Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität

18.12.2021 19:50
avatar  Frank
#1 Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität
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Hallo Forumer,

ich bin dabei, mir als Anfänger in Bezug zu Bildfahrplänen einige Gedanken zu machen. Dazu habe ich Fragen, wenn mehrere Mitspieler agieren würden.

Angenommen ich realisiere auf Basis einer realen Nebenstrecke eine Modellbahn mit den Bahnhöfen Talbach und Bergheim. Dazwischen gibt es einen Haltepunkt Felsenberg.

Talbach ------- Hp Felsenberg ------ Bergheim

In der Realität gibt es zwischen den Bahnhöfen noch ein paar mehr Stationenen.
Auf Basis dessen, im Anklang an die Realität, hätte ich zum Beispiel folgenden Bildfahrplan als Auszug.



Ein Zug verläßt Talbach um 5:38 in Richtung Bergheim. Ein anderere Zug um 5:43 fährt von Bergheim in Richtung Talbach.
Aufgrund der in der Realität vorhanden Stationen, kommen beide Züge gegen 6:26 im Hp Felsenberg an. Es gibt eine Zugkreuzung und die Züge setzen Ihren Weg zum Ziel fort. So weit so gut.
Nun liegen Real gut 45 Minuten Fahrzeit biz zum Kreuzen beider Züge.
Im Modell wird das aber in der Praxis vielleicht nur 1 Minute und 30 Sekunden dauern.
Was nun?
Okay die Modelluhr könnte man schneller laufen lassen. Also hier mal mit 1:30. Dann würde es passen.
Aber dann müsste die Zugkreuzung in 12 Sekunden abgewickelt sein! Das ist unrealistisch. Das wird auch an anderer Stelle mit den Rangiervorgängen nicht funktionieren. Also doch z.B. 1:6.
Dann schrumpfen die Fahrzeiten aber im Bildfahrplan ja auch deutlich zusammen. In unserem Fall auf 9 Minuten, wenn ich mich nicht vertan habe.
Dann müsste der Zug von Taldorf aus um 6:17 losfahren und von Bergheim um 6:15.
Etwas Zeit könnte man noch schinden wegen Anfahr- und Bremsvorgängen. Aber im Prinzip wären die Startzeiten der Züge deutlich später. Ebenso würden die Ankunftszeiten früher liegen.

Ist das so Praxis im Modelbetrieb?
Oder denke ich da falsch?

Grüße Frank


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18.12.2021 19:58
avatar  Gilpin
#2 RE: Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität
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Hi Frank,

entschuldige, dass ich Deine Frage nicht beantworte,. Aber in einem Haltepunkt gibt es keine Weichen, also kein Umfahrungs- und Überholgleis - mithin ist die Zugkreuzung in Felsberg nicht möglich. Einfache Korrektur: mach' einfach aus Felsenberg einen Kreuzungsbahnhof, wo sich Züge kreuzen können.

Mit freundlichem Gruß
Reiner


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18.12.2021 20:14 (zuletzt bearbeitet: 18.12.2021 20:14)
#3 RE: Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität
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Zitat von Frank im Beitrag #1
Oder denke ich da falsch?

Ja!
Der Bildfahrplan ist ja "nur" ein spezielles Weg-Zeit-Diagramm. Und die Modellzeit kommt von den verkürzten Stationsabständen im Modell.

Grüße Hubert

"Sir, we are surrounded!" - "Perfect, so now we can attack in every direction!"

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18.12.2021 21:11
avatar  Frank
#4 RE: Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität
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Hallo Reiner,
Hallo Hubert,

oh man, was habe ich mir da geleistet. Natürlich meinte ich einen Kreuzungsbahnhof mit der Möglichkeit, dass sich die Züge kreuzen können.

Zitat von Pfalzbahn im Beitrag #3
Der Bildfahrplan ist ja "nur" ein spezielles Weg-Zeit-Diagramm. Und die Modellzeit kommt von den verkürzten Stationsabständen im Modell.


Also müsste im oberen Fall tatsächlich mit einer Modelluhr in Richtung 1 zu 30 gearbeitent werden und die Verweilzeiten an den Stationen irgendwie verlängert werden, damit man genügend reale Zeit zum Rangieren hat?


Oder aber, ich plane die Strecke lang genug, um ein anderes Verhältnis zu bekommen.
Oder aber, ich habe nicht so viele Stationen dazwischen, dass die relaen Fahrzeiten geringer wären.


