Anschlußgleise, meerumschlungen

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07.08.2023 18:07
#76 RE: Neuigkeiten in 2020
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Freu mich schon auf den ET 165! Mit Hp1-Gruß - Helmut


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07.08.2023 20:00
#77 RE: Neuigkeiten in 2020
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Und das ist ein Identelement aller erster Güte für das Zielgebiet!

Beste Grüße

Stefan -Eingleisig-


Lippstadt geplant

Lippstadt im Bau

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07.08.2023 20:42 (zuletzt bearbeitet: 07.08.2023 20:49)
#78 Berliner Luft
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So, zügiger denn je gehts weiter...

Also dann, was hat sich konkret geändert?
Nicht viel tatsächlich, gut ein Drittel is ja schon fast fertig, und der Rest war flugs umgeplant:


https://abload.de/image.php?img=zehlendorfnummer759te3h.png

Hier will ich nur schnell durch alles durchgehen, Details später gesondert, ihr wisst ja, Textwand und so...

In der Mitte, unterhalb des Teltowkanals, die Übergabe in Lichterfelde Süd.
Auf einem Stumpfgleis im Vordergrund darf mal ein ET 165 wenden. Weiter kommt er nicht, denn dann kommt direkt schon die Grenze. Der Grenzverlauf war besonders in der Stadt von vielen Ecken und Beulen geprägt, und auch der Güterbahnhof Treptow wurde zerschnitten. Eine Durchfahrt des Todesstreifens wie in Treptow habe ich mir allerdings gespart, dafür reicht hier nicht der Platz. Wäre aber sicher interessant.

Dann kommt der Rangierbereich Weserstraße, angeleht an die Lahnstraße in Neukölln.
Hier finden sich neben Lokschuppen, Freiladegleis und GA auch folgende Anschließer:

- Gebrauchtwarencenter Titus Jonas: Schrotti am Hafen geht immer

- Schütt-Mühle: der Berliner Kampffmeyer-Standort, eigentlich in Ruhleben gelegen -> Aurora mit dem Sonnenstern!

- Betonwerk: am NME-Bahnhof Teltowkanal hat es auch so eine Betonbude

- AEG Norddeutsche Kabelwerke: Elektropolis Berlin! Jede Industriebahn die ich in dieser Stadt angeschaut habe, hat irgendwo ein Kabelwerk, viele sogar mehrere. Die Nordkabel war auch an der Lahnstraße zu finden.

-MAMPE: Sinds de Aujen, je ßu Mampe...kennt wohl jeder den Spruch ;) Und ja, die Halle mit Logo und Schriftzug auf dem Dach hat es wirklich gegeben...an der Industriebahn Neukölln.

Folgen wir der Strecke weiter in die andere Richtung, fällt sie auf das Niveau des Teltowkanals ab und begleitet ihn.
Hier zweigt der Anschluß Sarotti ab. Der liegt eigentlich an der NME. Sarotti wurde eigentlich von Stollwerck übernommen, hier von Brandt, für den Brandt-Schokoladen-Kesselwagen (ja, den gab es!) ;)

Dann trennt sich die Strecke vom Kanal und durchschneidet ein Tanklager von Unitank, genauso wie die NME an der Kanalstraße.

Nun ein kurzer Abstecher zur Zweigstrecke. Unten rechts auf der Tür das BEWAG-Kraftwerk am Höcklager Damm (im Bereich Lichterfelde Süd gibt es tatsächlich ein Heizkraftwerk). Es ist eine Mischung aus den Kraftwerken Düsseldorf-Flingern und Berlin-Rudow. Ist auch seinen eigenen Beitrag wert.

Auf der anderen Gangseite dann noch das kurze Stammgleis Broermeyer-Straße mit den Anschlüßen

- Fernmeldezeugamt (wie an der NME) und

- Salzgitter Stahlhandel.


Zurück auf der Hauptstrecke erreichen wir den altbekannten Rangierbereich Hell-Straße. Außer einem zweiten Nordkabel-Werk gibt es hier nicht viel Neues, nur ein paar Änderungen im Detail.

- Autohaus und Tankstelle Dieckmann

- Stahlbau Kruse

- Kistner Baubedarf

- Erich Nöhren Entsorgung: Partner im bekannten "Reißwolf"-Aktenvernichtungs-"Franchise"

- Kühlspedition: vielleicht für die US Army tätig (Lichterfelde war voll mit Barracks)

- AEG Nordkabel II: noch ein Kabelwerk hat noch keinem geschadet

- M. Holsteiner Spezialchemie: zumindest den Namen wollte ich ein bisschen erhalten (Chemiefirmen gab es auch einige an der NME), dies ist die Spielwiese für den Waggon-schleppenden Unimog

Welche Schuppentore sich wann für welche Fahrzeuge öffnen, ist so komplex, daß es einen eigenen, langen Beitrag bekommen wird...

Das solls für diesen Beitrag gewesen sein, bis bald,

Gruß
Alex

Edith warf ein, daß es selbstverständlich einen Bolle-Supermarkt geben wird, genauso wie Hertha-Wimpel in den Kleingärten.


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07.08.2023 20:57 (zuletzt bearbeitet: 07.08.2023 20:58)
#79 Berliner Lok [wink]
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Schuur Gemeinde,

dazu böte sich dann diese https://fischer-modell.de/Hersteller/ESU...hala-Ep-V-Sound berliner Lok an

Grüße vom Exilsiegerländer aus Butzbach in der Wetterau

Hartmut

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07.08.2023 21:02
#80 Hertha und andere Sportvereine
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Schuur,

Edith warf ein, daß es selbstverständlich einen Bolle-Supermarkt geben wird, genauso wie Hertha-Wimpel in den Kleingärten.

