarraum.
Wenn an der Anlage mit zwei Fdl gearbeitet werden soll, dann würde ich zur Steigerung des Vorbildgefühls die Bedienstellen mit einer kleinen mechanischen Hebelbank ausstatten, bei der Kontakte die Informationen abgreifen und an die Steuerung übergeben (zB von H0fine). Keine Ahnung ob Rocrail das kann, ich würde da direkt mit Loconet arbeiten.
Diese Bedienstellen würde ich ggf. portabel machen.
Denkbar wäre auch das im Einmannbetrieb zu bedienen.
#36 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
Zitat von Diegu im Beitrag #31
Heute habe ich tatsächlich noch den Arduino-Sketch für meine Servodecoder fertig gekriegt. Damit kann ich jetzt die Servos alternativ zur Fernbedienung auch direkt über Drucktaster bedienen und ich kann überall wo Bedarf ist, Ministellwerke für die Rangiermannschaften platzieren. Die Taster sind zwar nur dumm, funktionieren nur als "Toggle" und es gibt keine visuelle Rückmeldung außer über die Weichenlaternen, aber besser als nix.
Hallo Dieter,
nur ein Taster als Toggle und „nur die Weichenlaterne“ ist nicht wirklich „dumm“, sondern vorbildgetreu. Das was Du da baust könnte man beim Vorbild EOW (elektrisch ortsgestellte Weiche) nennen
Im Rstw und Estw gib es durchaus solche Konstellatioen, dass einzelne Weichenbereiche zur lokalen Bedienung an das Zugpersonal abgegeben werden können, nennt man Nahstellbereich.
#37 Ausgekreuztes Hauptsignal mit Trapeztafel
Schuur ihr Jonge,
das Bild mit dem ausgekreuzten Hauptsignal und der davor angeordneten Trapeztafel im Beitrag #33 zeigt genau, was ich meine. So könnte Dieter temporär Gsälzburg ZLB-tauglich machen.
Aber ich schrien es bereits: Gsälzburg im ZLB sehe ich eigentlich nur mit einem "örtlichrn Bahnhofsfahrdienstleiter", und dann kann man auch gleich beim "normalen" Betrieb mit Zugmeldungen bleiben.
#38 Formhauptsignal, Trapeztafel und ausgekreuztes Lichtsignal
Schuur ihr Jonge,
ganz anders verhält es sich bei der Situation auf dem zweiten Foto im Beitrag #33:
Hier sehen wir die Einfahrt einer zweigleisigen Strecke in eine Betriebsstelle während einer Umbauphase.
Die beiden Formsignale sind (vermutlich) Einfahr- und Ausfahrvorsignal am Regelgleis (in D des rechte Gleis). Die Trapeztafel steht am linken, also dem Gleis "gegen die gewöhnliche Fahrtrichtung". Diese Signalisierung wird seit einigen Jahren auf Strecken ohne Signalisierung für den "Gegengleisbetrieb" (früher auch als Falschfahrbetrieb bezeichnet) angewendet. Hier wird der Auftrag das Gegengleis zu befahren dann mittels schriftlichem Befehl angeordnet.
Beim ausgekreuzten Lichtsignal handelt es sich um ein sog. Ks-Signal; nach Inbetriebnahme des im Bau befindlichen ESTW wird dort Gleiswechselbetrieb eingerichtet sein und dieses Signal ist dann das Einfahrsignal des Gegengleises. Trapeztafel und Formsignale werden dann Geschichte sein.
#39 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
Hallo zusammen,
vielen Dank, Jan!
Wie schon gesagt, habe ich mich nach den letzten Antworten ein bisschen in den Zugleitbetreib eingelesen. Ist wirklich nicht angemessen. Dafür müsste ich ja einen Großteil der Bahnanlagen zurückbauen, Signale austauschen und dann auch noch Rückfallweichen einbauen.
Als Kompromiss gefällt mir, wenn der Tf/Zf den FDL Brezelbronn um Fahrtfreigabe nach Gsälzburg bittet. Die Alternative, dass der FDL Brezelbronn den Tf/Zf (als FDL Gsälzburg in spe) fragt, ob der den Zug in Gsälzburg annimmt ist ja mehr als schräg.
Sobald der Tf/Zf am Einfahrsignal Gsälzburg steht, darf er dann zusätzlich die Aufgaben des FDL Gsälzburg übernehmen. So läuft es bei uns auf der Arbeit ja auch. "Wie? Keiner da? Dann machst du das halt mit. Stell dich nicht so an!"
Auf dem Rückweg ist es naheliegender: Da kann der temporäre FDL Gsälzburg ordnungsgemäß in Brezelbronn anfragen.
