ADJ 20 heute im Briefkasten

19.03.2026 19:01
#1 ADJ 20 heute im Briefkasten
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Schuur ihr Jonge,

zweimal Post von Jaffa in einer Woche: Montag das "grüne" Buch; schade das es hier gerade eine etwas undifferenzierte Beitragsserie gibt...

Uns heute dann das ADJ 20; Anmerkungen zum Inhalt kommen ggf. später, nach der Lektüre.

Grüße vom Exilsiegerländer aus Butzbach in der Wetterau

Hartmut

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20.03.2026 09:21
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#2 ADJ 20 heute im Briefkasten
Gast
( gelöscht )

Ja, das war wieder pünktlich da, gestern abend direkt gelesen ein erstes gieriges Mal.
Nächster genauerer Durchgang in ein paar Tagen.
Daher gestern nur Freude und Gespanntsein, waren tolle 15 Minuten durchblättern und machten den Abend rund.

Zitat von hwunderlich im Beitrag #1
Schuur ihr Jonge,

zweimal Post von Jaffa in einer Woche: Montag das "grüne" Buch; schade das es hier gerade eine etwas undifferenzierte Beitragsserie gibt...


Also dazu möche ich als Nicht ganz unbeteiligter nur mal anmerken, dass es da in dem Thread Lob und Tadel gibt, wie das bei einer ausgewogenen Diskussion zu fast jedem Thema der Welt überall so sein wird.
Und ich sehe es positiv, dass es dazu ein breites Meinungsspektrum gibt und sich die Diskussion nun nach dem anfänglichen reflexartigen "soviel zu verbessern" und "Alles top so wie es ist" nun langsam in den konstruktiveren Austausch wandelt, welche Themen über- und welche unterrepräsentiert sein könnten in der wunderbaren ADJ.

Die, das sei nochmal als Lob erwähnt, neben dem TT-Kurier das einzige Magazin ist, was ich abonniere, den Rest kaufe ich nur bei besonderen Artikeln in einem Heft.


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20.03.2026 20:14
#3 RE: ADJ 20 heute im Briefkasten
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Schuur Rolf,
schuur ihr Jonge,

@Rolf:
immer wieder schön, wenn Mails ohne Anrede und Gruß ins Forum geworfen werden... Aber was soll's.
Mir war es sowas von klar, das Du dem Köder nicht wirst widerstehen können.

Aber zurück zum ADJ 20:
Am besten gefallen hat mir die Kolumne von Michael auf Seite 32, wo dann auch wieder über die "Hybris" im Allgemeinen und Besonderen gesprochen wird.

Einige von uns propagieren das Thema "Betrieb" jetzt seit fünf Jahren (und 20 Ausgaben) im ADJ und ich glaube sogar durchaus mit Erfolg. Jaffa hat die Auflage im anderen Faden genannt; das ADJ ist im Bahnhofsbuchhandel (und auch zumindest in Frankfurt auch am Flughafen) durchaus präsent.

Die beschriebenen Anlagen im Heft wissen zu gefallen und mir gefällt insbesondere die ab Seite 22 vorgestellte H0e-Anlage.

Der Artikel zu Pfarrweisach hingegen lässt mich etwas ratlos zurück: Nicht wegen der Umsetzung des Ganzen, sondern eher wegen der Reihgenfolge der Abhängigkeiten. Sicher nur eine kleine, am Ende auch vernachlässigbarer Unschärfe:I n allen mir bekannten Fällen wird zuerst die Gleissperre aufgeschlossen und gibt nach dem Umstellen den Weichenschlüssel frei; bei Edgar läuft es, so wie ich den Bericht interpretiere, umgekehrt. Die erreichte "Sicherheit" wird davon allerdings nicht beeinträchtigt. Von daher: Was wo ist das Problem? Den Spass am Betrieb beeinträchtigt das in keinster Weise.

Jaffas "Innerstetalbahn" ist schön dokumentiert; hoffentlich hält der neue Besitzer dieses Schmuckstück entsprechend in Ehren.

