Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn

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13.02.2026 23:25
avatar  Diegu
#1 Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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Hallo zusammen,

ich hatte schon Vorüberlegungen zum Betriebskonzept angestellt, aber @djue6867 hat mir mit seinem Post die Wichtigkeit des Themas nochmal vor Augen geführt, drum versuche ich, mich mal anzunähern.

Mein Planungsthread ist hier.

Erst aber nochmal die wichtigsten Dinge vorab:

Streckenprinzipplan:


Der Trennungsbahnhof Brezelbronn liegt an der eingleisigen Strecke Tübingen - Sigmaringen. In Brezelbronn geht es ab auf die Schwäbisch Alb nach Gsälzburg. Brezelbronn liegt gedacht viel näher an Tübingen als an Sigmaringen.
Die Anlage spielt Mitte der 60er Jahre.

Detaillierter sieht das wie folgt aus:


In der Raumsituation ergibt sich folgendes Bild (Brezelbronn oben, Gsälzburg unten):


Damit ist die Zahl der Mitspieler schon stark eingeschränkt.

Jetzt erstmal zu den Grundideen und was noch offen ist:
- Betätigung von Weichen und Signalen über Start-Ziel-Tasten für Fahrstraßen und Rangierfahrstraßen über RocRail
Es gibt also keine ernsthaft nachgebildete Stellwerkstechnik
- Ob nach Echtzeit, Modellzeit oder ganz ohne Zeit gefahren wird, ist noch offen. Da muss ich mich erst annähern
- Wenn ich alleine spiele werde ich mir einzelne Themen aus dem Gesamtprogramm aussuchen.
- Bei zwei bis drei Spielern braucht es einen Fahrdienstleiter, der wohl alle Stationen abdecken muss. Das ist FDL1, der von dem Platz an der linken Seite alles Notwendige im Zugriff hat.
- Ab vier Spielern, wäre ein weiterer FDL notwendig, der ungünstig außerhalb der Anlage steht.
- Vier Spieler bilden wohl auch die Oberkante.

Personenzugverkehr
Der Personenzugbetrieb orientiert sich an dem tatsächlichen Verkehr zwischen Tübingen und Sigmaringen mit Erweiterungen für die abzweigende Strecke nach Brezelbronn. Der Personenzugverkehr ist für mich eher sekundär.
Es gab einige wenige Eilzüge und unterschiedliche Personenzüge abhängig vom Verkehrsaufkommen und der Tageszeit.
Meine Idee ist, den Personenzugverkehr zwischen Tübingen und Sigmaringen über 5 prototypische Züge abzubilden, die eine feste Gleiszuordnung im Schattenbahnhof haben. Diese Züge stehen in den hinteren Gleisen 31 - 37 im SchaFY Tübingen-Sigmaringen und werden typischerweise nicht neu gruppiert.
◦ Gl.31: Durchfahrgleis, generell frei
◦ Gl.32: „P1“ - P2360/2361: Standard: 3 Silberlinge + Behelfspackwagen (max. 180 cm)
◦ Gl.33: „E1“ - E765/766: „Eilzugwagen“ (bis 200 cm)
◦ Gl.34: „E2“ - E4503/4504: B4ye-36/50 (bis 250 cm) z.T. über Herbertingen-Aulendorf bis Friedrichshafen
◦ Gl.35: DGxxxx Nord- Süd (bis 250 cm)
◦ Gl.36: „P2“ - P2350/2351: Berufsverkehr: 6 - 10 B3yge
◦ Gl.37: „P3“ - P2356/2357: Altwagen / Berufsverkehr: Donnerbüchsen

Die Zugnummern in Anführungszeichen sind nur intern. Jeder dieser muss mehrere echte Züge repräsentieren. Beispiel für die echten Zugnummern stehen jeweils dahinter.

Für die Strecke nach Gsälzburg stehen 4 Gleise zur Verfügung, von denen aktuell nur zwei benutzt werden:
◦ Gl.21: „P4“ - P3350/3351 Schienenbus / Triebwagen
◦ Gl.22: „P5“ - P3360/3361 Kurzzug
◦ Gl.23: frei
◦ Gl.24: frei

So gesehen wickle ich also den Passagierverkehr mit 5 Personenzügen und zwei Eilzügen ab, die von der Zusammenstellung nicht bzw. nur sehr schwer geändert werden können.

Güterverkehr
Grundidee sind zwei NG-Pärchen und eine Übergabe von Brezelbronn nach Gsälzburg. Die NG werden vor jeder Betriebssession im Fiddleyard bereitgestellt. (Wie das Frachtsystem dazu im Detail ausfällt ist erstmal sekundär)
◦ Gl.1: NG1001 / 1002 TÜ – BB – SIG und zurück
◦ Gl.2: NG1104 / 1103 SIG – BB – TÜ und zurück
◦ Gl.3: GAG Salz GB (fährt nach einem Gespräch mit @Sebastian mit gedeckten Wagen und muss zum Glück nicht be- und entladen werden) NL 1800 mm
◦ Gl.4: frei / (optional: GmP nach GB)

NG1001 bringt morgens die Waren aus dem Norden nach Süden und holt als NG1002 die leeren Wagen abends wieder ab.
NG1104 bringt morgens die Waren aus dem Süden nach Norden und holt als NG1103 die leeren Wagen abends wieder ab.
Damit transportieren beide Züge grundsätzlich unterschiedliche Waren.
Beide Züge stellen in Brezelbronn auch Wagen für Gsälzburg bereit, machen aber keinen Abstecher nach Gsälzburg.
Hierzu steht in der Außenstelle Gsälzburg des BW Tübingen eine Lok die frühmorgens die Wagen aus Gsälzburg nach Brezelbronn bringt und nachdem die beiden NG durch sind, die neuen Wagen nach Gsälzburg wieder hochnimmt.

Bei der Idee mit der Übergabe Gsälzburg - Brezelbronn bin ich mir total unsicher. Ist das Quatsch oder könnte das so gewesen sein? Welche Alternativen seht Ihr?

Zusätzlich gibt es einmal mehrfach pro Woche den Salz-GAG der leer aus Sigmaringen kommt und voll und mit Doppeltraktion zurückfährt. Die Doppeltraktion ist erst ab Brezelbronn notwendig. Die Zusatzlok kommt aus Tübingen (oder Gsälzburg?). Heißt aber auch, dass die dann irgendwann wieder leer nach Tübingen zurück muss.

Es ist noch viel offen. Es fehlt der Fahrplan und ich muss mir Gedanken zum Güterverkehr machen. Sehr gut fand ich verschiedene Posts, dass der Güterbedarf in Umfang und Frequenz nicht zwanghaft ermittelt werden muss, sondern eher zu den Betriebsmöglichkeiten passen muss (so habe ich das zumindest verstanden und das fühlt sich für mich passend an).
Möglichkeiten für Binnenverkehr zwischen Brezelbronn und Gsälzburg sehe ich ebenfalls, aber auch das ist sekundär.
Spannend war wohl auch der Packwagenverkehr abends Richtung Tübingen, hier gab es einen Packwagensammler, der die ganzen Packwagen wieder nach Tübingen brachte. Ich denke, der wurde auf einzelnen Bahnhöfen immer wieder verlängert. Zumindest fand ich ein Foto auf dem einer der HZL-Triebwagen einen Packwagen nach Hechingen zu bringen, um den dort dann wohl anzuhängen.

