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Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
#1 Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
Hallo zusammen,
im Zusammenhang mit dem grünen Buch ist in ADJ 20 ein sehr lesenswerter zweiseitiger Artikel „Kompaktanlage – warum eigentlich?“ (S. 33) erschienen der die Vorteile gegenüber einer zerlegbaren An-der-Wand-Anlage aufführt. Darüber habe ich in den letzten Tagen viel nachgedacht und möchte meine Gedanken mit euch teilen – dies soll keine Kritik an der Redaktionsanlage, der tollen Artikelserie, dem genannten Artikel oder dem Buch sein, ich möchte nur einen Denkanstoß geben und zur Diskussion über Kompaktanlagen einladen.
Die prinzipiellen Vorteile der Kompaktanlage – viel Streckenlänge auf kompaktem Raum, Mobilität ohne Segmentübergänge – sind unbestreitbar. Aber bei der Mobilität und der Nutzbarkeit in nur temporär zur Verfügung stehenden Räumen waren mir Zweifel gekommen. Reden wir ganz konkret über die Rotsteinbahn mit den Außenmaßen 1,22m x 2,44m.
Ich habe die Anlage während der Bauphase und später mehrfach bei Otto gesehen: sie stand im ehemaligen Redaktionsbüro des Mittelpuffer, da passte sie gut hinein, konnte gebaut und betrieben werden. Aber: wenn sie da steht füllt sie den Raum mit den vorhandenen Möbeln ziemlich aus, man muss sich um sie herum schlängeln, und solange sie dort steht ist der Raum kaum für etwas anderes nutzbar (ok, als BAE-Zugleiter konnte ich mich trotzdem an den gewohnten Arbeitsplatz setzen, aber mehr geht eigentlich nicht). De facto blockiert die aufgebaute Anlage, unter normalen Wohn- und Familienverhältnissen, fast jede andere Nutzung.
Der Durchschnittsmodellbahner wird sie also in solchen Räumen nur zum Betrieb aufstellen und nicht tage- oder wochenlang dort stehen lassen können. Sie muss sonst woanders hin: an die Wand lehnen? Hochkant wird mit 2,44m Länge bei den üblichen Deckenhöhen schwierig; längs könnte gehen, aber dann braucht man eine 2,44m lange Wand, frei von Fenstern, Möbeln u. ä. wo man sie anlehnen und stehen lassen kann. Geht mal eure Wohnung durch, gibt es eine solche Stelle die man als „Dauerstellplatz“ für so ein Möbel einrichten, an den man sie transportieren kann und der auch familiär akzeptiert wäre?
Als theoretische Übung habe ich mal durchgespielt wo die Anlage bei mir zu Hause untergebracht werden könnte.
- Erdgeschoss: In meinem sehr großen Wohnzimmer könnte die Anlage natürlich bei Betrieb stehen. Dauerhaft aufbewahren (schräg an die Wand gelehnt) möchte ich sie dort eher nicht, es soll dort ja auch gewohnt werden. Küche, Gästeklo und Hauswirtschaftsraum haben keinen Platz dafür. Im Hausflur würde es gehen, aber auch dort würde sie dessen Nutzung sehr einschränken, und jeder Besucher wäre sofort mit diesem großen Möbel konfrontiert.
- Obergeschoss, mit Dachschrägen: Schlaf- und Badezimmer lasse ich außen vor. Im Gästezimmer käme nur eine Wand in Frage, dann müsste das Gästebett (Doppelbett) aber raus. Im Arbeitszimmer ginge es wenn ich mich vom großen Bücherregal trenne. Der Flur scheidet aus da man sich dort sonst nicht mehr bewegen könnte.
- Noch mal nachgemessen: ein Anlage mit den Außenmaßen der Rotsteinbahn würde es, unzerlegt, bei mir gar nicht ins Obergeschoss schaffen da die – eigentlich großzügig geschnittene, aber etwas gewundene – Treppe zu eng ist. Durch die Luke auf den Dachboden funktioniert auch nicht.
- Kellergeschoss: Ja, da wäre Platz! Aber einen 100m2 Vollkeller haben die meisten Menschen eben nicht.
Im Endergebnis könnte selbst ich als Eigenheimbesitzer die Rotsteinbahn nur auf dem Möbelroller vom Wohnzimmer in den Flur und wieder zurück fahren, mehr nicht. Zur Einordnung: mein Einfamilienhaus Baujahr 1984 ist aus einer Zeit als man, was Quadratmeter, Flurmaße und Türen betrifft, noch sehr großzügig gebaut hat. In den heutigen Reihenhäusern und Doppelhaushälften geht da deutlich weniger, von Etagenwohnungen ganz zu schweigen. Und: mir ist kein PKW bekannt mit dem man die Anlage transportieren könnte, da braucht es Anhänger oder Sprinter.
Das soll keine Argumentation gegen Kompaktanlagen sein, vieles spricht trotzdem dafür. Aber die angenommene Mobilität halte ich, unter normalen Wohnverhältnissen, für einen Trugschluss.
Was denkt ihr?
