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Plettenbacher Spezialitäten
#1 Plettenbacher Spezialitäten
Moin,
In diesem Thread möchte ich Euch Plettenbacher Spezialitäten vorstellen. Das sind Dinge wie Bauausführungen und Betriebsweisen, die man machen kann, aber nicht unbedingt machen muss.
Erstes Thema ist der Wagenspeicher.
Viele von Euch haben einen Fiddleyard, manche einen Zugspeicher - Onkel Dagobert hat seinen Geldspeicher - und Plettenbach hat einen Wagenspeicher.
Für mich als Kleinbahner sind Lenz and Friends lediglich Hersteller hochwertiger Ladegüter: alle möglichen normalspurigen Güterwaggons werden über die beiden Rollwagenrampen im Umladebahnhof auf/vonRollwagen verladen oder entladen. Zu Beginn meiner 0m-Karriere gab es drei Wagen von 0SM und zwei von Lenz - „Reicht völlig aus!“ war mein Gedanke. Fünf Jahre später brauche ich Euch nicht sagen, was passiert ist 🙄😁
Irgendwo müssen die zwei Dutzend Wagen hin. Im Rahmen des Umzugs in einen neuen Raum bot sich folgendes Bild:
Alternative 1: Abstellen der Wagen auf Niveau Schreibtisch
Alternative 2: Einrichten von drei ca. 1.20 m langen parallelen Gleisen auf einem Regalboden unter dem Niveau Schreibtisch. In der linken hinteren Ecke habe ich unter dem Schreibtisch eine Wartungsklappe errichtet, um bei Störungen eingreifen zu können. Eine Klappe für den vorderen Bereicht wird noch gebaut, damit alles vor Staub geschützt ist.
Blick nach vorn: der leere Wagenspeicher…
…und gut gefüllt.
Wie bwirtschaftet man so einen Wagenspeicher? Antwort: ich weiß es noch nicht. Bisher ist es so gedacht, dass auf den drei Gleisen die Wagen sortiert nach gedeckt, offen und Spezial (Kesselwagen, Säuretopfwagen, vierachsige Wagen) verstaut werden. Dabei werden die Wagen mit Schraubenkuppung verbunden und in den Wagenspeicher geschoben. Beim Vorbereiten eines Betriebstagesgeht es anders herum: je nachdem, was für ein Wagen gebraucht wird, wird so lange gezogen, gekuppelt und gefiddelt, bis man den den Wunschkandidat in den Händen hat. Daher auch der relative große Abstand zwischen Gleisniveau und Schreibtischplatte.
Man kann das ganze natürlich auch "automatisieren" indem man auf jedem Gleis hinten eine Lok hinstellt, welche die geparkten Wagen einfach vorschiebt und spart sich dadurch die Kuppelei. Oder man bastelt sich einen Spill an Stelle der Lok... sobald der Betrieb in Plettenbach wieder losgeht, werde ich berichten.
Grüße
Jörn
Bahngeschichte, gefakte Bilder und Quellenschnipsel im Netz verstreuen, 2 Jahre warten.
Ist dann über die eigene Bahn ein Wiki-Artikel und ein Kenningbuch erschienen ist die eigene Konzeption wasserdicht und man kann mit dem Gleisplan weitermachen.
Zitat von Silbergräber im Beitrag #1
Man kann das ganze natürlich auch "automatisieren" indem man auf jedem Gleis hinten eine Lok hinstellt, welche die geparkten Wagen einfach vorschiebt und spart sich dadurch die Kuppelei. Oder man bastelt sich einen Spill an Stelle der Lok... sobald der Betrieb in Plettenbach wieder losgeht, werde ich berichten.
Was würde passieren, wenn du eine minimale Neigung einbaust, gerade eben genug, dass sich die Wagen ohne Lok oder Spillanlage nach vorne bewegen?
Hi Jörn,
1,20 m ist ja noch keine Länge, die selbst in Spur Null die Verwendung von ZAKs verhindern würde.
Muß das Ganze als U-Bahn?
Die ZAKs könnten enfach auf zwei Regalträgern gelagert werden und bei Bedarf einfach hervorgeholt werden.
