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ADJ-Philosophie und Unterschiiede und Gemeinsamkeiten zu anderen Betriebsformen
Rob Goldstein
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#1 ADJ-Philosophie und Unterschiiede und Gemeinsamkeiten zu anderen Betriebsformen
Rob Goldstein
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gelöscht
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Hallo,
ich trau mich einfach mal, nach langem Mitlesen und erst kürzlich gemachter Anmeldung zum Vollmitglied befördert, einen ersten öffentechen Thread zu eröffnen, mit einer Frage, die ihr alten Hasen mit sicher ganz schnell und knackig beantworten könnt.
Denn OOK hat in seiner letzten Antwort das Wort ADJ-Philosophie benutzt, Ich denke ich habe eine Ahnng durch die OOK-Bücher, was er damit meint.
Wo liegt betrieblich gesehen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von ADJ-Denke einerseits und Modulgruppen andererseits (Fremo etc.)?
Betrieblich gesehen, denn soweit ich verstanden habe, ist klar, dass ADJ-Denke vor allem um die Planung nach bestimmten Grundsätzen und den späteren Betrieb nach bestimmten Grundsätzen kreist, Stichworte wie PAN etc. Während Modulnormen und -Philosophien stärker technisch und gestalterisch ausgerichtet sind und die einzelnen Gruppen den Betrieb dann je nach Gruppe unterschiedlich festlegen.
Auch das Lesen diverser ADJ-Hefte hat mich da nicht viel weitergebracht, wo diese wesentlichen Unterschiede im Betrieb liegen. Denn beide wollen Betreib nach Fahrplan und mit Wagenkarten und mit Rangieren. Oder sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht?
#2 RE: ADJ-Philosophie und Unterschiiede und Gemeinsamkeiten zu anderen Betriebsformen
Hallo Rob,
ich versuche mal eine Antwort, obwohl ich mich auch noch als Neuling im Forum fühle. Der Unterschied zum Fremo besteht nicht in der Art und Weise des Betriebs. Frachtzettel, Wagenkarten und Fahrpläne sind ziemlich ähnlich bis identisch. Der entscheidende Unterschied scheint mir zu sein, dass du bei Modularrangements jedes Mal eine neue "Anlage" hast, je nach Ort und wer alles mit welchen Modulen da ist. Eine Ausnahme sind Modularrangements nach eine bestimmen Vorbild. Das sind dann im Grunde aber einfach große Segmentanlagen. Gemeinsam ist auch das Konzept, dass man mit mehreren Menschen eine Modelleisenbahn betreibt.
Beim ADJ geht es stärker um fest aufgebaute Anlagen, die dann eine ganz typische Verortung haben ("Ident"-Elemente). Die Anlage ist also regional verortet, hat die dafür typischen Industrien und Verkehrsströme. Das spiegelt sich sowohl in der Landschafts- wie in der Betriebsgestaltung wider. Im Brokkoli werden dafür drei Kategorien aufgemacht: Prototype, Prototype-Freelance und Freelance. Damit sind drei Abstufungen der Vorbildnähe gemeint, wobei aber auch Freelance keine Willkür meint, sondern eine zwar erdachte, aber doch plausible Situation.
So viel von mir,
Lars
#3 RE: ADJ-Philosophie und Unterschiiede und Gemeinsamkeiten zu anderen Betriebsformen
Schuur Rob,
schuur ihr Jonge,
die "Betriebsphilosophie" der "Modulisten" beim FREMO (zu anderen Modulgruppierungen kann ich mangels Wissen nichts beitragen) und der Ausrichtung hier im Forum und dem ADJ ist recht ähnlich:
Vorbildnaher Betrieb der Anlage (egal jetzt ob Modularrangement oder fest installiert).
Bei den (meisten) Planungssträngen in diesem Forum liegt daher der Schwerpunkt in der Regel auf auf den betrieblichen Aspekten.
