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Vorüberlegungen
Guten Tag!
Nach Lektüre des blauen Buches habe ich nun das grüne Buch begonnen und festgestellt, daß ich einen Platz von etwa 4 x 8 foot, also 1,22 x 2,44 m ohne Schräge und sonstige Störeinbauten organisieren kann. Eine mir genehme Betriebshöhe (irgendwas zwischen 1,10 und 1,40 m Höhe SOK) geht.
Diese Anlage soll eine Vor-Anlage werden. Damit meine ich eine zum Wiederreinkommen, bevor ich an anderem Standort den Raum mit 3,95 x 3,95 m mit einer anderen Anlage (und etwas abweichenden Themen) nutze. Ich habe einige Dekaden nichts mit Gleisen gemacht, daher "zum Wiederreinkommen".
Zeit: Etwa grob 1980 - 1990.
Region: NRW, inspiriert durch das, was ich in dieser Zeit im Bereich um Ratingen und Düsseldorf gesehen habe. Kein präziser Nachbau (sonst bräuchte ich Hallen, Millionen und noch 100+ Jahre extra). Nur glaubhafte Andeutungen.
Außerdem: Diesel, H0, nur Güterverkehr, Straßenverkehr soll (statisch, nicht mit Motorsystemen) sinnvoll integriert sein.
Mitspieler: Meist nur ich
Das habe ich vor:
- Eisenhändler mit 1 bis 2 Gleisen, der ab und zu ein paar Wägelchen mit Material bekommt und auch Kunden mal einen Waggon mit Ware schickt
- ein Schrotthändler, der Lieferungen bekommt und verschickt (mit eigener Köf)
- eine Gerüstbaufirma, die via Anschlußgleis Rohre und andere Eisenteile bekommt
zusätzlicher Wunsch (evtl. später):
- eine Chemiefabrik, die allerlei gasförmige, flüssige und krümelige Produkte fertigt. Hier dürfte die Dampfspeicherlok (ja, ist eine undieselige Ausnahme) die Tankwagen auf dem Gelände bewegen.
Die Chemiefabrik könnte sogar als separates temporäres Modul während des Spiels zusätzlich angeschlossen werden.
Problem:
- ein sinnvoller Betrieb ist möglich vom Eisenhändler und vom Gerüstbauer zum Schrotthändler und außerdem vom Eisenhändler zum Gerüstbauer. Soweit so gut.
Aber ist sinnvoller und erfüllender Betrieb mit sowenig Betrieben möglich? Oder empfiehlt es sich einen SchaFY als zusätzlichen Ort mit einzubauen, der in seiner gedachten Stadt einen Hochofen oder so etwas hat? Der vielleicht auch chemikalienverarbeitende Industrie besitzt? Ich finde auch Rangierbahnhöfe schön, wo eingehende Züge zerlegt und die Waggons neu kombiniert werden. Aber wohin damit?
Wenn ich hierzu ein paar Gedanken von euch bekommen könnte, würde mir das gedanklich sicher helfen!
Grüße zum Sonntag
Veit
#2 RE: Vorüberlegungen
Hallo Veit,
Bei deinen Wünschen und dem Platz würde ich mich auf die Chemiefabrik oder ein Stahlwerk beschränken und die Strecke zwischen den Industriebauten in einen Schafy abtauchen lassen. So können Züge zerlegt und neu gebildet werden und auch wieder verschwinden. Eine Strecke gibt es dann zwar nicht, aber viel zu tun…
Meint
Thomas
#3 RE: Vorüberlegungen
Hallo Veit,
bei den Prämissen wurde ich direkt hellhörig und habe Dir und den anderen in Bergische_Bahn_Besonderheiten mal etwas aus dem Jahre 1931 eingestellt.
Wie ich dort schrieb, war aber auch in Deiner gewünschten Zeit zwischen 1980 und 1990 dort noch einiges los.
An Lokbaureihen waren es vornehmlich die V90, einige V60-Leistungen und natürlich in der Zuführung auch mal eine V100 oder etwas aus dem Pott wie die V160-Gruppe. Mit ein wenig mehr Zeit zuhause würde ich vielleicht auch Nachweise für Köf II und III beibringen können (Quatsch, schon da! Siehe im verlinkten Bergischen Faden die Bw Wt-Liste, V90 waren häufig die 344 und ein paar andere, plus V200.1 für den Programmverkehr zum Kraftwerk Lausward), aber da würde ich generell auf andere verweisen, da ich dort recht eingespannt bin und noch einige Baustellen offen habe.
Jedenfalls denke ich, dass Du dort den ein oder anderen Punkt für Dich entdecken und adapieren könntest, zumal der große Gleisplan auch Details bietet.
Beste Grüße aus dem Schaumburger Land
Michael![]()
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Himmelsakramentheiliges Kanonenrohr!, ich wusst es ja schon lange, dass die Bahn früher wichtiger war als heute. Aber dieser Anschließerplan übertrifft alles, was ich mir je hätte ausmalen können. Man versuche sich mal vorzutellen, wie da jeden Morgen mindestens die Hälfte dieser Anschlüsse zu bedienen war. Was für eine Logistik erforderte das.
