ADJ 22

21.09.2026 19:26
#1 ADJ 22
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Schuur ihr Jonge,

heute lag das ADJ 22 in meinem Briefkasten. Bisher habe ich es nur kurz überflogen, aber beim ersten Durchblättern bin ich auf auf der Seite 43 am Inspector "Columbus" hängen geblieben: Herzallerliebst.

Jetzt ist es ja nicht so, das ich den Ermittler bei "Meiswinkel & Utsch" sinnhaft einsetzen könnte... Oder vielleicht doch?

Nee, das lasse ich dann (erstmal). Aber Michael zieht in seinen Zeilen einen Vergleich mit "Horst Schimanski" und stellt (sich und uns) die Frage, wann denn eine Figur des "Ruhrpottbullen" erscheinen wird.

Diese Frage kann ich beantworten: Es gibt ihn schon (zumindest wurde er angekündgt): Ebenfalls bei Hünerbein, gemeinsam mit "Tanner" und "Hänschen". Vorerst leider ebenfalls nur in 1/87. Schade eigentlich.

https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?10,11526101

Beide typischen Autos (Peugeot 403 bei Columbo) und Schimanskis Citreon CX gibt es ebenfalls als gute Nachbildungen im Modell:

https://www.modelcarworld.com/de/prod/10...56-1-87-brekina
https://www.modelcarworld.com/de/prod/10...1985-1-87-pcx87

Die Karre von Columbo gibt's aktuell leider nur offen... Ich erinnere mich nicht daran, dass der Inspector mal offen gefahren wäre. Aber was soll's.

Grüße vom Exilsiegerländer aus Butzbach in der Wetterau

Hartmut

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21.09.2026 20:09
#2 RE: ADJ 22
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Hallo zusammen,

Ich gebe mal eine Idee in den Raum zu Seite 31 unten: Wofür ist das W-Signal?

Bei Zugkreuzungen ist es für mich kaum vorstellbar, dass zwei Züge fast gleichzeitig umsetzen. Vielleicht haben die Loks die Züge getauscht und sind dahin gefahren, wo sie herkamen. Der erste Zug fährt auf Gleis 1 und die Lok setzt auf Gleis 3 oder sonstwo in Wartestellung. Dann fährt der zweite Zug auf Gleis 2 ein, den die erste Lok übernimmt. Der von Gleis 2 abgefahrene Zug lässt seine Lok am W-Signal stehen, die dann vor dem W wartet, bis das Gleis frei ist und „herkommen“ signalisiert bekommt, um dann den Zug auf Gleis 1 zu übernehmen.

Mit dieser Lösung kommen sich die Loks nicht in die Quere

Meint
Thomas


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21.09.2026 20:48
#3 ADJ 22: Das Wartezeichen in Tönning
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Schuur Thomas,
schuur ihr Jonge,

die Frage, warum in Tönning das Wartezeichen (heute Ra11) aufgestellt wurde, kann ich auch nicht beantworten. Aber Thomas hat eine vermutung, die meiner Ansicht nach in die richtige Richtung geht:

Zitat
Mit dieser Lösung kommen sich die Loks nicht in die Quere



Ich gehe davona aus, dass in Tönning neben dem (ggf. kreuzenden) SPNV auch Nahgüterzüge und/oder Rangierabteilungen gleichzeitig zugange waren.

Im heutigen Regelwerk ist dieses Signak folgendermaßen definiert:

Ra 11, Wartezeichen
Auftrag des Wärters zur Rangierfahrt abwarten

In früheren Zeiten war die Bedeutung nicht abweichend. Von daher ist es im Grunde genommen eine Abgrenzung des Bahnsteigbereichs (und ggf. dort stehender Züge) gegen Rangierfahrten innerhalb des Bahnhofs.