Sonderzüge müssen ja nicht unbedingt sein, aber tatsächlich gab es in den 30er Jahren Sonderzüge zur Kirschblüte nach Nehren. Nehren hatte nicht mal einen Bahnhof, sondern nur einen Haltepunkt. Ob es die Sonderzüge in den 60ern noch gab, weiß ich nicht, aber man kann immer noch direkt von dort zu den traumhaften Kirschbaumwiesen laufen. Und natürlich gab es Ausflugszüge auf die Schwäbische Alb zum Wintersport oder in die Sommerfrische.

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu unausgegoren und zu viel auf einmal.

Ich bin auf jeden Fall gespannt auf eure Reaktionen.

Viele Grüße
Dieter


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14.02.2026 08:29
#2 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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Hallo Dieter!

Da ich selbst keine Erfahrungen mit so großen Anlagen habe, kann ich gar nicht so viel dazu sagen, als dich vielmehr beglückwünschen, dass es bei Dir so gut vorangeht.

Zitat
Zumindest fand ich ein Foto auf dem einer der HZL-Triebwagen einen Packwagen nach Hechingen zu bringen, um den dort dann wohl anzuhängen.


Das war kein Packwagen, sondern ein Expressgutwagen, der in Hechingen von der HzL auf einen DB-Eilzug überging. Sebastian hat hier einen richtig guten Beitrag zum Expressgutverkehr geschrieben. Vielleicht kann der bei Dir auch eine Rolle spielen.

Grundsätzlich klingt Dein betriebliches Grundkonzept sehr solide. Mein Gefühl wäre aber, dass beim Mehrspielerbetrieb (mindestens) zwei Fdl sehr sinnvoll wären. Du hast bei Dir ja zwei Strecken mit Zugmeldebetrieb. Das würde bei einem zentralen Fdl so ganz verloren gehen. Das könnte ja sogar beim Einspielerbetrieb sinnvoll sein, so dass Du zumindest, je nachdem von wo nach wo du fährst, auch zwei verschiedene Stellwerke bedienen musst.

Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie es weitergeht.

Beste Grüße
Lars


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14.02.2026 09:20
#3 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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Guten Morgen Dieter,

also erstmal vorweg. Dein Betriebskonzept ist schon ganz gut.
Den Personenverkehr in der Relation Tübingen - Brezelbronn - Sigmaringen mit festen Zuggarnituren zu fahren schafft die nötigen Rangierkapazität im Schattenbahnhof. So kannst Du dich bei der Zugbildung ganz auf die Nahgüterzüge beschränken. Der Salz-Gag wird ja wahrscheinlich auch als fester Pendel verkehren.

Der Personenverkehr Brezelbronn - Gsälzburg ist einerseits ein Triebwagen von Brezelbronn aus. Anderseits bietet sich im Berufs- und Schülerverkehr ein lokbespannter Personenzug aus Gsälzburg an. Aber darauf komme ich später noch zurück.

Behandeln wir erstmal den Güterverkehr:
Dein Konzept mit den beiden Nahgüterzügen aus den den beiden Zulaufrichtungen passt schon. Zumindest einer dieser Ng sollte auch die Stückgutwagen für Brezelbronn und Gsälzburg befördern. Ich nehme an, dass dies der Ng aus Tübingen sein wird, da dort wahrscheinlich eine Stückgutumladung vorhanden war (sein sollte).
Für beide Ng solltest zu eine feste Zugbildung vorsehen:
Zum Beispiel:
Ng Tübingen - Brezelbronn - Sigmaringen:
1. Sigmaringen / 2. Bhfe zw. Sigmaringen und Brezelbronn / 3.Brezelbronn Stückgutwagen / 3. Brezelbronn übrige / 4. Gsälzburg übrige / 5. Gsätzburg Stückgutwagen / 6. Bhfe zw. Tübingen und Brezelbronn

Dann brauchen die Wagen am Zugschluss in den jeweiligen Bahnhöfen nur abgehangen werden.
Wie es beim Gegenlauf dann aussieht, solltest du von deinen Rangiergegebenheiten in Brezelbronn anhängig machen. Ich nehme an in Brezelbronn gibt es eine Rangierlok die die Kundenbedienung und evtl. die Zugbildung für Gsälzburg übernimmt. Wenn nicht, müsste das die Lok aus Gsälzburg in Zugpausen übernehmen. Davon ist dann dann auch der Lokumlauf der Gsälzburger Lok abhängig.
Dieser Lokumlauf ist aber ein eigenes Thema, auf das ich noch komme.

Dein Verkehr auf der Hauptbahn sollte jetzt reibungslos laufen.
Bleibt die Rangierfrage in Brezelbronn und die Bedienung der Nebenbahn.

Ich setzte jetzt mal eine Rangierlok in Brezelbronn voraus. Mindestens eine Köf, besser noch eine V 60 oder entsprechende Dampflok sollte hier stationiert sein.

Den Verkehr auf der Nebenbahn würde ich, bis auf die Triebwagenfahrten und den Salz-Gag komplett von der Gsälzburger Lok fahren lassen.

Wie so etwas aussieht kannst Du in meinem Betriebskonzept zur privaten Nebenbahn in Spur 1 nachlesen.

Kurzer Abriss:

1. Arbeiterfrühzug Gsälzburg - Brezelbronn
2. Arbeiterfrühzug Brezelbronn - Gsälzburg
3. Schülerzug Gsälzburg - Brezelbronn > Personenzug in Brezelbronn stehen lassen
4. Güterzug mit Stückgutwagen Brezelbronn - Gsälzburg
5. Güterzug Ausgangswagen Gsälzburg - Brezelbronn > in Abstellgleis
6. Schülerzug Brezelbronn - Gsälzburg
7. Personenzug Gsälzburg - Brezelbronn
8./9. evtl. weiteres Personenzugpaar (Arbeiterzüge)
10. Güterzug Brezelbronn - Gsätzburg (Restwagen / evtl. Einzelwagen für Saline)
11. Güterzug mit Stückgutwagen Gsälzburg - Brezelbronn
12. Personenzug Brezelbronn - Gsälzburg
(um den Personenzugpark für den nächsten Tag wieder nach Gsälzburg zu bekommen)

Die Güterzüge müssen zwischen den Fahrplanlagen der morgendlichen und abendlichen Ng liegen.

Wie das bei mir aussieht zeigt mein Buchfahrplanblatt von 1965.
Auf diesem Blatt habe ich alles eingetragen was nötig ist:
- grafische Lage der Züge
- Zugbildung der Züge
- schematische Übersicht der Betriebsstellen
- Auflistung der Güterwagen und ihre möglichen Ziele und Ladungen

Damit habe ich alles was ich brauche auf einem Blatt.
Für jeden Zug gibt es eine Zugkarte, in der dann die Wagen mit ihren Nummern unter den jeweilen Ladestellen eingetragen werden.
Welche Wagen gerade zu befördern sind muss dann nach irgendeinem Kriterium ermittelt werden. Wobei der Stückgutwagen und der Viehwagen ja immer gesetzt sind (Diese befördert morgens der erste Personenzug in Richtung Dossel, damit sie rechtzeitig an Güterschuppen, bzw. Viehrampe gestellt werden können - der Viehwagen muss ja auch schon mit derm ersten Güterzug nach Einbach wieder weg)

Für mich als Betriebseisenbahner ist der Bildfahrplan das Mittel der Wahl, übersichtlicher geht es nicht.
Für Ungeübte sieht es erstmal nach Strickmuster aus. Aber man kann sich da schnell einlesen:

Zur Erklärung:
Die Linien der Personenzüge sind schwarz
Die Linien der Güterzüge / Sperrfahrten / Leerfahrten sind blau
Die Zugnummern, die die Dosseler Lok fährt sind rot
Die Zugnummern, die die Einbacher Lok fährt sind violett
Die Zugnummern, die der Triebwagen fährt sind grün

Ich hänge hier Bildfahrplan und Zugkarte als Bild und pdf an.
Auf dem pdf kann man die Details besser lesen.