Dazu gehören dann bei den "Festanlagen" die folgenden Eckpunkte:
- betriebliche Grundplanungen
- Entwicklung stimmiger Gleispläne
- Umsetzung der von OOK entwickelten Grundsätze wie z.B. PAN
- Verzicht auf SPUK oder "Hingucker"
- im Idealfall daran anschliessend Bau der Anlage
- (hoffentlich) langjährige Freude am Betrieb der Anlage
Beim FREMO ist es bei den Modularrangements, bei ähnlicher Zielsetzung, nicht viel anders:
- PAN ist IMMER gegeben, darüber muss nicht weiter machgedacht werden; es liegt in der Natur der Sache
- es werden häufig Vorbildsituationen umgesetzt, daher sind Gleispläne in den Grundzügen vom Vorbild vorgegeben
- Planung, Bau und Betrieb der "Anlage", also des Arrangements, sind das gemeinsame Ziel der beteiligten Mitspieler
Der Unterschied:
- die Zusammensetzung eines Modularrangements wechselt mehr oder weniger ständig, da es nahezu immer zu unterschiedlich zusammen gesetzten Mitspielergruppen kommt
Ansonsten hat Lars ja schon einiges ausgeführt.
Rob Goldstein
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gelöscht
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#4 RE: ADJ-Philosophie und Unterschiiede und Gemeinsamkeiten zu anderen Betriebsformen
Rob Goldstein
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gelöscht
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ja, danke soweit euch für eure Bemühungen.
Vielleicht liegt es ja auch am Wetter, aber für mich bleibt da der wesentliche Unterschied alleine darin, dass hier stationäre Anlage geplant werden, während die Modulisten mit ihren mitgebrachten Teilen meist für jedes Treffen neue Welten bilden.
Und dass die Modulisten stärkere Mindestvorgaben machen, was Modellbahntechnik angeht, z.B. Mindestradien, Weichen, Schaltung, Verkabelung, Jahreszeiten, Baukästengröße. Das habe ich bisher alles nicht gelesen hier im Forum oder in den viel erwähnten Büchern.
Obwohl ich mir dazu manchmal klarere Hinweise grad an Beginner oder Umsteiger wünschen würde, was technisch oder optisch gar nicht (mehr) geht. In allen Publikationen zu unserem Hobby, also gerne auch hier oder der ADJ.
So wie es in meiner Jugend einer kollektiven Belehehrung oder Schulung durch alle Zeitschriften bedurfte, bis epochereines Fahren zu einer Selbstverständlichkeit der Modellbahner wurde.
Genauso würde ich mir erzieherische Hinweise der alten Hasen an den Nachwuchs wünschen, wenn in H0 Radien von weniger als 80, 90 cm geplant werden, Nutzlängen höchstens für den Triebwagen reichen, aber nicht für den Güterzug oder wenn zur Steuerung Opa´s selige Z-Schaltung angedacht wird oder je Weichen da ein Schaltelement an die Anlage geklebt werden soll.
Warme Grüße,
Rob
#5 RE: ADJ-Philosophie und Unterschiiede und Gemeinsamkeiten zu anderen Betriebsformen
Hallo Rob,
aus meiner Sicht sind im (bahn)betrieblichen Sinn keine Unterschiede erkennbar (Fahrplan, Betriebsvorschriften am Vorbild orientiert usw.).
Ziel ist es bei beiden möglichst vorbildnah zu sein, dem Fremo wird gelegentlich nachgesagt, näher am Vorbild zu sein, als es das Vorbild je war …
Der Unterschied ist, dass es rein anlagenbauerisch bei ADJ meist um Heimanlagen mit überwiegend Einzelspielermodus (und fallweisem Mehrspielermodus) geht mit Landschaftsbau usw., während im Fremo der Fokus auf Modulbau, das gemeinschaftliche Betriebserlebnis steht nebst der nötigen Technik geht.
Im Fremo wird auch sehr viel Wert auf vorbildnahe (Signal-)Technik zur Absicherung des Betriebes gelegt.
Ein Teil der klassischen Modellbahner ist gefühlt eher „Untechniker“ hält die Technik für zu technisch und vom Hobby (meist Fahrzeuge und Landschaftsbau) abhaltend.