Bzgl. SchaFY Tübingen-Sigmaringen kann man das analog spielen.
Die Wattenscheider Signalmodule habe ich mir zwischenzeitlich auch angeschaut. Sowas in der Art (optimalerwiese identisch) werde ich auf jeden Fall bauen, schon aus Gründen der einfachen Wartung. Passt auch zu dem geplanten Antrieb der Viessmann-Signale mit Linearservo. Ich muss für meinen Umbau eh schon alle Signale in Gsälzburg rausreißen. Die Viessmann-Antriebe halten bei mir einfach nicht lange.
Die H0fine Hebelbänke sind ja allerliebst. Die kann ich mit meinem jetzigen Ansatz allerdings nur schwer verwenden, da ich dafür zwei Schalter je Weiche und damit die doppelte Anzahl Kontakte und ergo die doppelte Anzahl Servodecoder benötigen würde.
Den Begriff EOW kannte ich noch nicht. Total spannend. Im ersten Reflex hätte ich jetzt die Drucktaster schon fast direkt neben die Weichen gesetzt. Aber lieber nicht. EOW gab's ja in den 60ern noch nicht und dann hat man jetzt auch andere Weichenlaternen. Meine Stellwerkstechnik ist stand jetzt eh nicht epochengetreu, dann gibt's halt die Mini-Schalttafel vor Ort an der Anlage.
Das mit dem Nahstellbereich finde ich aber dufte und das setze ich auch um.
Die Kür wäre dann noch, dass der FDL den Nahstellbereich an das Zugpersonal abgibt. (Das ist aber für später!)
Der Plan dazu ist: Der FDL gibt per Klick im RocRail Stellpult den Nahstellbereich an das Zugpersonal ab. Dann sind die entsprechenden Weichen für das zentrale Stellwerk gesperrt und an den lokalen Bedienstellen wird per blauer LED angezeigt, dass die Weichen jetzt auch tatsächlich bedient werden können. Das lässt sich mit einfachen Codeanpassungen und einer LED je Schalttafel machen. Ist jetzt aber erstmal nur die Kür. Den Code hat mir Gemini gerade aber schon gebastelt
Im folgenden Plan wären die blau hinterlegten Weichen dann Teil des Nahstellbereichs und können an die Rangiermannschaft übergeben werden. Dort kann man ohne Beeinträchtigung des Reisezugverkehrs in Ruhe rangieren. Nur wenn die Rangiergruppe auf Gleis 9/19 will, muss der FDL aktiv werden.![]()
Vielen Dank für die wertvollen Tipps!
Viele Grüße
Dieter
PS: Edit fragt: Was mache ich denn dann mit den Rangiersignalen? Das ging mir durch.
Hallo Dieter,
die Gleise 4, 5 und 6 sind ja für Zugfahrten vorgesehen. Die würde ich nicht in den Nahstellbereich einbeziehen.
In den 60ern wären die Weichen an den Gleisen 7, 8, 14, 28, 141, 142, 271 und 272 Handweichen gewesen.
Aus diesen kannst du gut einen Nahstellbereich machen und diese elektrisch stellen, damit du nicht händisch in den Gleisen rumfummeln musst.
Gruß Jürgen
Hmm.
Problem ist dann halt, dass ich das rechte Ziehgleis nicht zum Rangieren nehmen kann. Die V60 kann dann auch keine Wagengruppe, die in Gleis 5 oder 6 steht auf die Ladestellen verteilen. Dann habe ich irgendwie das Ziel verfehlt. Gleis 7 ist ja lediglich das Umfahrgleis.
Grüße
Dieter
Hallo Dieter,
doch, das geht alles. Für Fahrten aus/nach Gleis 4 und 5 braucht es halt die Mitwirkung des Fdl.
Alle anderen Fahrten, auch von links nach Gleis 6 gehen ohne Zustimmung.
Ich habe die Weichen, die im Stellwerk bleiben müssen mal mal gelb markiert. Die Weichen mit der grünen Markierung neben der Weichen müssen in Richtung zur Markierung festgelegt werden, wenn der Nahstellbereich eingeschaltet ist.![]()
Gruß Jürgen
#43 Betrachtungen zum Zugleitbetrieb ausgelagert
Schuur ihr Jonge,
ich habe die Betrachtungen zum ZLB aus diesem Faden mal nach hier "ausgelagert, um Diegus thread nicht zu kapern:
new.php?forum=84
Hallo Dieter,
Noch ein Nachtrag. Bei heutigen Lichtsperrsignalen würde auch dein Entwurf eines Nahstellbereiches gehen. Diese Signale würden dann ein weißes Licht als Kennlicht zeigen.