Viel Spaß beim Planen. Wenn du Fragen zum Bildfahrplan hast gern auch telefonisch (Nummer schicke ich Dir per Mail) ab Morgen Mittag, ich muss jetzt erstmal zum Karneval.

Gruß Jürgen


Dateianhänge
  • BildFpl Moba 1965 Einbach Dossel farbig.pdf
  • Zugkarte.pdf

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14.02.2026 11:02 (zuletzt bearbeitet: 14.02.2026 11:05)
#4 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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Hey Dieter,

sehr gut, es geht gleich mit der Betriebsplanung los!

Dem was Jürgen zum Güterverkehr geschrieben hat würde ich sehr zustimmen, bis auf einen Aspekt:

Zitat von JBehrens im Beitrag #3

Für beide Ng solltest zu eine feste Zugbildung vorsehen:
Zum Beispiel:
Ng Tübingen - Brezelbronn - Sigmaringen:
1. Sigmaringen / 2. Bhfe zw. Sigmaringen und Brezelbronn / 3.Brezelbronn Stückgutwagen / 3. Brezelbronn übrige / 4. Gsälzburg übrige / 5. Gsätzburg Stückgutwagen / 6. Bhfe zw. Tübingen und Brezelbronn

Dann brauchen die Wagen am Zugschluss in den jeweiligen Bahnhöfen nur abgehangen werden.



Diese Zugbildung würde bedeuten dass bei Bildung des Ng in Tübingen alleine für Brezelbronn vier Gruppen gebildet werden müssten! Das halte ich für nicht plausibel und aus modellbahnerischer Sicht für schade.

Zur Plausibilität: Wenn ich mir die Strecke Tübingen - Sigmaringen so ansehe schätze ich dass die Ng ab Tübingen alleine 12 Gruppen hätten haben müssen um alle Bahnhöfe mit nur einer Gruppe zu versorgen - vielleicht auch nur 8 oder 9 wenn kleinere Bahnhöfe nicht durch den Ng, sondern durch Schwerpunktübergaben bedient wurden. Und dann noch vier Gruppen nur für Brezelbronn zu bilden hätte man in Tübingen m. E. weder die Zeit noch die Gleiskapazität gehabt.

Zum "Schade-Faktor": Dieter hat doch diesen tollen Bahnhof Brezelbronn mit seinen reichlichen Aufstellgleisen die doch gerade zum Wagensortieren einladen! Da wäre es echt schade wenn die Wagen komplett vorsortiert einträfen. Und wenn dort ohnehin eine Lok mit Personal (egal ob jetzt V60, Kleinlok oder Streckenlok der Nebenbahn) zur Verfügung steht will man sich das doch nicht entgehen lassen.

Daher schlage ich für den Ng nur die Gruppe 3. "Brezelbronn einschl. Gsälzburg" vor. Diese Gruppe wird durch den Ng ausgesetzt, dann durch die genannte Ortslok auseinander sortiert.

Übrigens wegen der Stückgutwagen: die können natürlich mit dem Ng kommen. Wenn man Brezelbronn so zwischen Balingen und Ebingen verortet, dann hat der Ng seit Abfahrt von Tübingen schon 7-8 Rangierhalte hinter sich und es ist, wenn er in Brezelbronn eintrifft, schon späterer Vormittag. Dann wäre es denkbar dass ein Personenzug oder Naheilgüterzug die Stückgutwagen schon früher anbringt um die Kunden nicht so lange warten zu lassen. Das wäre sogar ein Grund den Gsälzburger Stückgutwagen ab Brezelbronn mit einem Schienenbus weiterzubefördern - so was war zwar selten, wäre hier aber schlüssig.

Grüße,
Sebastian


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14.02.2026 12:10 (zuletzt bearbeitet: 14.02.2026 12:12)
#5 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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Schuur ihr Jonge,

wenn, wie Sebastian es treffend beschreibt, der Ng bis Brezelbronn schon mehrere Bahnhöfe bedient hat, stellt sich ja die Frage, wie viele Wagen er ebendort schon "abgeworfen hat" und wieviele Wagen über Brezelbronn hinaus weiter fahren; jetzt erst einaml unabhängig der Fahrtrichtung.

Man könnte die Ng ja auch jeweils in Brezelbronn enden lassen.
Die Lok aus Tübingen (Sigmaringen analog) kommen dann nur noch mit den Wagen für Brezelbronn und Gsälzburg sowie den Wagen der Unterwegsbahnhöfe im "OFF" in derf ursprünglichen Laufrichtung an.

Die jeweilige Lok sortiert dann die verbliebenen Wagen in die Aufstellgleise und nimmt die Wagen des jeweiligen Gegenzuges und den Ausgang des dargestellten Breichs wieder mit "nach Hause".

Feiverteilung des Eingangs und anschliessendes Einsammeln der Ausgangswagen übernimmt dann die Lok der Nebenbahn.

Als Gruppe wäre dann in den Ng in Brezelbronn jeweils (Reihenfolge erst einmal egal) übrig:

1.) Ziele hinter Brezelbronn (bunt)*
2.) Brezelborn bunt
3.) Nebenbahn bunt

* da im OFF ist bei dieser Gruppe die Reihung vernachlässigbar und man kann hier ebne auch mal einen "schönen" Wagen mitlaufen lassen, für den es im gestalteten Bereich kein Ziel gibt**

** die können natürlich auch in einem Dg mitlaufen, da fällt es noch weniger auf...

Nur mal so als Idee...

Edit(h) musste mehrfach aus "Brezelborn" zum richtigen "Brezelbronn" korrigierend eingreifen...

Grüße vom Exilsiegerländer aus Butzbach in der Wetterau

Hartmut


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14.02.2026 13:29
#6 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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Hallo zusammen,

dann könnte man auch überlegen, den SchaFY nicht für Tübingen und Sigmaringen, sondern für die direkt an Brezelbronn anschließenden Bahnhöfe im Off zu verwenden. Das macht vielleicht auch den Bildfahrplan übersichtlicher, wenn weniger Streckelänge im Off liegt.

Viele Grüße
Steffen


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14.02.2026 13:33
avatar  Diegu
#7 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Antworten und die Aussage, dass ich nicht zu sehr am Ziel vorbeischieße.

Wie gesagt, sind mir erstmal die grundlegenden Aussagen wichtig, die sich auf die jetzige Bauphase auswirken.