Grüße Frank


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18.12.2021 23:51
#5 RE: Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität
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Hallo Frank,

den Betrieb einer Nebenbahn auf der Modellbahn kannst du besser darstellen, wenn du nicht solche riesigen Abstände zwischen den Bahnhöfen hast. Wenn du drei Bahnhöfe darstellen kannst, sollten die auch gedacht direkt hintereinander an der Strecke liegen. Dann hast du beim Vorbild Fahrzeiten von 3 -5 Minuten. Damit kommst du bei Personenzügen mit einer Modellzeit von 1:2 bis 1:4 gut hin. Fürs Rangieren kommt es etwas auf deine Bahnhofslängen an. Aber da kannst du entsprechend lange Aufenthaltszeiten vorsehen, ohne direkt vorbildwidrig zu sein.

Gruß von Ruhr und Nette
Hans


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19.12.2021 10:08
#6 RE: Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität
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Zitat von Kabees240 im Beitrag #5
Damit kommst du bei Personenzügen mit einer Modellzeit von 1:2 bis 1:4 gut hin.

Nach meiner Erfahrung passt das. Auf meinen beiden letzten Anlagen bin ich mit 1:3 gut zurecht gekommen, zumindest beim Zugverkehr nach Fahrplan.

Allerdings: Beim Rangieren nach ankommenden Nahgüterzügen wird die Zeit schnell knapp, deshalb läuft die Uhr langsamer, so lange im Bahnhof Triptis rangiert wird.

Mit Hp1-Gruß - Helmut


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19.12.2021 11:29
avatar  OOK
#7 RE: Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität
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OOK

Zitat
Allerdings: Beim Rangieren nach ankommenden Nahgüterzügen wird die Zeit schnell knapp, deshalb läuft die Uhr langsamer, so lange im Bahnhof Triptis rangiert wird.


Beim Betrieb mit mehreren geht das so nicht, denn es finden gleichzeitig Zugfahrten und Rangierfahrten statt, es kann aber nur eine Uhrgeschwindigkeit auf der Anlage geben. Da heißt es den Kompromiss finden, nicht durch Nachdenken, sondern durch Ausprobieren. Bei meiner Anlage hat sich eine Uhrbeschleunigung von 1:5 als optimal herauskristallisiert. Demzufolge braucht ein gewöhnlicher Personenzug von Sieber nach Braunlage ca. eine Modellstunde, also 12 reale Minuten.
Es wird aber nur ein relativ kurzer Streckenabschnitt (kaum mehr als 20km in natura) abgebildet, der noch mit einer ganzen Reihe von Zwischenstationen. Hier ein Musterbildfahrplan der BAE:



Die Länge der senkrechten Zuglinien gibt den Aufenthalt in einer Station an, ist also bei Güterzügen wesentlich länger als bei Personenzügen. Und ist dennoch ein Mittelwert, da sich die Zusammensetzung der Güterzüge täglich ändert und die Zeit mal nicht reicht (Verspätung) oder auch zu lang sein kann, dann heißt es warten.
Noch ein Wort zu den Farben der Zuglinien. Beim Vorbild geht es nicht so bunt zu. Meist nur schwarze Linien, bei der DB auch blau für Güterzüge. Bei der BAE haben die Farben eine ganz andere Bedeutung, sie geben die Art des Tfz an, die für den Zug geplant ist. Welche betriebliche Bedeutung das hat, wäre hier OT und kann ein andres Mal besprochen werden.
Sonntagsgrüße

Otto

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19.12.2021 11:35
avatar  KWer
#8 RE: Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität
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Ich würde mir den Stress gar nicht machen. Baue zwar derzeit an einer Anlage, bei der der Zug 3 bis 4 Minuten Fahrzeit hat, aber mir geht es ja um das Trainspotting...

Mein Vorschlag: Ich würde ohne Uhr fahren. Wenn der Zug von A über B nach C fährt sind das ja zwei oder drei Fahrplanabschnitte. Der erste Abschnitt ist eben rum, wenn der Zug in B angekommen ist. Der zweite Abschnitt, also die Aufenthaltszeit, wenn der Fahrgastwechsel virtuell vollzogen ist (oder alle Rangieraufgaben erledigt) und dann fängt der dritte Abschnitt an, die Fahrt von B nach C. Der ist dann rum, wenn der Zug in C angekommen ist. Bei dem System ist es unerheblich, wieviel Zeit in Wirklichkeit vergangen ist.

