Tannweiler ADJ 21

20.06.2026 20:07
#1 Tannweiler ADJ 21
avatar

Ich möchte Matthias Aufschlag zum ADJ 21 aufgreifen. Speziell hier den Artikel über die Anlage Tannweiler. Vielen Dank für die Verlinkung unter dem Artikel. Mir hat sich zunächst der abgebildete Gleisplan des Märklin Toporama nicht erschlossen.
Betrachtet man jedoch den Ansatz des Toporamas eine Startpackung um Ergänzungpackungen zu erweitern, ist das Konzept von Tannweiler betrieblich deutlich ergiebiger. Grundfläche des Toporamas und der Anlage Tannweiler sind identisch, Anzahl der Weichen vergleichbar.
Auch ich sehe in Tannweiler eine ideale Einsteigeranlage.
Zum Rangierkonzept verorte ich die Ladestraße eher vor dem Güterschuppen. Ivo Cordes hat dort ja ein Lademaß vorgesehen. Das Gleis neben Gl. 2 und dem Gleisanschluss sehe ich eher als Aufstellgleis für Güterwagen.
Als Ortslok reicht dort sicher auch eine Köf. Das Gleis zum Lokschuppen hat ja auch Potential...

Meint Kai-Nils

Die Kunst eine Lokomotive zu führen kann nur durch jahrelanges Studium, geduldiges Üben und Erfahrung erworben werden.
(The Australian Locomotive Enginedriver's Guide)

 Antworten

 Beitrag melden
20.06.2026 23:14 (zuletzt bearbeitet: 21.06.2026 00:48)
#2 RE: Tannweiler ADJ 21
avatar

Moin Kai-Nils,

du sagst es. Eine sehr Einsteigerfreundliche Anlage mit sehr ausgedehnten Nebenanschließern. Neben Vollbach IV und V denke ich darüber nach, mich als Einsteiger da heran zu wagen, bevor ich so weit bin, mich an etwas großes zu wagen.

Die Liebe zu Mini-Bw bei den Deutschen verstehe ich nicht.

Ein ähnliches Anlagenkonzept wie Tannweiler schlägt Tony Koester in seiner second edition von "Realistic Model Railroad Operation" vor. Da ist der Bahnhof auch ein einfacher Unterwegsbf, so wie Tannweiler. Warum also sollte da eine Lok übernachten? Oder macht der Ort etwa einen morgendlichen Verstärkerzug erforderlich? Wo bleiben dann die Wagen dafür in Tannweiler...?

Ich denke an die Position des Lokschuppens gehört ein Landhandel, ein Gaslager oder ähnliches. Ich denke ich würde es da hin platzieren, weil das Kunden sind, die ich gut kenne. Weil ich solche Kunden bereits ebenfalls bedient habe...

Die Ladestraße sehe ich ebenfalls am vorderen Rand der Anlage.

Gruß,
Matthias


 Antworten

 Beitrag melden
21.06.2026 07:11
avatar  OOK
#3 RE: Tannweiler ADJ 21
avatar
OOK

Zitat von Pfeiftafel im Beitrag #2
Die Liebe zu Mini-Bw bei den Deutschen verstehe ich nicht.
... ... ein einfacher Unterwegsbf, so wie Tannweiler. Warum also sollte da eine Lok übernachten? Oder macht der Ort etwa einen morgendlichen Verstärkerzug erforderlich? ...
Ich denke an die Position des Lokschuppens gehört ein Landhandel, ein Gaslager oder ähnliches.

Absolut richtig. Das bringt mich auf die Idee eines updates zu der Anlage in einem der nächsten Hefte. Ich denke, da geht noch was.
Gruß
Otto

OOK
Heute schon in den ADJ-Blog geschaut?
https://www.jaffas-moba-shop.de/anlagen-design-journal/

 Antworten

 Beitrag melden
21.06.2026 09:57 (zuletzt bearbeitet: 21.06.2026 10:02)
#4 RE: Tannweiler ADJ 21
avatar

Hallo Matthias,

Zitat von Pfeiftafel im Beitrag #2

Ein ähnliches Anlagenkonzept wie Tannweiler schlägt Tony Koester in seiner second edition von "Realistic Model Railroad Operation" vor. Da ist der Bahnhof auch ein einfacher Unterwegsbf, so wie Tannweiler. Warum also sollte da eine Lok übernachten? Oder macht der Ort etwa einen morgendlichen Verstärkerzug erforderlich? Wo bleiben dann die Wagen dafür in Tannweiler...?

Ich denke an die Position des Lokschuppens gehört ein Landhandel, ein Gaslager oder ähnliches. Ich denke ich würde es da hin platzieren, weil das Kunden sind, die ich gut kenne. Weil ich solche Kunden bereits ebenfalls bedient habe...

Die Ladestraße sehe ich ebenfalls am vorderen Rand der Anlage.