Erst auf die Anmerkung von Dirk (im anderen Thread) hin habe ich mich in das Thema Zugleitbetrieb eingelesen. Ich denke, so bis 3 Mitspieler ist wohl Zugleitbetrieb angesagt. In diesem Fall gibt es einen Zugleiter für die gesamte Anlage und 1 - 2 Lok-Zugführer. Ab 4 Mitspielern sehe ich Zugmeldebetrieb mit zwei Fahrdienstleitern.
Der FDL1 gemäß obigem Bild betreut dann das SchaFY und Gsälzburg (inhaltlich passend aber ein bisschen ungeschickt, weil ganz oben und ganz unten). Der FDL2 betreut dann Brezelbronn. Das wirkt sich sofort baulich aus, weil der FDL2 ja nicht hinter der Hintergrundkulisse sitzen soll - die muss also abnehmbar sein. Damit ist sichergestellt, dass ein FDL im Zugmeldebetrieb nicht mit sich selbst reden muss. Zusätzlich ist Brezelbronn deutlich betriebsintensiver und FDL2 kann sich vollständig darauf konzentrieren.

Aufgrund der unterschiedlichen Höhe der Betrachtungsebenen denke ich an höhenverstellbare Rollhocker für die Lokführer. Der FDL Brezelbronn erhält einen extra niedrigen Sitz.

Das bedeutet für die Stellwerkstechnik einiges: Ich habe drei Tablets für die Stellwerke vorgesehen. Beim Zugleitbetrieb muss der eine Zugleiter aber alle Bahnhöfe zentral bedienen können. Die Tablets sind eh Wireless, man kann die also frei positionieren. Es muss allerdings ein entsprechender Arbeitsplatz vorhanden sein, damit das alles hinpasst - oder es gibt doch noch einen Bildschirm auf dem man alle Stationen sieht...

Gemäß Konzept wäre eine lokale Lok in Brezelbronn hilfreich - Schelklingen hatte ja auch eine kleine Lokstation. In weiser Voraussicht wurde hierfür bereits eine V60 von der Ulmer Maschinenfabrik beschafft. Denke, die Lok benötigt auch eine ordentliche Abstellmöglichkeit. Das wäre dann Gleis 19 in Brezelbronn, mit einem kleinen Schuppen.

In meiner Vorstellung ist Brezelbronn auf Höhe Mössingen bei km 16,1; 477m über NN. Sigmaringen liegt bei km 87,4. (Höhe und Streckenkilometrierung kommen noch in die Prinzipdarstellung. Danke für die Frage!)
Das bedeutet, dass der NG aus Tübingen deutlich vor dem NG aus Sigmaringen eintreffen wird.

Grundsätzliches zum Güterverkehr in Brezelbronn:
Brezelbronn hat die Gleise 4, 5 und 6 um Wagen in Empfang zu nehmen, vorzusortieren und wieder abholen zu lassen. Alle anderen Gleise sind entweder Umfahrgleise, Ladegleise oder Ausziehgleise.

In dem Ansatz von Sebastian und Jürgen stelle ich mir das dann wie folgt vor:

Morgens wenn die neuen Wagen kommen:
• Gleisnutzung: Gleis 4: Einfahrgleis NG, Gleis 5: Wagen für Brezelbronn, Gleis 6: Richtungsgleis Gsälzburg
• NG (Tübingen und Sigmaringen) fährt in Gleis 4 ein
• Wagen für Brezelbronn werden nach Gleis 5 überstellt
• Wagen Richtung Gsälzburg kommen in Gleis 6
• Verteilung auf die Ladestellen macht die V60 aus Brezelbronn
• Was mir daran gefällt:
◦ Gleis 4 ist nach kurzer Zeit wieder frei für den nächsten NG
◦ Der Lok-Zugführer hat interessante Rangieraufgaben und hängt nicht "nur" das Zugende ab,
sondern sortiert nach den zwei Hauptrichtungen.
Hierbei wird der Streckenverkehr auf den Gleisen 1-3 nicht behindert, weil Brezelbronn ja die
beiden wunderschönen Ziehgleise hat.
Lief das nicht auch in Neustadt bei der BidS so ab?
◦ Die lokale Verteilung auf die Ladestellen macht die V60 aus Brezelbronn und muss dazu
auch ab und zu die Streckengleise kreuzen
◦ Die V60 fährt auch die Übergabe nach Gsälzburg

Vorgehensweise abends, wenn die abgefertigten Wagen abgeholt werden
• Gleisnutzung: Gleis 4: Einfahrgleis NG, Gleis 5: Richtungsgleis Tübingen, Gleis 6: Richtungsgleis Sigmaringen
• Abgefertigte Wagen Richtung Tübingen kommen nach Gleis 5 (das längere Gleis)
• Abgefertigte Wagen Richtung Sigmaringen kommen nach Gleis 6
• Abgefertigte Wagen Richtung Gsälzburg: Hierfür gibt es kein separates Gleis, das werden auch nur wenige für
den Binnenverkehr sein, die irgendwo geparkt werden müssen, optimalerweise auf Gleis 5/6, falls da noch Platz ist.
• Die NG holen die abgefertigten Wagen und nehmen diese in die entsprechende Richtung wieder mit.
• Bei Bedarf gibt es noch eine Übergabe nach Gsälzburg für den Binnenverkehr

Der Vorschlag von Sebastian mit dem Naheilgüterzug gefällt mir sehr gut, und dass der Schienenbus dann einen Stückgutwagen nach Gsälzburg mitnimmt. Allerliebst!

Den Vorschlag von Hartmut, dass die NG in Brezelbronn enden, verstehe ich noch nicht so richtig:

Zitat von hwunderlich im Beitrag #5
Man könnte die Ng ja auch jeweils in Brezelbronn enden lassen.
Die Lok aus Tübingen (Sigmaringen analog) kommen dann nur noch mit den Wagen für Brezelbronn und Gsälzburg sowie den Wagen der Unterwegsbahnhöfe im "OFF" in derf ursprünglichen Laufrichtung an.


Wenn diese in Brezelbronn enden, wieso haben die dann noch Wagen für weitere Bahnhöfe? Würde dann nicht die Zuglok leer - oder mit abzuholenden Wagen aus Brezelbronn - zurückfahren?

Aus euren Antworten habe ich noch gelernt, dass der Salz-GAG gar nicht in's Fiddleyard muss. Der benötigt ja keine separate Behandlung und kann in eines der noch freien Gleise im SchaFY.

Der Personenverkehr macht mich noch ganz wuschig. Die skizzierte Personenverkehr zwischen Brezelbronn und Gsälzburg von Jürgen entspricht so ziemlich meiner Vorstellung. Ein reiner Pendelverkehr zwischen den beiden Stationen ist mir aber eigentlich zu wenig. Brezelbronn ist ja als Trennungsbahnhof konzipiert, es soll also auch durchgängige Züge von Tübingen nach Gsälzburg und zurück geben. Da macht mir aber aktuell einen Knoten in den Kopf, wie man die Bedürfnisse der Bürger von Gsälzburg dabei angemessen berücksichtigen kann. Für die aktuellen grundsätzlichen Fragestellungen ist das aber nicht relevant.

Viele Grüße
Dieter


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14.02.2026 13:46
avatar  Diegu
#8 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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Hallo Steffen,

tatsächlich hatte ich das nie so geschrieben, aber eigentlich so gesehen. Tübingen ist für mich alles vor Brezelbronn; Sigmaringen ist alles hinter Brezelbronn.

Oder beziehst du dich auf die Auswirkung der größeren Entfernung und der damit längeren Fahrzeiten nach/von Sigmaringen?