Hintergrung der Überlegung: Wenn Du eine Modellbahn zum Beispiel im Maßstab 1:87 aus einem Meter Entfernung betrachtest, entspricht das einem Betrachtungsabstand von 87 Meter im Original. Der Blickwinkel bleibt gleich und die Zeit, die ein Fahrzeug benötigt, um eine bestimmte Strecke zu fahren auch. Wenn also im Modell eine Lokomotive über die Bühne fährt, sagen wir einen Meter, benötigt sie die gleiche Zeit, wie eine echte Lok auf der echten Bühne für 87 Meter, maßstäbliche Geschwindigkeit vorausgesetzt. Der Blickwinkel ist gleich, also darf sich die relative Geschwindigkeit nicht ändern. Wenn Du auf einem Berg sitzt und im Tal einer Lok beim Rangieren zuschaust, läuft das ja auch nicht im Zeitraffer ab, sondern in Echtzeit. Da man in Echtzeit nur rangieren kann, durch die verkürzten Strecken aber keine Fahrzeit auf der Strecke erzeugt, ist die Zeit eben rum, wenn der Zug sein jeweiliges Ziel erreicht hat. Ganz ohne Uhr...

Gruß
Mario


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19.12.2021 16:20 (zuletzt bearbeitet: 19.12.2021 16:23)
avatar  Frank
#9 RE: Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität
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Hallo,

Danke für Eure Antworten und in Verbindung mit meinem initiierten Strang Betrachtung des Verhältnisses von Betriebsstellen - Anschlussgleise – Strecke ist mir manches klarer geworden.

Folgende Betrachtungen sollen unter der Berücksichtigung erfolgen, dass es mehrere Mitspieler gibt und Betrieb über eine komplette Strecke gemacht wird. Als Einzelspieler kann man mit der Modellzeit anders umgehen wie Mario es hier schreibt oder Otto auch im anderen Strang geschrieben hat. Ebenso wie Helmut in Triptis, wo sich alles um diesen Bahnhof dreht und die Uhr unterschiedlich schnell laufen könnte.
Ich habe das nun einmal Zusammengefasst.

Modellzeit
diese ergibt sich im Wesentlichen aus dem Verhältnis der tatsächlichen Streckenverkürzung im Modell zur Realität. Dies resultiert daraus, dass aus Platzgründen in der Regel immer eine Verkürzung der Trassenlänge nötig ist. Es erfordert also eine Selektive Kompression des Ganzen.

Ein Beispiel dazu.

Modelltrassenlänge: 3 m
Reale Trassenlänge: 11,7 km
Streckenverkürzung: 11700 m / 3 m = 3900
Modell Maßstab: 1:87

Trassenverhältnis im Model: 1:45

Daher müsste die Modelluhr idealerweise mit diesem Verhältnis zur Realzeit laufen, um den echten Fahrplan abzubilden.
Das mag auf der freien Strecke funktionieren aber nicht bei Aufenthalten und Rangiervorgängen, da dann die tatsächliche Zeit für den Spieler/Bediener zu klein wird.

Es sollte in der Praxis ein Verhältnis von 1:2 bis 1:5 angestrebt werden.

Und die Praxis muss wird zeigen an welchen Stellschrauben etwas gedreht werden muss/kann.

Mein Problem möchte ich im folgenden Gedankenmodell noch mal erläutern.
Es soll die Schmalspurstrecke um Thum nachgestellt werden. Der zentrale Bahnhof wird Thum sein. Davon zweigen drei Streckenzweige ab (Meinersdorf, Wilischthal, Schönfeld). Bis zu den Ausgangspunkten mit Übergang zur Staatsbahn sind es von Thum aber viele Betriebsstellen, die im Modell nicht alle nachgestellt werden können. Der Endpunkt Wilischthal soll aber dargestellt werden. Zwischen Thum und Wilischthal liegen real 7 Stationen. Im Modell würde man ein paar weglassen. Damit fängt man sich aber das oben beschriebenen Problem ein.



Dazu könnten folgende Lösungsansätze in Betracht gezogen werden.

1) Darstellung von benachbarten Bahnhöfen und nicht weiter auseinandergelegenen Bahnhöfen unter Weglassen von Stationen. Damit sind die realen Fahrzeiten beim Vorbild geringer, so das dies auch besser im Modell zu realisieren ist. → Geht hier aber schlecht, weil dann entweder Thum wegfällt oder Wilischthal mit dem Umladeverkehr.