Grüße vom Exilsiegerländer aus Butzbach in der Wetterau

Hartmut

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30.09.2026 23:00
#4 RE: ADJ 22: Das Wartezeichen in Tönning
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Ein sehr interessantes Beispiel. Wie ist der Bahnhof Tönning aufgebaut?
Auf der Seite der Einfahrten aus Husum und Sankt Peter-Ording haben wir Einfahrsignale und ferngestellte Weichen. Der südliche Bahnhofskopf ist jedoch mit ortsgestellten Weichen (siehe Abb. 14) ausgerüstet. Das Ende der Einfahrzugstrassen liegt an den Ne5 Signalen (H-Tafeln) für Zugfahrten.
Leider ist der abgedruckte Lageplan an dieser Stelle unvollständig.
Die Seite blog.eisenbahn-sh.de https://blog.eisenbahn-sh.de/2025/01/21/...eich-1999-2025/ zeigt den Bahnhof im Zustand von 1991 und auf Fotos nach Umbau auf ESTW Technik.
Der Plan von 1991 zeigt zwar schon deutlichen Rückbau, aber die H-Tafeln sind vollständig dargestellt. Dies erleichtert das Verständnis für das in Abb.6 erkennbare Wartezeichen Ra11.
Gl. 1 hat einmal eine Nutzlänge für Reisezüge am Bahnsteig, sowie für Güterzüge kurz vor Weiche 19. Die Eisenbahn Bau und Betriebsordnung trifft unter §14 Signale und Weichen im Absatz 11 Festlegungen zum Thema Flankenschutz für Reisezüge.
https://www.gesetze-im-internet.de/ebo/__14.html
Daher deute ich das Ra11 in Gl.2 als Flankenschutzeinrichtung für Einfahrten in Gl. 1. In der Vergangenheit war die Ausrüstung von Haltetafeln mit Zugsicherung eher unünblich. Daher erfordert das Ra11 in Gl. 2 vor Beginn des Rangierens die Zustimmung des Fahrdienstleiters. Er hat den Überblick, über mögliche gefährdende Zugfahrten (Flankenschutz). Damit waren wesentliche Forderungen der EBO erfüllt.
Beim späteren Umbau auf ESTW Technik wurden die Haltetafeln durch Lichthauptsignale am Ende des Einfahrweges ersetzt.
So hat es Hartmut in verkürzter Form ja bereits mitgeteilt.

Gruß Kai-Nils

Die Kunst eine Lokomotive zu führen kann nur durch jahrelanges Studium, geduldiges Üben und Erfahrung erworben werden.
(The Australian Locomotive Enginedriver's Guide)

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01.10.2026 08:09
#5 RE: ADJ 22: Das Wartezeichen in Tönning
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Zum „Nachwort von OOK“ auf S. 29 / ADJ 22 möchte ich auch etwas beitragen.

Es überrascht mich eigentlich nicht, dass man in den meisten MoBa-Foren – Stummis, Märklin H0 oder ähnlichen – eher weniger Begeisterung für das Fahren nach Plan oder nach Vorbild findet. Der Schwerpunkt liegt dort oft stärker auf Anlagenbau, Digitalisierung oder Neuheiten.

Eines der Forumsmitglieder hatte einmal zu mir gesagt: „Wenn Du nach Vorbild fahren möchtest, geh zum FREMO!“

Aha … ja, und seitdem bin ich tatsächlich aktiver im FREMO als in der anderen Gruppe.

Am Ende findet wohl jeder den Bereich unseres Hobbys, für den er sich selbst begeistern und engagieren möchte. Jeder hat auf seine Weise Spaß an seiner Leidenschaft. Unser Hobby bietet so viele unterschiedliche Möglichkeiten, dass ich keine davon verurteilen möchte.

Vor etwa einem halben Jahr hatte ich diese Fachzeitschrift, die ADJ, eher zufällig in einer Buchhandlung im Frankfurter Hauptbahnhof entdeckt. Ich habe sie danach sofort abonniert und inzwischen auch mein Abo verlängert. Die Artikel bringen mir immer wieder neue Erkenntnisse zur Anlagengestaltung, obwohl ich selbst Module statt einer festen Heimanlage baue. Platz ist für mich ohnehin immer ein Luxus – und sehr wahrscheinlich geht es vielen anderen genauso.