Nicht zu vergessen TB...

Grüße vom Exilsiegerländer aus Butzbach in der Wetterau

Hartmut

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07.08.2023 23:30
#81 RE: Hertha und andere Sportvereine
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Moin,

schade, weg von der Waterkant in den größten Moloch Deutschlands - kann man machen, zumindest wirken die Anschließer genau so stimmig wie in der ursprünglichen Planung. Das ist durchaus positiv gemeint! Ich bin der Meinung, dass sich bezüglich Ident-Elemente sehr viel im Kopf abspielt bzw. zur Erklärung des Umfeldes herangezogen wird. Von daher fand ich die ursprüngliche Planung durchaus plausibel. Wie auch immer: mehr Kost-the-Ost und Goldbroiler statt Bundesbahn und MaK. Wie wäre es mit dem „Bullen von Teltow“ in Form einer EL4?

Grüße

Jörn


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07.08.2023 23:54
#82 Es liegt eine Lok im Teltowkanal...
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Moin Jörn,

keine Sorge, grauen Putz und Braunkohle-Geschmack wirst du nur in der Ferne ausmachen müssen, wir sind ja auf der "Außenseite" der Mauer ;)

Kleiner Vorgriff auf den Fahrzeugbeitrag, du wirst auf keine MaK-Diesel-Generation verzichten müssen, und nach der Wende und Liberalisierung tauchen sogar original Berliner Bundesbahn-Loks auf...

Mit der Elektrifizierung habe ich durchaus sehr ernsthaft gespielt, immerhin weist das Berliner Stadtgebiet allein schon vier elektrische Betriebe auf, plus dann Teltow und Straußberg, aber was hätte ich dann erstens mit meinen ganzen Dieselloks gemacht, und zweitens was mache ich mit der Oberleitung, wenn ich mal das 21. Jahrhundert sehen will? Die Siemens-Güterbahn wurde 1988, der Oberschweineöder Bulle 1995 de-elektrifiziert...

Gruß
Alex


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08.08.2023 07:29
#83 RE: Interessanter Schwenk
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Hmm, wieso nur DR und keine DB? Wurde denn über die gewählte Epoche schon etwas gesagt?

Mit nachdenklichem Gruß

Götz


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08.08.2023 08:14
#84 RE: Interessanter Schwenk
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Zur Erklärung: für mich ist DR oder DB bis 1990, alles was danach kommt ist DBAG. Hat es in West-Bärlin vor dem Fall der Mauer DB-Tfz gegeben?

Erklärende Grüße

Jörn


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08.08.2023 08:56
#85 RE: Interessanter Schwenk
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Hallo Alex,

irgendwie finde ich es doch schade, dass das schleswig-holsteinische Thema aufgegeben wird - gerade die NE-/Industrie-/Hafenbahnen rund um Kiel faszinieren mich enorm, und wenigstens aus der Perspektive eines nur leicht-ortskundigen fand ich das absolut glaubhaft und plausibel. Doch, schade! Aber du hast andere Präferenzen, und wenn dieser Richtungswechsel nicht mit dem Abriss schon gebauter Anlagenteile einhergeht ist ja auch nichts verloren.

Die Berliner NE-Bahnen sind für mich terra incognita, insofern glaube ich dir einfach mal dass das alles schon passen wird. Persönlich freut mich sehr dass das Kohlekraftwerk wieder dabei ist (das war glaube ich in den letzten Planungseditionen über Bord gegangen?).

- Welche Anlagenteile sind inzwischen gebaut und betriebsfähig?
- Gibt es eine Perspektive mit den gebauten Teilen frühestmöglich einen Rumpfbetrieb zu starten?
- Welche Rolle spielen die "abgedockten" Segmente am unteren Rand des Bildes?

Gruß,
Sebastian


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08.08.2023 14:55
#86 RE: Interessanter Schwenk
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Hallo Leute,

also hier erstmal noch ein paar Details, um die neu Hinzugezogenen up to speed zu bringen:

Die meiste Zeit wird meine Anlage in den frühen 80ern angesiedelt sein, nach entsprechenden Umdekorationen sollen es aber auch mal die 90er oder unsere Tage sein können. Die Sperranlagen müssen dann natürlich herausnehmbar sein.

Das Stammgleis Broermeyerstraße am unteren Rand wird dadurch erreicht, daß man die Tür in der unteren rechten Ecke öffnet.
Ein Zug fährt also auf das Segment, welches am Türblatt befestigt ist, hält an, die Tür wird geöffnet, und der Zug kann seine Fahrt in die entgegengesetzte Richtung fortsetzen.
Ich glaube Otto hat das vor Jahren mal OPA (ohne physischen Anschluß) getauft.

In unterschiedlichen Bauzuständen vorhanden sind die Bereiche an der Wand entlang zwischen dem Chemiewerk und dem Heizkraftwerk. Für die mittlere Zunge ist der Unterbau vorhanden, mit einer groben Styrodur-Überformung für die nun verworfene Landschaft. Das kann allerdings schnell abgehoben und ersetzt werden.

Ein Rumpfbetrieb ist bereits möglich, zumindest das Bedienen der Anschlüße im Bereich Hellstraße. Nur ein wirkliches Off bzw. Übergabe gibt es halt nicht, dazu muss noch das Streckengleis herhalten.

Und oh ein weiterer großer Vorteil der neuen Planung: Ich konnte die untere Ebene endlich loswerden!
Das minimiert dann die weitere Holzarbeiten, denn wie es so schön heißt, Schreiner werd ich wohl nie

Noch eine Anmerkung zu Kiel:

Natürlich bin auch ich total fasziniert von meinen Hausstrecken, aber es sprechen mehrere Punkte gegen eine Modelldarstellung dessen:

Zum einen fehlt mir die wirklich enge Verzahnung zwischen Industriebahn und Stadt.
Außer der Ostuferbahn hat Kiel keine dedizierte Industriebahn.