#6 RE: ADJ-Philosophie und Unterschiiede und Gemeinsamkeiten zu anderen Betriebsformen
Schuur Rob,
Zitat von Rob Goldstein im Beitrag #4
danke soweit euch für eure Bemühungen.
Immer gerne.
Zitat von Rob Goldstein im Beitrag #4
Vielleicht liegt es ja auch am Wetter, aber für mich bleibt da der wesentliche Unterschied alleine darin, dass hier stationäre Anlage geplant werden, während die Modulisten mit ihren mitgebrachten Teilen meist für jedes Treffen neue Welten bilden.
Es heißt ja nicht umsonst ANLAGEN Design Journal. Beim Bau der eigenen Anlage muss ich mir auch um den Betrieb Gedanken machen. Beim FREMO "komponieren" die Treffenplaner im Vorfeld das Arrangement und die dort dargestellten Verkehrsströme.
Zitat von Rob Goldstein im Beitrag #4
Und dass die Modulisten stärkere Mindestvorgaben machen, was Modellbahntechnik angeht, z.B. Mindestradien, Weichen, Schaltung, Verkabelung, Jahreszeiten, Baukästengröße. Das habe ich bisher alles nicht gelesen hier im Forum oder in den viel erwähnten Büchern.
Da hilft in erster Linie ein Blick in die diversen Modulnormen.
Dieses Forum ist als Modellbahnanlagen Planungs- und Designforum deklariert. Hier werden also Anlagen- und eher keine Modulplanungen diskutiert.
Beim Modulbau (und anschliessenden frustarmen Betrieb) ist es nun einmal zwingend erforderlich, dass detaillierte Vorgaben zu technischen und eben auch gestalterischen Grundsätzen "erlassen" werden.
Grundsätzlich ist es beim gemeinsamen Betrieb mit Modulen erforderlich, dass eine mechanische UND elektrische Kompatibilität besteht; Gestaltungsempfehlungen runden das Ganze dann auch optisch ab.
Alles Dinge, die zu Hause nicht so stringent umgesetzt werden müssen, da eine Kompatibilität zur "Ausenwelt" nicht erforderlich ist.
Zu den Radien ist zu sagen, das 1500mm und aufwärts (in H0) auf einer Kompaktanlage NIEMALS umsetzbar sein werden; bei Modulen schon! Daraus resultieren dann (je nach Modulnorm) eben auch Mindestanforderungen an die Weichenradien und Weichenwinkel. Klingt einfach und das ist es letzten Endes auch. Das gilt im Übrigen auch für Festlegungen zu Fahrwerken und Fahrweg.
Zitat von Rob Goldstein im Beitrag #4
Obwohl ich mir dazu manchmal klarere Hinweise grad an Beginner oder Umsteiger wünschen würde, was technisch oder optisch gar nicht (mehr) geht. In allen Publikationen zu unserem Hobby, also gerne auch hier oder der ADJ
Wie Du selber gerade festgestellt hast, liefern das ja nicht einmal mehr die "Mainstream"-Printmedien, warum also das ADJ damit verwässern??
Grundsätzlich ist es doch auf der Heimanlage deine ureigene Entscheidung, was Du machen möchtest.
Gerade die Artikelserie zur Rotsteinbahn zeigt recht deutlich, dass es auch mit Techniken ohne Highend (Grasmaster, Weinertgleise und -weichen etc.) möglich ist, eine stimmige Anlage zu Bauen und im Anschluss gemäß der ADJ-Philosophie zu betreiben.
Zitat von Rob Goldstein im Beitrag #4
So wie es in meiner Jugend einer kollektiven Belehehrung oder Schulung durch alle Zeitschriften bedurfte, bis epochereines Fahren zu einer Selbstverständlichkeit der Modellbahner wurde.
Genauso würde ich mir erzieherische Hinweise der alten Hasen an den Nachwuchs wünschen, wenn in H0 Radien von weniger als 80, 90 cm geplant werden, Nutzlängen höchstens für den Triebwagen reichen, aber nicht für den Güterzug oder wenn zur Steuerung Opa´s selige Z-Schaltung angedacht wird oder je Weichen da ein Schaltelement an die Anlage geklebt werden soll.
