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Wie bringt man eine Küstenbahn unter die Erde?
Moin,
es geht mir um die Zufahrt zum Schatten Fiddle-Yard, wenn man eine Bahn im Flachland hinter der Küste darstellen will. Ich wollte das zuerst als norddeutsche Bahn bezeichnen, aber für manche beginnt Norddeutschland schon nördlich des Mains und am Ende versteht jeder etwas anders darunter. Die Landschaft ist also sehr flach, wie beispielsweise zwischen Holland und Hamburg. Es soll auch keine Inselbahn sein, wo man wohl eher mit einem Fähranleger fiddelt, anstatt unter die Anlagenebene zu fahren.
Ich wollte mal Meinungen dazu abholen ohne das an einer konkreten Planung festzumachen, aber ein paar Eckwerte willl ich dann doch mitteilen, damit es auch zu einem für mich brauchbaren Ergebnis kommt. Es geht um eine TT Anlage in U Form an der Wand entlang mit einem ungestalteten Klappteil an der offenen Seite wo die Tür ist. Also am Ende dann eine O Form, aber nicht als Ringstrecke, sondern eine Spirale. Der Raum hat ca. 2m x 4m, die Anlagentiefe soll weitgehend 60 cm sein und der Mindestradius im (etwas verdeckt hinter Gebäuden) sichtbaren Bereich 50 cm. Die Anlage soll auf Segmentkästen gebaut werden und auf einem Holzrahmen als Träger aufliegen. Wenn ich Lichtraumprofil (5 cm), Rahmenhöhe (5 cm) und Trägerdicke (5 cm) addiere, komme ich auf ca. 15 cm Höhendifferenz, die mindestens überwunden werden soll.
Im beschriebenen Umfeld verbieten sich meiner Meinung nach Tunnel, und Steigungen sollten sich im Bereich 0 - 10 ‰ bewegen. Ich habe auch den Beitrag bzgl. steiler Hafenzufahrten gesehen, aber die Bahn sollte ja eher nach der Ausfahrt aus dem Hafen in den Fiddle Yard fahren und nicht umgekehrt. Und weil der Hafen wohl immer niedriger als die restliche Anlage liegen wird, überzeugt mich das nicht so richtig. Man kann natürlich hinter einer Fabrik oder Häuserreihe getarnt abtauchen, aber das braucht eine lange Strecke, wo dann nichts im Vordergrund zu sehen ist. Abgesehen davon kommt man nicht ausreichend weit runter, weil schon bei 30 ‰ 5 m durchgehendes Gefälle notwendig wäre. Ich würde sinnvollerweise auf die langen Seiten je einen Bahnhof planen, aber die liegen ja in der Waagrechten und verlängern die Strecke entsprechend. Für eine Bahn im Flachland scheint mir ein derart großes Gefälle prinzipiell zu viel zu sein.
Ich befürchte bei Flachlandanlagen kann man keine Spirale bauen und muß wohl auf einen Schatten Fiddle-Yard verzichten. Ein offener Fiddle-Yard hat ja auch seine Anhänger, aber der würde dann ja auf einer langen Seite direkt hinter der Bahnhofsausfahrt liegen und richtig viel Platz kosten. Rechnet man mal mit 60 cm für den Bogen, 150 cm für den Bahnhof und 120 cm für den Fiddle Yard, bleiben nur 70 cm für die Strecke vor und hinter dem Bahnhof. Wäre aber immerhin machbar.
Zwei andere Ideen habe ich noch: Wenn ein Bahnhof eine Spitzkehre ist, könnte man nach der Ausfahrt hinter die Hintergrundkulisse in die Abwärtsspirale fahren und hätte genug Länge. Aber wenn da mal was entgleist, kommt man nicht ran. Andererseits kann man natürlich auch sagen, was soll auf einer gerade Strecke mit moderater Steigung schon passieren und der Notfall wird wahrscheinlich nie eintreten.