Zum anderen sind die Kieler Hafenbahnen sehr langgestreckte Anlagen. Enge Kurven fehlen fast völlig.
Um irgendeine der Kieler Strecken in einen Kellerraum zu bekommen, ist viel Verbiegen notwendig.
Außerdem bräuchte ich recht große Nutzlängen, um die Container- und Papierzüge unterzubringen.
Nur ein bisschen EWV macht in der Epoche IV keine Hafenbahn, schon gar nicht die Kieler.

Und das bringt mich zum wichtigsten Punkt:
Ich kenne das alles zu gut. Jeder Kompromiß wird mir sofort störend ins Auge springen. Wenn ich das nicht annähernd maßstäblich oder wenigstens großzügig bauen kann, lande ich sofort im uncanny valley. Irgendetwas wird immer nicht stimmen.

Deshalb Neukölln:
Relativ weit weg, enge Kurven, kurze Rangierabteilungen, viele Spitzkehren.
Kaum eine Bahn lässt sich besser in einen Keller biegen und falten.

Und für dieses Setting bietet Rendsburg einfach nicht den Rahmen. Zu klein, zu viel Platz draußen rum, kein Grund für enge Kurven zwischen großen Häusern (die es da eben auch einfach nicht gibt).

Hoffe etwas erhellt zu haben,

Gruß
Alex


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08.08.2023 17:38 (zuletzt bearbeitet: 09.08.2023 20:20)
#87 Fahrzeugeinsatz in Berlin...
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Schuur Gemeinde,

aaaalso: Vor dem Mauerfall war prinzipiell die DR für die Betriebsführung auch im Westteil Berlins zuständig. Natürlich gab es mit den beiden relativ bekannten NE-Bahnen (NME und OHE-Sp) und den diversen hier schon angesprochenen Industriebahnen auch Ausnahmen.

Die Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn hatte damals einen recht bunten Fuhrpark mit Loks aus den Häusern Henschel, Jung und Kraus-Maffei, die Osthavelländische Eisenbahn in Spandau operierte mit recht exotischen Loks aus dem Hause Jung (3 von 5 R60D und die einzige je gebaute RC70BB waren bei der OHE-Sp im Einsatz).

Bei den Industriebahnen kann man sicher die ganze Palette von Industrieloks aller Hersteller glaubhaft darstellen. Bis hin zu Köf aus Staatsbahnbeständen, Loks der DDR-Schienenfahrzeugindustrie oder den anderen Herstellern des damaligen "Ostblocks".

DB-Loks sehe ich allerdings im vorwende Berlin eher nicht. Oder, wenn überhaupt, nur mit wild konstruierten "Legenden"...

Nach 1990 sieht die Geschichte dann wohl anders aus. Allerdings habe ich kein belastbares Wissen bezüglich des Fahrzeugeinsatzes der DB in der Zeit nach 1990.

Grüße vom Exilsiegerländer aus Butzbach in der Wetterau

Hartmut

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11.08.2023 17:04 (zuletzt bearbeitet: 11.08.2023 17:10)
#88 Berlin Train
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Moin Moin,

wie angekündigt folgt nun der Fahrzeug-Beitrag. Ich werde ihn denke ich vorziehen, da das Thema Identität durch Fahrzeuge ja eh schon läuft.

Nichtbundeseigene Eisenbahnen haben ja immer den Vorteil, daß sie lokale Identität besser erzeugen können als Staatsbahnfahrzeuge, denn es steht ja sprichwörtlich auf der Führerhaus-Seitenwand wo wir sind.

Die Insel West-Berlin bringt da noch eine weitere Verdichtung mit sich: zum einen die Vielzahl der Betriebe, zum anderen der rege Austausch von Fahrzeugen, denn Ersatzfahrzeuge aus der Bundesrepublik zu mieten würde eine teure Überführung nötig machen, und die Zonen-Reichsbahn kommt schon gar nicht in die Tüte…

Spontan fallen mir Tauschaktionen ein zwischen NME und IN, NME und ITF, IN und BVG-S-Bahn, IN und OHE-Sp, NME und OHE-Sp.

Daraus ziehe ich für mich, daß ich quasi jedes West-Berliner Triebfahrzeug auf meinen Gleisen einsetzen kann.
Und das waren im Lauf der Jahrzehnte so einige.
Diejenigen, die ich langfristig plane anzuschaffen, habe ich hier einmal aufgelistet, inklusive möglicher Modellumsetzung:

Beginnen will ich mit den Loks aus heimischer Produktion:

Rhenus-WTAG 2 (MaK 1000 D)
Modellumsetzung: MaK 1200 D von Heljan umlackieren

IGB DL 9 (MaK G 1100 BB)
Modellumsetzung: Das wird wohl ein großer Selbstbau werden...

