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Dachschrägen und der Horizont/Hintergrund
#1 Dachschrägen und der Horizont/Hintergrund
Hallo Zusammen,
ich plane eine Spur 0 Modulstrecke und habe nur Räume mit vielen Dachschrägen zur Verfügung.
Nun überlege ich wie viel Höhe zwischen der, der Dachschräge zugewandten Modulkante und der Dachschräge mindestens verbleiben sollte, damit noch ein (halbwegs) glaubhafter "Horizont/Hintergrund" angedeutet werden kann.
Die Dachneigung beträgt 30°, die SOK plane ich aktuell mit/bei 1,2m. Ich selbst bin 1.80 groß. Thema ist Epoche 3 Neben/Kleinbahn in Regelspur falls das wichtig ist.
Gibt es zu der Fragestellung Erfahrungen und/oder Meinungen ?
Viele Grüße,
Stefan
#2 RE: Dachschrägen und der Horizont/Hintergrund
Hallo Stefan,
bei meiner Anlage sind es so ca. 20cm bei 35° Dachschräge und H0.
Hierzu ein paar Bilder:
Hier noch ohne Hintergrund an der Dachschräge. Das Gebäude in der Ecke steht etwas abgesenkt zu SOK.![]()
Hier mit angebrachtem Hintergrund ![]()
Hier noch eine Gegenseite mit teilweise abgesenkter Moduloberkante
Wichtig ist m.M. nach eine Ausrundung im Übergang von der Geraden in die Schräge.
Grüße
Gerold
#3 RE: Dachschrägen und der Horizont/Hintergrund
Hallo Stefan,
die selben Bedingungen hatte ich bei meiner früheren Spur-0-Anlage auch. Die Dachschräge sollte Himmel sein, dann reichen die vorgeschlagenen 20cm. Ein weiterer Trick ist, den Vordergrund weit abzusenken. Das ergibt dann eine respektable Anlagenhöhe und Gründe für mehrere Viadukte.
Gruß
Thomas
#4 RE: Dachschrägen und der Horizont/Hintergrund
Moin,
was auf Dachschrägen auf keinen Fall gehört, sind irgendwelche Motive wie Wolken, Bäume oder gar Häuser. Die fallen immer runter. Auch kein Himmelblau, am sichersten ist helles Grau.
Wenn der Übergang zur Dachschräge ausgerundet ist, reichen auch in Null rund 10cm, wofern die Schräge nicht fast ein Flachdach ist. Hohe Gebäude im Hintergrund brauchen natürich mehr Luft.
Im Beispiel links ist die ausgeundete Schräge zu erkennen.
Gleiche Szene im Überblick.
Viele Grüße,
Johann
#5 RE: Dachschrägen und der Horizont/Hintergrund
Hallo Johann,
du hast mit deinem kurzen Post gerade eines meiner drängendsten Probleme gelöst.
Zitat von JBS im Beitrag #4
Moin,
was auf Dachschrägen auf keinen Fall gehört, sind irgendwelche Motive wie Wolken, Bäume oder gar Häuser. Die fallen immer runter. Auch kein Himmelblau, am sichersten ist helles Grau.
[...]
Grau sieht wirklich sehr gut aus. Ich habe eine Dachschräge mit 45° und mir fiel immer der Himmel auf den Kopf. Ist auf deinen Bildern überhaupt nicht so! Vielen Dank!
Hmmm...wenn die (bei mir dominierenden) Schrägen schon grau sind, sollten die Giebelseiten wohl auch grau bleiben, oder?
Diegu
Zitat von JBS im Beitrag #4
Auch kein Himmelblau, am sichersten ist helles Grau.
Moin,
mir scheint aber, dass Dein Hintergrund einen leichten Blaustich hat oder ist das nur das Bild ? Es ist jedenfalls eine gute Variante, da ein diesiger Himmel immer etwas gräulich erscheint. Vielleicht ist eine Verschiebung zu einem bläulicheren Grau sinnvoll, je höher man kommt. Eine solche Verschiebung gibt es ja auch in der Natur.
Grüße
Jürgen
Moin Jürgen,
stimmt, der Hintergrund hat einen kleinen Blauanteil.
Johann
Hallo zusammen,
ich habe mal eine KI befragt.
Erst als ich der KI die These von Johann vorgab, kamen ansatzweise vernünftige Antworten.