2) Einen Punkt an das Ende der dargestellten Strecke in ein Fiddle Yard / Schattenbahnhof legen. Dann kann dort fiktiv zu einer späteren Uhrzeit losgefahren werden. → Würde hier nur für die zwei Strecken Meinersdorf und Schönfeld funktionieren

3) Da in der Praxis für Rangiervorgänge und der Kommunikation eine ähnliche Zeitspanne wie in der Realität nötig ist, können im Fahrplan länger Aufenthalte in einem Bahnhof/Kreuzungspunkt geplant werden. Die Ankunftszeiten sind dann in der Praxis vor dem Modellzeitplan, was möglicherweise zu kleinen Wartezeiten führt. → machbar

4) Der Bildfahrplan wird so angepasst, dass die Streckenfahrzeiten im Modell passen, aber realistisch betrachtet viel zu kurz wären. Überspitzt gesagt, wird aus der Fahrgeschwindigkeit des Bummelzugs eine des ICE. Stellt sich Frage, ob das wirklich stört. Also wenn der Zug nach Bildfahrplan in Hamburg um 7 Uhr losfährt und im Bahnhof München um 8 Uhr ankommt. → auch machbar, aber eben nicht realistisch

5) Abkehr von der Realität. Mehr Freelance. In der Fiktion gibt es den Ort Ehrenberg anstatt Thum und Falkenthal anstatt Wilischthal. Dazwischen liegen nur noch drei Stationen die auch dargestellt werden. Anstatt 13,54 km ist die Strecke nur noch 6,9 km lang und die Fahrzeiten können an das Modell perfekt angepasst werden. Das ganze spielt dann irgendwo Erzgebirge.


Ist bei unserem Gedankenmodel vielleicht Punkt 5) die beste Lösung?


Grüße Frank


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19.12.2021 16:58 (zuletzt bearbeitet: 19.12.2021 16:58)
avatar  OOK
#10 RE: Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität
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OOK

Zitat
3) Da in der Praxis für Rangiervorgänge und der Kommunikation eine ähnliche Zeitspanne wie in der Realität nötig ist ...



Nicht unbedingt. Das Ankuppeln eines Wagens dauert im Modell eine Sekunde, beim Vorbild mindestens das Zwanzigfache, meist mehr, wenn auch die Bremsen gekuppelt werden müssen etc. Da die Bahnhöfe stark verkürzt sind, dauert das Umfahren einer Wagengruppe auch nur einen kleinen Teil der Zeit beim Vorbild. Die Zeit für Gespräche zwischen Rangierleiter und Lokperrsonal und Fdl entfällt weitestgehend oder ganz.

Die Rangierzeiten, die in meinem Bildfahrplan #7 dargestellt sind, reichen in aller Regel, obwohl die Anlage sehr rangierintensiv ist.

Gruß

Otto

OOK
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19.12.2021 21:33
avatar  reinout
#11 RE: Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität
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Toll. Ja, du hast recht. So hatte ich noch nicht darüber nachgedacht. "Das Rangieren in Modell geht schneller als beim Vorbild, deshalb ist die Auswirkung auf dem Fahrplan nicht so schlimm wie befürchtet".

Es ist aber möglich 1:1 dichter anzunähern... Der Amerikaner Lance Mindheim hat mal beschrieben wie man mit Geräusche die Rangierpraxis realistischer gestalten kann. Also beim Kuppeln eine Sounddatei der Kupplungsvorgang abspielen (vielleicht mit eine Soundlok). Und das knirschen der Schühe eines Rangierers als er in 30 Sekunden richtung Weiche lauft. Usw. Dann dauert es langer.
Später gab es eine App dafür.

Reinout


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19.12.2021 22:52 (zuletzt bearbeitet: 19.12.2021 22:53)
avatar  epo2
#12 RE: Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität
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Zitat von OOK im Beitrag #10
dauert das Umfahren einer Wagengruppe auch nur einen kleinen Teil der Zeit beim Vorbild. Die Zeit für Gespräche zwischen Rangierleiter und Lokperrsonal und Fdl entfällt weitestgehend oder ganz.