Rhenus-WTAG 3 (MaK G 1300 BB)
Modellumsetzung: Bau auf Basis einer vorhandenen DB-V100

OHE-Sp Lok 8 (MaK G 1204 BB)
Modellumsetzung: G 1204 von Märklin umlackieren

OHE-Sp V 280.1 (Vossloh G 2000)
Modellumsetzung: vorhandenes Modell umbeschriften

Weiter geht’s mit Loks aus Neukölln:

NME ML 00601 (WR 200 B12)
Modellumsetzung: Umbau vorhandener Liliput V 20

Industriebahn Neukölln DL 6 (Henschel DHG 700)
Modellumsetzung: Umlackierung vorhandener Märklin DHG 700

NME ML 00613 (KM ML 500 C)
Modellumsetzung: Bau auf vorhandenem Fahrgestell DHG 700

NME 00604 (Jung R 42 C)
Modellumsetzung: Das Real-Modell, irgendwann…

Jetzt noch ein paar vermischte Kleinloks:

BEHALA Lok 6 (KHD KG 230 B)
Modellumsetzung: ESU an Hartmut für der Tipp

BEHALA Lok 5 (Deutz A6M 517 R)
Modellumsetzung: Bau auf vorhandener Köf II

TGM23B
Diese Loks waren als Kompensationsgeschäft aus der Sowjetunion nach Berlin gekommen.
Modellumsetzung: Ich tausche sie einfach gegen Pikos TGK2. Ebenso ein Russisches Modell

Und nun noch zu ex Staatsbahnens. Die OHE-Sp/HVLE-Loks kamen alle im Verlauf der 90er Jahre:

OHE-Sp V 160.1
Modellumsetzung: Umlackierung Roco V 100 DR

OHE-Sp V 130.1
Modellumsetzung: Umlackierung Roco V 100 DB

OHE-Sp V 200.1
Modellumsetzung: Umlackierung Roco V 200 DR

DBP 5
Modellumsetzung: Märklin-Modell bereits vorhanden

01 173
Auf der Neuköllner Industriebahn waren einige Fahrzeuge für das damals erst geplante Technikmuseum hinterstellt. Neben Schnellzugsloks auch Dampfspeicherloks, Elloks, Preußische Abteilwagen etc.


Ihr seht, ich muss auf fast nichts verzichten, fast überall steht Berlin drauf, und nicht weniges davon ist sogar schon in meiner Sammlung vorhanden oder lässt sich mit wenig Aufwand ableiten.

Das sind deutlich mehr Fahrzeuge mit deutlich mehr Identität, als Rendsburg zugelassen hätte. Außer einer Kleinlok mit «Kreishafen Rendsburg» wäre da nicht viel gewesen.

Ich hoffe also rübergebracht zu haben, was Fahrzeugmäßig in Berlin alles drinsteckt,
Gruß
Alex


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11.08.2023 22:47 (zuletzt bearbeitet: 12.08.2023 12:22)
#89 Berlin, Berlin, wir fahren in Berlin
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Schuur Gemeinde,

ich habe die Fahrzeugaufstellung mal "seziert" und im Zitat teilweise kommentiert:

Zitat von Fischkopp im Beitrag #88


Rhenus-WTAG 2 (MaK 1000 D)Modellumsetzung: MaK 1200 D von Heljan umlackieren
Aufwand überschaubar, Grundmodell sicher ohne größeren Aufwand beschaffbar

IGB DL 9 (MaK G 1100 BB)Modellumsetzung: Das wird wohl ein großer Selbstbau werden
Zumindest für das Gehäuse gibt es ein 3D-Pojekt; muss ich raussuchen
Sebastian hat den Link weiter unten gepostet.

Rhenus-WTAG 3 (MaK G 1300 BB) Modellumsetzung: Bau auf Basis einer vorhandenen DB-V100
Ambitioniertes Projekt für eine reale G1300BB; Annäherung mit einer DB V100 glaubhaft umsetzbar. Allerdings erst nach 1990

OHE-Sp Lok 8 (MaK G 1204 BB) Modellumsetzung: G 1204 von Märklin umlackieren
Kompromissbehaftet aber glaubwürdig umsetzbar

OHE-Sp V 280.1 (Vossloh G 2000) Modellumsetzung vorhandenes Modell umbeschriften
Sehr modern, allerdings ohne Aufwand auch als Leihlok einsetzbar

Weiter geht’s mit Loks aus Neukölln:
NME ML 00601 (WR 200 B12) Modellumsetzung: Umbau vorhandener Liliput V 20
Schönes Vorbild, nahezu ohne Kompromisse umsetzbar

Industriebahn Neukölln DL 6 (Henschel DHG 700) Modellumsetzung:
Umlackierung vorhandener Märklin DHG 700
Siehe NME 00601

NME ML 00613 (KM ML 500 C) Modellumsetzung: Bau auf vorhandenem Fahrgestell DHG 700
Ambitioniert, aber sicher auch mit "Bordmitteln" umsetzbar

NME 00604 (Jung R 42 C) Modellumsetzung:
Das Real-Modell, irgendwann…
Ein sehr schönes Modell, leider aktuell nicht lieferbar und mittlerweile exorbitant teuer

Jetzt noch ein paar vermischte Kleinloks:
BEHALA Lok 6 (KHD KG 230 B)Modellumsetzung: ESU an Hartmut für der Tipp
Gerne doch. Ich habe sie in der Version der Fordwerke in blau: Wirklich ein Traum!!

BEHALA Lok 5 (Deutz A6M 517 R) Modellumsetzung:
Bau auf vorhandener Köf II

TGM23BDiese Loks waren als Kompensationsgeschäft aus der Sowjetunion nach Berlin gekommen. Modellumsetzung: Ich tausche sie einfach gegen Pikos TGK2. Ebenso ein Russisches Modell

Und nun noch zu ex Staatsbahnens.

Die OHE-Sp/HVLE-Loks kamen alle im Verlauf der 90er Jahre: OHE-Sp V 160.1 Modellumsetzung: Umlackierung Roco V 100 DR
OHE-Sp V 130.1 Modellumsetzung: Umlackierung Roco V 100 DB
OHE-Sp V 200.1 Modellumsetzung: Umlackierung Roco V 200 DR
Wie Du schon richtig anmerkst: Hier reden wir dann aber schon weniger über die OHE-SP sondern eher über die HVLE. Da geht dann natürlich deutlich mehr mit ehemaligen Staatsbahnloks. Wenn es denn auf dem Zeitstrahl soweit in Richtung heute geht, kann man auch über Blue-Tiger oder auch TRAXXE nachdenken. Wobei diese Loks ja dann eher überregional im Einsatz waren/sind und nicht die Industrieanschlüsse in Berlin bedienen.