Kann ja trotzdem falsch sein, daher würde mich eure Meinung interessieren. Ist fast so, wie Johann sagt, weiter oben geht es aber tatsächlich in Richtung gedämpftes blau:
Für eine Höhe von 80 cm diagonale Länge (beginnend ab Grundplatte, über die Ausrundung bis nach oben) wird ein Farbverlauf benötigt, der die atmosphärische Luftperspektive physikalisch korrekt nachbildet.
Der Horizont ist durch Feinstaub und Luftfeuchtigkeit stets stark aufgehellt und entsättigt (Dunstschicht). Nach oben hin nimmt die optische Dichte der Luft ab, wodurch das Himmelsblau sichtbarer wird. Um den Knick der 45°-Dachschräge optisch aufzulösen, muss die Farbsättigung im oberen Bereich jedoch gedämpft bleiben.
Farbwerte-Tabelle (80 cm Verlauf von unten nach oben)
| Position | RGB-Wert | Visueller Eindruck |
|---|---|---|
| 0 cm | 235, 238, 240 | Sehr helles Lichtgrau |
| 20 cm | 211, 220, 228 | Blassgrau mit leichtem Blaustich |
| 40 cm | 188, 202, 216 | Hellgraues Dunstblau |
| 60 cm | 164, 184, 204 | Mattes Pastell-Himmelsblau |
| 80 cm | 140, 166, 192 | Gedämpftes Taubenblau |
Jetzt bin ich am Überlegen: Ganz grau oder doch mit blau. Kann halt doch erschlagend wirken.
Grumel.
Beste Grüße
Diegu
#11 RE: Dachschrägen und der Horizont/Hintergrund
Hallo Diegu,
wenn ich mir das Bild des Verlaufs so anschaue, könnte ich mir gut vorstellen dass man das obere Drittel einfach weglassen kann. Wir schauen ja im Prinzip immer auf die Anlage hinab.
Die andere Frage/Überlegung wäre, ob man die untern 5cm nicht vielleicht diffus dunkelgrün/dunkelgrau auslegt um Landschaft anzudeuten?
Viele Grüße,
Stefan
Moin die Herren,
ich denke, das obere Drittel ist wichtig für das Gefühl der Weite. Bei der Dachschräge kommt es wahrscheinlich aber nicht so gut. Der Blick geht vor der Anlage stehend, je nach Dachwinkel in etwa parallel. D.h. auf eine vertikale Hintergrundfläche projeziert, wird die (vertikale) Höhe gar nicht so viel mehr. Insofern macht mMN eine Abstufung nicht viel Sinn. Das eigentliche Problem ist ein anderes. WIe kann die Beleuchtug der Schräge erfolgen, so dass der Hinergrund wie aus einem Guss wirkt. Wenn man vor der Anlage steht, ist das nicht so dramatisch, das Auge, oder besser das Gehirn, kann das ausgleichen. Bei Aufnahmen fällt immer wieder auf, dass der Hintergrund durch eine andere Beleuchtung scheinbar eine andere Farbe hat.
Direkt über der Anlage kann man sicherlich mit etwas Farbe eine Landschaft andeuten. Ich plane das bei meiner Anlage zu tun. Hierbei kommen dunklere Töne in den "Vordergrund" des Hintergrunds und hellere deuten dahinterliegende Teile an. Nur nicht zu konkret werden, denn das sieht meistens eher kitschig aus. Beim Malen mit Acrylfarben emfiehlt es sich von den helleren Farbtönen zu den dunkleren zu arbeiten.
Viele Grüße
Jürgen
Zitat von Jürgen K im Beitrag #12
Bei Aufnahmen fällt immer wieder auf, dass der Hintergrund durch eine andere Beleuchtung scheinbar eine andere Farbe hat.
Fotos sind nochmal ein ganz eigenes Thema. Auch der Untergrund, die Drucktechnik, selbst der Blickwinkel verändern die Erscheinung grundlegend. Wenn man kein gleichmäßiges Tageslicht hat, bleiben nur einstellbare Fotolampen, deren Farbtemperatur man mit der Kamera abstimmt. Gerade bei Dachschrägen darf man auch nicht vergessen, dass die Farbe des "Himmels" auf die Anlage reflektiert wird und sich dadurch die Gesamtstimmung ändert. Das Fatale an der Sache: die Augen gewöhnen sich schnell daran und man gestaltet u.U. die Anlage farblich anders. Man merkt erst beim direkten Vergleich (z.B. Bilder von anderen Anlagen), dass irgendetwas nicht stimmt. Meist sucht man die Ursache dann in der Fototechnik und findet die Lösung nicht.