Nur auf deine Frage zu den mechanischen Rangiersignalen in der Epoche III gibt es leider nur meinen Vorschlag. Weil in der Realität damals ja keine elektrisch ortsgestellten Weichen existierten.
Auf unserem Kreuzungsbahnhof Markoldendorf waren die beiden Einfahrweichen an das Stellwerk angebunden. Damit konnte aus beiden Richtungen die Einfahrt nach Gleis 1 oder Gleis 2 gestellt werden und anschließend das entsprechende Einfahrsignal.
Alle anderen Weichen waren in einer vorgeschriebenen Lage festgelegt und verschlossen. Zum anschließenden Rangieren konnten durch Schlüsselfreigabe alle Weichen aufgeschlossen und frei von Hand bedient werden. Auch die beiden Einfahrweichen. Wie dies jedoch mechanisch genau gelöst wurde, konnte ich leider noch nicht ergründen.
Sollte ich jemals den Bahnhof Markoldendorf nachbauen wollen, müsste ich dieses Rätsel lösen. Das ist jedoch nicht in Sicht und ein sehr, sehr ferner Traum.
Gruß Jürgen
#45 Der richtige Link zum ausgelagerten Thema
#46 Anmerkungen
Zitat von Diegu im Beitrag #39
vielen Dank, Jan!
Hallo Dieter,
gerne!
Zitat
Wie schon gesagt, habe ich mich nach den letzten Antworten ein bisschen in den Zugleitbetreib eingelesen. Ist wirklich nicht angemessen. Dafür müsste ich ja einen Großteil der Bahnanlagen zurückbauen, Signale austauschen und dann auch noch Rückfallweichen einbauen.
Zum Thema ZLB werde ich noch im separaten Thread antworten. Nur Rückfallweichen sind nicht zwingend ...
Zitat
Als Kompromiss gefällt mir, wenn der Tf/Zf den FDL Brezelbronn um Fahrtfreigabe nach Gsälzburg bittet. Die Alternative, dass der FDL Brezelbronn den Tf/Zf (als FDL Gsälzburg in spe) fragt, ob der den Zug in Gsälzburg annimmt ist ja mehr als schräg.
Klingt nach einem Plan.
Zitat
Die Wattenscheider Signalmodule habe ich mir zwischenzeitlich auch angeschaut. Sowas in der Art (optimalerwiese identisch) werde ich auf jeden Fall bauen, schon aus Gründen der einfachen Wartung. Passt auch zu dem geplanten Antrieb der Viessmann-Signale mit Linearservo.

Zitat
Die H0fine Hebelbänke sind ja allerliebst. Die kann ich mit meinem jetzigen Ansatz allerdings nur schwer verwenden, da ich dafür zwei Schalter je Weiche und damit die doppelte Anzahl Kontakte und ergo die doppelte Anzahl Servodecoder benötigen würde.
Da ich Dein Technikkonzept nicht kenne, kann ich da nicht viel zu sagen bzw. kann nicht folgen.
Fakt ist, dass es wenige DCC-(Servo)Decoder gibt, die überhaupt den vorbildgerechten Toggle-Modus können (z.B. Tams). Meist können Decoder nur den von der Modellbahn bekannten Zweitasten-Modus.
Grundsätzlich würde ich es allerdings (wie beim FREMO) bevorzugen, Stelleinheiten (Weichen, Signale usw.) nicht über die Schiene mit DCC-Daten zu versorgen, sondern dafür einen separaten Bus wie Loconet, CAN oder BiDiB zu verwenden. Also über die Schiene nur fahren.
Hier gäbe es dann die Möglichkeit die beiden Stellungen an der Hebelbank per Tastern abzugreifen und über den Bus (geht bei Loconet und CAN) den zugehörigen Decodern für die Weichen zuzuordnen. Zusätzliche EOW-artige Bedienstellen wären in so einem Konzept zusätzlich oder alternativ möglich.
Zitat
Den Begriff EOW kannte ich noch nicht. Total spannend. Im ersten Reflex hätte ich jetzt die Drucktaster schon fast direkt neben die Weichen gesetzt. Aber lieber nicht. EOW gab's ja in den 60ern noch nicht und dann hat man jetzt auch andere Weichenlaternen. Meine Stellwerkstechnik ist stand jetzt eh nicht epochengetreu, dann gibt's halt die Mini-Schalttafel vor Ort an der Anlage.
Frei nach James Bond: Sag niemals nie ...
Es wurde nicht EOW genannt (wurde erst in den 1980ern erfunden), aber es gab schon in den 1960ern vereinzelt vereinfachte selbstgebaute "Stellwerke" oder Weichenstellbuden/ausgelagerte Nahbedienstellen bei größeren Rstw.