DBP 5 Modellumsetzung: Märklin-Modell bereits vorhanden

01 173 Auf der Neuköllner Industriebahn waren einige Fahrzeuge für das damals erst geplante Technikmuseum hinterstellt.
Museumsloks halt. Obacht: Hier verschwimmt dann auch schnell die Grenze zwischen glaubhaft dargestellter NE-Bahn zur bunten Kirmes

Neben Schnellzugsloks auch Dampfspeicherloks, Elloks, Preußische Abteilwagen etc.

Ihr seht, ich muss auf fast nichts verzichten, fast überall steht Berlin drauf, und nicht weniges davon ist sogar schon in meiner Sammlung vorhanden oder lässt sich mit wenig Aufwand ableiten. Das sind deutlich mehr Fahrzeuge mit deutlich mehr Identität, als Rendsburg zugelassen hätte. Außer einer Kleinlok mit «Kreishafen Rendsburg» wäre da nicht viel gewesen. Ich hoffe also rübergebracht zu haben, was Fahrzeugmäßig in Berlin alles drinsteckt, Gruß


Sehr viele Optionen und Möglichkeiten! Aber auch eine "große Chance" eine Kirmes zu generieren, wenn nicht hier oder dort auch Verzicht geübt wird!

Insbesondere NME oder OHE-Sp bieten sicher Chancen, ein "stimmiges Ganzes" zu erzeugen. Bei der NME sicher mit der R42C von REAL, aber genau so gut z.B. mit den Henschelloks von ADE/Hobbytrade in passender Livree.

Die Jung R60D können sicher auch glaubhaft durch eine vierachsige MaK vertreten werden.

Passende Legenden und Beschriftungen vorausgesetzt.

Nur mal so als Denkanstoß.

Edit(h) hat einen Hinweis auf den Beitrag von Sebastian ergänzt

Grüße vom Exilsiegerländer aus Butzbach in der Wetterau

Hartmut

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12.08.2023 11:03 (zuletzt bearbeitet: 12.08.2023 11:07)
#90 RE: Berlin Train
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Moin Alex,

Das sind ja wirklich gute Aussichten auf dem Fahrzeugsektor! Aber ich stimme Hartmut zu, man muss immer sehr aufpassen dass es nicht zur Kirmes wird. Mit Museumsfahrzeugen wäre ich da sehr zurückhaltend.

Zu einem konkreten Fahrzeug von der Liste:

Zitat von Fischkopp im Beitrag #88
Rhenus-WTAG 2 (MaK 1000 D)
Modellumsetzung: MaK 1200 D von Heljan umlackieren


Die Heljan-Stangenloks haben so einige Leichen im Keller, es gibt eine erste Serie (katastrophale, völlig unbrauchbare Fahrwerkskonstruktion) und eine zweite Serie (deutlich besser, wenn auch weit von perfekt entfernt). Beide Serien hatten teils erhebliche Qualitätsmängel in der Montage, die man aber - wenn man es weiß - mit Bordmitteln beheben kann. Schließlich wurden die Loks ab Werk mit einem ESU-LokSound5-Dekoder ausgeliefert der aber eine völlig verhunzte Programmierung hat. Die führte z. B. zu sehr schlechten Fahreigenschaften im Analogbetrieb weswegen etliche Loks als Reklamation zurückgingen.

Ich selber habe vier solche Loks in meiner Flotte und alle Schwierigkeiten und Lösungen ausführlich durch. Wenn du konkrekt an die Beschaffung gehst melde dich gern für ein paar Tipps.

Übrigens basiert das Heljan Modell auf einer Mak 650D der OHE. Daraus kann man mit wenig Aufwand eine 1000D oder 1200D machen (auch dazu gerne Tipps von mir), aber nur mit Umlackieren ist es nicht getan.

Und das Gehäuse für die G1100 gibt es hier: https://www.shapeways.com/product/J79SDX...&li=marketplace

Ich habe aber keine Ahnung wo man ein passendes Fahrwerk herbekommt. Ich hatte mal flüchtig nach Großserienfahrzeugen mit ähnlicher LüP, Drehzapfenabstand und Drehgestellachsstand gesucht ohne fündig zu werden.

Gruß,
Sebastian


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12.08.2023 13:38
#91 Deutsch-Amerikanisches Volksfest
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Moin Leute,

um eine Kirmes müsst ihr da nicht besorgt sein, dafür habe ich ja gar keinen Platz

Wenn ich alles mit Loks zustelle, habe ich ja gar keinen Platz mehr für meine ganzen schönen Güterwagen...

Der Plan ist es, vor jeder Betriebssession ein Stichjahr festzulegen, und daran Verkehrsaufkommen und Wagenpark anzupassen, und danach wird spontan entschieden, ob eine der beiden eigenen Loks heute defekt ist und vertreten werden muss, und welche Lok das glaubwürdig tun könnte.
Es bleibt also bei zwei arbeitenden Triebfahrzeugen.

Und mehr als auf einem Abstellgleis rumstehen kann die 01 ja eh nicht, das ist vor allem Deko...

Wer Kirmes und Eisenbahn möchte, möge doch einmal auf der Kieler Woche vorbeischauen ;)


https://abload.de/image.php?img=20230622_125009zmebz.jpg

Gruß
Alex


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20.08.2023 01:27
#92 Berlin-Transit
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Heute kommen wir zu dem Teil, der hier im Forum interessiert. Alles andere ist ja eigentlich nur Deko ;)

Betrieb also. Oft habe ich hier obskure Fragen nach Betriebsabläufen gestellt, mal sehen, was draus geworden ist...