Der 2 gleisige Fabrikanschluss schreit eigentlich nach einer Köf. Egal ob jetzt wie in der Animation mit einem Schotterwerk oder wie von IC vorgesehen mit Fallers Gießerei.
Aus meiner Sicht hat der Anschluss 2 Gleise, um eine entsprechend große Anzahl an Wagen zwischen zwei Bedienungen aufnehmen zu können.
Ich kenne ein vergleichbares Beispiel vor Mora C aus Königswinter. Am dortigen Bahnhof sitzen mit der Felgenfabrik Lemmerz und dem Warmwalzwerk Königswinter zwei rangierintensive Betriebe. Coils wurden entladen, Schrott und Felgen verladen. Brammen am WWK rangiert. Ähnlich könnte es auch in Tannweiler sein. Die Köf rangiert zwischen den Bedienungen in den Anschlüssen "gestört" vom Personenverkehr. Auf Grund der Anordnung der Gleisanschlüsse und damit der Notwendigkeit beide Hauptgleise zum umfahren von Wagen zu benötigen sehe ich hier auch eine Staatsabahn/NE Bahnlok und keine Anschlussbahnlok.
Ich gebe Dir Recht dafür ist der Lokschuppen überdimensioniert.
Mit dem vorhandenen Platz am Lokschuppen finde ich auch den Landhandel am besten.
@Otto Deinen Vorschlag den Gleisplan zu modernisieren finde ich gut.

Gruß Kai-Nils

Die Kunst eine Lokomotive zu führen kann nur durch jahrelanges Studium, geduldiges Üben und Erfahrung erworben werden.
(The Australian Locomotive Enginedriver's Guide)

 Antworten

 Beitrag melden
22.06.2026 15:17 (zuletzt bearbeitet: 22.06.2026 18:49)
#5 RE: Tannweiler ADJ 21
avatar

Schuur ihr Jonge,

"Tannweiler" war nicht von Anfang an in der Gleisplansammlung der AMP-Reihe vertreten. In der 5. Auflage (Januar 1989, die älteste mir vorliegende) fehlt dieser Entwurf noch.

In der (überarbeiteten) 7.Auflage vom Oktober 1993 ist der Entwurf koloriert (!!) erstmals enthalten.

Eine weitere Überarbeitung erfuhr der Band im Mai 2003. Diesmal waren auch Überlegungen aus dem Band 2 "Modellbahnanlagen Planung" mit in den Band 1 übernommen worden; zudem waren weitere, ehemals schwarz-weiß gezeigte, Entwürfe koloriert. Allerdings erfolgte dieses "Nachkolorieren" deutlich "liebloser" (!!) als bei den erstmals in der 7. Auflage "bunten" Schaubildern.

Schade das dieses Konzept nicht weiter verfolgt wurde und dann irgendwann sanft entschlafen ist.

Grundsätzlich finden sich in diesen Büchern (Bände 1 und 2) wirklich hervorragende Ideen für Planung und Bau einer Eisenbahnanlage mit betrieblichen Möglichkeiten.

Kombiniert mit heutigen "Erkenntnissen" (seitlich angesetztem SchaFY oder Speicherkasetten) können da bis hin zu P2P-Anlagen wirklich tolle kompakte Anlagen komponiert werden.

Grüße vom Exilsiegerländer aus Butzbach in der Wetterau

Hartmut

 Antworten

 Beitrag melden
29.06.2026 17:32 (zuletzt bearbeitet: 29.06.2026 18:03)
#6 RE: Tannweiler ADJ 21
avatar

Hallo zusammen,

auch ich fühle mich ziemlich angesprochen bzw. inspiriert durch Tannweiler. Danke OOK für diesen Beitrag !

Ich habe ja noch die Bernina-Brille auf, die ich eventuell auf Arosa oder wenn's gar nicht geht auf "nur" H0m reduzieren könnte ... Habe gerade die Gleispläne von Arosa und Scuol vor dem Umbau vor meinem inneren Auge mit der Frage, wieviel Arbeit der Tm so im Vergleich zu Tannweiler über den Tag hatte ...

Stelle mir vor, dass die beiden Betriebe mit jeweils 2 Gleisen einen gemeinsamen Besitzer haben. Z.B der linke Betrieb als Stanzerei und der rechte als Montage, mit Kühlschränken oder Waschmaschinen. Dann würden links (kleinere) Coils angeliefert werden und rechts die verschiedenen Bauteile wie Motoren, Kabel usw usw. in Gitterboxen 1 bis 2x die Woche zugestellt werden. Somit wäre eine 2achsige Rangierlok durchaus erforderlich. Diese würde ich nicht beim Lokschuppen übernachten lassen, sondern am Ende des Ziehgleises in einem Unterstand mit kleiner Tankstelle. Ein kleines Heizöllager anstelle des Lokschuppen könnte ich mir auch gut vorstellen. Vielleicht sind der Ölhändler und der Elektrogeräte-Produzent miteinander verwandt und die Rangierlok tauscht auch die Kesselwaggons aus ..? Der Tank-Lkw saugt das Heizöl direkt aus dem Kesselwaggon wie im Harz, Scuol oder Österreich üblich. Es braucht dann keinen Lagertank.

Jedenfalls eine sehr inhaltsreiche Vorlage, dieses Tannweiler !

Danke Euch und liebe Grüße
Frank


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!