Viele Grüße,
Sebastian
#2 RE: Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
Liebe Mitdenkende,
die Kompaktanlagen, die ich gesehen habe und die nicht dauerhaft aufgestellt werden konnten, waren zumeist Klappanlagen. Z.B. über einem Sidebord an der Wand. Da ist aber nur eine Gesamthöhe von 20cm möglich, damit es hochgeklappt nicht zu weit aufträgt. Damit sind mehrere Ebenen, hohe Berge usw. nicht möglich. Anlagen zum Wegtragen waren jeweils erheblich kleiner und hatten dann auch eher TT oder N als Baugröße.
Eine interessante Lösung ist ein umgebauter Klappbettschrank. Da hat man zumindest etwas mehr Tiefe. Die Außenmaße sind meistens nur 90 cm x bestenfalls 2Meter.
Gruß
Thomas
#3 RE: Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
Hallo Sebastian,
Ein guter Punkt, zumal die Anlage ja eigentlich ein Quader von L=2,44 m x B=1,22 m x H=0,75 m ist.
Das ist schon ein ordentliches Trum, das auch hochkant gestellt erheblichen Raum benötigt. Das ist exemplarisch für die Planung in nur zwei Dimensionen. Damit meine ich nicht , die unterschiedlichen Höhen der Bahnhöfe und der verbinden Strecken sondern die gesamte räumliche Ausdehnung. In einem exklusiven Modellbahnraum ist das von weitaus weniger Relevanz, aber wenn die Anlage mit anderen Nutzungen der Räume konkurriert, dann ist da Volumen selbst wenn hochkant auf die Längsseite gestellt, welches wesentlich größer als ein Klavier ist. (Ich habe gerade mal nachgemessen B=1,50 m x H=1,30 x T=0,75 m).
Nicht zu vergessen ist auch ein Schutz der Anlage beim Transport und der Aufbewahrung. Beschädigungen sind eines, aber herunterfallendes Streumaterial hinterläßt zumindest am Anfang einen Spur wie ein Tornado in der Wohnung. Und was ist mit dem unvermeidlichen Staub? Jeder Transport verursacht außerdem immer den einen oder anderen leichten Schaden.
Alles was nicht fest mit der Anlage verbunden ist muß zum Transport abgenommen werden. Hier frage ich mich, ob der Aufwand nicht annähernd so hoch ist wie der, einer modularen RAWE ist, bei der die Sektionen aufrecht transportiert werden können und nur die Verbindungen der Sektionen untereinander zum Betrieb hergestellt werden müssen.
Lassen wir die Mobilität mal außen vor, ein weitaus wichtigerer Punkt ist meiner Meinung nach die Wahrnehmung der Kompakt-Anlagen. Dieses helfen durch den doch recht vertrauten "Formfaktor" sicherlich dabei, die Betriebskonzepte von Point-to-Point Anlagen einem weitaus größeren Kreis von Modellbahnern näher zu bringen als die Endbahnhof -> Fiddelyard Anlagen, einfach weil diese in der kollektiven Wahrnehmung der meisten deutschen Modellbahner einfach zu ungewohnt sind. Auf den feuchten Inseln unter dem Wind ist das wiederum weitaus anders. What you see is what you want! um mal ein altes OOK Zitat aus dem blauen Buch zu bemühen.
Jus my 0,02€.
#4 RE: Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
Sebastian hat bei seinem Praxisbeisspiel zur Mobilität von Kompaktanlagen die größte der vier Hauptanlagen in meinem Buch als Beispiel herangezogen. Mit der Pyritbahn, die seinerzeit z.T. (bevor ich den Ford Nugget bekam) auf dem Dach meines Kombis gereist ist, käme er sicher zu einem anderen Ergebnis.
Aber ich bleibe nochmal bei der Rotsteinbahn mit ihren Maximalmaßen. Und habe diese Maße mal in die Grafik hineingezeichnet, die im Blauen Buch 2.0 auf S. 79 den Artikel über die Neubokliner Klb. abschließt:![]()
Hier ging es ja um das Problem, wie eine Anlage in ein home office zu integrieren. Ich denke, die Grafik zeigt, dass der Besitzer des Büros mit der Kompaktanlage besser klar gekommen wäre als mit seiner AWE-Anlage, auf die er ja letzten Endes verzichtet hat.
Der Artikel fußt übrigens auf einem Thread in diesem Forum, also nicht auf Annahmen sondern auf Realität. Mehr verrate ich nicht und möchte auch nicht, dass, wenn es jemand herausfindet, der Name hier genannt wird.
Gruß
Otto
#5 RE: Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
Hallo Otto,
Das ist in der 2D Ansicht sicherlich richtig, aber wie stellt sich die Situation mit hochkant gestellter Anlage dar?
Die Grundfläche ist dann mit 2,44 m x 0,75 m, nur 0,47 m schmäler. (Gehen wir mal davon aus, daß die Raumhöhe für das Aufstellen der Anlage auf der Schmalseite zu knapp bemessen ist.)
#6 RE: Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
Warum sollte sie denn hochkant gestellt werden? Wenn die eingezeichnete feste Rundumanlage weg ist, kann sie, sofern auf Böcken mit Rädern stehend (tut die reale Rotsteinbahn auch) hierhin und dorthin und sonstwohin geschoben werden, wies gerade gebraucht wird.
Gruß
Otto
#7 RE: Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
Hallo Otto,
Zitat
Warum sollte sie denn hochkant gestellt werden? Wenn die eingezeichnete feste Rundumanlage weg ist, kann sie, sofern auf Böcken mit Rädern stehend (tut die reale Rotsteinbahn auch) hierhin und dorthin und sonstwohin geschoben werden, wies gerade gebraucht wird.