Zuerst eine Einordnung des Güterverkehrs von der und Insel West-Berlin.
Alle Staatsbähnischen Berliner Gleisanlagen wurden von der Zonen-Reichsbahn betrieben, abgesehen von der Rest-S-Bahn im Westteil, die 1984/85 von den BVG übernommen wurde.
Entsprechend vernachlässigt waren die Gleisanlagen, was der Krieg übriggelassen hatte wurde bis zur Wende irgendwie weiterbenutzt.
Deswegen gab es auf West-Berliner Stadtgebiet auch keinen vollständigen Rangierbahnhof, und alle Frachten mussten irgendwann mal innerhalb der Zone vorbehandelt werden.
Die dafür zuständigen Rbf waren, nach meinem Verständnis, Seddin und Wustermark, wohingegen Pankow, Lichtenberg, Rummelsburg, Schweineöde den Ostteil der Stadt beschickten.

Nun folgt, wie ich mir die Organisation des Güterverkehrs in Berlin vorstelle. Wissen tue ich es nicht, müsste das DSO-HiFo mal mit ner Frage nerven…
Die Wagen erreichen den Übergabebahnhof in vier Gruppen, in denen sie ihn auch wieder verlassen:
- Stückgut: von der GA Lichterfelde Süd
- Wustermark Transit: Frachten aus Nord- und Westeuropa und den Seehäfen
- Seddin Transit: Frachten aus Süd- und Westeuropa
- Seddin Übergang: Frachten aus den RGW-Staaten

Diese Aufteilung in EUROP- und OPW-Wagen und die direkte Berührung dieser beiden „Eisenbahn-Welten“ ist ein weiterer Punkt, der das Berlin-Thema so spannend macht.
Und hier ist die Bildung von Gruppen sogar noch deutlich gerechtfertigter als wenn es nur nach Maschen oder früher Neumünster gehen würde.

Die Maxime, unter der ein Betriebstag geplant ist, ist es zwei Zugmannschaften zur gleichen Zeit beschäftigt zu halten, sodaß niemand lange Däumchen drehen muss.
Es gibt daher einen Dienst West, und einen Dienst Ost.

Im Folgenden sind immer die Bewegungen, welche zeitgleich stattfinden, zusammengruppiert.

Frühschicht:

Gemeinsame Leerfahrt der Dienste zum Übergabebahnhof.

Dienst Ost: Bedienung des Kraftwerkes mit dem ersten Ganzzug
Dienst West: Überfuhr der Einzelwagen zur Weserstraße, Zusammenstellen der Wagengruppen 3 (Weserstraße) und 2 (Anschlüße am Teltowkanal, Kraftwerk, Broermeyerstraße)

Dienst Ost: Bedienung Gruppe 2
Dienst West: Feinreihung Wagengruppe 1 (Hellstraße)

Dienst Ost: Bedienung Gruppe 1
Dienst West: Bedienung Gruppe 3

Mittagspause: Betrieb abseits der Gleise, zum Beispiel Verladen von Schrott per Kran im Hafen, Wagentausch durch den Unimog der Chemiefabrik

Spätschicht:

Dienst Ost: Bedienung Gruppe 2
Dienst West: Bedienung Gruppe 3

Dienst Ost: Bedienung Gruppe 1
Dienst West: Ausrangieren Gruppen 2 und 3 nach Wustermark/Transit, Seddin/Transit, Seddin/Übergang

Dienst Ost: Bedienung Kraftwerk mit zweitem Kohlezug
Dienst West: Ausgang fertigrangieren und zum Übergabebahnhof überstellen

Gemeinsame Rückfahrt beider Dienste zur Weserstraße

Wichtig war mir hier, das einzubinden, was mir das Gefühl von Eisenbahnbetrieb gibt:

Das gemeinsame Erfüllen der Bedien- und Rangieraufgaben, was sich besonders im Übergeben von Wagen kristallisiert.
Im Extremfall wird ein Wagen zum Chemiewerk drei mal übergeben:
Von der DR an den Dienst West,
vom Dienst West an den Dienst Ost,
vom Dienst Ost an den Werks-Unimog.

Auch einige Begegnungen wollte ich gerne haben, so muss zum Beispiel der Dienst Ost in der Weserstraße umsetzen, während der Dienst West noch den Ausgang feinreiht.

All das soll dafür sorgen, daß man nicht stumm nebeneinander her rangiert, sondern gemeinsam an der selben größeren Aufgabe Spaß hat.

Was natürlich als Option erhalten bleibt ist mein schon länger existierendes System der sich an den Zeitrahmen anpassenden Güterfrachten, ergo es wird mit den Jahren immer weniger.
Wenn ich allein betreibe, kann es also auch gern mal ein Tag in den 90ern oder später sein.

Gruß
Alex


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21.08.2023 11:04 (zuletzt bearbeitet: 21.08.2023 11:04)
#93 RE: Berlin-Transit
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Hallo Alex,

sowohl das Betriebskonzept mit den zwei Diensten als auch die Implementierung der West-Berliner-Besonderheiten in der Wagenzuführung: klasse!!!

Aber zu letzterer ein paar neugierige Nachfragen (habe da selber nur Halbwissen) und Anmerkungen:

Zitat von Fischkopp im Beitrag #92

Die dafür zuständigen Rbf waren, nach meinem Verständnis, Seddin und Wustermark, wohingegen Pankow, Lichtenberg, Rummelsburg, Schweineöde den Ostteil der Stadt beschickten.