Gruss, iwii
Moin,
ich würde jede Art von „Spielereien“ auf schrägen Hintergründen vermeiden. Ob helles Grau oder sehr helles Blau ist Geschmacksache. Gleichmäßige Ausleuchtung wäre wichtig und für Fotos den Weißabgleich nicht vergessen.
Viele Grüße,
Johann
#15 RE: Dachschrägen und der Horizont/Hintergrund
Moin Stefan,
warum die Flächen trotz leichtem Blauanteil in den gezeigten Fotos grau erscheinen?
Ich reduziere manchmal die Farbsättigung etwas um einen realistischen Gesamteindruck zu erzeugen. Wie das hier konkret war, kann ich aus dem Kopf nicht sagen. Bei Interesse könnte ich in Lightroom nachsehen.
Viele Grüße,
Johann
#17 RE: Dachschrägen und der Horizont/Hintergrund
Hallo Johann,
ich hab mich missverständlich ausgedrückt. In der Annahme, dass Du die Hintergründe von Hand gemalt hattest, zielte meine Frage auf gewählten Farben und Technik ( Acryl, Öl, Sprühfarbe ) und den "Malgrund" ab.
Das Adobe-Zeugl ist so gar nicht meine Welt.
Viele Grüße,
Stefan
Wandfarbe mit Abtönfarbe aus dem Baumarkt, mit Kunststoffrolle aufgetragen. Untergrund ist eine beschichtete Pressspanplatte (weiß).
Zitat von JBS im Beitrag #14
Gleichmäßige Ausleuchtung wäre wichtig
Moin,
genau den Punt möchte ch noch einmal aufgreifen. Wie leuchtet man eine Dachschräge im normalen Betrieb,also nicht speziell für Fotos, aus, so dass er möglichst gleichmäßig hell und passend zur Moba-Beleuchtung ist ?
Ich würde vermuten, dass die Lichquelle/n am besten hinter der Frontblende untergebracht sind und in Richtung Hintergrund strahlen. Aber das ergibt einen Helligkeitsverlauf nach unten hin. Eine zusätzliche Aufhellung von unten halte ich für schwierig. Habt Ihr Erfahrungen ?
Grüße
Jürgen
Hmm. Erfahrungen habe ich keine, habe mir aber mal Gedanken gemacht und von einer KI (sorry, schon wieder) querchecken lassen. Eine reine Beleuchtung von vorne oben wurde nicht so gut bewertet, wegen möglicher Schlagschatten, daher zusätzlich noch eine indirekte Beleuchtung weiter hinten. Vielleicht ist das ja überzogen oder daneben. Gerne Kommentare.![]()
Oben hatte ich ja einen möglichen Farbverlauf gepostet. Ich habe für mich beschlossen, dass ich das so nicht hinkriege und mich dann auf eine Farbe festgelegt. Unter Berücksichtigung der Schräge, der Beleuchtung, der Wahrnehmungspsychologie wurde mir dann lichtgrau empfohlen RGB 235 / 238 / 240 #EBEFF0 (Lichtgrau), bzw. NCS S 0502-B.![]()
Das habe ich mir jetzt im Baumarkt als stumpfmatte Dispersionsfarbe mischen lassen und dann schaue ich mal, wie das wird.
Vielleicht gibt's ja noch Empfehlungen aus der Praxis.
Grüße
Dieter
Ich setze Walimex pro LED Sirius 160 Bi Color auf meiner Anlage ein. Der Abstrahlwinkel ist einstellbar, der Wandabstand kann über zusätzliche Halter reguliert werden, sie sind dimmbar und in der Lichtfarbe einstellbar. Ich sehe keinen Grund, warum diese an einer Dachschräge nicht genauso gut funktionieren sollten – vorausgesetzt, man kann sie über dem Kopf des Betrachters anbringen. Als Abstand zwischen den Lampen empfehle ich 1m bis 1,50m. Dann hat man kein großes Problem mit sich überschneidenden Schatten. Es gibt zwar größere/längere Lampen, die sind jedoch aktiv gekühlt, was man nicht unbedingt möchte.![]()
Gruss, iwii
Hi iwii,
sehr schönes Bild!
Vorteil bei dir ist halt, dass du die Leuchten senkrecht über der Mitte oder dem hinteren Drittel der Anlage positionieren kannst und das auch getan hast. Damit hast du automatisch keine Schlagschatten.
Bei der Schräge ist das schwieriger. Vielleicht bringt ja noch jemand Beleuchtungstipps für die Schräge aus der Praxis.
Grüße
Diegu
#25 RE: Dachschrägen und der Horizont/Hintergrund
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