Dieser letzte Absatz hat mir ein leichtes Lächeln auf's Gesicht gezaubert.
Das hat doch weitgehend gefruchtet und insbesondere beim FREMO (und anderen Modulsystemen) wird das auch so umgesetzt: Epochereiner Fahrzeugeinsatz auf den Treffen, große Radien, vorbildnahe Sicherungstechnik und Betriebsabwicklung etc.
Eine Heimanlage wird da immer Kompromisse erfordern.
Die "Formel" lautet doch letztendlich:
Je weniger Platz verfügbar, desto größer die erforderlichen Kompromisse
Noch ein Wort zum Darstellungszeitraum (ich nutze den Begriff "Epoche" in unserem Kontext nur ungern):
Bei mir ist der epochereine Betrieb seit spätestens Mitte der 1980er fest etabliert; dazu benötigte ich keine Belehrungen durch die Fachpresse.
Es soll aber nach wie vor Modelleisenbahner geben, die ihre Beschäftigung mit der "Eisenbahn" nach dem Motto Vorbildtreue ist mir egal, Hauptsache es gefällt mir ausleben. Ist doch auch in Ordnung.
Was soll denn dem interessierten Anfänger für seine Anlage im 4m x 3m großen Keller hier (oder im ADJ) empfohlen werden, wenn er in H0 nur mit 600mm Radien (oder darunter) um die "Ecken" kommt?
Lass es? Oder geh' diverse Kompromisse ein?
#7 RE: ADJ-Philosophie und Unterschiiede und Gemeinsamkeiten zu anderen Betriebsformen
Hallo Rob,
Wenn eine gute Anlagen- und Betriebsplanung zugrunde liegt, kannst Du auch mit einer Brio Holzeisenbahn vorbildnahen Betrieb machen...
alles schon dagewesen. Oder auch mit Märklin M-Gleisen, auch schon hier und im ADJ von Ekki präsentiert.
Vom Betrieb her sind Fremo und die hier propagierten Punkte mehr oder weniger identisch, weil die Vorbildvorgänge möglichst realistisch abgebildet werden.
Beim Anlagenbau sind latürnich die räumlichen Restriktionen bei den Privatanlagen viel größer als z.B. beim Fremo. Selbst OOK hat nur einen großen Keller für seine BAE und keine Turnhalle.
Andererseits sind die Streckenlängen zwischen den Betriebspunkte auch beim Fremo stark verkürzt. Die Unterschiede also sehr gering.
Wenn es Dir um Mindestradien und evtl. Steigungen geht, findest Du hier und im ADJ die einen oder anderen Erfahrungen, da aber die hier geplanten Anlagen alle unterschiedlichen Zwängen unterliegen, wirst Du um eigene Versuche oder eben auch spätere Änderungen nicht herumkommen. Verschiedenen Input wirst Du bei der Planung hier bestimmt bekommen, dazu eröffnest Du einfach einen Planungsstrang.
Rob Goldstein
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#8 RE: ADJ-Philosophie und Unterschiiede und Gemeinsamkeiten zu anderen Betriebsformen
Rob Goldstein
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gelöscht
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Danke, danke, danke nochmal an euch alle.
Wie ich befürchtet habe, bin ich immer noch auf der Suche nach dem heiligen Gral, aber habe auf der Suche gelernt, dass man manchmal auch mit dem Zweitbesten zufrieden sein sollte.
So ganz falsch scheine ich hier ja nicht zu sein, hurra.
Denn ich möchte eine Heimanlage bauen in diesem nun verfügbaren Hobbyraum, will die später vor allem alleine (ggf. mal plus max ein Gast als Laien-Mitspieler) betreiben, will das als L oder U realisieren mit einem offenen Schattenbahnhof. keine "Modellbahnplatte" im Rechteck wie in den 70er Jahren, sondern Point-to-point. Und ich habe keine Lust auf meine alten Tage nochmal zu den Jugendsünden (wie Miniradien unter 90 cm oder mechanische/analoge Technik) zurückzukehren, sondern will Loks und Weichen digital ansteuern und die Loks manuell fahren.