Das ist latürnich ein Punkt.
Ich ging von dem Fall aus, daß die Anlage wie im ADJ gezeigt von einem in einen anderen Raum expediert werden soll, bzw. die größtmögliche Grundfläche im Raum freigeben soll.
#8 RE: Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
Hallo,
aus der bisherigen Diskussion nehme ich mit dass Kompaktanlagen nach wie vor all ihre Vorteile haben, ich mit der Rotsteinbahn aber ein sehr großes Exemplar erwischt habe - den Einsteiger, der diese Anlage nachbauen möchte, sollte man auch auf die damit vielleicht verbundenen Limitierungen hinweisen. Pyritbahn & Co. sind kleiner und handlicher, haben aber eben auch eingeschränktere Möglichkeiten bei Gleisplan, Betrieb und Landschaftsgestaltung.
Falls mal wieder eine Redaktionsanlage gebaut wird könnte man den Alternativweg beschreiten: eine in Segmenten zu bauende An-der-Wand-Anlage. Nicht als Zusammenstellung von Modulen sondern schon eine kohärente, in sich geschlossene Konzeption und Planung. Um das zu planen und zu bauen braucht es noch mal ganz andere Gedanken und Bautechniken - wie ich meine nicht unbedingt schwieriger als bei der Kompaktanlage, aber anders. Alleine Technologien um Segmentübergänge zu bauen die, ohne Gefummel und Probieren, einfach zusammenzufügen sind und sofort passen (da gibt es inzwischen viele Techniken ohne großen Materialaufwand) sind ein hochinteressantes Thema. Das alles wäre doch genug Stoff für eine neue Artikelserie.
Hier könnte sich das ADJ auch wirklich gut positionieren indem es dem (Neu-)Einsteiger zwei zeitgemäße, alternative Herangehensweisen für den Anlagenbau anbietet die sich beide markant von der Masse der Heimanlagen unterscheiden.
Grüße,
Sebastian
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gelöscht
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#9 RE: Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
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gelöscht
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Hallo, liebe Mitdenkende und Mitdiskutierende,
damit diskutiert ihr ja gerade den Punkt, der mich an der Hinwendung oder Rückwendung von OOK zu Kompaktanlagen am meisten überrascht hat, dass eine Komaktanlage von (bleiben wir mal bei den 2,44 x 1,22 Metern,) genausoviel Fläche in einem Raum beansprucht wie eine Anlage von 4,88 x 0,61 cm und genausoviel gestalterisch nutzbare und für Betrieb und Rangieren und Gewerbe taugliche Fläche bietet.
Seit meiner Jugend habe ich erfolgreich von Vordenkern die Vorzüge geschildert bekommen, die eine RAWE-Anlage gegenüber einer Kompaktanlage hat.
Und auch die vorigen Beiträge zeigen m.E. eher, dass in den Raum, der dort gezeigt wurde, besser eine an der Wand entlang laufende Bahn gehört. Unter die oder über die dann Schränke, Tische etc. integriert werden können.
Meine Überlegungen dazu sind:
- Der Klotz, der mit der Kompaktanlage da in der Raummitte steht, erfordert rundum einen Gang von mindestestens 60 cm. Bildet man eine Anlage als L oder U oder G, so braucht es nur einmal einen entsprechenden Gang, nicht auf beide Seiten. Vorteile für RAWE.
- Verschiebbar wäre die Kompaktanlage auch nur, wenn eine entsprechend große Raumecke frei von anderen Möbeln und Nutzungen bleibt. Dann geht aber weitere Nutzfläche im Raum verloren. Punkt für RAWE.
- Hochkant klappen oder hochkant stellen spart auch nur wenige Stellfläche und erfordert Helfer und das Abnehmen von allen Fahrzeugen und das gründliche Ankleben aller Details. Ich würde daher weder bei einer RAWE-Anlage noch einer Kompaktanlage zum Kippen raten.
- Schrittweise Gestaltbarkeit: Auch bei diesem Punkt hat m.E. die RAWE-Lösung leichte Vorteile, weil Segmente für staubige oder dreckige Arbeiten problemlos woanders bearbeitet werden können.
- Veränderbarkeit an andere Vorstellungen: modularer Aufbau erleichtert spätere Anpassungen in Gleisbau und Geländegestaltung, entweder bei Veränderung der eigenen Vorstellungen oder Veränderungen der Lebenssituation.
Bisher wirkt es, nachdem ich seit meiner Jugend auf die Nachteile von Kompaktanlagen geschult worden bin, ziemlich schwert nachvollziehbar und verdaulich, wieso nun Komaktanlagen auch Vorteile haben sollen :-(
Aber ich bin für eine Umerziehung offen, nur braucht es da gute Argumente...
LG Rolf
#10 RE: Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
Hallo Sebastian,
Segmentanlagen spielen aber in einer anderen Liga als Kompaktanlagen was die handwerkliche Ausführung angeht.
Wenn sich eine Kompaktanlage beim Transport etwas verzieht wird das keine großen Probleme bereiten, da der Grundaufbau aus einer durchgehenden Platte besteht. Die Gleise machen das ohne weiteres mit und der Betreiber wird es vermutlich gar nicht wahrnehmen.