Hmm...ja
aber heißt das nicht, dass wir die Loks 87mal langsamer fahren lassen, aber der Rangierer muß 87mal schneller laufen? Und macht nicht gerade das Hineinversetzen in die Szene, das Warten auf das Kuppeln, das Weichenstellen, und auch der Klönschnack mit dem FDL den Spaß aus und den Bezug zur Realität?
Nebenbei: irgendwann hat man selbst ja auch Durst!
Mit besten Grüßen
Ralf

Langsam kommen wir in das Alter, wo man ... hier, Dingens.

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20.12.2021 09:24
avatar  OOK
#13 RE: Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität
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OOK

@Reinout: Wenn ich eine winzige Rangieranlage ohne Strecke habe, macht es sicher Sinn, aus dem einzigen, was ich tun kann, ein Fest zu machen und das Ende mit allerlei Äktschn hinauszuzögern.
Wenn ich aber eine Eisenbahn mit mehreren Stationen habe, auf der mehrere Züge gleichzeitig nach Fahrplan verkehren, macht das nicht so viel Sinn. Dann gilt der alte Eisenbahnergrundsatz, dass jede Tätigkeit "mit der erforderlichen Raschheit, jedoch ohne Überstürzung" durchzuführen sei. Auch im Modell.
Vergessen wir nicht, dass der Strangeröffner die Frage hatte:

Zitat
...ich bin dabei, mir als Anfänger in Bezug zu Bildfahrplänen einige Gedanken zu machen. Dazu habe ich Fragen, wenn mehrere Mitspieler agieren würden.


Von daher sind eigentlich alle Posts, die nur auf einen einzigen Spieler zielen, in gewisser Weise OT.

Noch etwas verspätet zu KWs Post, dass er sich den Stress mit der Uhr nicht antun würde. Das ist wieder aus der Perspektive des überzeugten Einzelkämpfers gesehen. Bei zweien geht das noch, wie ich gerade in einem Artikel über den Betrieb auf meiner ehemaligen Gartenbahn in ADJ Nr.3 beschrieben habe. Aber wenn drei (oder mehr) Zugmannschaften gleichzeitzig agieren, abwechselnd fahren und rangieren, was soll da ohne Uhr herauskommen? Außer Kuddelmuddel?
Gruß

Otto

OOK
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20.12.2021 10:19
#14 RE: Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität
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Zitat von OOK im Beitrag #13
Noch etwas verspätet zu KWs Post, dass er sich den Stress mit der Uhr nicht antun würde. Das ist wieder aus der Perspektive des überzeugten Einzelkämpfers gesehen. Bei zweien geht das noch, wie ich gerade in einem Artikel über den Betrieb auf meiner ehemaligen Gartenbahn in ADJ Nr.3 beschrieben habe. Aber wenn drei (oder mehr) Zugmannschaften gleichzeitzig agieren, abwechselnd fahren und rangieren, was soll da ohne Uhr herauskommen? Außer Kuddelmuddel?

Das kann ich nur bestätigen! Dabei ist es wichtig, dass alle Beteiligten eine Uhrzeitanzeige im Blickfeld haben, und zwar müssen alle Uhren die selbe Zeit anzeigen. Dabei ist der Zeitmaßstab erst in zweiter Linie wichtig. Es kann sogar sein, dass die Modellzeit (von einer übergeordneten Stelle in der "Meta-Welt") auf langsamer gestellt wird, wenn es mal knapp wird.

In Triptis I waren bis zu fünf Personen am Betrieb beteiligt; wenn die Uhr gelegentlich mal langsamer lief, ist das meistens gar nicht aufgefallen, es wurde allenfalls als Erleichterung angesehen.

Mit Hp1-Gruß - Helmut


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20.12.2021 10:35
avatar  OOK
#15 RE: Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität
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OOK

Zitat von Fdl Triptis im Beitrag #14
In Triptis I waren bis zu fünf Personen am Betrieb beteiligt; wenn die Uhr gelegentlich mal langsamer lief, ist das meistens gar nicht aufgefallen, es wurde allenfalls als Erleichterung angesehen.

Den Trick haben wir bei der BAE auch. Der Zugleiter hat in seinem Panel neben der Uhr einen kleinen Schiebeschalter, den er statt 1:5 auf 1:4 stellen kann.