Aber eure Hinweise darauf, dass es hier vor allem auf das Konzept ankommt, wirken auch etwas erschreckend. Denn ich will nicht zurück zur Brio- oder Lego-Eisenbahn :-)
Denn das Auge isst mit und daher ist Spielzeug für mich etwas für Kinderzimmer, aber nicht für mich.
Mir kommt es vor alle darauf an, dass ich später meinen an einen Fahrplan angelehnten Betriebsspass sowohl im Fahren der Personenzüge als auch im Rangieren der ankommenden und abgehende Güterwaggons finden kann.
Darf ich trotzdem bleiben? ;-)
#9 RE: ADJ-Philosophie und Unterschiiede und Gemeinsamkeiten zu anderen Betriebsformen
Schuur Rob,
Zitat von Rob Goldstein im Beitrag #8
Wie ich befürchtet habe, bin ich immer noch auf der Suche nach dem heiligen Gral, aber habe auf der Suche gelernt, dass man manchmal auch mit dem Zweitbesten zufrieden sein sollte.
So ist das mit dem "heiligen Gral", dem "goldenen Flies" oder was auch immer...
Zumal davon ja jeder so seine eigene Vortstellung hat.
Zitat von Rob Goldstein im Beitrag #8
So ganz falsch scheine ich hier ja nicht zu sein, hurra.
Denn ich möchte eine Heimanlage bauen in diesem nun verfügbaren Hobbyraum, will die später vor allem alleine (ggf. mal plus max ein Gast als Laien-Mitspieler) betreiben, will das als L oder U realisieren mit einem offenen Schattenbahnhof. keine "Modellbahnplatte" im Rechteck wie in den 70er Jahren, sondern Point-to-point. Und ich habe keine Lust auf meine alten Tage nochmal zu den Jugendsünden (wie Miniradien unter 90 cm oder mechanische/analoge Technik) zurückzukehren, sondern will Loks und Weichen digital ansteuern und die Loks manuell fahren.
Das sind doch ganz konkrete Anforderungen an die geplante Anlage. Ob analoge Steuerung jetzt "Jugendsünden" sind oder nicht, lassi ich jetzt einfach mal dahingestellt.
Ich z.B. steuere die Weichen bei Meiswinkel & Utsch Erste Betriebssession bei Meiswinkel & Utsch, Teil 1 klassisch mit der Hand mittels der vorhandenen "Nupsis" in den Bettungsweichen. An meinen FREMO-Modulen kommen die mechanischen Weichenbetätigungen von "Outbus" http://www.outbus.de zum Einsatz.
Wenn der Platz bei Dir es zulässt, nur mit Radien 900mm aufwärts zu bauen, bist Du in einer glücklichen Lage. Nur dieses Glück hat eben nicht jeder von uns. Daher ist Dein Ansatz, solche Planungen in die "Spielzeug- oder Jugendsündenkiste" zu packen nicht ganz fair...
Zitat von Rob Goldstein im Beitrag #8
Aber eure Hinweise darauf, dass es hier vor allem auf das Konzept ankommt, wirken auch etwas erschreckend. Denn ich will nicht zurück zur Brio- oder Lego-Eisenbahn :-)
Denn das Auge isst mit und daher ist Spielzeug für mich etwas für Kinderzimmer, aber nicht für mich.
Mir kommt es vor alle darauf an, dass ich später meinen an einen Fahrplan angelehnten Betriebsspass sowohl im Fahren der Personenzüge als auch im Rangieren der ankommenden und abgehende Güterwaggons finden kann.
Hier ist bei Dir, so glaube ich herauszulesen, etwas falsch angekommen.
Es ist eine essentielle Erkenntnis dieses Forums (und auch des ADJ), das man mit einer rudimentär gestalteten Anlage, der eine durchdachte betriebliche Konzeption zu Grunde liegt, sehr wohl vorbildnahen Betrieb aufziehen kann.