Eine weitere Lösung wäre ein leichtes Gefälle, damit die zweite lange Seite niedriger (ca. 2-3 cm) als die andere liegt. Dann könnte man auf auf dem Klappteil nochmal so viel runter fahren und wenn der Segmentrahmen auf der gegenüberliegenden Seite ein Loch hätte, durch das man in den Kasten hineinfahren kann, könnte der weitere Abstieg im Segment erfolgen. Man müßte dann aber die Weichensteuerungen im Auge behalten, damit die nicht in Weg liegen.
Gruß,
Andreas
Hi Andreas,
Kennst Du das Buch MiniMax Anlagen (<hier ganz="" zärtlich="" klicken=""></hier>) von unserem verehrten Forumsmitglied Herbert Fackeldey?
Dort sind einige Ideen für Anlagen im deutschen Flachland mit Blick auf die Nordsee wie man den Übergang "Anlage-Fiedelmeter" tarnen kann. Spirale halte ich für eine eher ungünstige Idee. Durch die Kulisse und den Durchgang den Blicken mit Bäumen, Bauten oder Brücken tarnen und gut ist.
Moin Andreas,
deine letzten beiden Ideen halte ich schon für die Sinnvollsten.
Spitzkehren kann es ja durchaus auch an der Küste geben, siehe Tönning und Heiligenhafen.
Und eine Aussparung in die Unterkonstruktion zu machen, um Höhe zu sparen, sollte kein No-Go sein, das sollte jede Rahmenkonstruktion verkraften...
Gruss,
Alex
#4 RE: Wie bringt man eine Küstenbahn unter die Erde?
Schuur Andreas,
schuur ihr Jonge,
interpretiere ich Deine Ausführungen dahingehend richtig, das wir uns im "platten Land", aber deutlich von der Küste entfernt befinden? Und auch ein Fluß- oder Kanalhafen mit Eindeichung nicht dargestellt werden soll?
Dann wird es in der Tat eine Herausforderung, Streckenabgänge glaubhaft zu kaschieren.
Wenn Du meine beiden Fragen beantworten würdest, könnten wir uns hier mit dem Thema konkreter auseinander setzen.
#6 RE: Wie bringt man eine Küstenbahn unter die Erde?
Moin,
Gelegenheiten, um die Bahn ohne sichtbare Steigungen im Off verschwinden zu lassen gibt es genug. Der Klassiker Deichschart, ein Stadttor, eine Autobahn oder massive Umgehungsstraße auf einem Damm, welche die Bahn überbrückt… und danach mit Lift oder Wendel ab in den Untergrund. Gerade bei TT sollte der nicht zu groß sein.
Grüße
Jörn
Bahngeschichte, gefakte Bilder und Quellenschnipsel im Netz verstreuen, 2 Jahre warten.
Ist dann über die eigene Bahn ein Wiki-Artikel und ein Kenningbuch erschienen ist die eigene Konzeption wasserdicht und man kann mit dem Gleisplan weitermachen.
Bei mir ist die Zufahrt zum Schattenbahnhof der Wanddurchbruch zum Nachbarzimmer direkt am Breyeller Bahnhof. Der Wanddurchbruch ist von vorne durch ein Haus und Bäume getarnt. Meines Erachtens ist eine derartig getarnte Kulissendurchfahrt ausreichend.
Gruß von Ruhr und Nette
Hans
mein Video-Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCzNi2p1SkNYVxc1_1mJJhhA
schwellenbock
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gelöscht
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#8 RE: Wie bringt man eine Küstenbahn unter die Erde?
schwellenbock
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gelöscht
)
Moin,
zunächst einmal Danke für das rege Interesse und die vielen Antworten. Ich melde mich erst heute wieder, da ich im Urlaub war und sich im Büro und zuhause einiges angestaut hat...
