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Viele Tunnel in einem Berg
#1 Viele Tunnel in einem Berg
https://www.spanishrailway.com/ferrocarr...anos-de-bilbao/
Hallo zusammen,
für diesen Beitrag habe ich nicht die ideale Kategorie gefunden, aber ich denke, hier passt es:
Wir alle kennen das Problem, dass auf einer Modellbahn mehrere Tunnel in einen Berg münden. Dann hadern wir, ob das vorbildgerecht ist. Bei der Recherche zu Vorortsbahnen in Bilbao stieß ich auf das Bild mit den drei Tunneln in einem Berg (siehe Link etwas nach unten scrollen). Hier begegnen sich drei Bahnen in zwei Spurweiten. Was will man mehr?
Gruß
Thomas
Der Bergen Hill in Jersey City ist auch mehrfach durchbohrt. Wie man solche Situationen aber glaubhaft für die Modellbahn nützt ... 
H.M.
Ich biete 2x2 Tunneleinfahrten, es handelt sich aber bei beiden Plätzen um die gleiche "Stelle":![]()
Ein Mitglied dieses Forums ist aus Gründen seiner Herkunft prädestiniert, Genaueres zu diesen Tunneln zu sagen. Warten wirs ab.
Morgengruß
Otto
#4 RE: Viele Tunnel in einem Berg
Schuur ihr Jonge,
mangels sofort verfügbarer eigener digitaler Bilder einige Links:
https://www.wp.de/staedte/siegerland/art...-giersberg.html
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/72715.jpg
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/72714.jpg
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/34360.jpg
Wir sehen das Doppelportal auf der Seite von Siegen-Ost. Die (höher liegende) zweigleisige Strecke führt von Siegen-Ost nach Siegen Weidenau, das rechtsgelegene tiefere Portai des "Eingelisigen Giersbergtunnels" führt die Strecke von Siegen-Ost nach Siegen Hbf (mit dem Zusatz "Hbf" tu' ich mich immer noch schwer...).
Die andere Seite (also aus den Richtungen Siegen / Weidenau ist fotografisch nahezu nicht umsetzbar (private Grundstücke etc.).
Das einzige mir bekannte Foto mit BEIDEN Portalen auf der Siegener Seite:
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/75819.jpg
Beide Tunnel entstanden bis 1915 im Zug des Baus einer direkten Verbindung von Siegen/Weidenau nach Haiger, wo die "Neubaustrecke" in die "alte" Köln-Giessener Eisenbahn von 1861/1862 einmündet.
Insbesondere aus/in Richtung Hagen war die neue Strecke eine echte betriebliche Erleichterung, ersparte sie doch den Umweg über Betzdorf mit Fahrtrichtungswechsel dortselbst.
Auch die neue Strecke über die (oder besser mittels des Rudersdorfer Tunnels unter der) "Kalteiche" war betrieblich anspruchsvoll, aber weniger herausfordernd als der "alte" Weg durch's Hellertal über Würgendorf (Wasserscheide) und den "Hickengrund".
#5 Aus dem Bergischen hätte ich da auch noch was
Schuur ihr Jonge,
weil es gerade so schön passt "wildere" ich mal in Michaels Revier.
Der Rauenthaler Tunnel:
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/17302.jpg
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/29478.jpg
Wow Hartmut, was für eine reiche Ernte!
Das ist ja eine formidable Inspiration für die Geländegestaltung auf Anlagen.
Danke auch an Thomas (Bonsaibahner) für das Lostreten dieses Threads mit seinem Bilbao-Bild.
Gruß
Otto
#7 RE: Viele Tunnel in einem Berg
Godmorgen fra Danmark, ved kysten i Blåvand,
im immerhin, außer den Meerestunnellls scheinbar tunnellosen Land zwischen den Küsten.
Ich müsste mal nachsehen, wenn der Urlaubsstress es zulässt, ob ich nicht Tunnelbilder aus Siegen mit einbringen kann.
Zumindest die Partie aus Siegen Ost müsste ich mal in den letzten Jahren mal abgelichtet haben.
Von der Rauenthaler Tunnelorgie habe ich auch noch etwas herumliegen, zumal die ganze Ecke nebst doppelter Gleisdreiecke und anderer Überquerungen einiges zu bieten hat.
Die Strecke zwischen Barmen Rittershausen, Langerfeld und Oberbarmen Rheinisch, war mal in der Auswahl für eine Haltestelle in Null, zwischen Langerfeld und Wichlinghausen.
Jetzt geht's erstmal das Wetter zu genießen, solange es noch nicht regnet.