Bei Segmentanlagen sind allein schon die Gleisübergänge einer große handwerkliche Herausforderung. Die Schienenprofile wollen gut befestigt werden (Löten auf entweder Messing schrauben oder kupferkaschierte Pertinax-/GFK-Platten. Paßstifte und -buchsen müssen präzise eingepaßt werden. Die Stirnseiten müssen exakt rechtwinklig montiert werden. Verzüge von einzelnen Segmenten sind da weitaus problematischer was die Wiederherstellung exakter Gleisübergänge angeht. Von mehreren Gleisen in unterschiedlichen Winkeln pro Übergang will ich gar nicht erst reden.
Also für Anfänger bestimmt ein paar Nummern zu groß. Fremoikaner und andere Modulsystemanhänger wissen worauf es ankommt, denen muß man so ein Konzept nicht näherbringen.
Was ich aber begrüßen würde wären Kompaktanlagen nach feucht-insularem Muster (Endbahnhof oder Industrie in Richtung Fiddelyard) auf kontinentaleuropäische Verhältnisse angepaßt. Meiswinkel & Utsch sowie der Planungsfaden zu Endbahnhof im Weserbergland hier aus dem Forum sind gute Beispiele.
Das Ganze als einteilige Anlage ausgelegt mit entweder ZAKs oder einem Fiddelyard.
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gelöscht
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#11 RE: Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
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gelöscht
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Hi,
auf eine Sache will ich noch kurz hinweisen.
Denn die transporttechnischen Probleme mit der Rotsteinbahn, die Sebastian (?) thematisiert, kommen m.E. nicht daher, dass es sich um eine große Kompaktanlage handelt.
Wir reden ja nicht von einer Anlage der Baugröße Z.
Was bleibt denn an nutzbarer Gleislänge im Bahnhof überhaupt bei 2,44 meter gesamtlänge über? Abzuziehen sind 2x der Radius, der optisch und betriebstechnisch vertretbar ist. 2x Sicherheitsabstand zur Außenkante. da es ja Betrieb geben soll, wären auch noch mindestens drei Weichenlängen abzuziehen, um auf die Nutzlänge des längsten Gleises zu kommen. In H0 blieben da m.E. noch schlappe 60 cm über und das ist echt wenig.
Ich glaube eher, dass in HO auf das "gesetzte" Plattenmaß von 2,44 x 1,22 Metern nur etwas passt, was zwar den einen oder anderen Beginner fesseln kann, aber insgesamt eher Möglichkeiten zur optischen Gestaltung als zum Rangieren bietet.
#12 RE: Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
Hallo Rolf
Zitat
Was bleibt denn an nutzbarer Gleislänge im Bahnhof überhaupt bei 2,44 meter gesamtlänge über? Abzuziehen sind 2x der Radius, der optisch und betriebstechnisch vertretbar ist. 2x Sicherheitsabstand zur Außenkante. da es ja Betrieb geben soll, wären auch noch mindestens drei Weichenlängen abzuziehen, um auf die Nutzlänge des längsten Gleises zu kommen. In H0 blieben da m.E. noch schlappe 60 cm über und das ist echt wenig.
Dir ist aber schon bewußt, daß Otto und Team bei er Rotsteinbahn am rechten Bahnhofskopf Bogenweichen verwendet haben?
Beim Endbahnhof fällt der Bogen auf der linken Seite weg, also auch hier mehr Nutzlänge.
Auf den Bildern der Anlage wirken beide Bahnhöfe nicht unverhältnismäßig gestaucht.
#13 RE: Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
Zitat von Rolf J. im Beitrag #11
Ich glaube eher, dass in HO auf das "gesetzte" Plattenmaß von 2,44 x 1,22 Metern nur etwas passt, was zwar den einen oder anderen Beginner fesseln kann, aber insgesamt eher Möglichkeiten zur optischen Gestaltung als zum Rangieren bietet.
Das Glauben überlasse ich den Theoretikern. Ich selber bin Praktiker und ziehe die empirische Methode vor. Hier mal als Beispiel eine Rangierszene in Rotensteinsmühle vom Sommer 2024, wo ich fotografiert habe, wie Rudi die Rangierbewegungen gemacht hat:
Ankunft des Güterzuges aus Dahn (SchaFY)
Einige Phasen später: Die Ladestraße ist fertig, Lok läuft um, um die Kohlenhandlung bedienen zu können.
Bedienen der Kohlenhandlung mit mehreren Rangierbewegungen
Lok hat erneut umgesetzt. Der Güterzug ist abfahrbereit nach Gerfweiler.
Eine Rangierszene in Gerfweiler findet ihr im Blauen Buch 2.0 S.92/93 (Rangieren in Bakom-Skogen). Ist nicht der gleiche Zug und nicht der gleiche Tag, aber äquivalent.
Gruß
Otto
PS: Eigentlich gehörte dieser Post in den Bereich Praxis des Modellbahnbetriebes, wohin ich ihn eventuell nach einiger Zeit verschieben werden. Im Moment passt er jedoch in die Argumentationskette dieses Threads.
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#14 RE: Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
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Zitat
Dir ist aber schon bewußt, daß Otto und Team bei er Rotsteinbahn am rechten Bahnhofskopf Bogenweichen verwendet haben?