Auf meiner Modellbahn werden die Fahrzeiten tatsächlich ziemlich ähnlich sein.
Hier die Fahrzeiten in Abhängigkeit zur tatsächlichen Streckenlänge:




VG
Dieter


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14.02.2026 13:49
#9 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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Schuur,

Zitat von Diegu im Beitrag #7
Den Vorschlag von Hartmut, dass die NG in Brezelbronn enden, verstehe ich noch nicht so richtig:
Zitat von hwunderlich im Beitrag #5
Man könnte die Ng ja auch jeweils in Brezelbronn enden lassen.
Die Lok aus Tübingen (Sigmaringen analog) kommen dann nur noch mit den Wagen für Brezelbronn und Gsälzburg sowie den Wagen der Unterwegsbahnhöfe im "OFF" in derf ursprünglichen Laufrichtung an.


Wenn diese in Brezelbronn enden, wieso haben die dann noch Wagen für weitere Bahnhöfe? Würde dann nicht die Zuglok leer - oder mit abzuholenden Wagen aus Brezelbronn - zurückfahren?



Ich habe mich da wohl etwas mißverständlich resp. unvollständig ausgedrückt.

Variante 1: Der Ng fährt jeweils die "Gesamtstrecke" und in Brezelbronn tauschn die Loks aus Tübingen und Sigmaringen ihre Züge und fahren den jeweils anderen zug in Richtung "Heimat".

Variante 2: Beide Ng enden in Brezelbronn und haben, wie richtig angemerkt, dann bei Ankunft dortselbst nur noch Wagen für Brezelbronn und Gsälzburg dabei.

Sorry, wenn ich hier Verwirrung gestiftet habe.

Grüße vom Exilsiegerländer aus Butzbach in der Wetterau

Hartmut


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14.02.2026 13:54
#10 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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Hallo Dieter,

von meiner Seite aus noch ein paar Anmerkungen und Hinweise:

1. Zu

Zitat von Diegu im Beitrag #1
Sehr gut fand ich verschiedene Posts, dass der Güterbedarf in Umfang und Frequenz nicht zwanghaft ermittelt werden muss, sondern eher zu den Betriebsmöglichkeiten passen muss (so habe ich das zumindest verstanden und das fühlt sich für mich passend an).


muss ich sagen, dass ich das etwas ambivalent sehe: Auf der einen Seite verstehe ich, dass das Ermitteln des Güterbedarfs in Umfang und Frequenz durch aus das Potenzial hat, auszuarten; darauf zu verzichten sehe ich aber auch kritisch: Um einen vorbildorientierten Betrieb zu haben, finde ich es durch aus wichtig, sich auch ein bisschen detaillierter mit dem Güteraufkommen auseinander zu setzen.

Ein Bahnhofsdatenblatt (ich glaube Du hast ja auch schon eins) in dem auch der quantitative Bedarf je Betriebsstelle und Ladepunkt ermittelt wird, ist m.E. als Grundlage unerlässlich. Und zwar vollkommen unabhängig vom Frachtkartensystem, welches Du später verwendest.

2. Apropos Frachtkarten: Das grundlegende Prinzip mit Wagenkarten und Frachtkarten, die in Taschen auf den Wagenkarten gesteckt werden, ist nach meiner bisherigen Erfahrung immer noch das Beste. Es muss ja nicht gleich Fremo-Format (und Detaillierung) haben. Ich verwende kleine DIN A8 Karteikarten als Wagenkarten mit aufgelebten Einstecklaschen (dreieckig) für die Frachtzettel.

3. Die Ermittlung der Frachten je Session ist nochmal ein eigenes Thema ...

4. Hier hat Jürgen recht:
Zitat von JBehrens im Beitrag #3
Für beide Ng solltest zu eine feste Zugbildung vorsehen:Zum Beispiel: Ng Tübingen - Brezelbronn - Sigmaringen: 1. Sigmaringen / 2. Bhfe zw. Sigmaringen und Brezelbronn / 3.Brezelbronn Stückgutwagen / 3. Brezelbronn übrige / 4. Gsälzburg übrige / 5. Gsätzburg Stückgutwagen / 6. Bhfe zw. Tübingen und Brezelbronn

und ich möchte ergänzen, dass ich eine GZV (Güterzugbildungsvorschrift) auch für den Modelleisenbahnbetrieb als sehr nützlich und hilfreich erachte; die Mühe und den Spaß sollte man sich machen bzw. nicht entgehen lassen

5. Die Rollen:
Um das "richtige" Flair zu bekommen, muss jede (relevante) Zugmeldestelle besetzt sein! D.h.:
- Fdl Gsälzburg
- Fdl Brezelbronn
- Fdl SchaFy
Wobei ich denke, dass Fdl. Gsälzburg und Fdl SchaFy in Personalunion besetzt sein können, da die nicht miteinander reden ... und wenn Du vor jeder Session die Zugaufstellung im SchaFy komplett fertig hast. Diese Fdl (2 Leute) können m.E. durchaus bei Dir außerhalb der Anlage platziert werden. Die Bedienung der Fahrstraßen über RocRail muss ja nicht direkt am Anlagenrand erfolgen. Die Überwachung mit vlt. ein/zwei Kameras könnte das weiter ergänzen, wenn die Fdl nicht über alles direkten Sichtkontakt haben. Die ortsgestellten Weichen sollten ihren Namen alle Ehre machen ...

Was ich auf keinen Fall machen würde, ist, dass die Zugpersonale ferngestellte Weichen bedienen und sich um Fahrstraßen kümmern.

Beste Grüße
Dirk


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14.02.2026 14:04 (zuletzt bearbeitet: 14.02.2026 14:04)
#11 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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zu

Zitat von hwunderlich im Beitrag #5
Man könnte die Ng ja auch jeweils in Brezelbronn enden lassen.


meine ich, dass das eine im Prinzip ziemlich gute Idee ist, ich aber aus der Erfahrung von der BidS, wo das in Neustadt ja genau so der Fall ist, meine, dass dafür Brezelbronn dann doch zu klein ist ... .

Die andere Variante bietet eben noch den Vorteil, dass in den weiterfahrenden Ng noch Wagen eingestellt werden können, die sonst auf der Anlage nicht vorkommen würden

Beste Grüße
Dirk


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14.02.2026 14:19
#12 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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Hallo Dieter

noch eine Frage zu den Personenzügen zwischen Tübingen und Sigmaringen: Hier wäre von Dir noch für dich die Frage zu klären, inwiefern es dich stört, dass die Wagenreihung durch die Kehrschleife in jede Richtung dann jeweils die selbe wäre ... das ist sicher Geschmackssache, sollte man aber m.E. doch bedenken.

Beste Grüße
Dirk


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14.02.2026 15:11
avatar  Diegu
#13 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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Hallo Dirk,

danke für die Nachfrage. Das habe ich für mich geklärt. Für die durchfahrenden Züge auf der Strecke Tübingen - Sigmaringen stört mich das nicht. Dort überwiegt für mich der Vorteil, dass die Aufwände im Schattenbahnhof minimiert werden.

Für die Züge Tübingen - Gsälzburg ist es mir wichtig, dass die Reihung immer gleich ist. Hierzu wird die Lok im SchaFY abgekoppelt, übernimmt den Zug von der anderen Seite und schiebt diesen rückwärts in eines der Gleise 21 - 24.
Dazu wird in dem magentafarbenen Gleis eine Zwangsentkupplung installiert (das ist noch nicht geprüft, denke aber, dass ich das hinkriege).

