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Ident-Element Architektur
#1 Ident-Element Architektur
Moin,
bei DSO läuft gerade eine Serie über Architekturstile bei der Eisenbahn. Das ist doch ein gefundenes Fressen für Liebhaber von Ident-Elementen. Bisher sind vier Folgen erschienen:
02.12.
https://www.drehscheibe-online.de/foren/...760085,page=all
Bauhaus und Neue Sachlichkeit
05.12.
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,8763506
Klassizismus und Neoklassizismus
06.01.
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,8799162
Renaissance und Neorenaissance
23.01.
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,8818303
Historismus
01.02.
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,8829650
Jugenstil
06.02.
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,8835645
Reformarhcitektur
08.02.
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,8838073
Art Deco
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,8837923
Expressionismus
22.02.
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,8853758
Landhausstil
24.02.
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,8855764
Typenbauten - mit Odertal und Kupferzell (jetzt Unterschulenberg)
26.02.
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,8856770
Heimatstil
LG
Jörn
Bahngeschichte, gefakte Bilder und Quellenschnipsel im Netz verstreuen, 2 Jahre warten.
Ist dann über die eigene Bahn ein Wiki-Artikel und ein Kenningbuch erschienen ist die eigene Konzeption wasserdicht und man kann mit dem Gleisplan weitermachen.
Sehr nützlich, 
Hi Jörn,
ja, sehr nützlich, nachdem der Autor eine solche Übersichtstabelle nicht erstellt hat. Ich war auf die Beiträge erst spät aufmerksam geworden, so hatte ich den Bauhaus-Beitrag verpasst - schön, den jetzt noch zu sehen! Irgendwo in den Antworten wird das Buch von Mihaly Kubinski zu Europas Bahnhöfen angeführt: das hatte ich als Jugendlicher, habe es aber irgendwann verkauft, weil es fast ausschließlich um die Architektur der Empfangsgebäude ging und nichts zu den Gleisanlagen oder zum Betrieb brachte. Andererseits ließ ich es auf meiner Anlage bei Fallers "Schönblick" bewenden...
Schönen Tag noch,
Reiner
#4 RE: Ident-Element Architektur
Moin,
ich aktualisieren mal die Liste:
01.03.
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,8860870
Heimatschutzarchitektur
02.03.
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,8861848
Funktionalismus
04.03.
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,8864507
Sozialistischer Kapitalismus
LG
Jörn
Bahngeschichte, gefakte Bilder und Quellenschnipsel im Netz verstreuen, 2 Jahre warten.
Ist dann über die eigene Bahn ein Wiki-Artikel und ein Kenningbuch erschienen ist die eigene Konzeption wasserdicht und man kann mit dem Gleisplan weitermachen.
Modellbahner lieben Fachwerk, das ist allseits bekannt. Ebenfalls bekannt ist, dass Fachwerk nicht gleich Fachwerk ist und in den diversen Regionen Deutschlands (in anderen Ländern sowieso) unterschiedlich aussieht.
Eine nette attraktive Übersicht steht gerade im Netz:
https://www.gmx.net/magazine/reise/maler...hlands-39840200
Gruß
Otto
Die Baustile sind in der Tat sehr unterschiedlich, und man sollte darauf achten, dass man den richtigen erwischt. Fachwerk gibt es hauptsächlich da, wo genug Holz zur Verfügung stand, aber wenig Haustein oder Lehm für Ziegel. Vor den Eisenbahnen war es auch aufwendig, Baumaterial über größere Entfernungen zu transportieren, und so gibt es hier im Rheinland Gegenden, wo je nachdem Fachwerk, Steinbauten oder Backstein überwiegen.
Da Eisenbahnen regelmäßig erst gebaut wurden, als die Ortschaften schon lange bestanden, finden wir in der Umgebung von Bahnanlagen (häufig, aber nicht immer) eher zeitgenössische Bauwerke aus dem 19. Jahrhundert, die aber auch Fachwerkhäuser sein können. Für Straßenbahnen gilt natürlich anderes, und auch einige Kleinbahnen führten an denkmalgeschützten Bauten vorbei.
Hallo,
ich finde sehr schön in diesem Zusammenhang die Dacheindeckung mit Ziegel oder Schiefer zu unterscheiden.
Da sollte man im Modell genauer hinschauen.
Sicherlich in früher Epoche einheitlicher, später dann vielleicht auch gemischter, weil wie erwähnt die Transportmöglichkeiten besser waren.
In neuerer Zeit wurden dann wohl eher mal Schieferdächer bei Sanierung durch Ziegel ersetzt wegen geringerer Kosten, wenn nicht der Denkmalschutz ein Veto einlegte, was sicherlich aber erst in neueren Epochen passierte.