Letztlich das Plädoyer für die Kompaktanlage; hier schließt sich dann der Kreis zum "grünen Buch":

Nicht jeder hat Alles schon mal gelesen oder gesehen; auch ein 1,69m langes Bücherregal mit allen interessanten Veröffentlichungen zu "betriebsfähigen" Kompaktanlagen kann nicht jeder sein eigen nennen. Von daher gefällt mir dieses Werk von OOK ausnehmend gut; auch wenn ich alle vier vorgestellten Anlagen "kenne".

Grüße vom Exilsiegerländer aus Butzbach in der Wetterau

Hartmut

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21.03.2026 11:16 (zuletzt bearbeitet: 21.03.2026 11:26)
#4 RE: ADJ 20 heute im Briefkasten
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Zitat von hwunderlich im Beitrag #3
Der Artikel zu Pfarrweisach hingegen lässt mich etwas ratlos zurück: Nicht wegen der Umsetzung des Ganzen, sondern eher wegen der Reihgenfolge der Abhängigkeiten. Sicher nur eine kleine, am Ende auch vernachlässigbarer Unschärfe:I n allen mir bekannten Fällen wird zuerst die Gleissperre aufgeschlossen und gibt nach dem Umstellen den Weichenschlüssel frei; bei Edgar läuft es, so wie ich den Bericht interpretiere, umgekehrt. Die erreichte "Sicherheit" wird davon allerdings nicht beeinträchtigt.


Hallo Hartmut,

dazu mal 50 Pfenning von mir. Wie die entsprechende Abhängigkeit im realen Pfarrweissach war weiß ich nicht. Aber das von dir geschilderte Prinzip - erst die Gleissperre aufmachen, dann die Weiche - ist zwar sehr verbreitet, aber nicht durchgehend so realisiert.

Das ist die "klassische Folgeabhängigkeit" wie sie früher bei der DB bestand. Man findet sie nicht nur bei "Schlüsselweichen", auch bei Kombinationen Weiche-Gleissperre die von Stellwerken bedient werden, und in den klassischen Sicherungstechnik-Lehrbüchern der DB ist das auch so beschrieben. Es gibt aber Abweichungen.

Abweichung 1: es existieren viele Anlagen (vor allem bei NE-Bahnen, z. B. der HzL) die gar keine Abhängigkeit haben, vielmehr werden Weiche und Gleissperre mit je einem eigenen Schlüssel aufgesperrt. Das mache ich im Modell auf der Süsingbahn so: es spart jeweils ein Schloß, was bei der Größe der Anlage richtig vielen Euros entspricht.

Abweichung 2: Die DB machte es früher wie von dir beschrieben, drehte aber um 1980 die Logik um: man sperrt zuerst die Weiche auf, stellt sie um, dann kann der Schlüssel für die Gleissperre entnommen werden. Keine Ahnung welche Philosophie dahinter stand, aber die Projektierungsrichtlinien für Neuanlagen wurde entsprechend geändert.

Heute findet man beides, und es werden auch nach wie vor beide Varianten gebaut. Ohne nachgezählt zu haben würde ich behaupten dass die "traditionelle" Logik wesentlich häufiger ist, die "moderne" habe ich vor allem bei Anschlussstellen jüngeren Datums gesehen. Und wie du geschrieben hast, sicher sind sie beide.

Grüße,
Sebastian


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21.03.2026 11:32 (zuletzt bearbeitet: 21.03.2026 11:56)
#5 RE: ADJ 20 heute im Briefkasten
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Zitat von Sebastian im Beitrag #4
Keine Ahnung welche Philosophie dahinter stand

"Ich habe gehört, dass ..." - weiß aber natürlich nicht mehr, wo:

* Die alte Logik (Gleissperre zuerst aufsperren) vermeidet das Problem, dass die Rangiergarnitur "im Eifer des Gefechts" schon loslegt, bevor die Gleissperre noch umgelegt ist - und schon steht man im Schotter. Vor Rangierfunkzeiten, d.h. mit (nächtens, bei Nebel, ...) unzuverlässigerer Kommunikation, war das womöglich das schlagende Argument.
EDIT: Und natürlich ist dieses Verfahren der alten Regel "die Stellelemente vom entferntesten in Richtung auf die Rangiergarnitur hin stellen" gefolgt, mit der teils ja expliziten Aussage "das Umstellen der ersten Weiche erlaubt die Rangierfahrt".

