Die Parkett-Kindereisenbahn

28.12.2023 12:10
avatar  dave
#1 Die Parkett-Kindereisenbahn
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Hallo,

auf Seite 11 im Strand Startpackung für Modell- und nicht für Spielbahner schrieb ich am 10.11.23:

Zitat von dave im Beitrag Startpackung für Modell- und nicht für Spielbahner
Hallo,

ich komme leider in letzter Zeit kaum dazu hier zu lesen oder gar zu schreiben. Allerdings stehe ich momentan vor der selbst gesetzten Herausforderung bis zum Tag W für die zwei heranwachsenden Mitbewohner etwas Modellbahnerisches auf die Beine zu stellen. Die Brio-Bahn soll einen Nachfolger bekommen. Vom Spielen mit dieser nehme ich mir mit, dass Point-to-Point auch für kleine Kinder Spaß macht (vom Kinderzimmer ins Wohnzimmer) und die kindliche Fantasie die Illusion der Entfernung noch größer macht. Auch die Verladestellen sind immer höchst beliebt, gerade wenn zwischen zwei Ladestellen hin- und hergefahren wird.
Kompaktanlage scheidet für mich aus, weil sie zu wenig Abwechslung bietet und kein wirklich brauchbarer Platz vorhanden ist.
Da H0e nicht kindgerecht ist, wird es H0 2L-DCC. Märklin hatte ich selbst und litt unter der furchtbaren Optik, horrenden Preisen und kaum ÖBB-Material. Ideales Gleismaterial dürfte für mich das Trix-C-Gleis sein, weil trittfest und im Handel verfügbar. Eine ungenützte Roco-DCC-Zentrale und zwei Multimäuse sind im Haushalt, aus der Verwandtschaft konnte ich einige Roco-Line-Weichen bekommen und bei Kleinbahn-Fahrzeugen war auch einiges zu finden. Da war mir wichtig vorerst auf zweiachsige Wagen und dreiachsige Loks zu setzen, um leicht damit spielen zu können.
Somit hat das Christkind einen Grundstock an Material. Als Aufbau schweben mir zwei einfache Bahnhöfe mit Ladegleisen vor und Parkettbahnstrecke dazwischen. Da kann entweder jedes Kind einen Bahnhof bearbeiten oder einen Zug auf die Strecke schicken. Ob diese als Point-to-Point oder auch einmal als Kreisbahn ausgeführt wird, soll je nach Stimmung entschieden werden können, also kein fixer Gleisplan.
Ideal wäre natürlich auch die Bahnhöfe flexibel zu gestalten, aber bei der Menge an Weichen ist das Budget schnell überschritten. Deswegen tendiere ich zur schmalen Holzbrettern auf denen fix die Gleise der Bahnhöfe montiert sind (Roco Line) und dazwischen die Strecke(n) mit Trix-C-Gleis. Da schafft viel Flexibilität beim Streckenbau, aber auch schnelles Auf- und Abbauen, da man bei flexiblen Bahnhofgleisplänen immer die richten Gegenbögen oder kurze Distanzsstücke ewig suchen muss.
Das ganz ist jetzt einmal der Start in eine mögliche Modellbahnfaszination. Erweiterungen sind leicht möglich und schaffen so viel Abwechslung. Gerade als Kind wollte ich immer selbst das nachbauen, das ich vor kurzem erlebt oder gesehen habe. So versuchte ich einmal mit Märklin-M-Gleis und Holzbausteinen die Schafbergbahn nachzubauen und andersmal einen Verschiebebahnhof...

Falls noch wer Tipps hat, gerne!


Nun ja, die Deadline war gesetzt. Ein einfacher Gleisplan war schnell gestrickt und die oben bereits beschriebenen Ideen umgesetzt, außer dass jetzt nur Roco-Gleismaterial verwendet wird, da die Geometrie gleich ich und auch sehr gut gebraucht verfügbar ist.
Die Umsetzung dieses einfachen Projekts habe ich mir dann fast zu leicht vorgestellt. Bei Bau und Erprobung findet man doch noch die eine oder andere Stelle zum Nachschärfen. So habe ich übersehen, dass die meisten Weichen Code 100 sind und die Gleise Code 83. Den leichtgewichtigen Kleinbahnwagen (Vollkunstoff inkl. Achsen) gefällt das gar nicht...
Zum Betrieb möchte ich nun gar nicht zu viel Regeln aufstellen bzw. die Fantasie einschränken. Im Spiel kommt das fast von alleine. So hatten wir bereits eine "Session" in der Wagen auf das Abstell-/Ladegleis zugestellt und wieder abgeholt wurden. Die drei Mitspieler (Fdl, Tfzf, Verschieber) hatten durchaus Freude. So setzte sich der vierjährige Fdl von sich aus zu einem Tisch am Gang und gab von dort die Anweisungen wo welcher Wagen hin muss und wann welcher Zug fahren durfte. Der sechsjährige Tfzf wiederum saß einmal rücklings zum Ladegleis und verlangte vom 38-jährigen Verschieber Anweisungen in welche Richtung er fahren musste bzw. wie weit noch. Das alles passierte ganz intuitiv!