#4 RE: Plettenbacher Spezialitäten
Zwei ZAKs nebeneinander und zwei übereinander wären drin. Zum Spielen dann rausholen und auf den Schreibtisch? Definitiv eine Überlegung wert 
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#5 RE: Plettenbacher Spezialitäten
Hallo Jörn,
nichts gegen den Vorschlag von kk92, aber nehme testweise mal eine 1200mm Latte/Kabelkanal und lege mal ein Flexgleis rein und versuche mal mit 0-Regelspurfahrzeugen damit herumzuhantieren.
Als ich das so probiert habe, fiel in Sekundenschnelle der Entschluss zu einem offenen Fiddleyard.
Kann natürlich auch nur an meinen mangelnden Geschicklichkeit liegen. 
Die Idee mit der "schiefen Ebene" hat da eher schon Potential, die wagen hinten herauszukitzeln.
Beste Grüße von einer alten Null
M.
Moin,
ich hatte vor Jahren mal mit 125cm langen TrainSafe Röhren experimentiert. Kannste komplett vergessen. Einfach anheben und absetzen geht vielleicht noch, aber drehen oder gezielgenau irgendwo absetzen? So ist es letzlich zu meinem Lift gekommen.
Per Hand aus einem Fiddle rausziehen, Wagen rausnehmen, reinstellen und wieder zurückschieben funktioniert gut.
Viele Grüße,
Johann
#7 RE: Plettenbacher Spezialitäten
Moin,
die Kisten müssen ja „nur“ einmal pro Session rausgeholt und später wieder verstaut werden. Sie würden dann 90 versetzt zur Anlage auf dem Schreibtisch stehen. Das werde ich definitiv mal überlegen.
Grüße
Jörn
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#8 ÄPlettenbacher Spezialitäten: der angedeutete Anschluss
Moin,
Platz ist in 1:45 bei 40 cm Segmenttiefe ein Luxusgut. In Plettenbach habe ich das Hallengkeis der WestfalenStahl, f im Gleisplan:
Das Gleis führt über ein Tor in eine größere Halle - die aber mehr oder weniger mit der Hintergrundkulisse identisch ist.
Wie bindet man solch einen Anschluss sinnvoll in den Betrieb ein?
Eine Möglichkeit wäre, den zugestellten Wagen vorm Hallentor abzustellen und mit der Hand Gottes von der Anlage zu nehmen. Bei Verkehr mit Rollwagen ist das aber ein mühseliges und unschönes Unterfangen.
Ich habe mir stattdessen folgendes überlegt: WestfalenStahl empfängt größtenteils Halbzeug und Stahlblech auf offenen Drehgestellwagen. Bevor der beladene Wagen zugestellt werden kann, wird zunächst der mittlerweile entladene Wagen vom Vortag abgeholt. Hier trickse ich nun: der beladene Wagen wird vor das Tor zugestellt, das Ladegut entnommen - wechselt dann seine Identität und geht als entladener Wagen vom Vortag gleich wieder zurück zum Umladebahnhof.
Da sich auf dem Zufahrtgleis auch der Stückgutcersand der Schmiede befindet und das Gleis zum Werkzeugbau kreuzt, verbietet sich ein längeres Abstellen des Wagens für WestfalenStahl.
Grüße
Jörn
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#9 RE: ÄPlettenbacher Spezialitäten: der angedeutete Anschluss
Schuur Jörn,
Zitat von Silbergräber im Beitrag #8
Ich habe mir stattdessen folgendes überlegt: WestfalenStahl empfängt größtenteils Halbzeug und Stahlblech auf offenen Drehgestellwagen. Bevor der beladene Wagen zugestellt werden kann, wird zunächst der mittlerweile entladene Wagen vom Vortag abgeholt. Hier trickse ich nun: der beladene Wagen wird vor das Tor zugestellt, das Ladegut entnommen - wechselt dann seine Identität und geht als entladener Wagen vom Vortag gleich wieder zurück zum Umladebahnhof.
Sorry, aber ich verstehe diesen Ansatz nicht...
1. Wagen vom Vortag steht entladen vor der Halle
2. Leeren Wagenn abziehn
3. Beladenen Wagen zustellen
Fehlen Dir Wagen / Rollwagen oder hat dieser "Trick" eine andere Bewandtnis?
Hallo Jörn,
ich bin auch ein wenig verwirrt.
Dein Trick klingt jetzt so, als würden beide Wagen durch einen einzigen Wagen dargestellt.
Das ergäbe aber keinen Sinn, da der Ausgangswagen ja zuerst abgezogen wird, und die Lok zu einem Zeitpunkt beide Wagen am Haken haben muss.