* Die neue Logik vermeidet das Problem, dass der (i.d.R. auf der Spitze der Rangiergarnitur ankommende) Rangierer Wege doppelt zurücklegen muss - sowohl beim Aufsperren wie beim Zurückstellen. Man spart also Zeit - und im modernen Betrieb, insbesondere bei Anschlüssen auf der freien Strecke, ist (Sperr)Zeit (der Strecke) ein teures Gut.

H.M.


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22.03.2026 14:28
#6 RE: ADJ 20 heute im Briefkasten
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Hallo zusammen,

Auch meine Erfahrung bezüglich der Folgeabhängigkeit von ortsgestellten Weichen mit Gleissperren deckt sich mit Hartmuts Schilderungen.
Im Fall von Pfarrweisach geht es jedoch primär um die Absicherung von Zugfahrten durch Gl.
1 und 2. In Abbildung 2 des Artikels ist unterhalb des Umstellbocks der Weiche 2 ein doppeltes Riegelschloss erkennbar. Hier weicht die Schließfolge von Gleissperre und ortsgestellter Weiche aus oben genanntem Grund ab. Auch die Beschriftung der Weichenschlösser geben Hinweise auf die Folgeabhängigkeit. Leider ist die Beschriftung des Schloßes von W2 nicht eindeutig erkennbar.

Meint Kai-Nils

Die Kunst eine Lokomotive zu führen kann nur durch jahrelanges Studium, geduldiges Üben und Erfahrung erworben werden.
(The Australian Locomotive Enginedriver's Guide)

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23.03.2026 11:08
#7 RE: ADJ 20 heute im Briefkasten
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Hallo zusammen,

da es hier ja eigentlich um ADJ 20 geht, wollte ich auch mal meinen Senf dazu geben. Ich habe es zu Hause liegen, bin aber noch mit dem grünen Buch beschäftigt, daher wird das ADJ 20 noch warten müssen.
Was ich aber sagen kann, ist die Tatsache, dass ich schon andere Publikationen abonniert hatte und dabei immer wieder feststellen musste, dass die Menge der mich interessierenden Artikel zunehmend unter 50% vielen. Einfach zu viel was mich nicht interessiert.
Von daher bin ich mit dem ADJ absolut zufrieden, da hier der Anteil bei über 90% liegt, auch wenn manches niemals bei mir zum tragen kommen wird.

Von daher schon im voraus großes Lob an alle beteiligten.

Gruß Ralph

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Wenn alle nur über das reden würden, wovon sie etwas verstehen, wäre es wohl sehr ruhig auf der Welt!

Mein geplanter Bahnhof: Ehingen (Donau)
Fahrplandetails: Informationssammlung zum Fahrplan 1965-1975
Frachtaufkommen: Güteraufkommen im Bahnhof Ehingen (Donau)

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24.03.2026 20:15 (zuletzt bearbeitet: 24.03.2026 21:03)
#8 RE: ADJ 20 heute im Briefkasten
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Ich finde es gerade großartig, dass ihr die Engen-Tengen-Blumenfeld-Bahn ausgegraben habt. Ich habe vor einer wahrscheinlich zweistelligen Anzahl von Jahren einen Artikel über das Konzept gelesen. Da waren leider nur wenige Bildern von Hafen und BW dabei. Das beschrieben Konzept fand ich damals so spannend, dass ich immer wieder mal gesucht habe ob irgendwo was dazu geschrieben wurde. Sehr spannend jetzt einen Gleisplan und so einen ausführlichen Bericht dazu zu sehen.