Beim Endbahnhof fällt der Bogen auf der linken Seite weg, also auch hier mehr Nutzlänge.
Auf den Bildern der Anlage wirken beide Bahnhöfe nicht unverhältnismäßig gestaucht.
Yes, Sir! Habe ich gesehen und das Hineinlegen der Weichen in den Kurvenbereich machte den Bahnhof ja überhaupt erst möglich.
Aber dennoch sehen die Durchfahrts- und Rangiergleise im Durchgangsbahnhof für mich (!!!!) (und das mag jeder so sehen wie er will) eher nach "mehr war halt nicht drin" aus, weil dort eben kein Güterzug mit 10-15 Wagen hinpasst oder der typische Nahverkehrszug aus V100 und drei maßstabsgerechten Silberlingen auf den Weichen stehen würde.
Bitte nicht wieder falsch verstehen:
Für die kleine Fläche habt ihr das Maximum herausgeholt!
Die Frage, die ich mir halt stelle ist, warum man sich selber eine derartige Einschränkung in der Länge antut und dennoch versucht eine große Anlage vom Thema her zu bauen. Bei so einer Fläche wird sonst meist der Rat gegeben, sich auf eine Feldbahn in H0e zu beschränken oder einen Endbahnhof einer Nebenbahn plus Schattenbahnhof.
Und bevor jemand auf den Auftrag des Anlagenplaners, in das vorhandene Zimmer eine Modellbahn in HO plus Home Office hineinzuplanen, hinweist, ja, auch das habe ich gelesen. Mir gefällt aber der Bahnhof Brennikbrück (oder so ähnlich) aus der Raumskizze deutlich besser, was Gleislängen und Funktion angeht.
Wenn ich da den Raum hätte beplanen müssen unter den Vorgaben des Eigentümers, so hätte ich wohl zu einem etwas veränderten Endbahnhof geraten mit einem darunterliegenden Schttenbahnhof, der über eine Wendel in der Ecke links erreicht werden könnte. Dann wäre an der Wand unten Platz für das Home Office etc.
#15 RE: Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
Hallo Rolf,
schuur ihr Jonge,
Zitat von Rolf J. im Beitrag #14
Yes, Sir! Habe ich gesehen und das Hineinlegen der Weichen in den Kurvenbereich machte den Bahnhof ja überhaupt erst möglich.
Aber dennoch sehen die Durchfahrts- und Rangiergleise im Durchgangsbahnhof für mich (!!!!) (und das mag jeder so sehen wie er will) eher nach "mehr war halt nicht drin" aus, weil dort eben kein Güterzug mit 10-15 Wagen hinpasst oder der typische Nahverkehrszug aus V100 und drei maßstabsgerechten Silberlingen auf den Weichen stehen würde.
Hervorhebung von mir
303mm lange Wagen (H0) auf den (immer) kompromißlos sehr engen Radien? Merkste selbst...
Das ist doch gar nicht der Anspruch an diese Art von Anlage, genauso wenig wie der Ng mit 15+ Wagen. Bei uns im Siegerland beispielsweise bestand der "typische" Nahverkehrszug lange aus 3 vierachsigen Umbauwagen. Ich würde auf einer solchen Anlage eher -3yg einsetzen... Und eben auch überwiegend zweiachsige Güterwagen, vielleicht noch kurze Vierachser.
Aber lassen wir das, Du hast Deine gefestigte Meinung, ich die meine, abweichend andere. Generell sind alle von OOK gezeigten Anlagen skalierbar und dann bist Du in einem anderen Maßstab unterhalb H0 plötzlich bei handhabbaren Maßen, die in Betriebspausen eben doch im HWR verstaut werden können.
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#16 RE: Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
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Zitat von hwunderlich im Beitrag #15
303mm lange Wagen (H0) auf den (immer) kompromißlos sehr engen Radien? Merkste selbst...
Das ist doch gar nicht der Anspruch an diese Art von Anlage, genauso wenig wie der Ng mit 15+ Wagen. Bei uns im Siegerland beispielsweise bestand der "typische" Nahverkehrszug lange aus 3 vierachsigen Umbauwagen. Ich würde auf einer solchen Anlage eher -3yg einsetzen... Und eben auch überwiegend zweiachsige Güterwagen, vielleicht noch kurze Vierachser.
Und wie lang ist dein Zug aus V100 plus 4 Dreiachser? Ich glaube auch mit dem bekommst du hier optische Probleme mit der Gleislänge....
Aber jetzt mal zurüch zur Lösungssuche statt im Stellungskampf zu verharren:
Du schreibst: "das ist doch gar nicht der Anspruch an diese Art Anlage".
Vielleicht sollte man mal dann den Anspruch definieren für die Anlage Rotsteinbahn?!
Schienenbus mit Beiwagen und als einzigen weiteren Zug eine V60 mit 3,4 Güterwagen im Schlepp?
Ja, dann sehen die Gleise ausreichend lang aus, das stimmt.
Aber ist das den meisten genug für Betrieb, der nicht im Hin- und Herfahren beider Züge sich beschränkt? Wo waren im Plan zum Beispiel die Abstellgleise im Schatten für die übrigen für den Betrieb benötigten Loks und Waggons? Wo werden neue Züge gebildet?