Die Lok kann doch aber den Einganswagen auch einfach vorm Tor stehen lassen, und die stählernen Westphalen holen sich den Wagen irgendwann im Lauf des Tages mit dem Gabelstapler rein oder sowas.
Oder die Lok bleibt gleich ganz am Wagen und wartet, bis der entladen ist, um ihn gleich leer wieder mitzunehmen. Solche Fälle hatten wir hier im Forum ja auch schon mal diskutiert.
Gruß
Alex
#11 Plettenbacher Spezialitäten: der angedeutete Anschluss
Es gibt keinen Wagen vom Vortag - jedenfalls nicht in der Realität, nur virutell. Es gibt nur den einen Wagen, und das ist der Trick. Mir fehlen diesmal keine Wagen - mir fehlt der Platz, der ja die Ausgestaltung des Anschlusses in Form eines Wanddurchbruchs fordern würde. Das Rangiermanöver Leerwagen raus - Vollwagen rein wird durch die Wegnahme der Ladung abgekürzt und umgedreht: voll rein, leer raus. Es ist halt eine Trickserei, bei welcher der Zeitstrahl unterbrochen wird.
Wieso weshalb warum ich da keinen Wagen länger stehen lassen möchte hatte ich dargelegt.
Grüße
Jörn
Edit: Mehrmals korrigiert, um es verständlicher zu machen. Bin ich noch nicht mit zufrieden, ich versuche heute Abend mal eine Visualisierung.
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#13 RE: Plettenbacher Spezialitäten: der angedeutete Anschluss
Hier die angekündigte Visualisierung:
In diesem Eck sind vier Ladestellen an zwei Gleisen angeordnet, wobei sich die Gleise zudem noch kreuzen.
Der SSym46 wurde gerade zugestellt.
Vorhang.
Virtuell: das Tor öffnet sich, der Wagen wird in die Halle geschoben, wo sich das Gleis in zwei Parallelgleise unter einer Kranbahn verzweigt. Auf dem einen Gleis wird der zugestellte Wagen platziert, auf dem Nachbargleis wartet der imaginiäre leere Wagen vom Vortag. Der wird jetzt angehängt und aus der Halle gezogen.
Tatsächlich: das Ladegut auf dem vor dem Tor stehenden Wagen genommen - und der Identitätswechsel ist vollzogen: die Frachtkarte wird aus der Tasche auf der Wagenkarte herausgenommen und umgedreht.
Vorhang auf:
Der leere SSym46 vom Vortag geht leer zurück zum Umladebahnhof.
Ich hoffe, ich habe jetzt alle Unklarheiten beseitigt.
Grüße
Jörn
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#14 RE: Plettenbacher Spezialitäten: der angedeutete Anschluss
Moin Jörn,
jetzt habe ich die Schwierigkeit der Situation verstanden.
Und wenn das Wagentauschmanöver komplett in der Halle stattfindet, und man das von diesem Standpunkt gar nicht sehen könnte, ist die mentale Gymnastik gar nicht so groß, wie gedacht.
Spannender Ansatz in diesem Fall.
Gruß
Alex
#16 RE: Plettenbacher Spezialitäten: der angedeutete Anschluss
Moin,
eine weitere Spezialität ist der Einsatz von Schwerlast-Güterwagen zur Versorgung der metallverarbeitenden Industriebetriebe mit Stahl und Maschinen.
Als ich noch im SNF aktiv war, hatte ich hier
https://forum.spurnull-magazin.de/thread...-schnellenkamp/
die Frage zum Ausschwenken der Drehgestelle gestellt. Die Antworten fand ich ich sehr hilfreich, mittlerweile zählen drei Drehgestellwagen zu meinem Güterwagen-Bestand. Während ich bei dem Flachwagen von Eurotrain und dem Schienenwagen von Schnellenkamp überhaupt keine Bedenken hatte, sah das beim SSy46 von Kiss schon anders aus: die Rahmenwangen gehen sehr tief runter und begrenzen schlussendlich das Ausschwenken.
Aber Versuch macht klug: heute kam mein Modell aus der Bucht. Und siehe da: es klappt.
Große Erleichterung bei den Kunden: ab sofort können auch schwere Lasten ausgeliefert werden, ohne die Gummistinker für die letzten Kilometer benutzen zu müssen.
Grüße
Jörn
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