VG
Dieter


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14.02.2026 15:48 (zuletzt bearbeitet: 14.02.2026 15:49)
#14 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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Zitat von Diegu im Beitrag #13
Für die Züge Tübingen - Gsälzburg ist es mir wichtig, dass die Reihung immer gleich ist. Hierzu wird die Lok im SchaFY abgekoppelt, übernimmt den Zug von der anderen Seite und schiebt diesen rückwärts in eines der Gleise 21 - 24.


Dazu muss die Garnitur in die Wendel ausziehen?

Beste Grüße
Dirk


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14.02.2026 16:08
avatar  Diegu
#15 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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Hallo Dirk,

danke für deine Fragen!

zu 1. - Güterbedarf
Irgendwo, muss ich da ja auch dran glauben können und werde mich dann wohl auch mal schlau machen.
Grundsätzlich wird das aber der ganz grobe Daumen.

zu 2. - Frachtkarten
Das ist noch eine Herausforderung für mich.
Irgendwann muss ich mich wohl zwischen (vereinfachtem) Fremosystem, dem Wagenladungszettelsystem aus ADJ11/2024 und irgendwas anderes entscheiden. Hast du dein System irgendwo (vielleicht sogar hier) beschrieben?

3. Die Ermittlung der Frachten je Session
Jawohl. Eigenes Thema. Jawohl

4. Zugbildung
Güterzugbildungsvorschrift hat was. Rangieren möchte ich aber auch.
Ich habe den Eindruck, dass meine Vorstellungen einer GZV noch nicht auf die wirkliche Welt passen. Zumindest passt das, was ich gefunden habe, nicht auf meine Erwartungen (z.B. hier: GZV FREMO Süd.pdf

Ob meine GZV dann so ist, dass die Wagen mundgerecht in Brezelbronn ankommen weiß ich aber noch nicht.
Reinschreiben würde ich eher solche Themen:
- Maximale Anzahl Achsen
- Wo der PWG einzureihen ist.
- Reihung bergauf: Schwere Wagen, Mittelschwere Wagen, leichte Wagen
- Unterschiedliche Gefahrgüter müssen mit mindestens einem Pufferwagen getrennt sein
- Bremsprobe vor den Abfahrten

5. Besetzung der Zugmeldestelle
Nach einigem Durchdenken bin ich genau da angekommen: Mindestens 2 FDL. Für 2 FDL benötigt es halt mindestens 4 Spieler, denke ich. Was machen zwei FDL mit einem Lokführer?
Bei unter 4 Spielern geht also m.E. nichts am Zugleitbetrieb vorbei. Alleine ist eh alles anders.
Und ja: Die ortsgestellten Weichen gehören ortsgestellt!

VG
Dieter


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14.02.2026 16:16
avatar  Diegu
#16 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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Zitat von djue6867 im Beitrag #14
Zitat von Diegu im Beitrag #13
Für die Züge Tübingen - Gsälzburg ist es mir wichtig, dass die Reihung immer gleich ist. Hierzu wird die Lok im SchaFY abgekoppelt, übernimmt den Zug von der anderen Seite und schiebt diesen rückwärts in eines der Gleise 21 - 24.


Dazu muss die Garnitur in die Wendel ausziehen?


Ja, aber nur gezogen und nicht geschoben.



Der Zug fährt von der Wendel kommend in Gleis 12 ein. Die Lok wird am Ende von Gleis 12 (bei dem magenta Balken) abgekuppelt.
Die Lok fährt einmal um die Schleife über Gleis 31 in die Wendel und stößt zurück in Gleis 12. Da wird solange geschoben, bis angekuppelt ist, oder man entspannt rankommt. Dann wird Richtung Wendel vorgezogen und zurück in die Gleise 21 - 24 gedrückt.

VG
Dieter


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14.02.2026 16:42 (zuletzt bearbeitet: 14.02.2026 16:50)
#17 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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Zitat von Diegu im Beitrag #15

5. Besetzung der Zugmeldestelle
Nach einigem Durchdenken bin ich genau da angekommen: Mindestens 2 FDL. Für 2 FDL benötigt es halt mindestens 4 Spieler, denke ich. Was machen zwei FDL mit einem Lokführer?
Bei unter 4 Spielern geht also m.E. nichts am Zugleitbetrieb vorbei. Alleine ist eh alles anders.
Und ja: Die ortsgestellten Weichen gehören ortsgestellt!



Hallo,

zum anzuwendenden Betriebsverfahren denke ich dass du, Dieter, da auf genau der richtigen Spur bist. Dirk hat völlig recht wenn er sagt dass für dieses Streckennetz Zugmeldebetrieb mit Fahrdienstleitern richtig ist. Aber diese Fdl muss man erst mal haben: "Was machen zwei Fdl mit einem Lokführer?" Eben.

Zitat von djue6867 im Beitrag #10
Was ich auf keinen Fall machen würde, ist, dass die Zugpersonale ferngestellte Weichen bedienen und sich um Fahrstraßen kümmern.
Das sehe ich im Prinzip genauso. Aber "gar kein Betrieb" ist ja auch keine Lösung. Und alle Bahnhöfe von einem einzigen Fdl fernsteuern zu lassen ist für diese Vorbildsituation, zu dieser Zeit, auch ganz weit vom Vorbild und man ist dann nah bei der zentral gesteuerten Clubanlage.

Beim Vorbild wäre hier, auf einer Hauptbahn, nie Zugleitbetrieb gemacht worden. Dennoch halte ich das hier für die pragmatischste Lösung. Überhaupt sollte der Betrieb, je nach Anzahl der Mitspieler, skalierbar sein.

a) 1-2 Mitspieler:

Zwei Mitspieler fahren als Tf/Zf Züge. Es gibt kein Zugsicherungsverfahren, weder Zugmelde- noch Zugleitbetrieb. Beide Mitspieler stimmen sich informell ab wer jetzt welchen Abschnitt befährt. Die Stellwerksbedienung erfolgt durch die Tf/Zf.

b) 3 Mitspieler:
Zwei Mitspieler fahren als Tf/Zf Züge, der dritte ist Fdl in Brezelbronn. Es wird "Pseudo-Zugleitbetrieb" gemacht: vor Abfahrt in Tübingen, Sigmaringen oder Gsälzburg stellen die Tf/Zf eine Fahranfrage, nach Ankunft dort geben sie eine Ankunftsmeldung. Die Stellwerksbedienung erfolgt in Brezelbronn durch den Fdl, in Gsälzburg und Tübingen/Sigmaringen durch die Zf.

c1) 4 Mitspieler:
Zwei Mitspieler fahren als Tf/Zf Züge, der dritte ist Fdl in Brezelbronn, der vierte Fdl Gsälzburg und Tübingen/Sigmaringen. Jetzt kann richtiger Zugmeldebetrieb gemacht werden! Bei allen Zugfahrten wird zwischen den beiden Fdl das Zugmeldeverfahren angewendet, die Tf/Zf machen keinerlei Meldungen sondern fahren nach Signalen.

c2) 4 Mitspieler:
Drei Mitspieler fahren als Tf/Zf Züge, einer ist Fdl in Brezelbronn, aber auf den weiteren Fdl wird verzichtet und es bleibt bei "Pseudo-Zugleitbetrieb" gemäß b). Eventuell würde ich dies der Variante c1 vorziehen da ich mir den Betrieb erst mit drei Zugpersonalen richtig "rund" vorstelle.

d) 5 Mitspieler:
Alles wie c1). Der fünfte Kollege ist als weiterer Tf/Zf unterwegs. Langsam wird es im Raum etwas voll. Aber wenn der Fdl Brezelbronn weiter außerhalb steht und der Fdl Gsälzburg schön in seiner Ecke bleibt könnte es gehen.