An diesen Dingen fehlt es mir, leider, und ich habe auch keinen Verbesserungsvorschlag dafür.
Und ja, du hast recht, ich habe eine andere Art von Vorstellung, was realitätsnahe Gleisanlagen, Gleislängen und Züge angeht. 628er sind für mich das mindeste für die Nebenbahn und in früheren Epochen eben 212er/215er mit mehreren Silberlingen, genau. Gleislängen im Bahnhof und FY für 5 Silberlinge plus Lok als Minimum und dazu passende Radien.
Das war schon als H0-Fan mein Anspruch und daher bin ich irgendwann zu TT gewechselt, weil nur dort sowas geht, wenn man "nur" 350 x 350 cm Raum verplanen kann.
Es gab aber, bevor hier wieder verbale Zweikämpfe entstehen, auch einen anderen Vorschlag von einem Forumsteilnehmer, nämlich mal Anlagen in der britischen Tradition zu diskutieren und zu planen. Vielleicht ist das ja eine Denkrichtung, die allen gerecht werden könnte??? Denn die Jungs von der Insel haben aufgrund noch kleinerer Wohnungen früh begonnen sich mit sehr kurzen, schmalen Anlagen zu beschäftigen. Da gibt es in den Zeitschriften hunderte von Anlagen, die nur aus Endbahnhof (mit 2-3 Personen- und Güterzuggleisen bestehen plus einigen kleinen Gewerbeanschlüssen) plus einem meist nicht ausgestalteten Schattenbahnhof zur Zugbildung.
Eigentlich finde ich, dass dieser rangierintensive Betrieb doch genau in OOKs Beutschema fallen müsste....
Nur mal so als Anregung und Beitrag zur konstruktiven Diskussion.
#17 RE: Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
Hallo Leute,
Ich bin hier zwar nicht Moderator, aber der Threaderöffner, und als solcher würde ich mich freuen wenn wir zum Thema, der Mobilität von Kompaktanlagen, zurückkehren könnten. Die sonstigrn Vorzüge und Mängel der Rotsteinbahn, die je nur ein Mobilitätsbeispiel war, könnten bei Bedarf in einem eigenen Thread diskutiert werden. Falls da nicht ohnehin alles bereits mehrfach gesagt wurde.
Danke und Grüsse
Sebastian
#18 RE: Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
Moin,
im Prinzip teile ich die Gedanken von Sebastian. Die im Zustand der Dauerplanung befindliche Nordharz-Bahn II (Anlagenvorschlag: "Okertalbahn" in H0m auf 1 x 2 m²) ist ja eine Kompakte und daher teilbar geplant. Und zwar so, dass zwei 0,5 m x 2,0 m große Teile zu transportieren sind. 1,0 m x 1,0 m empfinde ich als zu sperrig.
0,5x2,0 könnte ich zur Not sogar auf den Hühnerbalken bugsieren. Oder im unteren Bereich von Regalen lagern. Oder im Familienauto durch die Gegend fahren, dann leider nur ohne Familie 😉
Viele Grüße
Jörn
Bahngeschichte, gefakte Bilder und Quellenschnipsel im Netz verstreuen, 2 Jahre warten.
Ist dann über die eigene Bahn ein Wiki-Artikel und ein Kenningbuch erschienen ist die eigene Konzeption wasserdicht und man kann mit dem Gleisplan weitermachen.
#19 RE: Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
Schuur Sebastian,
schuur ihr Jonge,
ja, Du hast recht: Wir driften vom Grundthema (Transport/Mobilität der Kompaktanlagen) ab zu grundsätzlichen Überlegungen zum Betrieb auf Kompaktanlagen.
Die Rotsteinbahn ist da schon eine echt vulominöse Anlage. Ich bin unumwunden bei Dir, was das Bewegen und Verstauen der Anlage anbetrifft. Entwürfe wie der Briloner Wald oder das Fensterbachtal sind dann doch sehr viel handlicher. Immer bezogen auf H0, herunterskaliert auf 1:160 ist auch die Rotsteinbahn mit dann ca. 1300mm x 740mm eine andere Hausnummer.
Ich lagere M&U bei Nichtbetrieb auf einem Regal im HWR unserer Etagenwohnung. Das ist in der Ruhestellung ein Quader von 1050mm x 500mm x 500mm. Der stört dort nicht. Gut, selbst in N ist die Rotsteinbahn immer noch voluminösen...
Wenn ich aber den Briloner Wald auf den kleinen Maßstab reduziere, lande ich bei ca. 950mm x 600mm x Höhe; das könnte ich (ähnlich auch das "geschrumpfte" Fenstertal) problemlos im genannten HWR am gleichen Platz "zwischenparken".
Zudem sind diese Abmaße auch in einem Mittelklassekombi problemlos unterzubringen.
Große Kompaktanlagen (über 2000mm x 1000mm) sind eben deutlich unhandlicher als darunter liegende. Da sind dann wieder die Vorüberlegungen enorm wichtig: Baugröße, welche Wünsche an den Betrieb habe ich und reicht der verfügbare Platz...