Aus dieser Aufzählung müssten Lichtenberg (Umnutzung als zweiter Hauptpersonenbahnhof) und Rummelsburg (Nutzung als Abstellbahnhof) spätestens Mitte der 50er rausgefallen sein. Hinzu kam hingegen der Rbf. Wuhlheide.

Zitat von Fischkopp im Beitrag #92

Deswegen gab es auf West-Berliner Stadtgebiet auch keinen vollständigen Rangierbahnhof, und alle Frachten mussten irgendwann mal innerhalb der Zone vorbehandelt werden.


Kein vollständiger Rangierbahnhof? Irgendwie schwirren mir die Bahnhöfe Grunewald, Charlottenburg, Tempelhof, Lehrter Güterbahnhof als solche im Kopf herum, da kann ich mich aber irren.

Aber war es wirklich so dass Einzelwagenzüge von Westen kamen und dann in Seddin bzw. Wustermark für die einzelnen Westberliner Knotenbahnhöfe ausrangiert wurden? Es sind ja Transitleistungen durch die DDR die bestimmt hermetisch abgeschirmt werden mussten (Aufspringen von Flüchtlingen, Schmuggel von wasweissich). In Seddin gab es eine abgezäunte "Transitgruppe", aber ich hatte immer vermutet dass die mehr dem TEEM-Verkehr (für den Seddin eine wichtige Drehscheibe war) diente. Anstelle der DR hätte ich es vorgezogene diese Züge von Helmstedt bzw. Oebisfelde direkt nach Grunewald durchfahren zu lassen und dort zu zerlegen.

Gruß,
Sebastian


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21.08.2023 15:54 (zuletzt bearbeitet: 21.08.2023 15:54)
#94 RE: Berlin-Transit
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Moin Sebastian,

für die Blumen erstmal ;)

Meine Rbf-Einteilung basiert ebenfalls nur auf Halbwissen.
Bei den Ost-Berliner Rbf. wirst du wahrscheinlich Recht haben.
Aber wenn man sich bei Sporenplan mal so umschaut, findet man unter den von dir genannten West-Berliner Stationen zwar noch ein paar Ablaufberge, aber keinen einzigen komplett vollständigen, leistungsfähigen Rangierbahnhof mehr.
Irgendeine Richtungs- oder Ausfahrgruppe oder ein Berg musste irgendwie immer dran glauben...

Grunewald und Tempelhof konnten diese Funktion noch am Ehesten erfüllen, Charlottenburg war glaube ich nie voller Rbf, nur Gbf, HuL ebenso, das war ja vor allem das KV-Terminal.

Daß man Züge lieber von Büchen nach Grunewald durchlaufen lassen würde leuchtet natürlich ein.
Dann könnte man annehmen, daß die Wagen über Tempelhof und die Ringbahn nach Grunewald abgefahren werden, wobei in Tempelhof Wagen abgehängt werden.
Damit hätten wir dann
Wustermark/Transit wird zu Grunewald/Transit
Seddin/Transit wird zu Tempelhof/Transit
Seddin/Übergang wird zu Tempelhof/Übergang

Das sollte eigentlich so funktionieren...

Gruß
Alex


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21.08.2023 17:48
avatar  Gilpin
#95 Berliner Luft statt Meeresbrise
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Hi Alex,

ich habe zum

Zitat
Stammgleis Broermeyer-Straße mit den Anschlüßen Fernmeldezeugamt (wie an der NME) und Salzgitter Stahlhande

die Frage, wie Du dieses Segment anschließt. Sicher gab es da schon Infos, aber Du planst ja durchaus neu. - Kurz zum Vorbild: waren in diesem Postamt evtl. die Post-V60 unterwegs?

Ich trauere Plön und allen Folge-Entwürfen noch nach ...

Aber: Viel Spaß mit diesem Neuanfang,
Reiner


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21.08.2023 18:20
#96 Berlin, Berlin, wir fahren in Berlin
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Schuur Reiner,
schuur Gemeinde,

Zitat von Gilpin im Beitrag #95
ich habe zum

Zitat
Stammgleis Broermeyer-Straße mit den Anschlüßen Fernmeldezeugamt (wie an der NME) und Salzgitter Stahlhande
die Frage, wie Du dieses Segment anschließt. Sicher gab es da schon Infos, aber Du planst ja durchaus neu. - Kurz zum Vorbild: waren in diesem Postamt evtl. die Post-V60 unterwegs?



Das Fernmeldezeugamt ist kein Postamt im klassischen Sinn, sondern eher eine Beschaffungsstelle und Lagerei für Fernmeldeutensilien (z.B. Telegrafenmasten und Kabelrollen). Soweit ich weiß, waren die Postloks bei den großen Bahnposten für den Verschub der Postwagen im Einsatz.

Grüße vom Exilsiegerländer aus Butzbach in der Wetterau

Hartmut

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21.08.2023 20:14 (zuletzt bearbeitet: 21.08.2023 20:18)
#97 RE: Berlin-Transit
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Moin Alex,

Zitat von Fischkopp im Beitrag #94
Meine Rbf-Einteilung basiert ebenfalls nur auf Halbwissen.


Das wäre eine Fragestellung die man wirklich mal auf DSO platzieren sollte! Da wird es sicher Berlin-Spezialisten geben, und die Züge die aus den gebrauchten Bundesländern dorthin fuhren müssen ja in HH-Rothenburgsort, Seelze, Bebra & Co. eigentlich gestartet sein - also mit ihren Destinationen in den Zugbildungen dieser Rangierbahnhöfe auftauchen! Güterkursbücher müssten auch Antworten liefern, wobei es wiederum spannend wäre zu wissen ob der Berlin-Transit seitens der DB als Binnenverkehr angesehen oder im internationalen Kursbuch abgebildet wurde.