Grüße,
Sebastian

P.S.: Genialer Thread, super Diskussion! Das Betriebskonzept entwickelt sich ja "wie der Wind"!


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14.02.2026 16:55
avatar  Diegu
#18 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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@Sebastian : Genau so. Vielen Dank. Das steht jetzt so in meinem Anlagen-Almanach.

Die Idee von Dirk, die beiden FDL außerhalb zu positionieren und dafür mit Kameraunterstützung zu arbeiten, hatte ich bisher noch gar nicht richtig gewürdigt. Hat was! Vielen Dank dafür!

VG
Dieter


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14.02.2026 17:36
#19 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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Wäre es auch eine Variante zu Sebastians c2, die Strecke nach Gsälzburg auf Zugleitbetrieb umzustellen? Dann kämest Du mit einem Fdl aus, der für die Strecke Tübingen - Sigmaringen Fdl und für die Steinlachtalbahn Zugleiter ist, und könntest den Betrieb vorbildnah abwickeln. Dann müsstest Du aber natürlich die Signalisierung der Steinlachtalbahn anpassen.


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14.02.2026 21:55
avatar  Diegu
#20 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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Hallo Lars,

Zitat von Ferrovia im Beitrag #19
Wäre es auch eine Variante zu Sebastians c2, die Strecke nach Gsälzburg auf Zugleitbetrieb umzustellen? Dann kämest Du mit einem Fdl aus, der für die Strecke Tübingen - Sigmaringen Fdl und für die Steinlachtalbahn Zugleiter ist, und könntest den Betrieb vorbildnah abwickeln. Dann müsstest Du aber natürlich die Signalisierung der Steinlachtalbahn anpassen.


Ich verstehe die Logik dahinter, das ist aber nicht so nach meinem Geschmack. Die Strecke ist nun mal grundsätzlich für Zugleitbetrieb ausgelegt und ich will da nichts zurückbauen, nur weil ich bei speziellen Betriebsszenarien nicht genug FDL an Bord habe. Würde ich echt schade finden.

Viele Grüße
Dieter


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14.02.2026 22:56
avatar  Diegu
#21 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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Hallo @djue6867 ,

habe nun doch den Verweis auf deine Wagen- und Frachtkarten und die GZV hier gefunden. Linky

Jetzt verstehe ich auch, was du mit den "Dreiecken" gemeint hat

Grüßle
Dieter


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15.02.2026 15:09 (zuletzt bearbeitet: 15.02.2026 15:22)
#22 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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Einen schönen Sonntag allen zusammen,

während ich in Narrhalla weilte habt ihr ja fleißig weitergeplant. Hier kommen meine Vorschläge zu den noch offenen Punkten:

1. Nahgüterzug / Zugbildung und Zuglauf:

Die Frage kann eigentlich zurückgestellt werden bis Dieter auf der betriebsfähigen Anlage die ersten Probe-Nahgüterzüge gefahren hat. Dann wird er sehr schnell herausfinden wieviel Zugbildungsaufgaben er für Gsälzburg in Brezelbronn haben möchte. Hier werden die verfügbaren Gleise und Gleislängen und der zur Verfügung stehende Zeitrahmen schnell die Richtung weisen.
Dies ist aber auch überhaupt nicht schlimm. Entscheidend ist jetzt nur, dass die Gleise in Brezelbronn für die grundsätzliche Behandlung von NG taugen. Dies sehe ich als gegeben an.
Wenn Dieter sich für diese Probe NG eine Zugbildungsvorschrift erstellt, wird er auch hier merken ob es passt oder nicht. Auch die große Bahn ändert diese GZV zu jedem Fahrplanwechsel. Und einen Fahrplanwechsel kann Dieter anordnen, wenn er ihn braucht. Dann stößt man auch zwangsläufig auf andere Dinge, wie z.B. das die Wagen für Gsälzburg in Gleis 5 besser aufgehoben sind als in Gleis 6, weil man aus Gleis 5 direkt nach Gsälzburg ausfahren kann. Aber auch das ist schnell geändert.
Zu Auslastung und Laufweg der NG sollte sich Dieter Gedanken zum täglichen/wöchentlichen Wagenaufkommen der Anschließer und Ladestellen in Brezelbronn und Gsälzburg machen. Dann wird auch deutlich, wieviele Wagen täglich zu befördern sind. Evtl. ergibt sich, dass der NG mit den Wagen für Brezelbronn und Gsälzburg schon satt ist. Sprich die Gleisnutzlänge von Gleis 4 erreicht hat. In solchen Fällen gibt es beim Vorbild gesonderte Güterzüge für Brezelbronn, oder eben nur bis Brezelbronn. Die anderen NG fahren dann in Brezelbronn nur durch.

2. Durchgehender Personenverkehr Gsälzburg - Tübingen und zurück:

Hier brauchen wir erstmal einen Blick in die Schullandschaft auf der Alb. In Gsälzburg wird es in der 60ern sicher eine Grundschule und evtl. Hauptschule geben - früher sagte man Volksschule. Gibt es in Brezelbronn eine Realschule und ein Gymnasium? Wenn nicht, müssen die schlaueren Älbler nach Tübingen zur Schule.

Hieraus ergibt sich die Ankunftzeit des ersten Zuges aus Gsälzburg mit spätestens 15 Minuten vor Unterrichtsbeginn der weiterführenden Schulen in Tübingen oder Brezelbronn. Die Rückfahrt ist dann entsprechend frühestens 15 nach Unterrichtsschluss. Das gleiche gilt für einen evtl. Berufsverkehr nach Tübingen. Damit wären dann die durchgehenden Züge Gsälzburg - Tübingen und zurück gesetzt. Der andere Personenverkehr kommt dann nach Bedarf dazwischen. Das wird auch die Gsälzburger Lok im Umlauf binden.
Daher ist es gut, dass die Übergabe auch von der Brezelbronner V 60 gefahren werden kann.

3. Zugmelde oder Zugleitbetrieb:

Die Signalausstattung von Gsälzburg lässt einen Zugleitbetrieb zwischen Gsälzburg und Brezelbronn nicht zu.
Irgendwer muss ja die vorhandenen Signale für die Züge stellen. Für den Zugleitbetrieb müssten die Signale weg und an die Einfahrt eine Trapeztafel. Darunter leidet natürlich Gsälzburg optisch und betrieblich.

Wie man dieses Dilemma bei Personalmangel lösen soll, weiß ich auch nicht. Beim Alleinbetrieb bleibt eigentlich nur die Zugmeldung vor einer Zugfahrt dadurch zu simulieren, dass der Alleinbediener zuerst das Einfahrsignal im Zielbahnhof stellt, dann das Ausfahrsignal im Startbahnhof und anschließend den Zug fährt.
Hier ist es hilfreich, wenn die Signale nach der Durchfahrt von selbst wieder auf Halt fallen.