Das macht er, wenn sich die Verspätungen addieren und regelt wieder zurück auf normal, wenn es wieder entspannter läuft. Und genau wie du sagst, Helmut, unten an der Anlage hat keiner was gemerkt.
Gruß
Otto

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20.12.2021 10:45 (zuletzt bearbeitet: 20.12.2021 10:50)
#16 RE: Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität
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Hallo Forumer, ich habe mal den Arbeitsplatz des "Fdl Unterwelt" aus der alten Anlage Triptis I hervorgeholt:


Auf dem oberen Bild ist die "Unterwelt-Nebenuhr" zu sehen, unter dem Telefon das Unterwelt-Stellpult.
Auf dem unteren Bild sieht man das Stellpult besser, die Uhr hat drei Stellungen 2=Normal (das war 1:3), 1=Langsam (1:1) und 0=Stopp.

Der "Fdl Unterwelt" hatte über sein Periskop das ganze Geschehen im Blick und konnte bei zeitlichen Engpässen die Arbeit erleichtern, indem er (von den anderen unbemerkt) die Uhr auf "1" stellte.

Mit Hp1-Gruß - Helmut

EDIT: Verblüffend, wie sich die Bilder gleichen! Am Telefon gab es bei uns übrigens auch eine Anzeige, welcher der beiden Fdl (damals nämlich Neustadt oder Niederpöllnitz) mit dem ankommenden Anruf gemeint war. Gruß H.


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27.12.2021 19:37
avatar  Frank
#17 RE: Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität
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Hallo Forumer,

es hat etwas gedauert, aber während der Weihnachtstage hatte ich nicht die Ruhe gefunden hier was zu schreiben.
Erst einmal danke für die Meinungen und Anregungen.

Zitat von OOK im Beitrag #13
Aber wenn drei (oder mehr) Zugmannschaften gleichzeitzig agieren, abwechselnd fahren und rangieren, was soll da ohne Uhr herauskommen? Außer Kuddelmuddel?


Ich denke das ist der Knackpunkt:
1) Einzelspieler oder vielleicht 2 Personen -> Keine Uhr nötig. Da kann man mit einer fiktiven Uhr arbeiten, die Vorwärts und Rückwärts läuft und auch Zeitsprünge zulässt.
2) Mehrspieler/Gruppe -> geht nur mit fester Uhr und der Trick mit verschiedenen Geschwindigkeiten ist möglich solange alle nach dieser Referenzuhr arbeiten.

Soweit klar. Ich muss aber noch einmal auf meinen 4) und 5) Punkt zurückkommen:
Zitat von Frank im Beitrag #9
4) Der Bildfahrplan wird so angepasst, dass die Streckenfahrzeiten im Modell passen, aber realistisch betrachtet viel zu kurz wären. Überspitzt gesagt, wird aus der Fahrgeschwindigkeit des Bummelzugs eine des ICE. Stellt sich Frage, ob das wirklich stört. Also wenn der Zug nach Bildfahrplan in Hamburg um 7 Uhr losfährt und im Bahnhof München um 8 Uhr ankommt. → auch machbar, aber eben nicht realistisch

5) Abkehr von der Realität. Mehr Freelance. In der Fiktion gibt es den Ort Ehrenberg anstatt Thum und Falkenthal anstatt Wilischthal. Dazwischen liegen nur noch drei Stationen die auch dargestellt werden. Anstatt 13,54 km ist die Strecke nur noch 6,9 km lang und die Fahrzeiten können an das Modell perfekt angepasst werden. Das ganze spielt dann irgendwo Erzgebirge.


Tendenziell komme ich immer mehr zum Schluss, dass die Variante 5) wohl die günstigere ist. Es bleibt bei vielen Ident Elementen, womöglich die Orte sogar noch mit realen Namen, aber die Entfernungen sind in der Fiktion anders und damit einher geht ein an die Modellbahn angepasster Bildfahrplaan.

Grüße Frank

P.S. Ehrlich gesagt hätte ich mir vor zwei Jahren noch nicht vorstellen können, welche Themen für einen späteren Betrieb doch alle wichtig sind. In der Regel wird doch viel zu schnell in den Raum hineingeplant.
Im Modell Railroader hatte ich vor kurzem einen interessanten Satz gelesen den ich mal frei hier Wiedergebe: "Zuerst habe ich überlegt wie lange die Strecke ist, die ich in meinem Raum realisieren kann und dann habe ich die Stationen dort hineingeplant."
Das ist ein interesanter Ansatz wie ich finde. Vorausgehend muss natürlich entschieden werden welches grundsätzliche Thema man realisieren will.