Oder auch nicht: In Wiesmüller "Die Hamburger Rangier- und Güterbahnhöfe" werden die Zugbildungen des Rbf. HH-Rothenburgsort um 1970 aufgezählt, und da ist nur die Gruppe "Büchen Transit" dabei. Wahrscheinlich endeten die Transitzüge seitens der DB in Büchen, wie es dann auf der DR-Seite weiterging wird nicht ausgesagt.

Unter berlingeschichte.de findet man zum Rangierbahnhof Grunewald die Aussage:

Bis Mitte der 1920er Jahre gab Grunewald seine Güterzugleistungen an den Verschiebebahnhof Seddin ab. (...) Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hatte der Bahnhof wieder Leistungen im Güterverkehr zu übernehmen. Der Rangierbahnhof erhielt mit der sich vertiefenden Spaltung Deutschlands und Berlins stufenweise die Funktion eines zentralen Rangierbahnhofes für West-Berlin.

(https://berlingeschichte.de/lexikon/chaw...unewald_mit.htm)

Gruß,
Sebastian

P.S.: Ich schlage vor den Titel des Threads in "Anschlussgleise, mauerumschlungen" zu ändern.


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22.08.2023 00:06
#98 Anschlußgleise, mauerumschlungen...
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Hallo Reiner,

die Broermeyerstraße erreichen wir, indem wir die Zimmertür öffnen.
Das Segment, welches die untere Hälfte vom Kraftwerk aufnimmt, ist fest mit dem Türblatt verbunden, und hat keine feste Verbindung mit den restlichen Anlagenteilen.
Das ist also quasi eine riesige Segment-Drehscheibe

Das Fernmeldezeugamt hat Hartmut bereits richtig beschrieben, empfangen werden Kabeltrommeln, Masten, Telefonzellen.
Die Post-V60 war auf der Industriebahn Neukölln wohl nur abgestellt, bevor sie nach Osnabrück verkauft wurde...

Plön war eine schöne Planung, aber es war immer einfach zu groß für mein Kellerchen.
Das sind einfach keine Abmaße, in die man Hauptbahn-Radien und -Nutzlängen bringen kann.
Außerdem ist das da draußen einfach zu ländlich, um viel Rangiererei außer der täglichen Übergabe zu erzeugen. Jede Form von größerer Industrieansiedlung, auch schon ein Industriestammgleis, wirkt einfach deplatziert.
Es wäre zwangsläufig eine kompromißbehaftete, rangierarme Fahrdienstleiter-Anlage mit Radien aus Helkos Albträumen geworden...

Gruß
Alex


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22.08.2023 08:40 (zuletzt bearbeitet: 22.08.2023 08:42)
#99 RE: Anschlußgleise, mauerumschlungen...
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Moin,

man staunt immer wieder was es im Internet so gibt: https://www.bahn1989.berlin/index.php

Eine komplette Seite befasst sich mit der Eisenbahn in Berlin um 1989 und liefert tonnenweise Bildfahrpläne, Buchfahrpläne und GZVen - da ist bestimmt die Antwort auf unsere Fragen verborgen. Ich habe nur mal schnell quergelesen und bemerkt:

1. Mit der Berliner Eisenbahngeografie kenne ich mich gar nicht aus, ohne Eisenbahnatlas zwecklos.
2. Die DR verwendete sehr spezielle Zuggattungen (https://www.bahn1989.berlin/Zuggattungen.php).
3. Für ein vollständiges Bild muss man die Bildfahrpläne der nach Westberlin hineinführenden Strecken konsultieren und die dort aufgefundenen Züge in der GZV suchen.
4. Bei den Buchfahrplänen (https://www.bahn1989.berlin/Buchfahrplaene.php) ist das Heft Buchfahrplan Heft 122-33, Jahresfahrplan 1989/90 (Züge der Berliner Stadt- und Ringbahn nebst Anschlußstrecken in Westberlin) besonders relevant.

Ein erstes hektisches Durchblättern liefert z. B.:

- Schnellgüterzüge von Grunewald und dem Anhalter Gbf. in den Westen, in Seddin nur Halt in der "Kontrollgruppe"
- TEC (Container & Co.) vom Hamburg/Lehrter Gbf. (via Wustermark Kontrollgruppe)
- Transitdurchgangsgüterzüge (TDg) - Verkehr mit Westdeutschland - überwiegend ab Grunewald, aber auch ab Tegel und Aufnahme von Wagen in Lichterfelde West; Kontrollhalt in Wustermark oder Seddin
- Normale Dg - Verkehr mit DDR und Ausland - von Wustermark oder Seddin nach Grunewald - diese dienen wohl dem zwischenstaatlichen Verkehr (kein Transit)
- Weiterverteilung innerhalb von Westberlin mit Dg von Grunewald nach Wannsee, Moabit, Tegel, Ruhleben, Hamburg/Lehrter Bf.
- Ganzzüge aus dem Ruhrgebiet nach Spandau, Neukölln, Westhafen, Tegel (wohl alles Kraftwerkskohle)

Und noch viel mehr... wenn man die Nahgüterzüge (N) durchsucht findet man bestimmt raus wie NME, Zeuhag & Co. ihre Einzelwagen bekommen haben. Angenehme Lektüre!

Gruß,
Sebastian


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22.08.2023 21:56
#100 RE: Anschlußgleise, mauerumschlungen...
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Schuur Gemeinde,

in sehr informative Seite!!

Leider gar keine Verknüpfungen oder Informationen zu den Westberliner NE- oder sonstigen privaten Bahnen.

Grüße vom Exilsiegerländer aus Butzbach in der Wetterau

Hartmut

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