Beispiel für eine selbstgebaute Weichenstellbude (ohne Bild) https://stellwerke.info/stw/stw.php?id=1582
Beispiel für eine Nahbedienstelle mit einfachen Weichenschaltern https://stellwerke.info/stw/stw.php?id=26447
Eine moderne Ausführung davon wären dann sog. Fahrwegstelltafeln in EOW-Anlagen, an denen sich das Zugpersonal den Fahrweg in ein bestimmtes Gleis einstellen kann. Auch bei vorgelagerten Bedienstellen mit Schlagtaster findet man gelegentlich eine Gleisvorwahl ...
Zitat
Der FDL gibt per Klick im RocRail Stellpult den Nahstellbereich an das Zugpersonal ab. Dann sind die entsprechenden Weichen für das zentrale Stellwerk gesperrt und an den lokalen Bedienstellen wird per blauer LED angezeigt, dass die Weichen jetzt auch tatsächlich bedient werden können.
Das wäre für ein Rstw/Estw sehr realistisch, aber für die Zeit und Formsignale eher unrealistisch ... aber warum nicht.
Zitat
Im folgenden Plan wären die blau hinterlegten Weichen dann Teil des Nahstellbereichs und können an die Rangiermannschaft übergeben werden. Dort kann man ohne Beeinträchtigung des Reisezugverkehrs in Ruhe rangieren. Nur wenn die Rangiergruppe auf Gleis 9/19 will, muss der FDL aktiv werden.
PS: Edit fragt: Was mache ich denn dann mit den Rangiersignalen? Das ging mir durch.
Dazu wurde ja schon was geschrieben. Deine Formsignale können ja kein Kennlicht ...
Aus einem Nahstellbereich kann im Regelfall nicht per Zugfahrstraße ausgefahren werden, bei Dir noch dazu per Gruppenausfahrt ...
#47 RE: Anmerkungen
Zitat von JBehrens im Beitrag #44
Auf unserem Kreuzungsbahnhof Markoldendorf waren die beiden Einfahrweichen an das Stellwerk angebunden. Damit konnte aus beiden Richtungen die Einfahrt nach Gleis 1 oder Gleis 2 gestellt werden und anschließend das entsprechende Einfahrsignal.
Alle anderen Weichen waren in einer vorgeschriebenen Lage festgelegt und verschlossen. Zum anschließenden Rangieren konnten durch Schlüsselfreigabe alle Weichen aufgeschlossen und frei von Hand bedient werden. Auch die beiden Einfahrweichen. Wie dies jedoch mechanisch genau gelöst wurde, konnte ich leider noch nicht ergründen.
Hallo Jürgen,
interessant! Also die Einfahrweichen waren sowohl von der Hebelbank, als auch lokal bedienbar?
#48 RE: Anmerkungen
Mechanische Weichen, die sowohl per Drahtzug als auch von Hand gestellt wurden sind mit fremd.
Stellwerke.info kennt Markoldendorf nicht. Daher vermute ich entweder Handweichen mit Riegeln oder die Einfahrweichen waren elektrisch, die per Hebel gestellt wurden (gab es) und konnten über einen Schlüssel frei gegeben werden und anschließend mit einer Nahbedienstelle (Nb) an der Weiche selbst bedient werden.
Die Fernsteuerstrecke der OHE hat(te) an jedem Unterwegs-Bf mit elektrisch ferngestellten Weichen solche Nb.
Hallo Jan,
ja genauso soll es gewesen sein. Aber ich habe das selber nicht mehr erlebt. Das Stellwerk ist nach Einstellung des Personenverkehrs 1975 zurückgebaut worden.
Ich weiß selber nicht wie das technisch gelöst wurde und forsche noch dazu.
Gruß Jürgen
Zitat von Pfeiftafel im Beitrag #48
Mechanische Weichen, die sowohl per Drahtzug als auch von Hand gestellt wurden sind mit fremd.
Hallo Pfeiftafel (hast du auch einen Namen?),
geben tut es das schon. In Österreich, und auch in anderen ehemaligen k.u.k.-Ländern, gab und gibt es mechanisch ferngestellte Weichen die trotzdem ortsgestellt werden können. Dann wird im Stellwerk der Hebel in eine "Mittelstellung" gebracht, und dann ist die Weiche örtlich stellbar. Der "Madnerhebel" ist ein solches Patent, es gibt auch andere. Die technischen Details müsste unser Kollege H.M. ergänzen.
Aber: Wir sind ja hier im Thread zu Dieters Anlage. Da würde ich es machen wie von ihm weiter oben geschildert.
Grüße,
Sebastian
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