Nicht aber mit mit einer wundervoll durchgestalteten Anlage, der genau diese Grundkonzeption fehlt.
#10 RE: ADJ-Philosophie und Unterschiiede und Gemeinsamkeiten zu anderen Betriebsformen
Was uns die Brio-Bahn, ist den Briten der "string of tennisballs", mit dem angeblich einige dortige Modellbahner zufrieden sind, wenn sie nur ordentlich mit Glockensignalen gemeldet werden. Die Moral der Geschichte ist, daß vorbildgerechter Betrieb und realistische Gestaltung der Anlage (oder der Module) zwei völlig verschiedene Themen sind, die nicht vermischt werden sollten.
Auf der Insel gab es vor etlichen Jahrzehnten eine 0-Bahn mit Uhrwerklokomotiven, die aber von den Freunden des Erbauers nach Fahrdienstvorschrift betrieben wurde. Man sollte natürlich beides anstreben, wobei wir uns beim Betrieb leichter tun; da ist vollkommene Übereinstimmung möglich. Bei der "hardware" ist es schon schwieriger, was weniger technische Gründe hat. Die Briten haben schon vor Jahrzehnten bewiesen, daß von H0 aufwärts die Radsatz- und Gleismaße des Vorbilds übernommen werden können, und wir nähern uns bei vielen Teilen immer mehr den Materialstärken des Vorbilds an. Es ist vielmehr der fehlende Platz; die Wohnungen werden tendenziell eher kleiner. Gemäß EBO waren bei normalspurigen Nebenbahnen 180 m Halbmesser und bei Hauptbahnen 300 m zugrunde zu legen, wenn auch bei vorher gebauten Bahnen engere Kurven vorkamen.
Normalspurweichen hatten seit anno Reichsbahn mindestens eine Neigung von 1:9, und bei den Länderbahnen kam 1:7 bis 1:10 vor; in Rangiergleisen ging es schon mal enger zu. Und dann die Gleislängen. Zwar gab es bei preußischen Kleinbahnen und bayerischen Lokalbahnen einige kompakte Bahnhöfe. Die Endbahnhöfe der königlich-bayerischen Lokalbahnen kamen oft mit nur 250-300 m Länge aus, aber hier im Rheinland waren oft schon die Gleise so lang, denn hier wollte Preußens Gloria gegen den Erbfeind aufmarschieren. Da wird es ohne Kompromisse nicht abgehen.
Herbert
#11 RE: ADJ-Philosophie und Unterschiiede und Gemeinsamkeiten zu anderen Betriebsformen
Heimanlage 5x5m; Hauptbahnhof mit Bw und abzweigender Nebenstrecke. Nach dem mr wollte ich dann Wagenverkehr und Frachtzettel einfführen... leider von Vater und Bruder abgelehnt worden.
Mindestradius 600mm, Weichen mit 1000mm Radius, RP25, Kadee-Kupplung... aber alles 55 Jahre her.
Da auch nach dem Studium die Räume immer relativ begrenzt blieben, gabs nur die H0e-Schmalspur für sinnvollen PTP-Betrieb. Auch heute noch ist der Platz sehr begrenzt, so dass ich keine Anlage aufbauen können werde.
Ich bin Anhänger grosser Radien und freier Strecke, was mich unweigerlich zum Fremo getrieben hat; und wenn man vor 55 Jahren schon RP25 gefahren hat, heute eben in Fremo:87.
Die gut laufenden Fahrzeuge, die langen Weichen ... alles trägt sehr zur Betriebssicherheit bei, was mir eine Heimanlage nicht bieten könnte.
Im Alter beschäftige ich mich zunehmend mit Fahrzeugen. Module und Landschaft ist nicht mehr so meins. Die Teile werden langsam auch zu schwer.
Das mit den Fahrzeugen kann man auch auf kleinem Raum ausüben und die Fahrzeuge eben nur ab und an einmal fahren lassen.