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11.02.2022 10:01
#18 RE: Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität
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Zitat von Frank im Beitrag #9
Bis zu den Ausgangspunkten mit Übergang zur Staatsbahn sind es von Thum aber viele Betriebsstellen, die im Modell nicht alle nachgestellt werden können


Wäre es nicht auch eine Möglichkeit, dass die nicht dargestellten Streckenabschnitte (mit den Stationen) auf der Anlage in einem nicht sichtbaren Teil "verschwinden" in dem dann alle Züge die sich im fraglichen Zeitabschnitt auf diesem Streckenabschnitt befinden, "geparkt" werden, bis Sie dann nach Fahrplan (und Modellzeit) wieder im sichtbaren Anlagenbereich "auftauchen" müssen?

Beste Grüße
Dirk

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11.02.2022 13:35
avatar  OOK
#19 RE: Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität
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OOK

Super Dirk, jetzt hast du den Fiddleyard erfunden. Gratuliere. Sorry, das hatte jetzt einen leicht ironischen Unterton. Aber genau so ist es, Bei der BAE fahren die Züge in den FY, der zunächst Braunlage heißt, aber die können weiter fahren bis Walkenried oder Tanne, sogar auf die Harzquerbahn - und sind physikalisch immer noch im FY Braunlage.
Komm mal rüber, schau dir das in natura an! ;-)

Gruß

Otto

OOK
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11.02.2022 15:10
#20 RE: Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität
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Hallo Otto,

Zitat von OOK im Beitrag #19
Sorry, das hatte jetzt einen leicht ironischen Unterton


damit kann ich um

Zitat von OOK im Beitrag #19
Komm mal rüber, schau dir das in natura an! ;-)


Ich kann's kaum erwarten!

Aber:
Zitat von OOK im Beitrag #19
den Fiddleyard erfunden.
?
Das ist doch eigentlich kein richtiger Fiddleyard; es werden ja keine Züge ausgesetzt und/oder komplett neu gebildet, sondern maximal ggf. von einem Ng die Wagen rausgenommen, die "auf der Strecke" bleiben (Verteiler) oder die angehängt, die ggf. aufgenommen werden (Sammler).

Eignet sich ein solcher "Schattenzugspeicher" (der kann ja auch ruhig sequenziell sein; eine Überholmöglichkeit sollte aber wohl doch da sein) nicht auch als eine Art Ausgleichspuffer für Verspätungen? Immerhin kann da ja auf wundersame Weise tatsächlich Zeit aufgeholt werden (so jetzt habe ich aber tatsächlich etwas erfunden: Den "Flux-Kompensator" ).

Beste Grüße
Dirk

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11.02.2022 16:59
avatar  Frank
#21 RE: Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität
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Hallo Dirk,

die Idee mit der "verdeckten Haltestelle" hatte ich auch schon.
Irgendwo hatte ich mal in Ottos Schriften von der obligatorischen Ausweiche gelesen. Weiß aber nicht mehr genau wo.
Das kann schon recht hilfreich sein.
Aber das Problem, das sich damit ergibt, ist der praktische Umgang für den Fahrzeugführer. Wenn ich auf der Strecke fahre, dann verschwindet mein Zug. Dann gehe ich mal Kaffee trinken und muss dann den Zug später wieder in Empfang nehmen. Das ist nicht so toll. Ähnliches Problem mit größeren Spiralen zur Überwindung von zwei sichtbaren Ebenen. Ich will den Zug ja sehen.
Aber ich denke Otto zielt mit dem Thema Fiddle Yard darauf ab, dass der Zug in der Realität ja nicht mehrere Stationen einfach nur durchfährt (ausgeklammert eventuell ein Personenzug), sondern bei einem Güterzug ja auf den "verdeckten Zwischenhalten" rangiert werden muss. Hier also eben im Fiddle Yard. Fiktiv müssen ja die Wagen zugestellt und abgeholt werden.
So könnte der Fahrzeugführer die Aufgabe bekommen dort mit Fünffingerkran oder rangieren, seinen Zug neu zu organisieren, um dann weiter zu fahren.
Interessante Überlegung.
So etwas ähnliches hatte ich mal angedacht für einen größeren Industrieanschluss der aber aus Platzgründen nicht dargestellt werden kann.

Im Moment versuche ich das Thema Steckenlänge und Fahrzeit über eine 2 Ebenen Anlage mit entsprechend längerer Strecke zu lösen. Das könnte gelingen.