Gruß Jürgen


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15.02.2026 17:08
avatar  Diegu
#23 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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Hallo Jürgen,

vielen Dank. Das sind tolle Vorschläge!

ad 1: Nahgüterzug / Zugbildung und Zuglauf:

Dass man das Thema Zugbildung zurückstellen kann, sehe ich genau so. Da werden erste Betriebsversuche zeigen, was Spaß macht und was machbar ist. Mit dem Thema GZV stehe ich noch auf Kriegsfuß.
Das scheinen konkrete Vorgaben zu sein, analog deiner Aufstellung von weiter oben (1. Sigmaringen / 2. Bhfe zw. Sigmaringen und Brezelbronn / 3.Brezelbronn Stückgutwagen / 3. Brezelbronn übrige / 4. Gsälzburg übrige / 5. Gsälzburg Stückgutwagen / 6. Bhfe zw. Tübingen und Brezelbronn). Dann noch Achsenzahl, PWG,...

Generelle Regeln stehen da nicht drin? Wie z.B. Schwere Wagen vorne, Empfindliche Güter ebenfalls nah an der Lok, Pufferwagen um Gefahrgutwagen herum?

Der Hinweis, zu Auslastung und Laufweg und dessen Auswirkungen ist auch sehr hilfreich. Ich habe mir da viel zu sehr einen Kopf drum gemacht. Geht ja gar nicht anders, als dass das Vorbild die NG gemäß den tatsächlichen Anforderungen und Gegebenheiten zusammenstellt.

Das mit dem Gleis wird sich wohl alleine durch die Länge entscheiden. Brezelbronn wurde mit eurer Hilfe so schön geplant, dass man von allen notwendigen Gleisen in alle Richtungen ausfahren kann

ad 2: Schülerverkehr

Gefällt mir auch. Ich habe gerade mal gesucht was in den 60er auf der Alb (beispielhaft Kleinengstingen) los war. Die hatten tatsächlich kein Gymnasium und die Schüler waren mehr als eine Stunde in eins der Gymnasien im Tal unterwegs. Tatsächlich hatte die Entsprechung von Brezelbronn (egal ob Schelklingen, Balingen, Hechingen oder Mössingen) ein Gymnasium. Allerdings gab es dort keine gewerbliche Schule, dazu mussten die Kinder dann weiter nach Tübingen.

Spannend wie man aus den Gegebenheiten den tatsächlichen Lokbedarf ableiten kann. In den frühen Diskussionen lag es nahe, dass weder in Gsälzburg noch in Brezelbronn eine Lok stationiert ist.

ad 3: Zugleitbetrieb

Irgendwo hatte ich gelesen (oder es hat hier jemand geschrieben), dass im Vorbild aufgrund Personalmangel eine Strecke vom Zugmelde- auf Zugleitbetrieb umgestellt wurde. Die werden dann ja auch nicht alle Signale sofort abgerissen haben, oder?
Das Thema geht mir aber fast zu weit. Zur Not würde ich die Signale einfach als ungültig kennzeichnen, wie das auch beim Vorbild erfolgt.

And now for something totally different: Ortsgestellte Weichen

Nachdem die Grundsätze zum Betrieb erstmal geklärt sind, steht jetzt ein Arduino-Sketch an, damit ich mit meinen Servodecodern die Weichen nicht nur über RocRail fernsteuern, sondern auch direkt über Taster lokal steuern kann. Habe seit zig Jahren nix mehr programmiert, aber mit ChatGPT habe ich wohl eine Chance. Habe trotzdem die Befürchtung, dass das böse ausgeht, aber wir werden sehen.

Viele Grüße
Dieter


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15.02.2026 18:34 (zuletzt bearbeitet: 15.02.2026 18:48)
#24 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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Schuur ihr Jonge,

Zitat von Diegu im Beitrag #23
ad 3: Zugleitbetrieb

Irgendwo hatte ich gelesen (oder es hat hier jemand geschrieben), dass im Vorbild aufgrund Personalmangel eine Strecke vom Zugmelde- auf Zugleitbetrieb umgestellt wurde. Die werden dann ja auch nicht alle Signale sofort abgerissen haben, oder?
Das Thema geht mir aber fast zu weit. Zur Not würde ich die Signale einfach als ungültig kennzeichnen, wie das auch beim Vorbild erfolgt.



In der Tat entstand der ZLB aus dem Bestreben der Eisenbahnen heraus, Personal einzusparen: Nämlich Fahrdienstleiter und Weichenwärter an untergeordneten Strecken mit "überschaubarem" Betrieb. Diese Aufgaben wurden dann dem Zugpersonal übertragen...

Und ja, der Abbau der stellbaren Hauptsignale (ggf. samt zugehöriger Vorsignale) waren dann meist das äüßere Zeichen für die Umstellung des Betriebsverfahrens. Übrig blieben dann anstelle der Einfahrsignale die Trapeztafeln und als "Zielsignale" im Bahnhof Haltetafeln.
Natürlich kann man den Zeitpunkt darstellen, der sich kurz nach einer Umstellung bot. Dann sind ausgekreuzte stellbare Signale natürlich denkbar (und in einem solchen Szenario auch realitätsnah), allerdings auch in diesem Fall dann zwingend ergänzt um die Trapez- und Haltetafeln als Ersatz für die ungültigrn Hauptsignale.

Warum ist das so?

Um an einem haltzeigenden Hauptsignal vorbei zu kommen waren (und sind es auch heute noch) klare Regelungen vorgegeben. Ein schriftlicher Befehl ist meist das Mittel der Wahl. Bei (mehreren) Bahnhöfen mit Ein- und Ausfahrsignalen hätte es also eine Flut an Befehlen erfotdert, um die Züge an den Hauptsignalen der ZLB-Strecke vorbeifahren zu lassen: es war ja niemend mehr dort, der die Hauptsignale hätte bedienen können...

Bei der Trapeztafel (dem heutigen (deutschen) Ne1) ist die Vorbeifahrt im Fahrplan geregelt. Im Übrigen auch, wer bei Zugkreuzungen oder -überholungen die Verantwortung für den Verkehr im Bahnhof während dieser betrieblichen Vorgänge hat.


Hier https://n-bahn.net/html/zlb1.html habe ich die grundsätzlichen Abläufe mal skizziert.

Grüße vom Exilsiegerländer aus Butzbach in der Wetterau

Hartmut


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15.02.2026 19:40
#25 RE: Annäherung an ein Betriebskonzept für die Steinlachtalbahn
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Hallo Leute,

der Fdl SchaFY ließe sich doch auch durch den Computer ersetzen, wenn angenommen wird, daß die Bahnhöfe links und rechts von Brezelbronn Zugnummernmeldeanlagen haben. Dann hat man Zugmeldebetrieb, ohne daß der Fdl mit seinen Kollegen sprechen muss.

Gsälzburg könnte man vielleicht "dauerhaft zeitweise" besetzt haben. Es ist also immer eine Zugmannschaft da, die das Stellwerk bedienen kann, obwohl es kein festes örtliches Personal mehr gibt. Ginge auch nur bei zwei Zugmannschaften auf der Nebenbahn.

Gsälzburg im Zugleitbetrieb zu handhaben fände ich trotzdem reizvoll, denn das würde den Betrieb für drei Leute doch schon deutlich spannender machen. Dann kann man mit einem Fdl/Zl, zwei Zugpersonalen und Computer-SchaFY fahren.

Gruß
Alex


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