Edit(h) hat Rechtschreibfehler korrigiert
#20 RE: Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
Moin,
nach unserer Recherche sind 1400x800mm in vielen PKW (Kombi/SUV bei umgeklappter Rückbank) transportierbar und damit die ideale Größe für bequemen Transport und Aufbau auf Ausstellungen. Auch in Wohnungen ist so eine "Platte" sicher einfacher zu lagern. Diese Abmessung ist für Normalspur größer als TT sicher kritisch , aber eine Ziegeleibahn mit Tongrube, Pressenhaus und Brennofen in 0f(12mm) geht, siehe Bilder von unserem aktuellen 0e-club-hamburg Projekt hier..
Und ein Konzept für eine Waldbahn in 0e (16,5), auch auf dieser Fläche gibt es auch, 2028 vielleicht.....
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#21 RE: Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
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Moin Jungs (und Mädels),
wir können gleich gerne zurückkehren zum Grundthema, ob wann eine "Platte mit Aufbauten" noch transportabel bzw. im Raum verschiebbar ist.
Ich wäre aber dafür, wenn wir die Diskussion zum Betrieb Kompaktanlagen in einem anderen, neu einzurichtenden Tread fortsetzen könnten, denn ich sehe da Diskussionsbedarf hier im Forum
Aber noch muss ich etwas anmerken zum Betag von @hwunderlich, solange es noch keinen andreren Thread gibt:
Zitat von hwunderlich im Beitrag #19
Schuur Sebastian,
schuur ihr Jonge,
ja, Du hast recht: Wir driften vom Grundthema (Transport/Mobilität der Kompaktanlagen) ab zu grundsätzlichen Überlegungen zum Betrieb auf Kompaktanlagen.
Die Rotsteinbahn ist da schon eine echt vulominöse Anlage. Ich bin unumwunden bei Dir, was das Bewegen und Verstauen der Anlage anbetrifft. Entwürfe wie der Briloner Wald oder das Fensterbachtal sind dann doch sehr viel handlicher.
Du nennst es voluminös, da stimme ich dir sofort zu. Für mich ist so ein Ding, wenn es nicht geteilt werden kann, ein kaum noch zwischen Räumen verbringbarer Block, auch mit Rollbrettern und Helfern eine Herausforderung. Keine graue Theorie, da ich in den letzten Monaten beim Renovieren mehrfach Schränke oder Sofas mit über 2 Meter Länge und mehr als 80 cm Breite durch Flure und Treppenhäuser transportieren musste.
Für mich ist aber das Hauptproblem eher das betriebliche und da der Vorteil oder Nachteil gegenüber einer linearen AdW-Anlage. Stichwort Radien und Nutzlänge der Gleise.
Habe heute morgen nochmal durch das ADJ 20 geblättert und bin im Artikel über Pfarrweisach an einigen Punkten hängengeblieben. Erstmal muss ich sagen, dass mir die Konzeption von Pfarrweisach als überschaubarer Bahnhof mit Überholmöglichkeit und zwei Anschließern/Verladestellen sehr gut gefällt, wenn man Betrieb vor MORA C nachbildet (danach wird es leider langweilig beim Betrieb). Das sind Bahnhöfe, wie man sie aus dem Modulbereich gut kennt und die sich gut nutzen lassen. Positiv aufgefallen ist mir auch, dass dort Gleis 1 (und wahrscheinlich auch das Überholgleis) eine für mich betrieblich angemessene Nutzlänge haben. Für Gleis 1 sind dort 166 Meter angegeben.
Für mich ist bei der Anlage das Lob im Form und in der ADJ für Konzeption und Gestaltung vollkommen bereichtigt, die ist da vorbildhaft.
Was ich nicht zusammenbekomme, ist ein Widerspruch, den aber vielleicht nur ich so sehe.
Einerseits wird bei MAPUD/ADJ sehr kritisch auf jede Nichteinhaltung bestimmter interner Grundsätze wie PAN, Eingrifftiefe, Umsetzmöglichkeiten etc. hingewiesen und intensiv nach Abänderungsmöglichkeiten gesucht.
Andererseits wird manchmal nicht angesprochen, wenn gebaute Anlagen Miniradien und sehr kurze Gleise aufweisen, die vorbildgerechten Betrieb zumindest meiner Meinung nach eigentlich unmöglich machen.
Wer kann mir diesen Widerspruch erklären, warum einige Dinge von Einigen gemacht werden dürfen und andere Konzepte zerrissen werden können?
Ich würde sogar verstehen, wenn professionelle Anlagenbauer einen Kundenauftrag bekommen, wo ein ICE durch 50 cm Radien rappeln soll und der Zug doppelt so lang ist wie das Bahnsteiggleis, dass man den Auftrag dann (innerlich zähneknirschend) ausführt. Job ist Job. Aber das Ergebnis dann nach außen hin für toll verkaufen, neee, das könnte ich in so einem Fall nicht. Im eigenen beruflichen Alltag habe ich in ähnlichen Situationen dafür gesorgt, dass mein Name weder unter einem ensprechenden Schriftstück stand, noch mit dem Projekt in Zusammenhang gebracht wurde.
Schönes WE wünscht
Rolf
#22 RE: Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
#23 RE: Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
Moin!
Kompakt heißt implizit auch klein, oder? Damit wäre die RSB eigentlich raus. Es sei denn man hat (z.B.) einen großen Kellerraum für Hobbies. Mal steht da mittig eine Tischtennisplatte, mal die Rudermaschinem, das Schlagzeug, ... oder eben die Moba-Anlage.