Grüße Frank


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11.02.2022 22:16 (zuletzt bearbeitet: 11.02.2022 22:23)
#22 RE: Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität
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Also, der Nutzen eines Fiddle-Yards "am Ende" der auf der Anlage dargestellten Strecke ist sicher unbestritten, er repräsentiert dann den "Rest der Welt", ähnlich des Backstagebereichs hinter einer Theaterbühne.

Hier allerdings ist wohl gemeint innerhalb der auf der Anlage dargestellten Strecke eine "Wartezone" zu schaffen. Das sehe ich, ehrlich gesagt, eher kritisch. Auf der H0-Anlage "Atlantic Great Eastern" des kürzlich verstorbenen Jack Ozanich gab es so etwas: nachdem man etwa 1/3 der Strecke absolviert hatte fuhr man in einen Tunnel, hielt an und musste 30 Minuten Modellzeit abwarten bevor man weiterfuhr.

Irgendwie fällt es mir schwer das realistisch zu finden - die anderen fahren weiter, und ich stehe hier meine Zeit ab? Nee...

Auf Ottos BAE gibt es eine ähnliche Situation: wenn man einen Zug auf der Grubenbahn fährt sieht der Lokführer seinen Zug irgendwann im Tunnel verschwinden, hält an, läuft um die Anlage herum zum anderen Tunnelportal und fährt weiter. Dort ging das nicht anders weil das "PAN-Prinzip" an dieser Stelle nicht realisierbar war. Aber eine "Wartezone" um ihrer selbst Willen einzubauen, damit kann ich mich nicht anfreunden.


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23.02.2022 18:37
avatar  OOK
#23 RE: Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität
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OOK

Zitat von Sebastian im Beitrag #22
Hier allerdings ist wohl gemeint innerhalb der auf der Anlage dargestellten Strecke eine "Wartezone" zu schaffen. Das sehe ich, ehrlich gesagt, eher kritisch. Auf der H0-Anlage "Atlantic Great Eastern" des kürzlich verstorbenen Jack Ozanich gab es so etwas: nachdem man etwa 1/3 der Strecke absolviert hatte fuhr man in einen Tunnel, hielt an und musste 30 Minuten Modellzeit abwarten bevor man weiterfuhr.
Irgendwie fällt es mir schwer das realistisch zu finden - die anderen fahren weiter, und ich stehe hier meine Zeit ab? Nee...

Eigentlich ist die Diskussion dieser (Geschmacks-)Frage hier OT, weil der Strangtitel Praktische Umsetzung des BiFa heißt. Aber wie das so ist, nun steht sie im Raum und ich merke, dass ich da eine Meinung habe. Und die stimmt nicht so ganz mit der von Sebastian überein. Ich will aber nicht hier öffentlich ins Unreine nachdenken, sondern das in Ruhe tun und entweder einen eigenen Strang dazu aufmachen oder einen Artikel im ADJ darüber schreiben. Mal sehen.

Zitat
Auf Ottos BAE gibt es eine ähnliche Situation: wenn man einen Zug auf der Grubenbahn fährt sieht der Lokführer seinen Zug irgendwann im Tunnel verschwinden, hält an, läuft um die Anlage herum zum anderen Tunnelportal und fährt weiter. Dort ging das nicht anders weil das "PAN-Prinzip" an dieser Stelle nicht realisierbar war. Aber eine "Wartezone" um ihrer selbst Willen einzubauen, damit kann ich mich nicht anfreunden.

Ja, witzigerweise legen Newcomer da immer einen Sprint um die Anlagenzunge ein und ich muss einen Vortrag halten, warum genau das nicht angesagt ist. Aber, wie gesagt, vieleicht ein andermal oder an einem anderen Ort.

Gruß

Otto

OOK
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06.01.2023 15:53
#24 RE: Bildfahrplan - Praktische Umsetzung zw. Modell und Realität
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Hallo Otto,

Dein Beitrag

Zitat von OOK im Beitrag #23
Ich will aber nicht hier öffentlich ins Unreine nachdenken, sondern das in Ruhe tun und entweder einen eigenen Strang dazu aufmachen oder einen Artikel im ADJ darüber schreiben. Mal sehen.

ist schon eine Weile her, aber aus der Modellzeit-Disukussion in Bergisch-Dahlhausen und nach jetzt auch eigenen praktischen Erfahrungen beim FREMO und in Bad Diethersbronn, würden mich Deine Gedanken dazu schon interessieren

Beste Grüße
Dirk

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