Mit freundlichem Glückauf aus dem Pott
Klaus
#12 RE: ADJ-Philosophie und Unterschiiede und Gemeinsamkeiten zu anderen Betriebsformen
Hallo Rob,
Ich meine aus Deinen Ausführungen in diesem Strang herauszuhören, daß Du versuchst hier zwei Welten in deinem Anlagenraum zu vereinigen suchst, die einerseits bzgl. des Betriebs sehr viele Gemeinsamkeiten haben, aber beim Anlagenbau (und hier zähle ich die Module welcher Norm auch immer dazu) doch sehr stark divergieren. Modularrangements werden immer große Räumlichkeiten erfordern und sind auf viele Mitmacher angewiesen. Die eigenen Räumlichkeiten erlauben das schlicht und ergreifend nicht.
Das führt dann auch direkt zu dem Punkt des Betriebs. Auf einem mittelgroßen Fremo-Arrangement findet Betrieb statt, der außer auf sehr großen Heimanlagen, in einem durchschnittlichen Anlagenraum kaum zu verwirklichen ist. Ganz abgesehen von der Anzahl der benötigten Mitmacher. Die BAE ist da sicherlich eine Ausnahme.
Von daher ist Dein einleitender Punkt in diesem Strang durchaus berechtigt. Auf die Frage: "Ist ein Betrieb nach Fremo auf einer Privaten Anlage durchschnittlicher Größe möglich?" würde Radio Eriwan antworten: "Im Prinzip schon, aber meist nicht in dem gleichen Umfang."
Versuche für Dich zunächst mal herauszufinden, wo deine Interessen-Schwerpunkte liegen (die Qualität der Anlage selbst bzw. den Detaillierungsgrad lassen wir mal außen vor und gehen davon aus, daß Du entsprechende Standards und Fähigkeiten bereits hast, bzw. über die Zeit entwickeln wirst).
Greife also zum Brokkoli (Hier bitte zärtlich klicken.) und füll diesen mal aus.
Frage Dich dann selber oder auch hier im Forum: "Läßt sich das sinnvoll in meinen Räumen mit meinen Möglichkeiten umsetzen?"
Rob Goldstein
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#13 RE: ADJ-Philosophie und Unterschiiede und Gemeinsamkeiten zu anderen Betriebsformen
Rob Goldstein
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Hallo, danke für eure fleißigen Rückmeldung
Ich werde dann mal beginnen euch ein paar Zeichnungen zu machen, was ich vorhabe.
Aber damit ihr bis dahin nicht rätseln müsst, schnell ein paar Korrekturen zu euren Vermutungen oder Herrausgelesenem:
- Nein, ich will keine FREMO-Anlage zuhause bauen, sondern eine stationäre, aber in Teile trennbare Segmentanlage.
- Von FREMO und OOK klaue ich mir dann Ideen und Teile, die mir selber sinnhaft erscheinen und ignoriere die, deren Sinn mir zweifelhaft vorkommt oder die ich übertrieben finde.
- Und ja, ich werde mich inhaltlich bei der Anlage beschränken auf eine Nebenbahn bzw deren Endbahnhof, auch damit ich im sichtbaren Bereich nicht kleineres als 900er Radien verbauen muss.
- längere Nutzlängen sind mir wichtiger als ein siebtes oder achtes Anschlussgleis
- und digital ist bei mir als steuerung gesetzt, die Z21 ist vorhanden und wird auch auf der neuen anlage Verwendung finden. Da ich die moderne Bahn nachbauen werde, sind keine Formsignale und keine mechanische Weichenbedienung erwünscht und natürlich auch keine Z-Schaltung, mit der habe ich als Schüler meine Anlagen betreiben müssen, das reicht.
Ich werde mir nochmal die Anlagenentwürfe ansehen, die ich hier und woander finde und Point-to-Point bei einer U- oder L-Grundform unsetzen. "Platte" kommt nicht in Frage, never ever.
Ihr hatte auf einige Entwürfe ja hingewiesen, die ich auf den ersten Blick sympatisch fand.
Bis also irgendwann im Planungsbereich!
Rob
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