Nichtsdestotrotz lerne ich viel von den Autoren der ADJ-Artikel ebenso wie von den Mitgliedern des MAPUD-Forums.

Otto hatte im Nachwort noch einmal den zweiten Schwerpunkt der ADJ erwähnt: Anlagen für beziehungsweise mit vorbildentsprechendem Betrieb.

Genau da finde ich mich mit meinem noch im Bau befindlichen Modulprojekt der Verden-Walsroder Eisenbahn (VWE) wieder. Für mich ist auch eine Gruppe von Modulen eine – wenn auch kompakte – Anlage. Sie ist eben nicht irgendwo im Keller oder in einem Zimmer festgeschraubt.

Trotzdem möchte ich damit so nah wie möglich an einen vorbildgerechten Betrieb herankommen. Dazu gehört für mich die intensive Recherche des damaligen Eisenbahnbetriebs genauso wie die Beschäftigung mit den Unternehmen entlang der Strecke. Gerade die Firma Effem, heute Mars Petcare, hat die Existenz und den Betrieb der VWE stark geprägt.

Deshalb würde ich mich sehr über weitere Artikel in der ADJ freuen, die sich mit Modulanlagen und vorbildgerechtem Betrieb beschäftigen.

Weiter so, lieber Otto!

Liebe Grüße
Jimmy


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01.10.2026 09:57
#6 RE: ADJ 22: Das Wartezeichen in Tönning
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Zu „Eine Sache noch …“ auf S. 43 / ADJ 22 muss ich als alter Columbo-Fan doch noch etwas anmerken.

Ich bin in den 80er Jahren aufgewachsen, und unter anderem gehörten Columbo und Matlock zu meinen Lieblingsserien.

Beim „Inspektor Columbo, dem Mann ohne Vornamen“ musste ich deshalb etwas schmunzeln. Ganz so einfach ist es nämlich nicht: Auf seinem Dienstausweis ist in einigen Folgen tatsächlich der Name Frank Columbo zu erkennen – auch wenn sein Vorname in der Serie nie ausgesprochen wurde und die Autoren ihn offenbar ganz bewusst namenlos lassen wollten.

Für mich wird er deshalb trotzdem immer unser Lieutenant Frank Columbo bleiben.

Nur noch eine Sache … 😉


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07.10.2026 19:10
avatar  hidde
#7 RE: ADJ 22: Das Wartezeichen in Tönning
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Was ich noch kurz sagen wollte . . .

Leider kann ich ADJ derzeit in den Niederlanden nur digital beziehen.
Aber gut, zumindest bekomme ich es!

Und beim Lesen hat mich der Artikel „In Höhn müssen alle Kopf machen“ richtig begeistert.
Es ist sehr schön, in der Ausgabe 22 von ADJ einen Artikel über eine Modelleisenbahnanlage mit den Maßen 2 x 0,5 m zu lesen. Der Artikel zeigt sehr gut, dass man darauf auch den Bahnbetrieb realistisch nachstellen kann.

Ich selbst besitze seit einigen Jahren ebenfalls eine Modelleisenbahnanlage mit denselben Maßen im Maßstab H0. Anstelle des Personenverkehrs betreibe ich Güterverkehr mit den dazugehörigen Rangierarbeiten für zwei multi-spot Anschlüsse, Güterschuppen, Ladestraße und Dienstgleis, gemäß den dafür geltenden Vorschriften der DB aus den 1960er Jahren, zur vollsten Zufriedenheit.

Das beweist einmal mehr, dass wir unser Hobby, so wie wir es in diesem Forum verstehen, auch auf kleiner Fläche sinnvoll ausüben können.

Meint
Hidde


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