Vielleicht wäre monolithisch vs. modular für die Unterscheidung der Bauformen treffender. Für mich ist die Klapp n Roll von Ivo Cordes die Grenze des Händelbaren. Das ist eine H0-Anlage 180x110cm. Die Frage wäre also, was kann ich in welchem Maßstab darauf sinnvoll machen. In H0 hat Ivo das maximal mögiiche vermutlich vorgegeben. Es dürfte klar sein, dass die zweigleisige Hauptbahn auch in Z kaum passen dürfte.
Kompromisse bei Gleisradien, Zuglängen, etc. werden sich kaum vermeiden lassen und wären für mich kein Killerargument.
Viele Grüße,
Johann
#24 RE: Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
Zitat von JBS im Beitrag #23
Kompakt heißt implizit auch klein, oder?
Irrtum euer Ehren (s.u.a wortbedeutung.info) ,kompakt ist das Gegenteil von gestreckt*, L- oder U-förmig oder sonstwie zerfranst. Hat mit der Größe nichts zu tun. Von Kompaktheit reden die Astronomen auch bei der Massierung von Sternen, da geht es um etwas mehr als 2,44m. "Monolithisch" hingegen kann man als direkt synonym mit kompakt ansehen.
Mir erschließt sich der Sinn dieser ganzen Diskussion nicht. Was wollt ihr Gutes erreichen und Schlimmes verhindern?** Vielleicht könnt ihr eure Messlatte mal an meinen Liebling Karl Gebele anlegen, wo die Anlagen in seinem ersten Kompaktanlagenbuch bis 3,0x1,35m gingen und in seinem neuen demnächst erscheinenden lt. Angabe bei Thalia:
"... werden zwölf Anlagen mit einem Platzbedarf zwischen einem und zehn Quadratmeter vorgestellt."
Ich gebe zu, dass mich die Diskussion anfängt zu ärgern. Ich habe bessere Verwendung für meine Zeit, als hier zu argumentieren.
Meines Erachtens kann nur der einzelne Modellbahner selber ermessen und entscheiden, ob eine bestimmte Anlagengröße für ihn, für seine Wünsche und seine Wohnverhältnisse passt oder nicht. Da braucht er sich von niemanden vorrechnen zu lassen, dass es nicht geht.
Gruß
Otto
*Habe ich im Trailer des Grünen Buches mit Dominosteinen erläutert.
** Das ist keine rhetorische Frage. Die möchte ich beantwortet haben.
PS:
Aus dem Stummi-Forum:
Da schreibt "diebo"
Zitat
Ich kann leider nicht auf eine beständige Wohnung und einen schönen Kellerraum zurückgereifen, die Anlage steht vor meiner Wohnungstür in einem nur von mir genutzten Flur und muß transportabel sein.
Da steht auch ein Link zu seiner Planung. Die Anlage ist 1,10x2,20m groß, also zwei Raspelstriche kleiner als die RSB.
(
gelöscht
)
#25 RE: Gedanken zur Mobilität von Kompaktanlagen am Beispiel der Rotsteinbahn
(
gelöscht
)
Zitat von OOK im Beitrag #24
Mir erschließt sich der Sinn dieser ganzen Diskussion nicht. Was wollt ihr Gutes erreichen und Schlimmes verhindern?** Vielleicht könnt ihr eure Messlatte mal an meinen Liebling Karl Gebele anlegen,
Lieber OOK, Thema des Thread war ursprünglich nicht das Gesammelte in dem Buch von Karl Gebele, sondern die Diskussion startete damit, dass hier kritisch hinterfragt wurde, ob man eine Anlage in den von dir genannten Ausmaßen noch vernünftig transportiert bekommt und sich dahin ausweitetet, ob und warum mitten im Raum stehende Anlagen nun plötzlich doch besser sein sollern als Anlagen an der Wand entlang.
Ich würde meine Zeit auch nicht damit veschwenden wollen, über die Gleispläne, die in meiner Jugend (70er Jahre) in Broschüren und Zeitschriften veröffentlicht wurden, ernsthaft zu diskutieren, ob die nicht etwas tolles waren. So werde ich auch mir das Buch von Herrn Gebele sparen.
Ich bin völlig bei dir, dass sich bei den meisten "Kompaktanlagen" einem Modellbahner der Magen umdreht, schon wegen der Stichworte "Spagettischüssel voller Gleise "und angepriesener "Rangiermöglichkeiten" aufgrund eines einzigen, inhaltlich beliebigen Stichgleises.
Und ich betone auch gerne nochmal, dass ich von dir viel aus deinen ganzen Aufsätzen gelernt habe an sinnvollen Ansichten und ich persönlich dir dafür dankbar bin.
Aber ich finde schon, dass man auch Ansichten von Leuten kritisch lesen und hinterfragen darf, wenn man sie schätzt. Nur deshalb habe ich mich getraut, den Meinungswechsel des OOK kritisch zu hinterfragen.
Ich hoffe, dass die Diskussion um Vor- und Nachteile verschiedener Anlagengrundformen nun HIER beendet ist und in dem neuen Thread bei Bedarf weitergeht. Da können wir dann gerne über benötigte Aufbauflächen, Wegefläche, Aufbewahrungsflächen und über Zusammenhänge mit der Raumform und dem Anlagenthema diskutieren.
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