Die Frage nach dem Raum kann ich verstehen und es gibt auch bereits eine Zeichnung (siehe Stichstrecke am Annenmoor in Epoche II, Raumskizze). Allerdings habe ich versucht das etwas allgemeiner zu formulieren, sonst hätte ich den Beitrag besser in der Kategorie 'II.7. Mitglieder stellen eigene Entwürfe zur Diskussion' geschrieben. Nachdem nun alle wissen, daß ich schon länger daran herum überlege, ist vielleicht auch die geografische Lage etwas klarer. Es ist nicht direkt am Meer, sondern ein paar Kilometer hinter dem Deich.
Was halten denn die mit mehr praktischer Erfahrung vom Abstieg hinter der Kulisse und dem damit verbundenen Risiko? In diesem Zusammenhang sage ich noch etwas zu meiner Idee für die Kulisse. Ich mag die Trennstellen von mehreren nebeneinander geklebten Hintergründen auf Papier nicht so - das stört mich auf Ausstellungen immer wieder. Aber man kann ja heute sehr lange Ausdrucke bekommen, die man auf ein langes Stahlblech (ca. 0,5 mm) kleben kann, was man mit Neodymmagneten hält. Das könnte man dann beliebig oft abnehmen, aber eine Freude ist das trotzdem nicht.
Mein Favorit ist der Durchbruch im Segmentkasten, aber das habe ich noch nie irgendwo gesehen. Kennt das jemand?
Gruß,
Andreas
Hallo Andreas,
Ist zwar in "N" aber...
Schau mal hier...
So sah das im Rohbau aus, die ZAK wird durch die Öffnung in der Kulisse geschoben:![]()
Jetzt steht vor der Öffnung ein Gebäude:![]()
Den ganzen Tröt findest Du hier: Marietta & Blountsville Railroad
schwellenbock
(
gelöscht
)
#10 RE: Wie bringt man eine Küstenbahn unter die Erde?
schwellenbock
(
gelöscht
)
Hallo Klaus,
so ein offener Fiddle Yard macht die Sache natürlich deutlich einfacher beim Bau und beim Betrieb. Aber es strebt sich in mir noch alles dagegen so viel Platz dafür zu 'opfern'. Vielleicht bin ich irgendwann dafür bereit, nur derzeit wäre mir ein Fiddle Yard im Untergrund noch lieber. Trotzdem Danke für das anschauliche Beispiel.
Gruß,
Andreas
Hallo Andreas,
Letztlich ist es doch egal, ob der Fiddelyard halb auf der Anlage ist oder aber daneben, oder darunter. Es ging ja nur darum aufzuzeigen, daß ein "Loch" im Hintergrund gut zu kaschieren ist.
Ich bin mir aber nicht sicher wie viel Platz ein Wendel in den Untergrund braucht.
Der Raum bietet sich für eine U-förmige Anlage an, wobei an der Tür das offene Ende der Anlage wäre. Auf der einen Seite fände ein Hafenbahnhof Platz und auf der anderen ein traverser (Zugschublade) mit der Länge des längsten Zuges sowie am Ende einem Gleis (oder mehreren) mit der Länge der längsten Lokomotive. Damit geht zwar Streckenlänge verloren, aber nicht so viel, wie man meinen sollte, denn eine Wendel würde ja auch Platz beanspruchen, und wegen des flachen Geländes müßte das Gleis schon vor der ersten Umdrehung im Untergrund verschwinde, da eine Gefällestrecke hier einigermaßen unmotiviert wirkt.
Bei einer Wendel (für die sowieso kein Platz wäre) muß man noch bedenken, daß außer der Höhe der Fahrzeuge noch die des Unterbaus (nicht zu dünn, ich weiß, wovon ich rede) und des Gleises sowie der Modellbahnerfinger zu berücksichtigen wäre. Für TT sollte man um die 8 cm veranschlagen, was bei einem Radius von 50 cm 26 Promille Steigung ergäbe, wobei obendrein ch der Kurvenwiderstand zu beachten ist. Kleine Lokomotiven können hier buchstäblich ins Schleudern geraten.