Allerdings, lieber Michael, wieso du ausgerechnet dieses Ungeheur dem Veit für seine 4'x8' Vorausanlage vor die Nase hältst, erschließt sich mir nicht. Da hast du doch sicher noch was Passenderes im Portefeuille, oder?
Gruß
Otto
#5 RE: Vorüberlegungen
Hallo Otto,
bei "rangieren in Düsseldorf" fiel mir einfach sofort "der Grafenberg" ein und da ich jetzt nicht die ganzen 4x8´ vollplanen möchte, ist das nur als Appetitanreger zu verstehen. Das Ganze ist weder "meine Zeit noch exakte Gegend", da dürfen sich gerne andere daran austoben und ich gebe nur Hinweise.
Wie zum Beispiel:
https://maps.duesseldorf.de/?Zoom=7&Cent...arte=luftbilder
denn dort kann man in den verschiedensten Jahrgängen insbesondere zur gesuchten Zeit fündig werden und nach herzenslust selktiv komprimieren 


Beste Grüße aus dem Schaumburger Land
Michael
P.S.: Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, war im Kraftwerk Lausward auch eine "Blase" im Betrieb. Zu Näherem bitte mal im DSO-Hifo bei Joachim Leitsch nachfragen.
#6 RE: Vorüberlegungen
Hallo zusammen.
Ja, da gäbe es ein etwas kompakteres Industriegebiet, nämlich Möbeck in Wuppertal.
Mal grob geschätzt könnte man das in H0 auf der besagten Fläche unterbringen könnte, wenn selektiv komprimiert würde.
Ich glaube das Michael hierzu auch einen Plan mit allen Gleisen und Weichen hat.
Das ganze Gewerbegebiet liegt im Hang und die Strecke führt im Bogen sowie Spitzkehren nach unten.
Hier eine einfache Karte:![]()
Vielleicht wäre das ja was....
Grüße, Georg
#7 RE: Vorüberlegungen
Hallo Veit,
zu den in deinen Ausgangsüberlegungen genannten Anschließern ein paar Gedanken.
Eisenhändler, Schrotthändler und Gerüstbauer sind schon mal gut. Der Eisenhändler kann auch durchaus 4-5 Wagen an jedem Tag bekommen und je nach Lieferspektrum ganz verschiedene Wagengattungen.
Aber:
Zitat von Vekobahn im Beitrag #1
- ein sinnvoller Betrieb ist möglich vom Eisenhändler und vom Gerüstbauer zum Schrotthändler und außerdem vom Eisenhändler zum Gerüstbauer.
Das erschiene mir in Epoche 4 sehr unplausibel. Natürlich hat der Eisenhändler mal etwas "Verschnitt", aber - wenn die Anschließer am gleichen Ort sind und nur wenige 100m auseinander liegen - werden da keine Eisenbahnwagen zwischen den Anschlüssen verkehren. Da holt der Schrotti einmal pro Woche einen Lkw ab, mehr nicht. Für Verkehre zwischen Gerüstbauer und Schrotti gilt das sinngemäß.
Zitat von Vekobahn im Beitrag #1
Aber ist sinnvoller und erfüllender Betrieb mit sowenig Betrieben möglich? Oder empfiehlt es sich einen SchaFY als zusätzlichen Ort mit einzubauen, der in seiner gedachten Stadt einen Hochofen oder so etwas hat?
Überhaupt sind Wagenströme zwischen so dicht beieinander liegenden, kleinen Anschließern in der Epoche 1980-1990 sehr unwahrscheinlich. Für Massengut (Kohle von der Zeche zum Kraftwerk, Chemievorprodukte von einem Chemiewerk zum anderen o. ä.) ist das denkbar und gerade im Ruhrgebiet nicht ungewöhnlich, aber bei den von dir beschriebenen Verhältnissen sollte es der Normalfall sein dass Wagen zwischen Fiddle Yard und Anschließern verkehren.
Viele Grüße,
Sebastian
Hallo Zusammen!
Herzlichen Dank für Eure Denkhilfe!
Und dazu noch die herrlichen alten und neuen Karten!!! Ich wußte gar nicht, daß dort wo heute die 712 (Straßenbahn der Rheinbahn, ganz heute U72) fährt, früher mal eine tolle Anschließer-Eisenbahn-Strecke gewesen ist! Wunderbar! Und auf der "neueren" Karte dann sogar "unsere" Mannesmann-Röhrenwerke, auf die ich schweren Herzens bei der Größe und den viel zu engen Radien verzichtet habe, obwohl ich einige von den Röwa/Roco Röhren-Rungenwagen, teils sogar mit "Mannesmann"-Beschriftung, wie ich es noch kenne, angesammelt habe...
Fazit das Tages: SchaFY ist nötig, der Verkehr zwischen den Betrieben mit der Bahn ist in meiner Zeit nicht zu realistisch, dafür gibt es Lkw (oder vielleicht eine Distanz generierende Trennkulisse analog zum bewaldeten Höhenzug der Briloner Waldbahn).
Jetzt lasse ich meine Überlegungen einmal reifen und bringe sie demnächst zu Papier.
Grüße von Veit
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