Med venlig hilsen fra Blåvand
Michael
#8 Auch Stuttgart...
...ist mit im Rennen.
Schuur ihr Jonge,
https://fgut.wordpress.com/wp-content/up...1.jpg?w=2500&h=
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/34147.jpg
Das erinnert mich an die frühere Serie "It ain't prototype" im Model Railroader, wo das Vorbild zeigte, wie man es nicht macht. Gerade die Rauentaler Tunnel hat ein völlig untalentierter Modellbahner gebaut, einschließlich der gänzlich unrealistischen Felsen. Und dann noch das Fallerhäuschen direkt da drüber!
Was man da im Baskenland zusammen gebohrt hat, würden die Briten als "rabbit warren" bezeichnen. Also bloß nicht nachmachen
#10 Rauenthaler Geschichten
Hej fra Danmark,
gestern Abend am Strand war mir zu Rauenthal noch eingefallen, dass Rolf Knipper sich schon ausgiebig ausgetobt hat. Das war in MIBA-Speizial 41-Perfekte Anlagenplanung (S.11-15), insofern brauche ich da mal garnicht so aufwendig tätig werden.![]()
So sehr dieser Betriebsbahnhof, auch durch seine Gleisanschlüsse reizt, ist er doch schwierig umzusetzen.
Unter anderem, weil die Anschlussgleise "hinten" liegen, der Viadukt womöglich in eine 180°-Kurve gelegt werden müsste und dann auch der zweite Enka-Anschluß irgendwie schwer zu handhaben wäre.
Selbst in H0 wird das schwierig.
Vom betrieblichen mal abgesehen, wäre außer der Anschlußbedienung nur "durchlaufender", wenn auch je nach Zeitenwahl, höchst interessanter Betrieb möglich. Zugbildung ist auf den maximal fünf Gleisen nicht wirklich fällig gewesen.
Ein paar Anekdoten fallen mir stets zu diesem Bahnhof-(steil) ein.
Die letzten beiden auch "eher inoffiziellen" Fahrten durch den bereits stillgelegten und mit Schwellenkreuzen gesicherten "Langerfelder Tunnel", erfolgten durch einen 120t-Sechsachser, irgend so ein Samms, welcher der Schwerkraft folgend von Schwelm aus, dem Rangierspiel entfleuchend, durch Langerfeld in den Tunnel geleitet wurde und die Schwellen mit Zündhölzern verwechselnd, seinen Weg nach Ronsdorf startete. Die Funk-V60 eilte bereits hinterdrein und erreichte in hohem Tempo Rauenthal, um dann in der Steigung nach Ronsdorf versuchsweise die Richtung zu wechseln, damit der voraussichtlich zurückkehrende Samms, sachte aufgefangen werden konnte.
Dummerweise FUNK_tionierte die Wendeschaltung der V60 nicht ganz so astrein und niemand hatte dem armen Samms Bescheid gegeben noch ein wenig zu verweilen, sodass dieser die V60 erreichte, noch bevor sie die Fahrt bergab beginnen konnte und die Wiedervereinigung recht ruppig endete.
Ein hochsommerlicher Az-Nachtdienst in Oberbarmen hat mich Ende der Neunziger, fast in der bergan führenden Röhre mit meiner V100 stranden lassen. Zugegebenermaßen war die Grenzlast von 380t mit den "paar" (ca.10) Fakks 127 auch für den Rangiergang "leicht" überschritten. Auch das Anlaufnehmen im Oberbarmener Auszieh-Gl. 61 hatte den Schwung nur so gerade eben bis an das Ende der Tunnelröhre reichen lassen, denn die vermutete kältere Luft im Tunnel, welche sich die glücklicherweise vorwärts laufende Lok begierig durch die weit geöffneten Nüstern einsog, war nicht so kühl wie gehofft. Hundert Meter mehr und als erstes hätte die Getrieböltemperatur mit allen notwendigen Konsequenzen den Anschlag überschritten.
Ein leider im Dunkel der "Bild"-Geschichte liegender Zug, war die montägliche Übergabe 67031 um 5:10Uhr von Oberbarmen nach Ronsdorf, welche Rauenthal brüllend durchquerte. Waren da nämlich mehr als 935t im Zug, reichte die Doppeltraktion V100 als Vorspann vor der V60 als Zuglok nicht aus und die Lok1 Oberbarmen, ebenfalls eine V60, musste noch als Schiebelok bis Ronsdorf nachhelfen. Und wehe es war Herbst und irgendjemand hat nicht aufgepasst . . .
Farvel fra Danmark
Michael
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