Herbert
#13 RE: Wie bringt man eine Küstenbahn unter die Erde?
Hallo zusammen,
Herbert hat es schon angesprochen, eine Wendel darf nicht zu eng sein, Durchmesser ist nicht gleich Radius und am Ende benötige ich auch noch eine Eingriffsmöglichkeit zur Zugbildung, was voraussetzt, dass ein Wendel letztlich mehr Umdrehungen braucht als ein Bier.
Ein Zug ist dann mehr im Keller unterwegs als auf der Anlage.
Für eine Betriebsbahn keine wirklich elegante Lösung. (Außer man will Fahrzeit schinden.)
Als klassischer Abstellbahnhof bzw. Schattenbahnhof benötigt man weniger Undrehungen. Da funktioniert das Prinzip ganz gut.
Als Fiddle Yard ist es - in meinen Augen - die schlechteste Lösung.
Ein Fiddle Yard solle gut zugänglich sein.
Gruß
Joachim
Moin zusammen,
Es gibt auch noch andere Konzepte für einen "verdeckten Abstellbahnhof", die keinen Fahrt in den Untergrund erfordern. Alles kann auch in einer Ebene liegen und muß die Fahrstrecke nicht unnötig verkürzen, wenn z.B. der Schattenbahnhof hinter der Kulisse liegt. Da wird dann kein Fiddeln mehr möglich sein, je nach erforderlichem Betrieb lassen sich aber auch die benötigten Zuggarnituren vor Betriebsbeginn auf der Anlage vorkonfektionieren und dann in den Schattenbahnhof rangieren.
Oder aber es können auch ZAKs vor der Anlage verwendet werden, die nach der Ausfahrt des Zugs sofort unter der Anlage abgelegt werden und erst dann wieder hervorgeholt werden, wenn einen Zug die Anlage verläßt (leer) oder eben für die nächste Zugfahrt.
Im ADJ wurde dieses Konzept von David bei seiner Mariazellerbahn schon mal gezeigt.
Wenn man sich vom klassischen Modellbahn-Mainstream löst finden sich unzählige vielleicht unkonventionelle Lösungen.
Just my 0,02€.
[quote="absolute_Null"|p33616]Hallo zusammen,
Herbert hat es schon angesprochen, eine Wendel darf nicht zu eng sein, Durchmesser ist nicht gleich Radius
Wo wir davon reden: zum Beispiel hätte ein 26,4 m langer Wagen in H0 auf einem Bogen mit 50 cm Radius etwa 12 mm Überhang auf jeder Seite, also wäre mit 6 cm Breite zu rechnen, und hinzu käme noch die Konstruktion der Abstandshalter zwischen den Ebenen. Eine solche Wendel dürfte also mindestens 110 cm breit werden und hätte, wie schon erwähnt, eine kräftige Steigung.
Ich bin ohnehin kein Freund ausgedehnter unterirdischer Bahnanlagen, wo man den Zug mehr hört als sieht und womöglich keine richtige Kontrolle über ihn hat.
Herbert
#16 RE: Wie bringt man eine Küstenbahn unter die Erde?
Moin,
ich nehme an, wenn ich es richtig interpretiert habe, auf der einen langen Seite soll ein Endbahnhof liegen.
Auf der kurzen dann etwas Landschaft.
Auf der anderen langen Seite soll dann was sein?
Zweite Betriebsstelle und/oder Fiddle Yard
Gab es nicht auch Anschluss-/Stichbahnen, die einen Übergabebahnhof hatten und dann nur noch den Endbahnhof und vielleicht einen Haltepunkt unterwegs?
St. Andreasberg Stadt - St. Andreasberg z.B. (Ist jetzt zwar nicht unbedingt Flachland, aber allgemein bekannt und als Denkansatz vielleicht geeignet)
Der Übergabebahnhof dient als Fiddle Yard (und kann ggf. aus dem Off mit Kassetten - vor der Tür - bedient werden) und der Betrieb findet dann auf der kurzen Strecke statt.