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24.03.2026 21:50
#9 Reihenfolge der Abhängigkeiten
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Zitat von hmmueller im Beitrag #5

* Die alte Logik (Gleissperre zuerst aufsperren) vermeidet das Problem, dass die Rangiergarnitur "im Eifer des Gefechts" schon loslegt, bevor die Gleissperre noch umgelegt ist - und schon steht man im Schotter. Vor Rangierfunkzeiten, d.h. mit (nächtens, bei Nebel, ...) unzuverlässigerer Kommunikation, war das womöglich das schlagende Argument.

* Die neue Logik vermeidet das Problem, dass der (i.d.R. auf der Spitze der Rangiergarnitur ankommende) Rangierer Wege doppelt zurücklegen muss - sowohl beim Aufsperren wie beim Zurückstellen. Man spart also Zeit - und im modernen Betrieb, insbesondere bei Anschlüssen auf der freien Strecke, ist (Sperr)Zeit (der Strecke) ein teures Gut.


Moin,

genau so wurde es mir während der Ausbildung mal erklärt und beigebracht.

Schöne Grüße
Jan

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24.03.2026 22:24
#10 ADJ20 im Briefkasten
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Hallo zusammen,

finde auch, dass das ADJ20 (wie gewohnt) inhaltlich sehr gelungen ist.

Als ich das Heft aufschlug, war ich, offen gestanden, ein wenig skeptisch, als ich vor allem Bekanntes vorfand - einmal Engen/Tengen und die Innerstetalbahn.

Beides sind bereits umfangreich dokumentierte hervorragende Anlagen: sogar vierteilig in der Miba 2020 bzw. in einem anderen Forum.

Aber ich fand in beiden Artikeln eine erfrischenden anderen Blick auf das mir Bekannte: einmal die hervorragenden großformatigen Fotos, die die regionale Atmosphäre/Landschaft für Leser einfangen, und beim anderen die beispielhafte inhaltlich zusammenfassende Aufarbeitung der zugrundeliegenden Wirtschaftsstruktur einer Bahnlinie.

ADJ20 zeigt, dass in den Anlagen dieser "Master Modelrailroaders" eine Menge mehr drin steckt.

Viele Grüße, Uwe


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25.03.2026 07:13
avatar  kk92
#11 RE: ADJ20 im Briefkasten
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Guten Morgen zusammen,

Am Montag hat sich dann auch mal unsere Post bequemt das aktuelle ADJ (Nr.20!!! Herzlichen Glückwunsch dazu) zuzustellen.

Die Qualität der Hefts, Druck und Layout sind hervorragend. Wenn ich da an das "Klopapier" denke, auf dem inzwischen die Periodika des Modelrailroaders geduckt werden.

Eine sehr ausgewogene und interessante Mischung.

Insbesondere den Pfarrweisach Artikel fand ich herausragen. Er erklärt and einem einfachen Durchgangsbahnhof nachvollziehbar (eine zwar schon irgendwie besondere Situation) auch einem Modellbahner, der diese Art von Sicherungstechnik nur vom Hörensagen kennt sehr gut die Abläufe. Die Illustrationen dazu sind sehr hilfreich und die Abläufe sehr gut nachvollziehbar.

Die beiden Artikeln über die Innerstetalbahn und Engen/Tengen dürften der ein oder andere ADJ-Gelegenheitskäufer ansprechen. Vielleicht findet der eine oder andere die Inspiration sich mit dem Thema Sicherungstechnik und Zugleitbetrieb zu beschäftigen.

Einem uneingeweihten Zuschauer bei einem Fremo-Treffen dürften die Abläufe in z.B. Pfarrweisach vermutlich auch nach der dritten Zugdurchfahrt ein Rätsel bleiben (Wat machen die da mit den ganzen Schlüsseln ). Mit diesem Artikel wurden die Hintergründe sehr gut und nachvollziehbar beleuchtet. Jetzt muß ich nur mal sehen, ob jenseits des großen Teichs soetwas in der Art ebenfalls existiert.

Weiter so!

Viele Grüße
Klaus

"Wer durch eine öffne Tür will muß die Tatsache achten, daß sie einen Rahmen hat." (Indisches Sprichwort)

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