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28.12.2023 12:27
avatar  Rob
#2 RE: Die Parkett-Kindereisenbahn
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Rob

Finde ich großartig. Das ist doch eigentlich die Basis womit der große Zauber beginnt.

Mit meinem Zwerg habe ich noch die Brio Bahn aufgebaut und durch einfache Aufträge das Spiel gestaltet.


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28.12.2023 14:15 (zuletzt bearbeitet: 28.12.2023 22:10)
avatar  Gilpin
#3 RE: Die Parkett-Kindereisenbahn
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Hallo Dave,

lange nichts von Dir gelesen; insofern Willkommen zurück!

Ich habe als Kind sogar eine Anlage mit nur einem Bahnhof im Kreis gehabt (und zugegebenermaßen am Weihnachtsabend mehr mit der Musiktruhe gespielt, die sich meine Eltern gegönnt hatten) und habe die Illusion von Entfernung erzielt, indem ich dreimal rundherum gefahren bin und der Bahnhof jeweils einen anderen Namen bekam. Die Anlage bekam aber im darauffolgenden Jahr ihren Nachfolger. Auch am Tag W.

Mir gefallen Deine Züge: reine Epoche 3, typisch ÖBB. Willst Du jedoch nicht den Jungs nächstes Jahr etwas gönnen, was sie täglich sehen?

Zitat
Gerade als Kind wollte ich immer selbst das nachbauen, das ich vor kurzem erlebt oder gesehen habe.

Es muss ja nicht unbedingt ein völlig heruntergekommener Eaos voller Graffiti sein, aber es gibt immer noch Zweiachser. (Ich muss aber aufmerksam meine Berichte vom Rbf daraufhin absuchen, ob ich das halten kann.) - Gibt es für Kleinbahn-Wagen keine Tauschachsen?

Auch Dir ein schönes Restjahr und einen Guten Start ins Neue - auf dass es in jeder Hinsicht besser werde als das zu Ende gehende,

Reiner und Edith


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28.12.2023 14:44
#4 RE: Die Parkett-Kindereisenbahn
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Vor etlichen Jahren hatten wir was ganz Ähnliches:
Betrieb für und mit dem Nachwuchs
Die Kinder auf dem Bild sind mittlerweile gut etabliert, das Eisenbahn-Hobby ist bei denen weit weg.

Mit Hp1-Gruß -Helmut


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28.12.2023 15:23
avatar  dave
#5 RE: Die Parkett-Kindereisenbahn
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Zitat von Gilpin im Beitrag #3
Hallo Dave,

lange nichts von Dir gelesen; insofern Willkommen zurück!


Danke, ich war nie weg. Ich habe leider (momentan?) nicht die Kapazitäten mich in alle Fäden reinzudenken und zu schreiben. Manche Diskussionen schweifen mir dann auch etwas zu sehr ins Theoretische ab...

Zitat von Gilpin im Beitrag #3

Mir gefallen Deine Züge: reine Epoche 3, typisch ÖBB. Willst Du jedoch nicht den Jungs nächstes Jahr etwas gönnen, was sie täglich sehen?

Zitat
Gerade als Kind wollte ich immer selbst das nachbauen, das ich vor kurzem erlebt oder gesehen habe.
Es muss ja nicht unbedingt ein völlig heruntergekommener Eaos voller Graffiti sein, aber es gibt immer noch Zweiachser. (Ich muss aber aufmerksam meine Berichte vom Rbf daraufhin absuchen, ob ich das halten kann.) - Gibt es für Kleinbahn-Wagen keine Tauschachsen?



Ja, ich stimme dir voll zu wenn man auf der Modellbahn das fahren will, das man auch sieht, gerade als Kind! Alle Güterwagen und die 80 bekam ich schon vor Jahren geschenkt. Die 2067 ist der Kompromiss zur Gegenwart als "rote Verschublok". Eine 2070 wäre sicher passender, aber noch nichts für den groben Kinderbetrieb. Einen 5047 habe ich schon in Aussicht für den modernen Personenverkehr, aber man muss ja nicht gleich mit mehreren Tfz die Modellbahnkarriere starten. Da es ja die Kleinbahn-80 schon im Fundus gab, habe ich mich für grüne Kleinbahn-Spantenwagen entschieden, da wir die ÖGEG-Museumsbahn Timelkam - Ampflwang schon mehrfach besuchten. Somit gibt es hier einen Realitätsbezug.

Zitat von Fdl Triptis im Beitrag #4
Vor etlichen Jahren hatten wir was ganz Ähnliches:
Betrieb für und mit dem Nachwuchs
Die Kinder auf dem Bild sind mittlerweile gut etabliert, das Eisenbahn-Hobby ist bei denen weit weg.


Deinen und OOKs Ausführungen in diesem Faden kann ich mich vollständig anschließen. Unsere Ansätze sin ja sehr ähnlich.


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