Auch kurze Schmalspurbahnen mit einer Übergabe die dann die Aufgabe des Fiddle Yards übernimmt kämen in Frage.
…oder die Klassiker wie ein Industrieanschluss, der als Kulisse dient und wo im inneren gefiddelt wird, die erwähnten Kulissendurchfahrten oder Trennkulissen wie Deich und Brücke.
Die Engländer sind in solchen Sachen recht kreativ. Vielleicht gibt es hier auch pfiffige Ideen.
Gruß
Joachim
#17 RE: Wie bringt man eine Küstenbahn unter die Erde?
Hallo zusammen,
als Anhang mal ein Entwurf (als Anregung) auf Basis von St. Andreasberg.
Gruß
Joachim
IMG_8063.jpeg
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#18 RE: Wie bringt man eine Küstenbahn unter die Erde?
Mal ganz andere Richtung: Es gibt auch im Flachland Tektoniken, die oben unten haben, wo es Tunnels gibt etc. Ich sage nur Schellfischtunnel.
Da ging es aber Richtung Hafen bergab, was in diesem Fall nicht die gewünschte Lösung ist. Dieser Tunnel war übrigens der einzige nördlich von Lengerich, der weder ein S-Bahn- noch ein U-Bahn-Tunnel war.
Tunnel im Flachland git es tatsächlich, aber die sind eine Errungenschaft der Neuzeit: die Nederlandse Spoorwegen haben nicht weniger als 20, aber der älteste ist von 1957. Es gibt tatsächlich in den Niederlanden Gegenden, die nicht flach sind, aber die dortigen Eisenbahnen haben keine Tunnel.
Herbert
Noch einmal ein andererr Aspekt. Du schreibst von 15 cm Höhenunterschied. Ich kann das zwar weitgehend nachvollziehen, aber kannst Du das nicht reduzieren, in dem Du die Platte nicht auf, sondern unter den Rahmen schraubst und das Gelände etwas erhöhst ? Dann kannst Du eine kleine kleine Geländekante einfacher, z.B. mit einer Geestkante, darstellen. Nur so als Inspiration ...
Ein Wort noch zum FY bzw. Wendel. Ich (!) denke, ein FY sollte zumindest z.T. offen sein, damit man ihn komfortabel bedienen kann. Ist er das nicht, macht die Bedienung wenig Spaß und dann wird er auch weniger als solcher genutzt. Du hast einen sehr überschaubaren Gleisplan. Da braucht auch ein FY nicht groß zu sein. Und mit einer Schublade, statt Weichen braucht er noch weniger Platz. Wendel sind für mich (!) eine Krücke. Ich will die Züge in der Landschaft fahren sehen und nicht nur hören. Wendel brauchen auch eine Menge Platz. Für mich haben sie fast nur Nachteile.
Meine Perspektive
Jürgen
Ich will hier zwar keine verbindliche Sprachregelung einführen, aber darauf hinweisen, dass diese beiden Formulierung Pleonasmen sind:
Zitat von HFy im Beitrag #21
einen offenen fiddle yard
Zitat von Jürgen K im Beitrag #20
ein FY sollte zumindest z.T. offen sein,
Ein Fiddlyard ist per se zugänglich, sonst könnte man ja nicht fiddlen. Deswegen haben wir den Oberbegriff Zugspeicher, der kann im Untergrund unzugänglich sein, dann ist es ein Schattenbahnhof, oder er ist offen, dann ist es ein Fiddleyard oder er ist unterirdisch und dennoch fiddlebar, dann ist es ein SchaFY (Schattenfiddleyard).
Wer diese Begriffe durcheinander bringt, verliert jeglichen Anspruch auf ein kostenloses Gratisgeschenk, das er behalten darf. ;-)
Gruß
Otto
Moin,
Tunnel o.ä. bringen wohl kaum Züge ff einer Modelleisenbahn unter die Erde, egal ob Küste oder Hochgebirge.