Jedenfalls wird man so wohl im hohen Norden viel mehr Ziegel finden, als z.B in der Eifel oder Mittelhessen.
Grüße Frank
Um nicht schon wieder noch einen Seitenstrang zu eröffnen, hänge ich meine spezielle Frage hier beim Thema Fachwerk an:
Wie dick (stark) sind Fachwerkbalken typischerweise?
Der Anlass ist, dass ich einen Lasercut-Bausatz eines Güterschuppens (H0) zur Besprechung hier vor mir habe. Der hat ein gewöhnliches mit Ziegelsteinen ausgemauertes Fachwerk. Aber die Balkendicke kommt mir verkehrt vor.
Ich meine mich zu erinnern, dass ich damals als ich die Zeichnungen für das Buch Hochbauten an Klein- und Schmalspurbahnen erstellt habe, u.a. den Güterschuppen in Heiligenberg (Museums-Eisenbahnbahn) vermessen habe und die Balkendicke mit 13x13cm notiert hatte. Das wären für 1:45 2,9mm, also gerundet 3mm, in 1:87 wären das ziemlich genau 1,5mm.
Frage: hat jemand andere Balkenmaße? Wäre für die Rezension aber auch für künftige Bauzeichnungen interessant zu wissen, von wo bis wo die Maße in der Realität gehen.
Gruß
Otto
#9 RE: Fachwerk, hier Balkenmaße
Die KI meint:
Die Stärke von Fachwerkbalken variiert je nach Alter des Gebäudes, Region, Spannweite und statischer Belastung. Typische Querschnitte liegen jedoch in folgenden Bereichen:
Ständer (vertikale Balken): meist 12 × 12 cm bis 16 × 16 cm
Riegel (waagerechte Balken): meist 10 × 12 cm bis 14 × 16 cm
Schwellen und Rähme (untere und obere Rahmenhölzer): oft 14 × 14 cm bis 18 × 18 cm
Streben (diagonale Aussteifungen): häufig 10 × 10 cm bis 12 × 14 cm
Bei älteren Bauernhäusern oder repräsentativen Fachwerkbauten können die Haupttragbalken deutlich stärker sein:
18 × 18 cm bis 24 × 24 cm
vereinzelt sogar über 30 × 30 cm
Faustregel für die Wandstärke:
Die sichtbaren Fachwerkbalken in Außenwänden sind oft zwischen 12 cm und 18 cm tief. Die gesamte Wand wird jedoch durch Gefache, Innen- und Außenputz bzw. Dämmung deutlich dicker und erreicht häufig:
historische Fachwerkwand: 15 bis 25 cm
energetisch sanierte Fachwerkwand: 25 bis 40 cm
Bei Wohnhäusern aus dem 18. bis 20. Jahrhundert ist ein sichtbarer Balkenquerschnitt von etwa 14 × 14 cm oder 16 × 16 cm sehr typisch.
Grüße Hubert
#10 RE: Fachwerk, hier Balkenmaße
Hallo Otto,
ich habe Originalpläne des Güterschuppens von Maulbronn vor mir. Darin sind Balkenstärken von 16 cm x 16 cm bei Spannweiten von gut 7m angegeben. Der Balkenabstand beträgt ca. 1,5 m. Das Baujahr ist 1913/14. Betrachte ich Bilder vom Inneren bestätigen sich die Maße visuell.
Viele Grüße
Jürgen
Hallo Otto,
vor meiner Haustür steht eine Fachwerkscheune so unmotiviert rum, habe mal nachgemessen:
Sohlbalken und und Ständer 18 cm / Riegel und Schrägstreben 14-15 cm.
Und eine Scheune ist sicherlich auf andere Wanddrücke und Dachlasten ausgelegt als ein einfacher Güterschuppen.
Also würde ich sagen, dass sind die Maximalmaße.
Gruß Jürgen
Moin,
die alten Fachwerkbauten wurden wahrscheinlich nicht "ausgelegt", sprich nach Vorgaben dimensioniert, sondern nach Erfahrung gebaut. D.h. es stecken eine Menge Sicherheiten in der Konstruktion. Dazu kommt, dass die Region eine wichtige Rolle spielt. Bei Dachlasten ist das der Schnee. Im Gebirge müssen die Gebäude massiver gebaut werden, was ja auch ein Ident-Element ist.
Es gibt ja dabei auch nicht nur Winddruck und Dachlasten, sondern auch die Belastungen im Inneren durch die Nutzung. Eine Mühle wird sicher anders gebaut als eine kleine Tenne. Dazu kommt, dass der Müller meist mehr Mittel zur Verfügung hatte als andere. So gibt es auch einen Repräsentativfaktor in der Konstruktion.
Viele Grüße
Jürgen
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