Aktuell wäre jetzt der Schattenbahnhof im Vorteil und sollte deshalb vielleicht besser "Nicht der Sonne ausgesetzt"- Bahnhof genannt werden.
Im Tal der Ihmse sind aktuell 26 Grad gegenüber 33 Grad draußen. Reet und Klimaanlage sei gedankt.
Und weg,
Johann
#24 RE: Wie bringt man eine Küstenbahn unter die Erde?
Leg die Wendel aussen um die gesamte Anlage rum. Einmal rechts rum und 1 mal links rum. Dann kannst Du mit 2x rund locker 40cm Abstand schaffen.
Die Anlage - wenn das möglich ist - höher aufbauen und den Abstellbf./ fiddleyard auf ungefähr 1,3m legen.
Die Anlage hätte dann ungefähr 1,7m Höhe.
Den Innenraum entsprechend aufhöhen.
( Da kann man auch noch was drunter stauen)
Mit freundlichem Glückauf aus dem Pott
Klaus
#25 RE: Wie bringt man eine Küstenbahn unter die Erde?
Hallo zusammen, moin Andreas,
Ich sehe zwei Varianten, wenn du einen SchaFY oder klassischen Schattenbahnhof unterhalb der Anlage vorsehen willst: Entweder lange Steigungen als Spirale / Wendel oder keine Steigungen, dafür aber irgendeine Form von Zuglift oder so etwas. Gegen die Spirale im gestalteten Bereich sprechen die Steigungen.
Zitat von Klaus Weibezahn im Beitrag #24
Leg die Wendel aussen um die gesamte Anlage rum. Einmal rechts rum und 1 mal links rum. Dann kannst Du mit 2x rund locker 40cm Abstand schaffen.
Klaus' Vorschlag wäre da eine Möglichkeit, die Spirale einfach außerhalb des gestalteten Bereichs zu legen. Du verlierst dabei natürlich Anlagentiefe, weil die Steigungsstrecken hinter der Kulisse verlaufen müssen. Mit 2 kompletten Umdrehungen hättest du aber etwa doppelt so viel Fahrstrecke im nicht sichtbaren Bereich, wie im sichtbaren. Mich persönlich würde das sehr stören. Und du muss dafür sorgen, dass die Kulisse einfach abnehmbar ist. Nach Murphy werden nämlich auf jeden Fall Züge dort entgleisen, wo du am schlechtesten dran kommst.
Außerdem müsstest du im klappbaren / herausnehmbaren Teil bei der Tür mehrere Ebenen vorsehen, was die Sache technisch ungleich komplizierter macht und Murphy in die Karten spielt. Ähnliches gilt für einen Zuglift, der - je nach technischem Geschick - mal besser, mal schlechter funktionieren wird. Ein solcher würde sich besonders im Türbereich anbieten, wenn dort sowieso keine Gestaltung vorgesehen ist. Aber einen schwenk- oder klappbaren Zuglift betriebssicher zu konstruieren ist sicher eine gewisse Herausforderung.
Aber vielleicht geht es ja auch anders.
Zitat von JBS im Beitrag #23
Tunnel o.ä. bringen wohl kaum Züge ff einer Modelleisenbahn unter die Erde, egal ob Küste oder Hochgebirge.
Vielleicht müssen die Züge ja auch gar nicht unter die Erde gebracht, sondern nur hinters Licht geführt werden.

Ich würde in deinem Fall auf die ZAKs (Zugkasstetten) setzen, die (der andere) Klaus angesprochen hat. Und ich würde den Türbereich dafür einbeziehen, weil du dort am wenigsten gestaltete Anlagenfläche verlierst. Um das zu verdeutlichen, habe ich mir mal die Zeichnung aus deinem Planungsstrang geschnappt und etwas darin herum gemalt. Das ist jetzt zwar spezifisch für deine Platzverhältnisse, aber natürlich auch für anders geschnittene schmale Räume anwendbar. Eine Tür an der Schmalseite ist ja bei solchen Räumen keine Seltenheit.
Oben links ist deine ursprüngliche Version mit der Spirale und durchgehender Steigung. Die würde hinter der Kulisse auch ungefähr so aussehen.
Oben rechts ist mein Vorschlag mit Fiddlemöglichkeit im Türbereich. Du könntest dort natürlich einfach nur ein einzelnes Fiddlegleis unterbringen und jeden Zug einzeln mit dem Fünffingerkran aufs Gleis setzen bzw. wieder runter nehmen. Dann kannst du aber keine fertig vorbereiteten Züge vorhalten und verbringst in jeder Betriebssession viel Zeit mit dem Aufgleisen und wegräumen von Zügen.
Ich würde deshalb dort mit ZAKs arbeiten. Du sparst dir dann den herausnehmbaren Anlagenteil, weil die ZAKs notwendigerweise herausnehmbar sind. Die Bewegung zum Herausnehmen habe ich mit den blauen Pfeilen angedeutet: Etwas zurückziehen, in den Raum hineindrehen und aus dem kleinen Bereich hinter der Kulisse herausziehen. Einsetzen geht genau andersherum. Dieses Prozedere könnte man sich sparen, wenn die ZAKs kürzer wären und nur die Türöffnung überspannen würden. Aber ich bin mal von den ca. 120 cm Nutzlänge deines FY-Entwurfs bei der Anlagenplanung ausgegangen. Dann braucht man schon den kleinen Bereich hinter der Kulisse dafür. Ich musste direkt an dieses Video denken, wo auch ZAKs in etwas beengten Platzverhältnissen zum Einsatz kommen. Verstauen (und fiddlen sowie für die Session parat halten) kannst du Züge wie ab ca. Minute 15 des Videos gezeigt in einer Schublade unter der Anlage.
An sichtbarer Strecke verlierst du mit dieser Variante ein paar Zentimeter im unteren Schenkel und ein bisschen was oben, um die scharfe Kurve etwas wegzutarnen. Das ist aber wirklich nicht viel.
Zitat von kk92 im Beitrag #14
Oder aber es können auch ZAKs vor der Anlage verwendet werden, die nach der Ausfahrt des Zugs sofort unter der Anlage abgelegt werden und erst dann wieder hervorgeholt werden, wenn einen Zug die Anlage verläßt (leer) oder eben für die nächste Zugfahrt.
Das wäre die im Bild unten gezeigte Variante. Da ist der Zugang natürlich deutlich einfacher. Du müsstest die ZAK hier z.B. nur nach unten heben und dort z.B. in eine Schublade legen. Allerdings ist die Kurve vor der Tür ggf. etwas im Weg, wenn du auf dem unteren Schenkel die Betriebsstelle bedienen willst. Vielleicht geht da etwas mit einer Klapplösung.
Und noch eine Idee: Du musst natürlich nicht die ZAKs selbst als Zugspeicher verwenden. Es wäre auch noch eine Option, einen SchaFY mit genügend Abstand unter der Anlage vorzusehen und dann eine einzelne Kassette als handbetriebenen Zuglift einzusetzen. Dann legst du das Teil eben nicht in eine Schublade, sondern setzt es an den SchaFY an: Zug verlässt die Anlage, Zug fährt in ZAK, ZAK wird manuell herausgehoben, ZAK wird manuell unter der Anlage an SchaFY angesetzt, Zug fährt in SchaFY, Zug wird abgestellt / gefiddelt. Und andersherum, um einen neuen Zug auf die Anlage zu bringen. Aber ehrlich gesagt, würde ich mir eher den SchaFY sparen und das Geld lieber in mehrere ZAKs investieren.
Viele Grüße,
Ole
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